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Chris Hedge: über Hirnlose und kriminelle NATO Aussenpolitik

Im Lügen Gebilde der NATO, US, EU Staaten, was immer peinlicher wird, wie man am Ukraine Verbrecher Debakel erneut sieht. Zu kriminell und verblödet ist die gesamte EU und US Politik! Ein komplettes Scheitern der Diplomatie, weil korrupte Idioten sich Diplomaten und Aussenminister nennen, was bei Steinmeier und Gernot Erler anfängt.
Der zwecklose Krieg
Der US-Journalist Chris Hedges fordert dazu auf, den sinnlosen Krieg in Afghanistan schnellstmöglich zu beenden.Von Chris Hedges, truthdig, 20.07.09Al-Qaida braucht sich keine Sorgen über das zu machen, was wir in Afghanistan tun. Wir können afghanische Dörfer bombardieren, die Taliban in der Provinz Helmand jagen, eine 100.000 Mann starke afghanische Vasallenarmee aufbauen, wegschauen, wenn afghanische Warlords Hunderte, vielleicht sogar Tausende gefangene Taliban umbringen, wir können riesige, ausgeklügelte Militärbasen errichten und Drohnen zum Bombenwerfen nach Pakistan schicken. Damit werden wir nichts erreichen. Dieser Krieg wird die Anschläge islamistischer Radikaler nicht stoppen. Terroristische und aufständische Gruppen sind keine konventionellen Streitkräfte. Sie halten sich nicht an die Spielregeln der Kriegsführung, die unseren Kommandeuren in Kriegsschulen und Militärakademien eingepaukt wurden. Die im Untergrund operierenden Gruppen sind wandelbar, sie ändern ständig ihre Form und ihre Erscheinung, wenn sie von einem gefährdeten Staat in den nächsten überwechseln, einen Terroranschlag planen und dann wieder wie Schatten verschwinden. Wir kämpfen mit den falschen Waffen. Wir bekämpfen die falschen Leute. Wir stehen auf der falschen Seite der Geschichte. Und wir werden in Afghanistan wie im Irak besiegt werden.Der Afghanistan-Krieg kostet immer mehr Menschen das Leben. Mehrere zehntausend afghanische Bürger sind bereits getötet oder verwundet worden. Der Juli ist der bisher verlustreichste Monat dieses Krieges für die NATO-Truppen gewesen – mit mindestens 50 Toten, von denen 26 Amerikaner waren. Vor allem Sprengfallen am Straßenrand (engl. Roadside Bombs) ließen die Anzahl der Getöteten und Verwundeten bei den Koalitionsstreitkräften anschwellen. Im Juni sind die Anschläge mit Sprengfallen, die auch Detonationen improvisierter Explosivkörper / IEDs genannt werden, auf 736 angestiegen1, das ist der vierte Rekord in vier aufeinander folgenden Monaten; die Anzahl dieser Anschläge war von 361 im März über 407 im April auf 465 im Mai gestiegen. Die Entscheidung des Präsidenten Barack Obama, 21.000 zusätzliche Soldaten nach Afghanistan zu schicken, hat die Gesamtzahl der dort eingesetzten US-Truppen auf 57.000 Mann anwachsen lassen. Es wird erwartet, dass sie bis Ende 2009 auf mindestens 68.000 Mann ansteigt. Das wird nur zu mehr Toten und heftigeren Kämpfen führen, und die Sinnlosigkeit wird noch deutlicher werden.Wir sind in eine verwirrenden Mischung bewaffneten Gruppen gestolpert, die sich aus kriminellen Banden, Rauschgifthändlern, Milizen der Paschtunen und der Tadschiken, Kidnapper-Ringen, Todesschwadronen und Söldnerhaufen zusammensetzt. Wir stecken mitten in einem Bürgerkrieg. Die Paschtunen, aus denen die meisten Taliban kommen, sind die traditionellen Herren Afghanistans2; sie kämpfen gegen die Tadschiken und Usbeken, aus denen sich die Nordallianz zusammensetzt3; diese hat mit ausländischer Unterstützung (vor allem durch US-Bombenangriffe) im Jahr 2001 den Bürgerkrieg (gegen die Taliban) gewonnen. Die alte Nordallianz beherrscht jetzt die korrupte und unfähige Regierung, die sehr verhasst ist und mit uns untergehen wird.Wir werden den Krieg in Afghanistan verlieren. Als wir das Land vor acht Jahren überfielen, kontrollierten die Taliban ungefähr 75 Prozent Afghanistans. Heute haben sie etwa die Hälfte das Landes wieder unter Kontrolle. Die Taliban beherrschen den Rauschgifthandel, der ihnen einen Erlös von rund 300 Millionen Dollar pro Jahr einbringt. Sie führen in der Hauptstadt Kabul dreiste Anschläge durch, und Ausländer sind in den Straßen der meisten afghanischen Städte nur noch selten anzutreffen, weil sie befürchten müssen, entführt zu werden. Es ist lebensbedrohend, sich aufs flache Land zu wagen, wo 80 Prozent der Afghanen leben, wenn man nicht von NATO-Truppen eskortiert wird. Aber unerschrockene Reporter können Talibanvertreter in Innenstadt-Cafés in Kabul interviewen. Über die Suche nach Osama bin Laden macht sich alle Welt lustig, weil er zum Waldo (einer in Kinderbuch-Wimmelbildern zu suchenden Figur) des Mittleren Ostens geworden ist. Denken Sie sich die Kugeln und Bomben weg, und Sie haben eine Gilbert and Sullivan-Farce. (Der Komponist Arthur Sullivan und der Schriftsteller und Librettist William Schwenck Gilbert haben in London zusammen 14 Operetten verfasst. Das Namensduo Gilbert und Sullivan steht als Schlagwort für die englische Operette des 19. Jahrhunderts.4Niemand scheint in der Lage zu sein, zu begründen, warum wir in Afghanistan sind. Geht es darum, Bin Laden und seine Al-Qaida zu jagen? Haben wir den Taliban den Krieg erklärt? Wollen wir eine Demokratie errichten? Bekämpfen wir die Terroristen dort, damit wir sie nicht zu Hause bekämpfen müssen? „Befreien“ wir die afghanischen Frauen? Die Absurdität dieser Fragen, die uns als ständig wiederkehrende Klischees vor allem am Nachdenken hindern sollen, belegen doch nur die Absurdität dieses Krieges. Die Konfusion bei der Begründung unserer Absichten spiegelt die Konfusion in unserem Bodenkrieg wider. Wir wissen nicht, was wir dort tun……
http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005855.html

