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Die Aufteilung von Libyen

Libyen ist praktisch 3 geteilt und ein Chaos Staat, wo nur Banditen das Sagen haben, aber das ist wie im Irak, Afghanistan, Kosovo, Albanien, auch so gewollt

Libya – two years, three states, two civil wars?
“The nation formerly known as Libya has split itself into three: the emirates of Fezzan, Cyrenaica, and Tripolitania”

Musa al-Gharbi

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September 28, 2013 – The NATO intervention in Libya was an unmitigated disaster….Two years after the intervention in Libya, which killed thousands under the pretense of R2P, corruption is rampant, war crimes continue against minority groups, and militias roam with impunity. The Libyan government never controlled much beyond the capital, but has been coming under direct assault even in Tripoli. The good news? At least they do not have to worry about securing the rest of the country anymore. As of today, the nation formerly known as Libya has split itself into the emirates of Fezzan, Cyrenaica, and Tripolitania: three failed states for the price of one intervention! …
  continua / continued avanti - next    [101276] [ 30-sep-2013 01:14 ECT ]
Kategorien:Geo Politik
  1. nato
    Oktober 22, 2013 um 4:47 pm

    Die Libyen Sache war eine der dümmsten Sachen der NATO, nach dem Einsatz im Irak und Afghanistan. Eigentlich ging es nur um Gaddafi, der den Russen Häfen übergeben wollte, als Basis und dann sind die Kameraden wegen ihrer Hirnlosigkeit durch gedreht.

