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100.000 ermordete Zivilisten durch den Türkischen NATO Terror mit Terroristen in Syrien

Warum die anti-syrische Kriegsfront den Krieg verliert

27. Juli 2013

Im Parteibuch ist es schon seit Wochen zu lesen: die zionistisch-wahhabitische Kriegsfront gegen Syrien hat aufgrund einer Reihe von strategischen Erfolgen der syrischen Armee keine Chance mehr, den Terror- und Propagandakrieg gegen Syrien zu gewinnen.

In den ersten Wochen- und Monaten nach Beginn der von NATO- und GCC-Staaten unterstützten Milizen ab Juli 2012 geführten Ramadan-Offensive “Vulkan in Damaskus – Erdbeben in Syrien” waren die Erfolge der syrischen Armee hauptsächlich defensiver Natur. Der Versuch der Erstürmung von Damaskus wurde abgewehrt, in Aleppo und anderen Großstädten Syriens behielt die Regierung, wenn nicht die ganze Stadt, so doch zumindest jeweils einen nennenswerten Teil der Städte unter Kontrolle, und der Armee gelang es, in allen Provinzen wesentliche Armeestützpunkte und zivile und militärische Flughäfen unter ihrer Kontrolle zu behalten.

Den Anti-Regierungskräften gelang es zwar, von Nachbarstaaten kommend, über die Grenzen zu drücken und Grenzübergänge und grenznahes Gebiet zu erobern sowie in zahlreichen Dörfern, einigen kleineren Städten und Stadtvierteln großer Städte faktische Kontrolle über den Boden auszuüben, doch nirgendwo war die Kontrolle der Anti-Regierungskräfte fest genug um irgendwo in Syrien einen Sitz für eine alternative “Regierung” einrichten zu können, die dann nach dem Vorbild von Benghazi NATO-Staaten von innerhalb Syriens aus um Militärhilfe für einen Feldzug auf Damaskus würde bitten können. Mit weiteren vom benachbarten Ausland aus organisierten Angriffen gelang es den Anti-Regierungskräften zwar, weitere Dörfer und Kleinstädte zu erobern und die Armee dazu zu zwingen, kleine Posten und Stützpunkte aufzugeben und Straßen für den Nachschub der Armee unpassierbar zu machen, doch gelang es der Armee in allen Provinzen, wesentliche Militärbasen und Flughäfen sowie ihre Präsenz in den Großstädten zu verteidigen, so dass sich an der Situation, dass die Anti-Regierungskräfte kein Gebiet in Syrien fest genug unter Kontrolle hatten, um dort eine Exilregierung einzurichten, nichts Grundsätzliches änderte.

Angesichts der Eroberung von zunehmend mehr Territorium duch die Anti-Regierugskräfte waren ihre Unterstützer euphorisch und bestärkten sie darin, ihre Offensiven bis zum Sieg fortzusetzen und jegliche Verhandlungen mit dem syrischen Präsidenten Bashar Al-Assad über eine friedliche Gestaltung der Übergangszeit bis zu demokratischen Wahlen abzulehnen. Doch das oberflächliche Bild von zunehmend mehr von Anti-Regierungskräften kontrolliertem Territorium täuschte. Getrieben von ihren ausländischen Sponsoren und angefeuert von permanenter Propaganda über den unmittelbar bevorstehenden Sturz des syrischen Präsidenten haben die Anti-Regierungskräfte in Syrien bei ihren ungestümen Offensiven Fehler gemacht, die nun zu ihrer unvermeidbaren Niederlage führen.