Russische Gegenoffensive an der Ostfront

Der US-Versuch, die Russische Föderation zu isolieren, um sie daran zu hindern dem ukrainischen Volk zu helfen, hat den gegenteiligen Effekt gehabt als erwartet: er drängt Moskau in die Arme von Peking. Auf lange Sicht wird also der osteuropäische-asiatische-Block, der sich konsolidiert, die Macht des Westens überschreiten.

| 22. Mai 2014

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Während die NATO in Brüssel ihre 28 Verteidigungsminister einberuft, um ihre Truppen in einer anti-russischen Funktion zu stärken, indem sie auch die Ausbildung des Militärs und des Paramilitärs von Kiew intensiviert (einschließlich der bewaffneten Banden, die versuchten, den Sekretär der kommunistischen Partei der Ukraine zu töten), und während die Europäische Union Sanktionen gegen Russland ergreift, kommt die Antwort nicht aus Moskau, sondern aus dem entfernten Peking.

Präsident Putin beginnt heute seinen offiziellen Besuch in China, während dem etwa 30 bilaterale Abkommen unterzeichnet werden, dessen erster Effekt sein wird, den Washington-Plan zu Nichte zu machen, der darauf abzielt, „Putins Russland zu isolieren, indem man seine wirtschaftlichen und politischen Beziehungen mit der Außenwelt abschneidet“.

