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Als der CIA mit Sarkozy und Kouchner Frankreich übernahm

Mittwoch, 7. April 2010

Die Operation Sarkozy : Wie die CIA einen ihrer Agenten zum Präsidenten der Republik Frankreich machte

Neben der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel tritt auch der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy in letzter Zeit immer öfter als tatkräftiger Unterstützer der aggressiven US-Außenpolitik auf. Der französische Journalist Thierrry Meyssan hat bereits im August 2008 Sarkozys von der CIA geförderten Werdegang untersucht.

Von Thierry Meyssan voltairenet.org, 21.08.08

Vorbemerkung: Man soll Nicolas Sarkozy an seinem Handeln messen, nicht an seiner Persönlichkeit. Wenn aber sein Verhalten selbst seine eigenen Wähler überrascht, ist es gerechtfertigt, sich eingehend mit seiner Biographie zu befassen und nach den Verbindungen zu fragen, die ihn an die Macht gebracht haben. Thierry Meyssan hat sich entschieden, die Wahrheit über die Herkunft des Präsidenten der Französischen Republik niederzuschreiben. …………

Wie Kinder, die eine Dummheit gemacht haben, sind sie nun vor allem damit beschäftigt, Ausreden für das Ausmass der angerichteten Schäden und ihrer Naivität zu suchen. Nur eines tun sie nicht, was sie schon lange hätten tun sollen: einmal hinzusehen, wer dieser Nicolas Sarkozy in Wirklichkeit ist.

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Kouchner hat seine Karriere als Mitbegründer einer humanitären NGO begonnen. Dank der Finanzierung des National Endowment for Democracy NED hat er sich an den Operationen von Zbigniew Brzezinski in Afghanistan an der Seite von Usama bin Ladin und den Brüdern Karzai gegen die Sowjet­union beteiligt. In den 90er Jahren treffen wir ihn wieder an der Seite von Alija Izetbegovic in Bosnien-Herzegowina. Von 1999 bis 2001 ist er Hochkommissar der Uno im Kosovo.

Unter der Kontrolle des jüngsten Bruders von Präsident Hamid Karzai ist Afghanistan zum grössten Mohnproduzenten der Welt geworden. Der Mohnsaft wird vor Ort zu Heroin verarbeitet und mit der US-Air-Force nach Camp Bondsteel (Kosovo) transportiert. Dort wird das Rauschgift von den Männern von Haçim Thaçi übernommen, die es vor allem in Europa, manchmal auch in den USA absetzen. [10] Die Gewinne werden für die Finanzierung der illegalen Operationen der CIA eingesetzt.

Karzai und Thaçi sind langjährige persönliche Freunde Bernard Kouchners, der sicherlich nichts von ihren illegalen Aktivitäten weiss, trotz der internationalen Berichte, die es darüber gibt.

Zur Vervollständigung seiner Regierung ernennt Nicolas Sarkozy Christine Lagarde als Wirtschafts- und Finanzministerin. Sie hat ihre ganze Karriere in den Vereinigten Staaten absolviert, wo sie das angesehene Anwaltsbüro Baker & McKenzie geleitet hat. Im Center for International & Strategic Studies von Dick Cheney hat sie, zusammen mit Zbigniew Brzezinski, eine Arbeitsgruppe geleitet, die die Privatisierungen in Polen überwachte. Sie hat ein intensives Lobbying für Lockheed Martin organisiert, gegen die französische Flugzeugbau-Firma Dassault. [11].

Neue Eskapade während des Sommers: Nicolas, Cécilia, ihre gemeinsame Geliebte und ihre Kinder lassen sich zu Ferien in Wolfenboroo (USA) einladen, unweit des Landgutes von Präsident Bush. Die Rechnung wird diesmal von Robert F. Agostinelli bezahlt, einem New Yorker Bankier und Geschäftsmann italienischer Herkunft, Zionist und überzeugter Neokonservativer, der Beiträge für die Zeitschrift Commentary des American Jewish Committee verfasst.

Der Erfolg von Nicolas überträgt sich auch auf seinen Halbbruder Pierre-Olivier. Unter dem amerikanisierten Namen «Oliver» wird er von Frank Carlucci (die «Nr. 2» der CIA, nachdem er von Frank Wisner sen. rekrutiert worden ist) [12] zum Leiter eines neuen Anlage-Fonds der Carlyle Group (gemeinsame Verwaltungsgesellschaft der Vermögensanlagen der Familien Bush und bin Ladin). [13] Ohne spezielle persönliche Qualitäten wird Oliver weltweit der fünftwichtigste Vermittler von Geschäften und verwaltet den Hauptteil der Vermögenswerte der Staatsfonds von Kuwait und Singapur.