    Die Erdöl-Schutztruppe
    22.10.2013
    TRIPOLIS/KASSEL
    (Eigener Bericht) – Aktuelle Ausfälle bei den Erdöllieferungen aus Libyen treffen auch die deutsche Industrie. Dies bestätigt die Kasseler BASF-Tochtergesellschaft Wintershall. Demnach ist die Ölförderung der Firma in Libyen im zweiten Quartal 2013 deutlich zurückgegangen und stockt seit Wochen erneut wegen Streiks auf den libyschen Verladeterminals. Diese zielen auf Lohnerhöhungen, sind jedoch untrennbar mit Machtkämpfen zwischen Stämmen und Milizen verflochten, bei denen es um die lukrative militärische Kontrolle der Erdölanlagen geht. Eine Sondertruppe, die eigens zum Schutz der Ölanlagen aufgestellt wurde („Petroleum Facilities Guard“) und offiziell zentraler Kontrolle untersteht, gerät in jüngster Zeit immer stärker unter den Einfluss rivalisierender Milizen und kann ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen. Um die Zentralmacht wieder zu stärken, die der NATO-Krieg zum Sturz des Gaddafi-Regimes faktisch zerschlagen hat, wollen nun mehrere NATO-Staaten bis zu 15.000 libysche Soldaten trainieren. Eine Zentralmacht gilt als notwendig, um die Profitabilität der Erdölgeschäfte in Libyen auf Dauer zu gewährleisten. Beobachter geben sich skeptisch, ob ihr Wiederaufbau gelingt.
    Schwere Einbußen
    Die deutsche BASF-Tochtergesellschaft Wintershall räumt anhaltende Schwierigkeiten bei der Erdölförderung in Libyen ein. Demnach ist es der Firma auch zwei Jahre nach dem Sturz der Regierung von Muammar al Gaddafi immer noch nicht gelungen, das Niveau der Produktion aus der Zeit vor dem Umsturz wieder zu erreichen. Tatsächlich verzeichnete Wintershall zuletzt sogar Rückgänge. Lag die Förderung im Jahr 2010 noch bei rund 100.000 Barrel pro Tag, so erreichte sie nach einem Stillstand im Frühjahr 2011 letztes Jahr nur 85.000 Barrel pro Tag; im zweiten Quartal 2013 sank sie wieder auf gut 73.000. Die Einbußen wiegen schwer: Die BASF-Tochter förderte zeitweise mehr als 70 Prozent ihres Erdöls in Libyen.
    Implosion des Sicherheitssektors
    Hintergrund der Schwierigkeiten ist der weitgehende Zerfall des libyschen Staates und der starke Einfluss, den die zahllosen, teils gegeneinander kämpfenden Milizen inzwischen besitzen. Waren die Milizen aus Sicht des Westens geeignete Bodentruppen im Krieg gegen Gaddafis Regierung, so bauen sie seit deren Sturz ihre Macht immer weiter aus. Der Entwaffnung verweigern sie sich ebenso wie der Einbindung in die offizielle Armee. Auf ihr Konto gingen nicht nur Angriffe auf religiöse Einrichtungen konkurrierender Glaubensrichtungen (Sufi-Schreine) und auf westliche Botschaften, sondern auch Übergriffe auf Zivilisten und die Belagerung von Ministerien, resümierte im Juni das European Union Institute for Security Studies (EUISS).[1] Sie hätten sich inzwischen zum größten Sicherheitsproblem des Landes entwickelt; es müsse in der Tat von einer „Implosion des libyschen Sicherheitssektors“ gesprochen werden. Dabei unterscheiden sich die Milizen in ihrer Ausrichtung: Während einige sich aus Clans gebildet haben, andere wiederum regionale Interessen vertreten, stehen manche islamistischen Kräften unterschiedlicher Ausprägung nahe.
    Mit Milizen verflochten
    Um trotz des totalen Kontrollverlusts über das Land – einer Folge der letzten Endes auch von der Bundesrepublik unterstützten [2] NATO-Aggression – zumindest die Produktion und den Export von Erdöl zu sichern und damit zentrale Interessen des Westens zu befriedigen, hat die offizielle, wenn auch faktisch relativ machtlose Regierung in Tripolis eine Sondertruppe zum Schutz der Ölförder- und -transportanlagen aufgebaut: die „Petroleum Facilities Guard“. Der Einheit gehörten zunächst 15.000 Bewaffnete an; inzwischen ist sie auf 18.000 aufgestockt worden. Wintershall beurteilt das Vorhaben, die Interessen der westlichen Ölindustrie mangels schlagkräftiger Polizei oder Armee mit speziellen Bataillonen zu sichern, öffentlich überaus positiv; die „Disziplin“ der „Petroleum Facilities Guard“ sei „ziemlich gut“, das zugrunde liegende Konzept sehr zu begrüßen, wird ein Konzernvertreter in Berichten zitiert.[3] Tatsächlich sind die Sondertruppen zum Schutz der Erdölkonzerne, die eine Zeitlang das Erdölgeschäft in der Tat zuverlässig abzusichern schienen, mit berüchtigten Milizen verflochten – und diese bedrohen mit ihren Auseinandersetzungen inzwischen auch westliche Firmenprofite.
    Kämpfe um Öl
    Dies zeigen die Streiks auf den libyschen Erdölanlagen, die in den vergangenen Monaten den westlichen Ölkonzernen herbe Verluste einbrachten. Bei den Streiks vermischen sich traditionelle Forderungen nach höheren Löhnen mit Machtkämpfen zwischen unterschiedlichen Milizen. Bereits im März kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Milizen aus Zintan und aus Zuwara um die höchst lukrative Kontrolle über den Melitah-Erdgaskomplex westlich von Tripolis, an dem die italienische ENI beteiligt ist.[4] Im Juni stoppte eine Miliz aus Zintan die Förderung auf dem Al Sharara-Ölfeld im Westen des Landes und überfiel das Hauptquartier der „Petroleum Facilities Guard“ in Tripolis – mit dem Ziel, sich die alleinige Kontrolle über Al Sharara zu sichern. Über zehn Menschen wurden getötet, mehr als hundert wurden verletzt.[5] An dem Ölfeld ist die spanische Repsol beteiligt.
    Zwischen den Fronten
    Im August begannen dann umfangreiche Streiks, die sich auf den Osten Libyens ausdehnten und sich ebenfalls zunächst um höhere Löhne drehten. Die Übergänge zu Machtkämpfen von Milizen sind auch hier jedoch zumindest fließend. Es sei „schwierig“, einem Mann, der „eineinhalb Jahre lang in kurzen Hosen und Flip-Flops herumgelaufen“ sei „und geplündert“ habe, mitzuteilen: „Du kannst das jetzt nicht mehr tun. Du bekommst jetzt 800 Dinar und befolgst Befehle“, erläutert ein westlicher Diplomat.[6] Zusätzlich geht es um Autonomieforderungen. Ein ehemaliger Anführer der „Petroleum Facilities Guard“, der in den jüngsten Streiks eine herausragende Rolle spielt, verlangt eine weitreichende Unabhängigkeit Ostlibyens – zugunsten seines Stamms. Dabei legen die Streiks nicht zuletzt auch Verladeterminals lahm, über die Wintershall exportiert. Wintershall war schon letztes Jahr beinahe zwischen die Fronten kämpfender Milizen und Stämme geraten, als der Stamm der Zuwayya die Erdölförderung auf dem Wintershall-Feld Nafura C96 bei Jakhira stoppte, dessen Gebiet er kontrolliert – um Unterstützung im Kampf gegen den rivalisierenden Stamm der Tubu zu erzwingen. Die Förder-Unterbrechung wurde allerdings rasch beendet.
    Schutz durch die Bundeswehr
    Bisher ist es Wintershall gelungen, sich die prinzipielle Loyalität des Zuwayya-Stamms zu sichern. Dies war schon zu Beginn der Unruhen im Februar 2011 der Fall. Es sei auf dem Erdölfeld Nafura C96 zunächst „ruhig“ gewesen, „da die lokale Bevölkerung uns unterstützt hat“, wird ein Vertreter der deutschen Firma zitiert: Erst „als wir hörten, dass umliegende Camps angegriffen und geplündert wurden“, sei es „mulmig“ geworden.[7] Als der Schutz durch die Zuwayya nicht mehr hinreichend erschien, konnte sich Wintershall auf die Bundeswehr verlassen, die mit ihrer „Operation Pegasus“ mehr als 120 Deutsche und etwa ebensoviele Bürger anderer europäischer Staaten evakuierte.
    Unterstützung durch die NATO…

