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Dubiose Geschäfte mit den Leopard Panzern nach Saudi Arabien

Wozu wollen die Saudis 200 Leopard 2 Kampfpanzer?

von Redaktion @ 12:40. abgelegt unter Deutschland, Iran, Krieg, Israel, Saudi-Arabien

Es wird derzeit viel darüber geredet, ob die deutsche Bundesregierung das richtige “Fingerspitzengefühl” zeigt, indem sie jetzt die Lieferung von 200 deutschen Kampfpanzern des Typs “Leopard 2 A7” nach Saudi Arabien grundsätzlich genehmigt hat. Was bei dieser Diskussion leider völlig zu kurz kommt, ist die Frage, warum die Saudis die 200 Leopard 2 Kampfpanzer überhaupt wollen und warum sie gerade jetzt genehmigt wurden.

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass Saudi-Arabien keine Panzer braucht, um ein paar Dutzend irakische Grenzgänger und Kinder oder indonesiche Dienstmädchen zu köpfen. Dazu bedarf es, wie Bilder zeigen, lediglich eines scharfen Schwertes. Auch um friedliche Demonstrationen zusammenzuschießen, wie Saudi Arabien das in Bahrain gemacht hat, sind teure Kampfpanzer, obwohl Fefe diesbezüglich gerade einen realitätsnahen Scherz gemacht hat, vergleichsweise ungeeignet. Kampfpanzer sind mit ihren kilometerweit reichenden schweren Kanonen vor allem dazu da, bewegliche gepanzerte Ziele zu bekämpfen. Mit Kampfpanzern Demonstrationen zusammenzuschießen ist wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Um Demonstrationen brutalstmöglich zusammenzuschießen, sind vergleichsweise preiswerte Schützenpanzer mit eher kleinkalibrigen Waffen wie Maschinengewehren deutlich besser geeignet als Kampfpanzer mit großen Kanonen.

Wenn die Saudis die pi mal Daumen 10 Mio Euro pro Stück teuren deutschen Kampfpanzer also sicherlich nicht brauchen, um auch zukünftig indonesische Dienstmädchen fachgerecht zu köpfen, und vergleichsweise preiswerte Schützenpanzer zum Zusammenschießen von friedlichen Demonstrationen besser geeignet sind, wozu brauchen die Saudis dann die teuren deutschen Kampfpanzer, die sogar vom russischen Militär kürzlich lobend herausgestellt wurden?

Der iranische Nachrichtensender Press TV weist in seiner jüngsten Meldung über den deutschen Panzerverkauf nach Saudi Arabien darauf hin, dass Saudi Arabien vor etwa eineinhalb Jahren eine Militäroffensive gegen aufständische Houthis in der nordjemenitischen Provinz Saada durchgeführt hat. Dabei ist es tatsächlich zu so etwas wie Artilleriegefechten und Panzerduellen gekommen, also militärischen Situationen, in denen der Leopard 2 sicherlich recht nützlich ist. Und auch der saudische Grenzposten zur Saada-Provinz des Jemen wäre sicherlich nicht so ohne weiteres vorübergehend von Kämpfern der Houthis überrannt worden, wenn der mit ein paar Kampfpanzern gesichert gewesen wäre. Andererseits ist die Saada-Provinz, in der Saudi-Arabien gemeinsam mit der jemenitischen Regierung gegen die aufständischen Houthis gekämpft hat, extrem gebirgig, was den Nutzen von Kampfpanzern stark einschränkt. Im Berggelände sind Flugzeuge und Hubschrauber, so wie sie Saudi Arabien letztes Jahr massenhaft in den USA bestellt hat, die wesentlichen Waffen einer hochgerüsteten Armee. So viele Kampfpanzer würde Saudi Arabien im bergigen Land der Houthis kaum sinnvoll nutzen können. Und 200 Kampfpanzer zur Sicherung eines kleinen Grenzpostens einzukaufen, wäre auch für saudische Verhältnisse arg übertrieben.

Bemerkenswert ist hingegen ein Halbsatz in einem Artikel der süddeutschen Zeitung, in dem erläutert wird, dass Israel und die USA den Panzerverkauf an Saudi Arabien abgesegnet haben. Da heißt es, Saudi Arabien sei ‘nach den Umwälzungen in Ägypten und Tunesien der “letzte und wichtigste Stützpfeiler” in der Nahost-Region’ und der deutsche Panzerverkauf an Saudi Arabien sei unter anderem deswegen genehmigt worden, weil es in Kreisen der schwarz-gelben Koalition “große Sorge vor einer Militäraktion Irans gegen Israel” gebe.

Die Aussage, der Panzerverkauf an Saudi Arabien geschehe unter anderem aus “Sorge vor einer Militäraktion Irans gegen Israel” ist äußerst interessant.

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http://www.mein-parteibuch.com/blog/2011/07/06/wozu-wollen-die-saudis-200-leopard-

  1. Hans-Christian Ströbele zum Panzer-Deal mit Saudi-Arabien — „Die Regierung verstößt gegen ihre eigenen Richtlinien“ Schwarz-Gelb schweigt beharrlich zum Panzerdeal mit Saudi-Arabien, in der Opposition wächst der Unmut. Nach Ansicht des grünen Rechtsexperten Hans-Christian Ströbele muss das Geschäft gestoppt werden, denn die Bundesregierung trage damit zur Unterdrückung der Demokratiebewegungen in den arabischen Ländern bei. Interview: Kathrin Haimerl

Die wahren Gründe warum es Krieg in Libyen gibt2-kampfpanzer/

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