Der schwerwiegendste Fehler der vom Ausland unterstützten Anti-Regierungskräfte war, abgesehen davon, dass sie den Legitimierung verleihenden demokratischen Pfad verschmäht und Wahlteilnahmen abgelehnt haben, dass sie praktisch überall in Syrien, wo sie etwas erobert haben oder besetzt halten, sich benehmen wie eine Horde von Räuberbanden und reihenweise schwerste Verbrechen begehen. Die von Anti-Regierungskräften, dort wo sie Macht haben, regelmäßig begangenen Schandtaten reichen von Entführungen, Wegelagerei, Plünderungen und Räubereien zur Geldbeschaffung über die Errichtung einer Willkürherrschaft, die Verfolgung von Angehörigen religiöser Minderheiten und die Schändung heiliger religiöser Stätten, Drogenkonsum, spontaner Gewalt und Vergewaltigungen, sinnlosen Vandalismus und die brutale Unterdrückung von Kritik bis hin zur systematischen Folter und Ermordung von gefangenen Regierungskräften und anderen sonstwie nicht genehmen Personen. In den von Regierungsanhängern beherrschten Gebieten haben Anti-Regierungskräfte zahlreiche Bombenanschläge, Morde und Entführungen verbrochen. Die schweren Verbrechen der Anti-Regierungskräfte auf ihren Feldzügen waren viel zu zahlreich und von der vorgeblich vom Joch der Diktatur befreiten Bevölkerung direkt erlebbar als dass es der die Anti-Regierungskräfte unterstützenden Propaganda-Kampagne noch gelingen konnte, die Verbrechen Regierungskräften in die Schuhe zu schieben oder als bedauerliche Ausnahmen herunterzuspielen. Allgemein verabscheute Verbrechen werden nicht von allen bewaffneten Regierungsgegnern in Syrien begangen, doch sind diejenigen unter ihnen, die allgemein verabscheute Verbrechen nicht begehen, nicht Willens oder in der Lage, effektiv gegen diejenigen unter ihnen vorzugehen, die solche Verbrechen reihenweise begehen, und damit werden ihre Verbrechen den Anti-Regierungskräften, was die Wirkung auf die öffentliche Meinung angeht, zurecht kollektiv angelastet. Mit ihren zahllosen Verbrechen haben Anti-Regierungskräfte ihre Anhänger, Unterstützer, Symathisanten und Unentschlossene in großen Zahlen vergrault sowie Regierungskräfte und -anhänger in ihrem Zusammenhalt und in ihrer Standfestigkeit bestärkt. Für eine Kraft, die von sich behauptet, eine Volksrevolution zu verkörpern, ist die Entfremdung vom Volk verheerend. Letztlich führte das verbrecherische Verhalten von Anti-Regierungskräften dazu, dass die auf den ersten Blick erfolgreichen Eroberungen und Geländegewinne der Anti-Regierungskräfte im Ergebnis ein riesiger blutiger Werbefeldzug für ihre Gegner, also die syrische Regierung und ihre Unterstützer, geworden sind.

Ein weiterer strategischer Fehler der Anti-Regierungskräfte bestand darin, bei ihrer militärischen Strategie zur Erlangung der Macht in Syrien unter Inanspruchnahme ausländischer Unterstützung voll auf Offensive, maximale Geländegewinne und einen schnellen Sieg zu setzen. Die offensive Strategie produzierte zwar viele euphorische Schlagzeilen über Geländegewinne von stets siegreichen Rebellen, brachte die Anti-Regierungskräfte aber militärisch in aussichtslose Positionen. Aus vielen Orten, wo auswärtige Anti-Regierungskräfte auf ihrem Eroberungsfeldzug auftauchten, floh die Bevölkerung umgehend, wobei es dahingestellt sei kann, ob die Bevölkerung vor den Anti-Regierungskräften oder den Kämpfen flüchtete. Die Anti-Regierungskräfte verloren damit in den Orten, wo das geschah, jedenfalls die Möglichkeit, sich wie Guerilla-Kämpfer zwischen der Bevölkerung zu verstecken, und mussten stattdessen kämpfen wie eine Armee, und das gegen eine mit Lufthoheit operierende Armee, die über Jahrzehnte genau dafür, nämlich gegen angreifende Armeen zu kämpfen, ausgerüstet und ausgebildet wurde. Außerdem brachten es die raumgreifenden Eroberungsfeldzüge der Anti-Regierungskräfte unausweichlich mit sich, dass ihre Wege für den Nachschub aus dem Ausland länger wurden. Die militärische Situation hatte sich durch den Rückzug der Armee in große Basen, große Städte und kleinere Städte mit der Armee wohlgesonnener Bevölkerung buchstäblich in ihr Gegenteil verkehrt.

Beruhten die Kriegserfolge der Anti-Regierungskräfte in der Anfangszeit darauf, dass sie kleine Stützpunkte und Nachschublinien der Armee mit Überraschungseffekt und aus Hinterhalten angriffen und der Armee so mit einer Nadelstichtaktik nach dem Prinzip Hit-and-Run schwere Verluste beibrachten, so war es nun die Armee, die die langen, über viele kleine Stützpunkte führenden Nachschublinien der Anti-Regierungskräfte aus der Luft und aus überraschenden Hinterhalten angriff und den Anti-Regierungskräften dabei andauernd schwere Verluste beibrachte. Die Soldaten der Armee standen damit im Allgemeinen vor bescheidenen, aber lösbaren Aufgaben, also etwa sich in großen Basen und in Bevölkerungszentren mit ihnen wohlgesonnener Bevölkerung zu verschanzen, wenn möglich, essentielle Infrastruktureinrichtungen wie Lebensmittelspeicher, Kraftwerke und Kommunikationsknotenpunkte zu schützen, Transporte zwischen den Stützpunkten der Armee und den von der Armee verteidigten Bevölkerungszentren zu Land oder zur Not aus der Luft zu ermöglichen, währenddessen die Anti-Regierungskräfte je nach Kraft und Kapazität mit möglichst gezielten Nadelstichen und Überraschungsangriffen auf deren Nachschubwege und Stützpunkte zu schwächen und, wo, wann und wenn die Armeeführung es für richtig und möglich hält, Anti-Regierungskräfte in möglichst bevölkerungsfreien Gebieten mit durch Truppenzusammenziehungen lokal aufgebauter Personal- und Materialüberlegenheit einzukesseln und zu besiegen.

