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Geht der Moskauer Ex-Buergermeister Luschkow, ins Exil nach Kitzbuehel?

Wird Luschkow der neue Chodorkowskij?

Seit Dienstag dominiert die russischen Medien ein einziges Thema: die Absetzung des Moskauer Bürgermeisters durch Präsident Medwedew

Die Entlassung war keine Überraschung. Seit Wochen sah sich der seit 18 Jahren amtierende Jurij Luschkow einer vom Kreml initiierten Medienkampagne ausgesetzt, in der ihm Korruption und Vetternwirtschaft vorgeworfen wurden.

Aufgrund des milliardenschweren Reichtums seiner Ehefrau Elena Baturina, die mit einem geschätzten Vermögen von 2.9 Milliarden Dollar als die reichste Frau Russlands gilt, nicht ganz unbegründete Vorwürfe, wenn man bedenkt, dass der Aufstieg der einstigen Sekretärin von Jurij Luschkow mit dem Beginn seiner Amtszeit begann. 1991 gründete sie mit ihrem Bruder das Unternehmen Inteko, das zunächst Plastikwaren herstellte, darunter auch die 85.000 Plastiksitze für das Moskauer Olympiastadion Luschniki. 2001 investierte Baturina erstmals in Immobilien. Für einen bis heute nicht bekannten Preis kaufte sie das Moskauer Unternehmen DSK-3, das Fertigteile für Plattenbauten herstellte. Mit dem Ergebnis, dass heute Plastik nur noch 10 Prozent des Gesamtumsatzes von Inteko ausmacht.

Doch obwohl Medwedew die in Russland weit verbreitete Korruption seit seinem Amtsantritt 2008 wiederholt geißelt, spielen bei der Absetzung Luschkows persönliche Machtinteressen eine viel wichtigere Rolle, als die korrupte Politik des ehemaligen Moskauer Bürgermeisters. Ähnlich wie mit Luschkow müsste der russische Präsident auch mit anderen Regionalfürsten umgehen. Zudem gibt es einige Politiker, die sich an den Korruptionsvorwürfen Luschkows nicht stören. „Chruschtschow hätte Luschkow für seine Leistungen auf den Händen getragen“, erklärte am Dienstag der Moskauer Einiges Russland-Politiker Anatolij Petrow.

Vor historischen Vergleichen scheut sich aber auch nicht Luschkow. Einen Tag vor seiner Entlassung beklagte sich der altgediente Politiker in einem Brief an Dimitrij Medwedew, den am Mittwoch das Wochenmagazin Novoe Vremja-The New Times auf seiner Internetseite veröffentlichte, über die Hetzkampagne gegen seine Person. Zudem warf er dem Präsidenten Demokratiedefizite vor und verglich das heutige Russland mit der Sowjetunion Stalins. „Wenn die Staatsführung mit derartigen Äußerungen diese Angst schürt, wenn man in der Staatsduma sagt, das Parlament sei kein Ort für Diskussionen, dann kann man leicht in einer Situation landen, da es im Land nur einen Chef geben wird, dessen Worten man widerspruchslos folgen muss. Wie lässt sich das mit Ihren Appellen zur Entwicklung der Demokratie verbinden?“, schrieb Luschkow, der noch im Mai zum 65. Jahrestag des sowjetischen Sieges über Nazi-Deutschland in ganz Moskau Stalinplakate aufhängen ließ und in der Stadt selber nach Gutsherrenart herrschte.

In die Politik oder ins Exil?

……….

TP

Generation Exile

Corruption is forcing Russia’s best and brightest to flee the country.

(Page 1 of 2)

Yevgeny Chichvarkin once took London by storm. Bounding onto the stage at the Russian Economic Forum four years ago in red sneakers, graffiti-sprayed jeans, and a top that proclaimed that he was MADE IN MOSCOW, the 34-year-old Russian businessman told the elite gathering how he’d grown his Evroset mobile-phone company into a billion-dollar empire in just five years, and that a “new generation of young businesspeople” was “ready to integrate Russia into the world economy.”

Now Chichvarkin is back in London, no longer a poster boy for Russian investment but instead a fugitive. Two of his business partners are in jail, his company has been sold off after a series of raids by Russian police, and his mother died under mysterious circumstances in April. Chichvarkin himself is wanted on charges of kidnapping and extortion, which he insists were cooked up by a gang of “werewolves in uniform”—bureaucrats and police who use the law to shake down and steal businesses….

newsweek

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