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Die Wirtschafts Mafia: Law, Greenspan, Bernanke: Und jetzt werden wir alle reich

In anderen Ländern, spricht der Westen dann von Mafiösen Zuständen, wenn die Einkommen so verteilt sind.

siehe Greenspan, über die Betrugs Banker! oder das die USA einfach die Gelddruck Maschine anwerfen.

 

JP Morgan Chase – Goldman Sachs – Deutsche Bank: Die Betrugs Maschinerie im “Ponzi” System
Law, Greenspan, Bernanke: Und jetzt werden wir alle reich (Teil 2)

10. 04. 2012 | Von: Otmar Pregetter

bert brecht„Reicher Mann und armer Mann. Standen da und sahen sich an. Und der Arme sagte bleich: „Wär` ich nicht arm – wärst du nicht reich!“ (Bertold Brecht, „Alfabet“, 1934).

Nach meinem Informationsstand ist nicht überliefert, ob Bertolt Brecht die wichtigsten Zusammenhänge der Weltwirtschaftskrise 1929-1933 ff. analysierte. Auf alle Fälle hat er mit seinem kurzen Gedicht, DIE wichtigste, real-ökonomische Ursache der Finanzkrise seit 2007 genannt: die Ungleichheit der Verteilung der Einkommen und Vermögen – weltweit!

Der erste Teil dieses Artikels ist unter diesem Link zu finden.

„Dieser Mist darf sich nicht wiederholen“ forderte Peer Steinbrück ca. ein Jahr nach dem Bankrott von Lehman & Brothers kurz vor dem Weltfinanzgipfel in Pittsburgh im Oktober 2009. Am 27. August schreibt er in einem Brief an Geithner (US-Finanzminister) und seinen Kollegen der G-20-Runde, dass „überhöhte Bonusregelungen“ angesichts der großen Rettungspakete für die Banken politisch nicht zu vermitteln seien. Ach … was wurde nicht alles geredet – u.a. davon, dass alle Produkte des OTC-Handels (außerbörslicher Handel) vor allem der Hedgefonds an einer Börse notieren müssten, dass die Banken – der zum lächerlichen Stehsatz verkommene Slogan: „Too Big to Fail“ wurde bei jedem Kaffeekränzchen bis zur Unkenntlichkeit zerredet – NUR gegen eine rasche Erhöhung ihres Eigenkapitals, die Staatshilfen (damals immerhin ca. 600 Mrd., also das Doppelte des damaligen Bundeshaushaltes!) erhalten, usw. Vorrangig ging es nur darum, das Finanzsystem unter allen Umständen zu retten – auch jene, die dieses Desaster verursachten: die Geschäftsbanken!

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Während die SPD kurz vor den Bundestagswahlen auch die Banken „angemessen an den Kosten ihrer Rettung beteiligen wollte“ (was immer die SPD damit meinte?), schob im Gegensatz hierzu Frau Merkel – für Sprechblasen allseits bekannt – solche wie z.B. „Klug aus der Krise“ und „Charta der nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung“ aus dem Ärmel. Dem nicht genug, trat gerade sie an, um die „Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft weltweit zu verankern“, so einige ihrer Wahlslogans, mit denen sie auf Stimmenfang ging! Begleitet wurden ihre Vorstellungen durch eine Begrenzung der Staatsschulden – womit sie Deutschland als weit und breit einziges Land in die Vorreiterrolle bugsierte. Vor dem Hintergrund der Ausdehnung der Bilanzen sowohl der EZB (ca. 2000 Mrd..) als auch der Deutschen Bundesbank, mutet Merkel`s damalige Vorstellung, es gelte zu verhindern, dass „die Notenbanken künftig viel billiges Geld in Umlauf bringen“ wie ein Aprilscherz auf Seite eins der ZEIT, oder ihrer Haus- und Hof-Postille, der FAZ, an.