Lösbare Aufgaben sorgen für Reserven. Diejenigen Regierungskräfte, denen diese Aufgaben zu wenig anspruchsvoll sind, und die sich bei der Abwehr des vom Ausland geschürten Terrorkrieges gegen Syrien besonders auszeichnen möchten, können das tun, beispielsweise indem sie gefährliche Missionen wie die Infiltration von Anti-Regierungskräften auf sich nehmen. Die Anti-Regierungskräfte, für die Rückzüge, Verhandlungen und Waffenstillstände keine Optionen waren und sind, standen und stehen mit ihren langen Nachschubwegen, der Verteilung ihrer Kämpfer auf unzählige kleine Stützpunkte zur Sicherung eroberten Territoriums und der durch ihre Zerstrittenheit und Disziplinlosigkeit schlecht funktionierenden Freund-Feind-Erkennung oft vor unlösbaren Aufgaben. Die Nichterfüllbarkeit ihrer Aufgabe bemerken Anti-Regierungskräfte, nicht zuletzt aufgrund der pausenlosen Propaganda aus GCC- und NATO-Staaten vom baldigen und unausweichlichen “Sieg” der Anti-Regierungskräfte, nicht selten erst dann, wenn sie verhaftet werden oder der Tod sie ereilt. Während die anti-syrische Propaganda pausenlos vom baldigen Sieg der von NATO- und GCC-Staaten unterstützten Räuber- und Terrorbanden gegen die vorgeblich grundböse syrische Regierung schwafelte und die Anti-Regierungskräfte damit von einer verheerenden Offensive in die nächste trieb, zeigte die defensive Strategie der syrischen Staatsführung tatsächlich eindeutige Erfolge am Boden, die von der anti-syrischen Propaganda jedoch zumeist gezielt übersehen und verschwiegen wurden.

Am deutlichsten zu sehen ist der Erfolg der auf Geduld setzenden defensiven Strategie der syrischen Staatsführung vermutlich in der im zentralen Westen des Landes gelegenen Millionenstadt Homs. Das von der syrischen Armee belagerte “Zentrum des Widerstandes” und “Hauptstadt der syrischen Revolution” nannten BBC und andere Gegner Syriens Homs im Herbst 2011. Der anti-syrische Sender “Sky News” berichtete aus Homs nach der erfolgreichen Februaroffensive der Armee in Homs im Mai 2012, also zur Zeit während des von UN-Beobachtern übersehenen Waffenstilstandes, dass bewaffnete Anti-Regierungskräfte immer noch “große Gebiete der Stadt” kontrollierten. Zu den in jener Zeit von Anti-Regierungskräften in Homs kontrollierten Gebieten gehörten, trotz einiger Geländegewinne der Armee südlich des Zentrums von Homs, immer noch praktisch das ganze nördliche Stadtzentrum und unter anderem einige nördliche und südwestliche Stadtviertel sowie weite Teile des Umlandes der Stadt, so etwa die Gegenden von Talbiseh und Rastan im Norden, Houla und Husn im Nordwesten sowie Qusair und Umgebung im Südwesten. Wie zahlreiche illegal vom Libanon aus nach Homs gereiste westliche Journalisten bewiesen, verfügten die Anti-Regierungskräfte auch über funktionierende Schmuggelrouten für den Waffen- und Munitionsnachschub aus den von der Allianz des 14. März kontrollierten Gebieten des Libanon nach Homs. Seit einigen Monaten veröffentlichen die Anti-Regierungskräfte und ihre Unterstützer keine Karten mehr, in denen sie damit prahlen, wieviel Gebiet sie in Homs unter ihrer Kontrolle haben. Im Dezember 2012 bestätigte die britische Zeitung “The Independent” syrische Meldungen, dass Homs vergleichsweise friedlich und sicher und zum größten Teil wieder unter Kontrolle der Regierung ist. Kurz darauf bestätigten westliche Medien syrische Meldungen, dass die syrische Regierung aus Frauen und Männern bestehende Nachbarschaftswachen zu einer breit angelegten paramilitärischen Kraft mit Namen “National Defense Force” weiterbildet, deren Aufgabe es ist, in Kooperation mit der Armee und anderen staatlichen Sichrheitskräften ihre Nacharschaften gegen bewaffnete Anti-Regierungskräfte zu verteidigen. Inzwischen hat sich die Lage in Homs langsam und stetig weiter gebessert. Während das Leben in den meisten Gebieten von Homs beinahe schon wieder normal ist, sind die in Homs noch verbliebenen Anti-Regierungskräfte in einem sehr kleinen, nahezu bevölkerungsfreien Gebiet im nördlichen Zentrum von Homs eingekesselt. Und am 3. Mai 2013 meldete die mit den Anti-Regierungskräften sympathisierende libanesische Zeitung Daily Star, dass es der syrischen Armee gelungen ist, den bewaffneten Anti-Regierungskräften in Homs weitere Gebiete abzunehmen und das ohnehin schon kleine von ihnen noch gehaltene Gebiet in zwei Teile zu teilen.