Die Tragweite der Vereinbarungen ist von strategischer Bedeutung. Ein Vertrag von einem Wert von $ 270 Milliarden zwischen dem russischen Staatsunternehmen Rosneft und Chinas National Petroleum Company sieht vor, dass Russland in den nächsten 25 Jahren mehr als 700 Millionen Tonnen Öl China zur Verfügung stellt. Ein anderer Vertrag sieht vor, dass das staatliche russische Unternehmen Gazprom China 38 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr bis 2018 liefern wird, d.h. etwa ein Viertel von dem, das es heute an Europa liefert. Auch mit chinesischen Investitionen von $ 20 Milliarden plant Moskau die Pipeline von Ost-Sibirien bis zum Pazifik zu ermöglichen, und flankiert sie mit einer 4000 km langen Gasrohrleitung um China zu beliefern. Peking ist auch an Investitionen auf der Krim interessiert, insbesondere für die Herstellung und den Export von verflüssigtem Erdgas, für die Modernisierung der Landwirtschaft und den Bau eines Kornterminals. Zur gleichen Zeit spielen Moskau und Peking mit dem Gedanken, den Dollar als Währung für den Handel im asiatischen Raum aufzugeben. Und die Russische Föderation ist jetzt dabei, ihr eigenes Zahlungssystem nach dem Vorbild der chinesischen Union Pay voran zu treiben, deren Kreditkarten in mehr als 140 Ländern weltweit verwendet werden können, dem zweitgrößten System nach der Visa-Karte.

Die russisch-chinesische Zusammenarbeit beschränkt sich nicht auf wirtschaftliches Gebiet allein. Diplomatischen Quellen zufolge werden die Präsidenten Xi Jinping und Wladimir Putin eine „inhaltsreiche Erklärung“ über die internationale Lage abgeben. Die Konvergenz der strategischen Interessen wird durch das gemeinsame Manöver veranschaulicht werden, das die Flotten der beiden Länder im Südchinesischen Meer gerade nach dem großen US- Marine Manöver auf den Philippinen machen werden. Eine militärische Vereinbarung ist praktisch abgeschlossen: im Rahmen dieser Vereinbarung wird Moskau Peking Suchoi Su-35 All Zweck Jäger, U-Boote der Lada-Klasse und die modernsten S-400 Raketen-Verteidigungs-systeme liefern.

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Die Konferenz auf Interaktion-Maßnahmen und Vertrauensbildung in Asien (CICA) wurde 2006 auf Initiative vom Kasachstan gegründet und hat sein ständiges Sekretariat in Almaty. Die rotierende Präsidentschaft wird für die Eröffnung des nächsten Gipfels von Schanghai am 21. und 22. Mai 2014 von der Türkei an China überreicht.

Um die Konvergenz der Interessen zwischen Moskau und Peking zu unterstreichen, spricht Putin auf der Konferenz über Maßnahmen zur Interaktion und Vertrauensbildung in Asien (CICA), unter dem Vorsitz von Xi Jinping, in Shanghai am 21. und 22. Mai, Konferenz, an der insbesondere der irakische Ministerpräsident Nouri al-Maliki, der afghanische Präsident Hamid Karzai, und der iranische Hassan Rohani teilnehmen. Ein Schlag für die Vereinigten Staaten, die in den Kriegen im Irak und in Afghanistan 6 000 Milliarden Dollar verpulvert haben, jetzt aber China in diesen Ländern wirtschaftlich immer aktiver sehen. China kauft in Irak rund die Hälfte der Ölproduktion des Landes und macht große Investitionen in der Ölindustrie; in Afghanistan investiert es vor allem im Bergbau, nachdem die Pentagon-Geologen reiche Vorkommen von Lithium, Kobalt, Gold und anderen Metallen entdeckt hatten. Und da Russland und China dem Iran die östlichen Märkte geöffnet haben, machen sie in der Tat das Embargo der USA und der EU praktisch zu Nichte.

An der Westfront sind die Dinge für Washington nicht besser. Die von der Obama-Administration erwähnte Möglichkeit, die russischen Gaslieferungen nach Europa um mehr als 25 % in einem Jahrzehnt zu verringern, und sie durch verflüssigtes Erdgas aus den USA zu ersetzen, erweist sich allmählich als reiner Bluff. Was diese Tatsache bestätigt, ist, dass trotz der angekündigten Sanktionen von Berlin, die deutschen Unternehmen weiterhin in die russische Energiewirtschaft investieren: das RMA Pipeline Equipment Kehl, Hersteller von Ventilen für Öl- und Gaspipelines eröffnet gerade seinen größten Standort an der Wolga. Und Gazprom hat alle Verträge bereits unterzeichnet, darunter einen von 2 Milliarden Euro mit der italienischen Firma Saipem (Eni), für den Bau der South Stream-Pipeline, die unter Umgehung der Ukraine das russisches Gas durch das Schwarze Meer nach Bulgarien, und von dort, in die EU bringt. Selbst wenn es den Vereinigten Staaten gelingen sollte den South-Stream zu blockieren, könnte Russland sein Gas nach China umlenken.