„Die tiefe Ursache der größten Krise ist die Ungerechtigkeit der Verteilung“ lautete der knappe Befund einer von der UN-Generalversammlung eingesetzten Kommission, der 18 Experten (darunter Joseph Stiglitz, Charles Goodhart, britischer Geldfachmann und Jean-Paul Fitoussi, französischer Konjunkturexperte) angehörten.

Was im 113-seitigen Bericht stand, widersprach diametral dem Programm für nachhaltiges Wirtschaften der Bundeskanzlerin Merkel: weil …

  • die Gewerkschaften rund um den Globus geschwächt
  • die Sozialausgaben gekürzt
  • die Steuern für Reiche gesenkt

wurden, kam es zu einer sozialen Schieflage. „Es wurde Geld umverteilt von denjenigen, die es für ihre Grundbedürfnisse ausgegeben hätten, zu denjenigen, die viel mehr hatten, als sie ausgeben konnten!“

Auch in Deutschland, dem Land, in dem die „Soziale Marktwirtschaft“ erfunden wurde!

Eine Wirtschaftspolitik, die die Ungleichheit der Einklommen zuließ und diese durch die Fiskalpolitik noch verschärfte, ist die wichtigste Ursache (neben der Gier der Banken) für diese weltweit fatale Entwicklung. In den USA z.B. entfielen auf die obersten 10 % der Bevölkerung fast unglaubliche 50% aller Markteinkommen der Volkswirtschaft – so viel, wie damals 1929, als die größte Krise ausbrach!

Anteil Markteinkommen USA

Einen dreißigjährigen Krieg nennen die Autoren des Buches „Winner-take-All-Politics“ Jacob Hacker und Paul Pierson die verheerende Umverteilung seit Reagan 1980: zwischen1979-2005 gingen 20 % aller Einkommenszuwächse in den USA an die 0,1 % der Topverdiener (300.000). Auf 180 Mio. Amerikaner, die unteren 60 % der Bevölkerung, entfielen gerade mal 12.5 % der Einkommen nach Steuern.

Die Totschlagargumente – Globalisierung, technischer Fortschritt, fehlende Bildung – verlieren unter dem empirischen Brennglas an Bedeutung. Ende des 19. Jahrhunderts sagte der legendäre Wahlkampfmanager Mark Hanna, es gäbe zwei Dinge im Leben der Politik:

„Das Erste ist Geld – und das Zweite habe ich vergessen“.

Was der Durchschnittsverdiener beim Lohn einbüßte – holte er sich als Kredit von der Bank, denn nur so konnte er sich seinen Lebensstandard aufrecht erhalten. Die Verschuldung der Haushalte in den USA stieg weit über 100 % des Netto-Nationaleinkommens an und Greenspan, der mit billigem Geld und niedrigen Zinsen (tatsächlich gab es über Jahre negative Realzinsen!) den Geldhahn aufdrehte, wurde als jener Mann „gefeiert, der der US-Wirtschaft auf diese Weise den längsten Aufschwung der amerikanischen Geschichte bescherte“ … bis diese GELDILLUSION in der riesigen Blase (Subprime Kredite) im September 2008 platzte (siehe Teil 1).

USA : Daten der Schande – „The Rich Get Even Richer“ 

Eine Vorwarnung: Alle Leser, die nicht so vertraut mit den Auswüchsen der exorbitanten Lohnspreizung sind, sollen sich bitte einfach mal hinsetzen:

Die obersten 1 % (!) der Bevölkerung sind die Gewinner der letzten zwei Dekaden:

  • 2010 gingen 93 % des gestiegenen Markteinkommens (zu 2009) an die obersten 1 %, was einer Zunahme um ca. 12 % entspricht – auf 99 % der Menschen entfielen nur 7 % des Zuwachses, was einem Anstieg von 80,– $ oder 0,2 % p. a. ausmacht
  • Von der Zunahme für die 1 % der Bestverdienenden profitierten die 0,01 % („The Super-Rich“: ca. 15.000 Haushalte mit einem Durchschnittseinkommen von ca. 23,8 Mio $ p.a. ) am meisten: auf sie entfielen 37 % der Einnahmensteigerung (ca. +22 %!)
  • In jeder Regierungsperiode profitierte das oberste 1 % am Meisten: in der Clinton-Ära +45%, unter Bush jun. waren es +65 % und unter Obama (trotz Rezession 2009) +93 %!