    http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58717

  2. bandar
    Dezember 18, 2013 um 8:00 am

    Die Britten wieder, mit dem verstorbenen US Botschafter dort, waren direkt in die Aktionen mit Terroristen und Kriminellen wie immer verwickelt, wo Folter zum System gehört

    Geopolitische Destabilisierung und regionaler Krieg
    Initiiert bereits 2007 durch Mitglieder des PNAC, sagt der US-General Wesley Clark

    von Nile Bowie

    Das sich entwickelnde Chaos und Artilleriefeuer in Homs und Damaskus und die Belagerung des Ba’ath-Staates von Bashir al-­Assad gleichen Ereignissen, die sich vor nahezu einem Jahrhundert ereigneten. In den Bemühungen, ihr Protektorat zu halten, stellte die französische Regierung ausländische Soldaten ein, um jene zum Schweigen zu bringen, die die französisch verwaltete Fédération Syrienne abzuschaffen versuchten. Während 1945 der frühere Premierminister Faris al-Khoury die syrische Unabhängigkeit vor der UN vertrat, bombardierten französische Flugzeuge Damaskus in die Unterwerfung. Heute anerkennt dieselbe Regierung – zusätzlich zu den Vereinigten Staaten und deren Satellitenstaaten Libyen und Tunesien – enthusiastisch den Syrischen Nationalrat (SNC) als die legitime Führung Syriens. Obwohl eine jüngste, von der Katar-Stiftung finanzierte Befragung eine Zustimmung von 55% der Syrer zu Assad ergab, haben die früheren Kolonialmächte die eigentlichen demokratischen Prinzipien, die zu vertreten sie vorgeben, damit ad absurdum geführt.
    Ein Projekt des PNAC