Die Popularitätsquote des Präsidenten ist in den Umfragen im freien Fall. Einer seiner Kommunikationsberater, Jacques Séguéla, schlägt vor, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit mit neuen «people stories» abzulenken. Die Ankündigung der Scheidung von Cécilia wird in Libération veröffentlicht, der Zeitung seines Freundes Edouard de Rothschild, um die Slogans der Demonstrationen am Tage eines Generalstreiks zu übertönen.

……………………………………

Mehrere nicht autorisierte Versionen und Übersetzungen dieses Artikels wurden verbreitet, während die Homepage des Réseau Voltaire außer Betrieb war. Wir bitten Sie, den vorliegenden Artikel als einzig gültigen zu betrachten.
(Übersetzung aus dem Französischen durch Zeit-Fragen)

Anmerkungen

[1] « Quand le stay-behind portait De Gaulle au pouvoir », Thierry Meyssan, Réseau Voltaire, 27 août 2001

[2] « Quand le stay-behind voulait remplacer De Gaulle », Thierry Meyssan, Réseau Voltaire, 10 septembre 2001

[3] L’Énigme Pasqua, Thierry Meyssan, Golias ed, 2000.

[4] Les requins. Un réseau au cœur des affaires, Julien Caumer, Flammarion, 1999.

[5] « Un relais des États-Unis en France : la French American Foundation », Pierre Hillard, Réseau Voltaire, 19 avril 2007.

[6] « Les New York Intellectuals et l’invention du néo-conservatisme », Denis Boneau, Réseau Voltaire, 26 novembre 2004.

[7] Éminences grises, Roger Faligot et Rémi Kauffer, Fayard, 1992 ; « The Origin of CIA Financing of AFL Programs » in Covert Action Quaterly, n° 76, 1999.

[8] « Dominique Strauss-Kahn, l’homme de « Condi » au FMI », Thierry Meyssan, Réseau Voltaire, 5 octobre 2007.

[9] « Alain Bauer, de la SAIC au GOdF », Note d’information du Réseau Voltaire, 1er octobre 2000.

[10] « Le gouvernement kosovar et le crime organisé », par Jürgen Roth, Horizons et débats, 8 avril 2008.

[11] « Avec Christine Lagarde, l’industrie US entre au gouvernement français », Réseau Voltaire, 22 juin 2005.

[12] « L’honorable Frank Carlucci », Thierry Meyssan, Réseau Voltaire, 11 février 2004.

[13] « Les liens financiers occultes des Bush et des Ben Laden » et « Le Carlyle Group, une affaire d’initiés », Réseau Voltaire, 16 octobre 2001 et 9 février 2004.


Wir haben den von der Schweizer Wochenzeitung ZEIT-FRAGEN übersetzten Artikel mit einigen orthographischen Korrekturen und sprachlichen Glättungen übernommen. Sein Autor, der investigative französische Journalist Thierrry Meyssan (s. http://en.wikipedia.org/wiki/Thierry_Meyssan ), hat auch den ebenfalls aus den USA gesteuerten politischen Werdegang der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel untersucht. Dieser Artikel ist hier nachzulesen.

www.luftpost-kl.de

Operation Sarkozy : how the CIA placed one of its agents at the presidency of the French Republic

By Thierry Meyssan

Global Research, September 4, 2008
Réseau Voltaire
One should judge Nicolas Sarkozy according to his actions, and not according to his personality. Yet when his doings surprise even his own constituents, it is legitimate to take a detailed look at his biography and question the bonds that brought him to power. Thierry Meyssan has decided to write the truth about the French Republic’s president background. All the information included in this article is provable, except for two assertions signalled by the author who alone takes full responsibility.

Tired of the overextended presidencies of François Mitterrand and Jacques Chirac, the French elected Nicolas Sarkozy counting on his energy to revitalize their country. They were hoping for a break with years of no-change and ideologies of the past. What they got instead was a break with the very principles which founded the French nation, and have been shocked by this “hyper-president”, seizing every day a new dossier, attracting towards him the right and the left wing, and tearing apart all points of reference to the point of creating a total confusion.

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SZ: Das Versagen der UN und NATO und wie UN Gangster den Kosovo ausplündern

Kategorien:Europa Schlagwörter: , , , , , ,
  1. ivo
    Februar 7, 2011 um 8:06 pm

    Bei ENRON und der weiteren Super Betrugs Unternehmen AIG im Vorstand: Frank Wisner, aber auch Richard Holbrook.

    http://www.apfn.org/enron/wisner.htm

    Die Iran Contra Affäre: John Negroponte – Partner of Frank Wisner, zuständig dann wieder für den Kosovo, Irak, Afghanistan, damit der Drogen schmuggel gut funktioniort mit Verbrecher Gruppen und mit den uralten Freunden der US Mafia: dem Genovese Clan um Lucky Luckiano.

    . Trotzdem deckt das Unternehmen verschiedenste Arten illegaler Geschäfte im Zusammenhang mit der italienischstämmigen New Yorker Familie Genovese, derjenigen von Lucky Luciano.