Überdies führte die Steuersenkung unter Bush jun. (Dividenden und Gewinne aus Beteiligungen werden nur mit 15 % besteuert) zur Tatsache, dass die Sekretärin von Warren Buffet mehr Einkommensteuer zahlt als einer der reichsten Männer der USA.

Und der Rest der Einkommensbezieher?

  • Auf 150,4 Mio. Arbeitnehmer entfiel eine Lohnsumme von 6.009 Mrd. $.
  • Der durchschnittliche Lohn betrug ca. 40.000,- Dollar (2010).
  • Ein Rekordanteil von 66,2% aller Lohnempfänger lag unter diesem Durchschnitt.
  • Der Median (50 % der Arbeitnehmer liegen darüber, 50 % darunter) lag bei ca. 26.000 $.
  • Während auf die untersten drei Quintile (60 %) der Arbeitnehmer 1979 immerhin noch ca. 30 % des Markteinkommens entfiel – sank dieser Anteil auf 22 % im Jahr 2007.

Fazit: Angesichts der Tatsache, dass ca. 70 % des US-BIP aus dem privaten Konsum generiert wird, stellen solch gravierende Ungleichgewichte der Einkommensverteilung einen immensen Hemmschuh der ökonomischen Entwicklung dar. Alle euphorischen Wachstumsziffern der USA sind daher mit großer Skepsis zu betrachten. (Quelle: www.querschuesse.de)

Und wie sieht es in Deutschland aus?

Gustav Horn (Böckler Impulse 03/2011) konstatiert Deutschland als „Mutterland der Ungleichheit“ was er mit der Einkommensverteilung seit 1980 begründet. Der wesentliche Grund liegt in der Spreizung zwischen Einkommen aus Kapital- und Unternehmensgewinnen und den Lohneinkünften (siehe u. a. Abbildung). Seine Aussagen wurden erst vor ein paar Tagen durch das DIW bestätigt. „Die Wirtschaft ist seit der Jahrtausendwende ordentlich gewachsen. Die Gewinne und Vermögenseinkommen sind insgesamt sogar kräftig gestiegen. Doch bei den meisten Erwerbstätigen ist von dem Wirtschaftswachstum nichts angekommen“, sagte Markus Grabka der Berliner Zeitung vom 19. Juli.

Die realen Nettogehälter sind seit 2000 um 2,5 % gesunken – jene der drei untersten Einkommens-gruppen jedoch um 16-22 %!

Einkommensentwicklung

Das Auseinanderklaffen der inflationsbereinigten Arbeitnehmereinkommen im Vergleich zu jenen aus Gewinn – und Vermögenseinkommen wurde durch die Senkung sowohl der Spitzensteuersätze auf das Einkommen als auch der Körperschaftssteuer eingeleitet und beschleunigt. Hinzu kam das „Sklavenhalterprogramm – genannt Hartz 4“ – das von ROT / GRÜN unter großem Tamtam exekutiert wurde, das einen Sektor an prekären Arbeitsverhältnissen schuf, der fast ein Viertel aller Arbeitnehmer betrifft.

Einkommensverteilung

Deutschland, der ehemalige Exportweltmeister, darf sich auch den Titel des „Europameisters der Ungleichheit der Einkommensverteilung“ anheften, auch wenn die offiziellen Regierungsblätter und –verantwortliche diesen Fakten nur sehr ungerne ins Auge sehen wollen!

In der Politik „passiert“ nichts zufällig!

……….

http://www.theintelligence.de/index.php/wirtschaft/finanzen/4260-law-greenspan-bernanke-und-jetzt-werden-wir-alle-reich-teil-2.html

 

 

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