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Die Peinlichkeit des Bundeswehr General Stabs in Afghanistan

Mord als Geschäft, wo nie ein Ziviler Aufbau geplant war. Fakten Lage mit General Fahim rund um Kundus

Der entgrenzte Krieg

Die US-Regierung eskaliert den Staatsterror immer weiter. Zwischen 2006 und 2008, so die New York Times, sind pro Nacht bis zu 25 Menschen allein von Team 6 der Navy SEALs ermordet worden. „Gegen Ende 2009 führten JSOC-Kommandos monatlich nicht weniger als achtzig, neunzig solcher Mordaufträge aus“, erklärt Armin Wertz in seiner Zusammenschau „Die Weltbeherrscher. Militärische und geheimdienstliche Operationen der USA“.

Im September 2009 reichte der US-Diplomat Matthew Hoh, mehrfach ausgezeichneter US-Marine mit Einsätzen im Irak und anschließend höchster US-Vertreter in der afghanischen Provinz Zabul, sein Rücktrittsgesuch ein. Im Zentrum steht seine Anklage, dass die „Präsenz und die Operationen der USA und der NATO in den paschtunischen Tälern und Dörfern“ faktisch auf „eine Besatzungsmacht“ hinauslaufen, „gegen die ein Aufstand gerechtfertigt ist“.[45] Die meisten Taliban würden die USA überhaupt nicht bedrohen, „sondern eigentlich nur gegen uns kämpfen, weil wir uns in ihren Tälern herumtreiben“. Nach Einschätzung Hohs gab es damals „fünfzig bis hundert al-Qaida-Kämpfer in Afghanistan“.[46]

http://www.heise.de/tp/artikel/45/45422/1.html

Rudolph Scharping, Joschka Fischer, Otto Schily, Peter Struck, Frank Walter Steinmeier machten damals schon aktiv mit, bei dem Morden im Interesse lokaler Verbrecher Clans. Dann erhielt die Sölder Mord Truppe der MPRI, 2001 sogar per Bundessetzblatt, Immunität in Deutschland, für Waffen und Drogen Transporte.

Kriegstagebuch Afghanistan

Teil 1: „Es ist ein böser Tag gewesen”

Teil 3: „Lieber drei tote deutsche Soldaten als ein toter afghanischer Zivilist“

Teil 3: „Lieber drei tote deutsche Soldaten als ein toter afghanischer Zivilist“

(Berlin/dapd) Auszüge aus einem subjektiven Tagebuch eines gerade aus dem Afghanistan-Einsatz zurückgekehrten deutschen Soldaten. Unter Zusicherung der Anonymität spricht er offen über seine Einsatzerfahrungen, die keinerlei Anspruch auf Objektivität, Vollständigkeit oder Ausgewogenheit in der Darstellung erheben.

Um den Soldaten zu schützen, und um seine Karriere nicht zu gefährden, sind Orts- und Zeitangaben sowie Details anonymisiert. Die Nachrichtenagentur dapd hat sich der Identität und Integrität des Soldaten versichert. SZON veröffentlicht die Aufzeichnungen in den nächsten Tagen als Serie.


Ende März

Abends gab es die TE-Punkte (Lagebericht) mit den aktuellen Meldungen. Es hieß, dass im Süden Afghanistans wieder Amerikaner getötet wurden und es Anschläge mit IED (Improvised Explosive Device, Sprengfallen) gab. Bei uns in Kundus wurde eine Brücke gesprengt, die von Truppenteilen von uns aufgebaut worden war. Damit wollen die Taliban verhindern, dass wir tiefer in ihr Gebiet eindringen können.

2.April, Karfreitag, Dorf Isa Khel

“Blitzschlag, Blitzschlag, eigene Teile im Feuerkampf!” heißt die Meldung. Die Fallschirmjäger waren wegen eines Mine Sweeps bei dem Dorf Isa Khel. Mine Sweep ist das Suchen nach Sprengmitteln, versteckten Ladungen und Minen, also ein echter Scheiß-Job. Der Angriff kam aus dem Nichts, mit Kalaschnikows und RPGs (Rocket Propelled Grenades, Panzerfäusten). Beim Rückwärts-Ausweichen war ein Dingo-Transportfahrzeug angesprengt worden, das überhaupt nicht mehr zu gebrauchen war und von der eigenen Truppe gesprengt wurde. Es gab bei uns die ersten Ausfälle, Tote und Verletzte. Die amerikanischen Black Hawk-Hubschrauber sind unter Beschuss eingeflogen und haben Verwundete evakuiert. Die Luftunterstützung durch die Kampfbomber hat nicht geholfen, sie durften keine Bomben werfen. Es wurden ständig neue Truppen rangeführt, weil kein Ausweichen mehr möglich war.

Krieg in Afghanistan
Wie lang sollte die Bundeswehr in Afghanistan bleiben?

Die Taliban schießen nicht gezielt, aber ein Munitionsproblem, wie es vorher hieß, scheinen sie nicht zu haben. Die halten die Kalaschnikow einfach über die Mauer von einem Compound, so einem Gehöft, drüber und dann wird das Magazin mehr oder weniger blind in unsere Richtung leer geschossen. Dann lassen sie die Waffe fallen und rennen als schreiender Zivilist sozusagen ins nächste Gebäude über die Straße drüber. Wir schießen natürlich nicht auf die, weil die ja Zivilisten sind und Zivilisten will man ja nix tun. Und im nächsten Gebäude haben sie ihre nächste Waffe, nehmen die und schießen dann wieder auf uns. Man hat einfach kein klares Ziel, das man bekämpfen kann. Ein deutscher Schützenpanzer Marder hat dann noch ein Fahrzeug von den ANA Soldaten (Afghan National Army) zerschossen. Dabei sind 5 ANA Soldaten getötet worden. Die ANA hatte sich nicht gekennzeichnet und auch nicht auf Haltesignale und Warnschüsse reagiert, worauf die Marder-Besatzung handeln musste, wegen der extrem hohen Bedrohungslage. Als wir spät ins Lager kamen, hieß es, die deutsche Presse hat schon berichtet. Wir haben dann gleich zu Hause angerufen. Meine Frau war schon in Panik und hatte bereits vergeblich versucht, mich zu erreichen. Es hat mich sehr belastet, sie so zu hören, meine Süße, aber ich konnte sie etwas beruhigen.

Es ist ein böser Tag gewesen. 3 Kameraden wurden getötet und 8 verletzt.

………………………..

(Erschienen: 28.10.2010 14:10)

mehr zum Thema

Teil 1: „Es ist ein böser Tag gewesen”

Teil 2: „Der Stab arbeitet mehr gegen als für uns“

Teil 3: „Lieber drei tote deutsche Soldaten als ein toter afghanischer Zivilist“

aus

http://www.schwaebische.de/home_artikel,l

US-Milliarden für Afghanistan-Aufbau vor Ort versickert
US-Milliarden für Afghanistan-Aufbau vor Ort versickert
Fast 17 Milliarden Dollar (13 Milliarden Euro) an US-Hilfsgeldern für Afghanistan sind offenbar direkt vor Ort versickert. Zu diesem Schluss kommt jetzt ein Bericht des US-Sonderinspektors Arnold Fields. Demnach können die USA offenbar nicht zurückverfolgen, ob ihre Gelder ordnungsgemäß verwendet wurden. „Solange wir aber nicht wissen, wo das Geld hinfließt, können wir den Aufbau auch nicht gezielt steuern“, schlägt Fields Alarm.
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