Aus der von eineinhalb Jahren noch als “Zentrum des Widerstands” und “Hauptstadt der Revolution” bezeichneten Millionenstat Homs ist innerhalb von eineinhalb Jahren eine von freiwilligen Nachbarschaftswachen beschützte Hochburg der Regierung geworden. Parallel dazu haben die syrische Armee und Kräfte der “National Defense Forces” in den letzten Wochen im südwestlichen Umland von Homs Qusair und Umgebung gesichert und so die Schmuggelrouten für den Waffennachschub über die Grenze zum Libanon verschlossen. Die Lage der letzten in Enklaven in der Stadt Homs ausharrenden bewaffneten Regierungsgegner ist damit völlig aussichtslos. Gescheitert sind die Anti-Regierungskräfte in Homs hauptsächlich daran, dass sie ihre mit ausländischer Unterstützung in Form von Propaganda, Geld und Waffen temporär erlangte Machtposition überschätzt und für kaum etwas anderes als zum Begehen abscheulicher Verbrechen genutzt haben und sie sich so beim Großteil der Bevölkerug von Homs nachhaltig unbeliebt gemacht haben. Aufgrund dessen ist es auch durchaus nicht unwahrscheinlich, dass die Regierung in der einstigen “Oppositionshochburg” Homs auch bei den demnächst anstehenden freien und fairen Wahlen klar vorn liegen wird.

In den von Anti-Regierungskräften beherrschten Vororten von Damaskus und Stadtteilen von Aleppo sowie anderen Städten laufen gegenwärtig ähnliche psychologische und militärische Prozesse ab wie sie in Homs so gut wie beendet sind. Die sich als “Volksrevolutionäre” betrachtenden Anti-Regierungskräfte fallen in Großstädten dort ein, wo in der Bevölkerung oppositionelle Haltungen gegen die Regierung verbreitet sind, und verhalten sich dann wie Horden von Räuberbanden und blutrünstige Extremisten. Sie treiben die Bevölkerung mit rücksichtslosem Verhalten in die Flucht oder bringen mit abscheulichen Verbrechen die Reste der nicht vor ihnen geflüchteten Bevölkerung mit der Zeit immer mehr gegen sich selbst auf, bis einer klaren Bevölkerungsmehrheit dieser Stadtviertel die Regierung zumindest als das kleinere Übel erscheint und die Bevölkerungsmehrheit die Armee dabei aktiv unterstützt, die “Volksrevolutionäre” wieder loszuwerden. In der südlich von Damaskus gelegenen Hunderttausende Einwohner zählenden Oppositionshochburg Daraya hatten die Anti-Regierungskräfte genau zu dem Zeitpunkt verloren, als ihnen Ende November 2012 die Bevölkerung praktisch komplett davongelaufen ist, nachdem sie Tausende auswärtige Anti-Regierungskämpfer aller Art nach Daraya eingeladen hatten, um von dort aus das Zentrum von Damaskus gewaltsam zu erstürmen. In einer menschenleeren Stadt einige Tausend Milizionäre einzukesseln und auszuschalten, ist, selbst wenn die Milizionäre sehr gut ausgerüstet sind, für eine große und gut gerüstete Armee wie die syrische Armee es ist, eine mühsame, aber keine allzu schwierige Aufgabe, erst recht wo sie die Lufthoheit hat. Ungleich schwieriger wäre die Aufgabe für die Armee, wenn die bewaffneten Gegner sich zwischen einer mit ihnen sympathisierenden Bevölkerung verstecken könnten, was beispielsweise der wesentliche Grund für die erstaunliche Standfestigkeit der schwachen Hamas gegen die starke israelische Armee in Gaza ist. Unterstützung durch die Bevölkerung entscheidet in einem Guerillakrieg über Sieg und Niederlage. Eine Volksrevolution ist ohne Unterstützung durch die Bevölkerung unmöglich.

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