Der „East-Stream“ ist von jetzt ab offen.

Übersetzung
Horst Frohlich

Quelle
Il Manifesto (Italien) http://www.voltairenet.org/article183920.html

Blätter, von denen wir eben noch dachten, sie befänden sich im Wettbewerb der Gedanken und Ideen, gehen im Gleichschritt mit den Sanktionspolitikern auf Russlands Präsidenten Putin los. Schon in den Überschriften kommt eine aggressive Verspannung zum Ausdruck, wie wir sie sonst vor allem von den Hooligans der Fußballmannschaften kennen.

Der „Tagesspiegel“: „Genug gesprochen!“ Die „FAZ“: „Stärke zeigen“. Die „Süddeutsche Zeitung“: „Jetzt oder nie“. Der „Spiegel“ ruft zum „Ende der Feigheit“ auf: „Putins Gespinst aus Lügen, Propaganda und Täuschung ist aufgeflogen. Die Trümmer von MH 17 sind auch die Trümmer der Diplomatie.“
Westliche Politik und deutsche Medien sind eins.

08.08.2014

  • Politik der EskalationDer Irrweg des Westens (Ложный путь Запада)

    Regierung und Medien schalten angesichts der Ereignisse in der Ukraine von besonnen auf erregt um. Aber die Politik der Eskalation schadet deutschen Interessen. Ein Essay auf Deutsch, Russisch und Englisch.

     

  • Seite 2: Wer hat wen zuerst getäuscht?
  • Seite 3: Mit-dem-Kopf-durch-die-Wand-Politik
  • 08.08.2014

    Essay in EnglischThe West on the wrong path

    In view of the events in Ukraine, the government and many media have switched from level-headed to agitated. The politics of escalation does not have a realistic goal – and harms German interests.

  • 08.08.2014

    Essay in RussischЛожный путь Запада

    Правительство и многие СМИ относительно событий в Украине поменяли свою точку зрения с рассудительной на возмутительную. Политика эскалации не преследует реалистичную цель, и тем самым вредит немецким интересам.

    Der Westen betreibt das, was die Amerikaner in lichteren Momenten „Pitbull-Politics“ getauft haben: Ohne nachzudenken, geht man auf den anderen los, mit der animalischen Härte der Instinkte. Pitbull-Politics ist per Definition eine Politik mit gefletschten Zähnen, aber ohne Hirn.

    http://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/krim-krise-entpoert-euch/9616684.html

    US, NATO war crimes against thousands of Afghan civilians ignored – Amnesty

    Apparent war crimes committed by US and NATO troops in Afghanistan have gone uninvestigated, leaving the families of thousands of the victims without justice, Amnesty International said in a new report.

    “Thousands of Afghans have been killed or injured by US forces since the invasion, but the victims and their families have little chance of redress. The US military justice system almost always fails to hold its soldiers accountable for unlawful killings and other abuses,” said Richard Bennett, Amnesty International’s Asia Pacific Director.

    “None of the cases that we looked into – involving more than 140 civilian deaths – were prosecuted by the US military. Evidence of possible war crimes and unlawful killings has seemingly been ignored.”

    The 108-page report released on Monday focuses mostly on night raids and airstrikes conducted by NATO’s troops and individual US agencies like the Special Operations Forces. Amnesty investigated 10 incidents that took place between 2009 and 2013, in which Afghan civilians were killed. The human rights organization talked to some 125 witnesses, victims and family members to prepare the report. Some of them had never had the chance to give testimony before.