    …………….

    http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=2733

  2. ali
    März 19, 2011 um 8:12 pm

    Der Kerl in Paris dreht ja nun mit Libyen vollkommen durcg

  3. bill
    September 1, 2011 um 2:42 pm

    Sarkozys Verteidigungsreform in der Sackgasse

    fg. Das Weissbuch zur Reform der Verteidigung und Nationalen Sicherheit, das die diesbezüglichen Grundsätze Sarkozys enthält, sorgt für stetige Aufregung. Die Reform strebt an, die Zahl der Truppen und die Materialbestände stark zu reduzieren, den Koordinator der Geheimdienste direkt dem Präsidenten der Republik zu unterstellen und die französischen Streitkräfte wieder in die Nato-Strukturen zu integrieren.
    Schon kurz nach Erscheinen des Weissbuchs nahm der Oberbefehlshaber der Armee seinen Hut. Man könnte sich vorstellen, dass es aus Protest dagegen geschah.
    Als erstes löst die Verwischung der Grenzen zwischen Streitkräften und Polizei Protest aus. Die westlichen Armeen, so heisst es verlogen von offizieller Seite, verteidigen ihre Länder derzeit am Hindukusch. Angeblich brauchen sie deshalb nicht mehr zu Hause gegen einen Gegner anzutreten. Statt dessen sollen sie Polizeiaufgaben übernehmen. Damit verschwindet die traditionelle Gewaltenteilung zwischen den Institutionen.
    Mit der direkten Unterstellung der Geheimdienste unter seine Ägide baut der Präsident seine Macht erheblich aus.
    Am stärksten in der Kritik wiegt jedoch die Rückkehr Frankreichs in die Befehlsstrukturen der Nato, von denen sich de Gaulle losgesagt hatte. Die Nato-Konzepte halten die Kritiker für verstaubt und der heutigen politischen Lage in keiner Weise angemessen.
    Während die Truppen nach dem Weissbuch reduziert werden sollen, verlangen die Amerikaner ein verstärktes Engagement Europas in Afghanistan. Sie wollen die Truppenstärke ihrer Koalition dort um das Dreifache auf 150 000 Mann erhöhen. Ihrem Druck folgend, äusserte auch Sarkozy die Absicht, weitere Truppen dorthin zu entsenden – ein Widerspruch zu dem Weissbuch. Dieser Druck birgt noch weitere Gefahren.
    Namhafte Militärs – u.a. der Oberbefehlshaber aller französischen Waffengattungen – befürchten, dass ihre Truppen in «die Falle einer Logik der Eskalation» fallen könnten wie die Amerikaner im Irak.
    Vor allem sehen sie aber eine Gefahr für die französischen Soldaten in Afghanistan, die der Situation in Indochina 1954 vergleichbar wäre. Damals waren französische Fallschirmjäger über Dien Bien Phu abgesetzt worden und gerieten damit in die Falle des Vietcongs. Wenn Amerika damals gezwungen wurde, sich aus Indochina zurückzuziehen, so könnte es schliesslich auch in dem heutigen Abnutzungskrieg in Afghanistan besiegt werden, und mit ihm Frankreich.
    Wie hilflos sich die hochtrabenden wissenschaftlichen Ansprüche des Weissbuchs gegenüber der Entschlossenheit der mausarmen Taliban ausnehmen, wird deutlich in dem Artikel «Der Grad Null des strategischen Denkens», erschienen in der August-/September-Ausgabe der militärischen Fachzeitschrift Défense nationale et sécurité collective, in der Jean-Philippe Immarigeon schildert, wie die Taliban mit einigen wenigen Motorrädern rund tausend ihrer Landsleute vor der Nase von 60 000 Nato-Soldaten befreiten. Welche Rolle sollten französische Truppen dabei spielen, wenn es in Afghanistan so weitergeht?

    http://xinos.jimdo.com/aktuelles-die-letzten-50-eintr%C3%A4ge/sonderthemen/die-operation-sarkozi/

  4. lux
    April 15, 2012 um 7:07 pm

    Ehrlich gesagt, frage ich mich, warum diese Superverschwörungstheoretiker nur im Dunklen rumwühlen, statt zu stochern, wo Licht ist?

    Sarkozy hat das Amt des „Kofürsten“ von Andorra inne, einem kleinen Steueroase-Flecken (Offshore-Hafen für Schwarzgeld) inmitten der EU und assoziiertes Mitglied.
    Jean-Claude Juncker ist Präsident der Steueroase Luxemburg und Chef der Euro-Gruppe.

    Von da führt ein gerader Weg zum Selbstbedienungsladen nach Brüssel – oder umgekehrt.

  5. April 17, 2012 um 11:58 am

    Keine Main Stream Pressse bringt diese Story. Es erinnert an einen FAZ Artikel, das der CIA eigene Dollar Blüten Geldmaschinen hat, der zwar noch existiert, aber keine der anderen Main Stream Medien übernahm

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