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Menschen Rechte für Kinder: Der Oberrabbiner besucht Deutschland

Ein Deutscher Richter fällt ein bemerkenswertes Urteil: Wegen Körper Verletzung verbot er Beschneidungen. Erst wenn das Kind volljährig ist, soll es selbst entscheiden, ob eine Beschneidung gewünscht wird.

Menschenrechte für Kinder, unbekannt, bei gewissen Religionen!

Der Mann mit dem großen schwarzen Hut und dem langen weißen Bart ist nicht für Kompromisse nach Berlin gekommen. Wie könnte er auch. Yona Metzger ist seit 2003 Oberrabbiner der Juden in Israel und als eines von zwei Oberhäuptern des jüdischen Glaubens eine weltweit anerkannte Instanz. Religionsführer tun sich schwer mit Kompromissen, wenn es um Fragen des Glaubens geht. Und die Beschneidung von Jungen ist eine elementare Frage seines Glaubens.

Rabbi Metzger zieht die Grenzen der Beschneidung

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Körperliche Unversehrtheit versus freie Religionsausübung

Zuletzt haben die Abgeordneten des Bundestags mit großer Mehrheit entschieden, dass es eine gesetzliche Regelung geben soll, die Beschneidungen grundsätzlich möglich macht. Im Bundesjustizministerium wird derzeit an einem Entwurf gearbeitet. Noch ist offen, wann das Gesetz im Bundestag behandelt werden kann.

Es ist ein juristisch kompliziertes Unterfangen, steht doch das Grundrecht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit dem Recht der Eltern auf freie Ausübung ihrer Religion gegenüber.

Rabbi Metzger kann darauf wenig Rücksicht nehmen. Als religiöser Richter, der er in Israel ist, kann er jüdischen Eltern nur empfehlen, sich an das jüdische Recht zu halten. Und das ist zunächst mal eindeutig, wie Metzger referiert: Ein Junge muss acht Tage nach der Geburt von einem ausgewiesenen Beschneider auf natürliche Weise beschnitten werden.

Das umfasst auch das Verbot einer lokalen oder totalen Betäubung des Neugeborenen. Lediglich „ein Tropfen süßer Wein“ sei erlaubt, um das Kind zu beruhigen. Manche Beschneider nutzen auch Puder oder Spray um den Schmerz zu lindern. Mehr aber sei eben nicht zulässig. Der Beschneider dürfe dabei zwar Arzt sein, aber ein Arzt, der kein Beschneider sei, sei für die Prozedur nicht zugelassen.

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http://www.sueddeutsche.de/politik/oberrabbiner-in-berlin-rabbi-metzger-zieht-die-grenzen-der-beschneidung-1.1446407

Dienstag 21.08.2012

Beschneidung – die Diskussion wird über Gerichte weitergeführt

Erste Anzeige in Bayern gegen einen Rabbiner

Kategorien:Europa
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