    Unbehelligt von den Meinungen des syrischen Volkes wurde dessen Schicksal schon längst von Mächten ausserhalb dessen Grenzen besiegelt. In einer Rede, die der pensionierte General Wesley Clark 2007 vor dem Commonwealth Club of California gab, berichtete er über einen von Mitgliedern des Project for a New American Century erfolgten Politikcoup. Clark zitiert aus einem vertraulichen, aus dem Büro des Verteidigungsministers erhaltenen Dokument, in dem die vollständige Umgestaltung des gesamten Mittleren Ostens und Nordafrikas verlangt wird. Unheilschwanger kündigte das Dokument angeblich Kampagnen zur systematischen Destabilisierung der Regierungen des Irak, von Somalia, dem Sudan, Libyens, Syriens, Libanons und Irans an. Unter dem bekannten Szenario eines autoritären Regimes, das systematisch friedlichen Protest unterdrückt und einen grossen Teil seiner Bevölkerung Säuberungen unterzieht, nehmen die Mechanismen einer geopolitischen Kriegslist ihren freien Lauf.
    Syrien ist nur eine von Grossmächten als Bühne benutzte Schachfigur. Regimewechsel ist das unumstössliche Interesse des US-amerikanisch geführten Nato-Blocks in enger Zusammenarbeit mit den feudalen Monarchien am Persischen Golf und des Golf-­Kooperationsrates (Gulf Cooperation Councils, GCC). Dies wird unter Nutzung des sich im Besitz von Katar befindenden Nachrichtensenders al-Jazira zur weltweiten Verbreitung von dessen Version der Geschehnisse sowie durch die Bewaffnung radikaler Gruppen der regional mehrheitlichen sunnitischen Bevölkerung gegen die Führung der durch Assad vertretenen Minderheit der Alawi-Schiiten erreicht. Im Jahre 2005 begann die Bush-Regierung, die syrische Opposition finanziell zu unterstützen, die mit der Muslimbruderschaft und deren Plänen, einen Sunni-islamischen Staat zu gründen, sympathisierten. Die Muslimbruderschaft verurteilte die Alawi-Schiiten schon lange als Häretiker und führte in den 1960er Jahren mehrere Aufstände durch. Indem sie radikale Sunni-Gruppen bewaffnet sowie aus dem Irak Salafi-Dschihadisten und aus Libyen Söldner ins Land bringt, plant die Nato/GCC das Assad-Regime zu stürzen und einen illegitimen Oppositionsführer im Exil wie Burhan Ghaliun als die Galionsfigur des neuen Regimes zu installieren.
    Nato + GCC + al-Kaida

    Das jüngste Beispiel der Umsetzung von Aussenpolitik durch die Bewaffnung von al-Kaida-Kämpfern in Libyen hat sich als Desaster herausgestellt – seitdem die Rechtsstaatlichkeit von dem Nato-unterstützten Nationalen Übergangsrat an Hunderte sich gegenseitig bekämpfende Guerillamilizen übergeht. Während eines Treffens zwischen dem türkischen Aussenminister Ahmet Davatoglu und Hillary Clinton warb Davatoglu dafür, Wege ausserhalb des UN-Sicherheitsrates zu finden, um Assad weiter unter Druck zu setzen. Zusätzlich zur Verstärkung schon lange bestehender konfessioneller Spaltungen in Syrien schmuggeln die USA Waffen vom Militärstützpunkt in Incirlik in der Türkei nach Syrien und geben den syrischen Rebellen finanzielle Unterstützung. Seit Mai 2011 werden Oppositionskräfte vom desertierten syrischen Oberst Riad al-Assad auf türkischem Boden trainiert. Exklusive ­Militär- und Geheimdienstquellen haben dem israelischen DEBKAfile berichtet, britische und katarische Spezialoperationseinheiten würden Rebellenkräfte in Homs durch die Lieferung von Schutzkleidung, Laptops, Satellitentelefonen sowie durch Betreiben der Nachrichtenverbindungen zum Erhalt von logistischer Unterstützung, Waffen und Söldnern von ausländischen Lieferanten unterstützen.
    …………..
    http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=699

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