    America’s Deadliest Export: Democracy

    The Truth About US Foreign Policy and Everything Else

    America’s Deadliest Export: Democracy

    • 2013, 355 pages
    • Published by Zed Books (UK), Fernwood Books (Canada)
    • ISBN: 9781780324456 (UK), 9781552665596 (Canada)

    For over 65 years, the United States war machine has been on auto pilot. Since World War II, the world has believed that US foreign policy means well, and that America’s motives in spreading democracy are honorable, even noble. In this startling and provocative book from William Blum, one of the United States’ leading non-mainstream chroniclers of American foreign policy and author of the popular online newsletter, Anti-Empire Reports, demonstrates that nothing could be further from the truth. Moreover, unless this fallacy is unlearned, and until people understand fully the worldwide suffering American policy has caused, we will never be able to stop the monster.

    “A fireball of terse information—one of our best muckrakers.” – Oliver Stone

    “America’s Deadliest Export is a brilliant expose of critically important information about the role of the U.S. in the world – yet that is arguably the least of its virtues. Blum’s book is also passionate when it ought to be passionate, and sober when it ought to be sober. It takes the raw data of international relations and presents it so movingly, so compellingly, and so insightfully, that when it reaches out for us to act – it has put us very much in the mood to do so. Succinct and comprehensive, reasoned and also impassioned, this is a book all should read.” – Michael Albert, co-founder of Znet

    “As in the past, in this remarkable collection Bill Blum concentrates on matters of great current significance, and does not pull his punches. They land, backed with evidence and acute analysis. It is a perspective on the world that Westerners should ponder, and take as a guideline for action.” – Noam Chomsky

    “Coruscating, eye-opening and essential. This is a must-read for anyone rightfully concerned at the destructive influence of the world’s only superpower.” – Cynthia McKinney, Presidential Candidate for the Green Party of the United States

     

    Am Schlimmsten wie bei den Irak Lügen: der Spiegel wie so oft! Ein Meer von Lügen und Propaganda

    Was steckt hinter der Kriegstreiberei des Spiegel?

    Von Christoph Dreier, 8. August 2014

    Jakob Augstein, Miteigentümer des Spiegel, wirft den deutschen Medien vor, die Politik in der Ukraine-Krise vor sich herzutreiben, erklärt aber nicht, weshalb das eigene Blatt dabei die führende Rolle spielt.

  1. monan
    August 10, 2014 um 6:48 pm

    Berlin: Streit über Krieg gegen Russland
    Von Ulrich Rippert und Peter Schwarz
    9. August 2014

    Zwischen zwei führenden deutschen Wirtschaftszeitungen, dem Handelsblatt und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), ist ein heftiger Streit über die Russlandpolitik entbrannt. Während die FAZ zu einem harten Konfrontationskurs gegen Russland aufruft, bezeichnet das Handelsblatt dies als „Irrweg“, der direkt in den Krieg führe. Der Streit ist Ausdruck scharfer Spannungen innerhalb der herrschenden Klasse über die zukünftige Ausrichtung der deutschen Außenpolitik.

    Seit Beginn der Ukrainekrise haben die deutschen Medien den aggressiven Kurs der Bundesregierung gegen Russland nahezu einhellig unterstützt und angefeuert. Auch das Handelsblatt, das für die Interessen der deutschen Exportindustrie spricht, hat bestenfalls zu etwas mehr Besonnenheit gemahnt.

    Am Montag griff Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart die FAZ nun frontal an. In seinem Morning Briefing, das täglich per E-Mail an die Abonnenten des Handelsblatts geht, warf er der FAZ-Redaktion vor, sie fordere „unverhohlen zum Losschlagen gegen Russland auf“. Er bezog sich auf den Leitartikel „Stärke zeigen“, der am selben Tag auf der Titelseite der FAZ erschien und verlangte, der Westen müsse „seine militärische Abwehrbereitschaft stärken und auch demonstrieren“. Diese Sätze läsen sich „wie geistige Einberufungsbescheide“, kritisierte Steingart.

    Die FAZ reagierte umgehend. Christian Geyer bezeichnete Steingarts Vorwürfe als „aberwitzig“ und warf ihm vor, er stehe unter dem „Druck der Wirtschaftslobby“ und mache sich „zum publizistischen Rohr eines Ökonomismus, dem Geschäfte über alles gehen“. Seine unverhohlene Maxime laute: „Seid nett zu Putin, was immer er tut, sonst bekommt Deutschland ein wirtschaftliches Standortproblem.“

    In Wirklichkeit, so die FAZ, habe die „kriegerische Aggression“ von Seiten der russischen Armee schon längst begonnen. Wer darüber nicht nachdenke und Gegenmaßnahmen ergreife, leide an einem tragischen Realitätsverlust.

