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Bulgarische Banken, Geldwäsche und der Run auf das Geld

An der börsennotierten Corpbank hält der bulgarische Geschäftsmann Zwetan Wassilew etwas mehr als die Hälfte der Anteile, der Staatsfonds von Oman rund 30 Prozent und die russischen VTB Asset Management etwa zehn Prozent.

Im Mai hatte die Corpbank die Genehmigung von der Zentralbank erhalten, die bulgarische Sparte der französischen Großbank Credit Agricole zu übernehmen.
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Zentralbank alarmiert

Organisierter Angriff auf bulgarische Banken

28.06.2014, 14:50 Uhr | rtr

Bulgarien schlägt Alarm: mutmaßlicher Angriff auf Bankensystem. Verunsicherte Kunden vor einer Filiale der bulgarischen Fibank  (Quelle: Reuters)

Verunsicherte Kunden vor einer Filiale der bulgarischen Fibank

In Bulgarien schlagen Regierung und Zentralbank Alarm wegen eines mutmaßlichen Angriffs auf das Bankensystem. „In den vergangenen Tagen hat es Versuche gegeben, den Staat durch eine organisierte Attacke auf bulgarische Banken ohne Grund zu destabilisieren“, erklärte die Zentralbank des Landes.

Sie rief alle staatlichen Institutionen dazu auf, die Stabilität der Finanzwirtschaft zu schützen. Es seien „böswillige Gerüchte“ über die Lage von Geldhäusern in Umlauf gebracht worden. Die First Investment Bank (FIBank) erklärte, sie sei Opfer eines beispiellosen kriminellen Angriffs geworden. In der Folge hätten Kunden der drittgrößten Bank des Landes innerhalb weniger Stunden umgerechnet mehr als 400 Millionen Euro abgehoben.

Kunden durch Gerüchte verunsichert

Die Regierung des EU-Staates befürchtet nun einen Ansturm auf die Banken. Ministerpräsident Plamen Orescharski zeigte sich entschlossen, alle erforderlichen Mittel einzusetzen, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. „Wir werden alle Anstrengungen der Zentralbank unterstützen“, machte er deutlich. „Ich sehe keinen Grund zur Sorge für die Bürger.“

Nach Angaben von Innenminister Tswetlin Jowtschew sollte die Bevölkerung über das Internet und wahllos verschickte SMS-Nachrichten in Unruhe versetzt werden. Dazu seien am Donnerstag Ermittlungen aufgenommen worden. Über die Hintergründe wurde zunächst nichts bekannt.

Die Chefs der wichtigsten Parteien erklärten, sie stünden hinter den Maßnahmen der Zentralbank und anderer Behörden, um das Finanzsystem zu stützen. Zugleich verständigten sich die Spitzenpolitiker auf vorgezogene Parlamentswahlen, die am 5. Oktober stattfinden sollen. Die Opposition forderte die Regierung auf, Hilfen beim Internationalen Währungsfonds zu beantragen.

Lange Schlangen vor den Schaltern

In der Hauptstadt Sofia bildeten sich in einigen Bankfilialen Schlangen von bis zu 65 Kunden vor den Schaltern. Betroffen war unter anderem die FIBank. „Mir wurde mitgeteilt, dass ich hierher kommen und mein Geld abheben soll“, sagte eine Frau. „Ich hoffe, dass sie uns nicht die Tür vor der Nase schließen.“

Die FIBank-Filialen wurden aus „logistischen Gründen“ am frühen Freitagnachmittag geschlossen und sollten erst am Montag wieder geöffnet werden. Bankgeschäfte im Internet und Auszahlungen an Geldautomaten seien aber weiter möglich, sagte ein Sprecher. Die FIBank sei Opfer von Gerüchten und böswilligen Erklärungen in der Öffentlichkeit geworden, hieß es in einer Erklärung des Unternehmens.

Panikverkäufe an der Börse

Vergangene Woche hatten Medienberichte über angeblich zweifelhafte Geschäfte des viertgrößten bulgarischen Geldhauses Corporate Commercial Bank (Corpbank) zu Kontoauflösungen geführt. Die Zentralbank sah sich gezwungen, die Kontrolle über die Corpbank zu übernehmen.

An der Börse fürchteten Investoren, dass auch andere Institute in den Strudel hineingezogen werden und trennten sich nun wie bereits am Donnerstag in Scharen von Bank-Aktien. Der Kurs der FIBank-Papiere brach etwa um rund ein Viertel ein.

Böse Erinnerungen werden wach

Die Entwicklung weckt Erinnerungen an den Zusammenbruch des Bankensektors in Bulgarien in den 1990er-Jahren, als 14 Institute Pleite gingen. Sie setzt ferner Orescharskis Minderheitsregierung zusätzlich unter Druck, die bereits mit einer schwachen Konjunktur und einem Rückgang der Investitionen aus dem Ausland zu kämpfen hat.

Wegen der anhaltenden politischen Probleme hatte die Rating-Agentur Standard & Poor’s die Bonitätsnote des Landes unlängst herabgestuft. Die Bewertung liegt nun nur noch eine Stufe vom gefürchteten Ramsch-Status entfernt.

Share of Bulgarian-owned banks up since 2008
Top three local banks now hold a fifth of sector’s assets
Media: Capital Daily Date: Thu, Aug 22 2013 6 Comments,
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The share of Bulgarian-owned banks has risen for the last five years. While in 2008 the local subsidiaries of the large European banks held nearly 80% of the assets, now their share has fallen to 65%, Capital Dailyl’s calculations show.

At the same time the share of the so-called local banks (with Bulgarian shareholders) has increased from 16.09% in 2008 to 27.28% in mid-2013. The difference to 100% is held by non-EU banks and bank branches. If the recently announced acquisition of MKB Unionbank by First Investment Bank (Fibank) is included, nearly a third of the banking sector in Bulgaria will be held by Bulgarian shareholders.

Besides organic growth, which is the reason for the asset increase of Corporate Commercial Bank (KTB), Fibank and Central Cooperative Bank (CCB), the surge in local ownership is also due to active acquisitions in the sector.

Two Bulgarian banks are now among the top 5 in the sector. At the end of June Fibank was third in assets (6.970 billion leva, about 3.5 billion euro) and KTB was fifth (6.274 billion leva). CCB is also in the group of the ten systemically important financial institutions, ranking ninth in assets (3.385 billion leva). In 2008, Fibank, KTB and CCB were respectively sixth, ninth and 11th in the ranking…………….http://sofiaecho.com/2013/08/22/2127032_share-of-bulgarian-owned-banks-up-since-2008

Kategorien:Allgemein
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