    Am Freitag antwortete Steingart mit einem langen Essay „Der Irrweg des Westens“, der gleichzeitig auch in russischer und englischer Sprache erschien. Der Artikel ist bemerkenswert, weil er in einer Offenheit, wie man sie in den bürgerlichen Medien nur selten findet, vor der unmittelbaren Gefahr eines Krieges mit Russland warnt.

    Der Handelsblatt-Herausgeber vergleicht die Kriegspropaganda gegen Russland mit der Kriegsbegeisterung zu Beginn des Ersten Weltkriegs. Die Formel, Geschichte wiederhole sich nicht, beruhige ihn nicht, schreibt er. Im US-Kongress werde offen über die Bewaffnung der Ukraine diskutiert. Der ehemalige Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski empfehle, die dortigen Bürger für den Häuser- und Straßenkampf auszurüsten. Und die deutsche Kanzlerin erkläre sich bereit, „tiefgreifende Maßnahmen zu ergreifen“.

    Steingart tadelt die Gleichschaltung der deutschen Medien und nennt namentlich den Tagesspiegel, die FAZ, die Süddeutsche Zeitung und den Spiegel. Der deutsche Journalismus habe binnen weniger Wochen „von besonnen auf erregt umgeschaltet“. Das Meinungsspektrum sei „auf Schießschartengröße verengt“. „Blätter, von denen wir eben noch dachten, sie befänden sich im Wettbewerb der Gedanken und Ideen, gehen im Gleichschritt mit den Sanktionspolitikern auf Russlands Präsidenten Putin los.“

    Am Ende seines Artikels appelliert Steingart dringend an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier, sich vom politischen Kurs der USA abzuwenden. „Niemand zwingt uns zur Vasallenhaftigkeit“, schreibt er. Man sehe doch, wie US-Präsident Obama „und Putin geradezu schlafwandlerisch auf ein Schild zusteuern, auf dem steht: Kein Ausweg.“…
    http://www.wsws.org/de/articles/2014/08/09/russ-a09.html

  2. August 15, 2014 um 10:10 am

    Nicht gewählte EU Bürokraten hatten die Sanktionen beschlossen, was deutlich macht, das die EU schlimmer wie die Kommunisten sind, denn selbst in Nord Korea gibt es Wahlen.

    Hier mal der genaue Wortlaut was er wirklich sagte. Quelle „Bloomberg“

    Sanctions imposed by European Union and Russia against one another “senseless on both sides,” “will lead to a weaker EU,” Slovak Premier Robert Fico tells reporters in Bratislava.

    “I understand this is about principles, but I am far from believing in justice in international politics”

    „Isn’t it strange that a country, which has signed an association agreement, a country, which we are all trying to help, is taking steps that jeopardize the interests of individual EU members?“ Fico says, referring to proposed Ukrainian sanctions against Russia which may include suspension of gas transit to Europe

    “We don’t want be held hostage by the Russian-Ukrainian conflict, w

  3. August 16, 2014 um 5:14 am

    Leading British Conservatives MPs Believe Imperialist EU Responsible for Creating Civil War In Former Ukraine SSR
    Read more at http://www.liveleak.com/view?i=cd9_1408155069#BM9J1OQSKo64IusD.99

  4. mostra
    August 19, 2014 um 3:36 pm

    Sonntag, 17. August 2014

    Ukraine: MH17 und Omerta – Kronzeuge packt über „libysche“ Sniper aus

    Kronzeuge: Scharfschützen in Libyen waren keine Libyer. Woher kamen die am Maidan?

    Schweigezwang und Verschwörung

    Die NATO-Staaten Niederlande und Belgien haben mit dem engsten Verbündeten der USA, Australien, und den Putschisten in Kiew, also jenen die mit am lautesten geschrieen haben „Putin ist schuld“, am 8. August 2014 ein Komplott geschmiedet. Kurz und knapp: Wir sollen über die Ergebnisse der Ermittlungen zum Absturz von MH17 jetzt und später nichts erfahren. Die von Ukraine, Niederlande, Australien und Belgien unterschriebene Vereinbarung legt fest, im Laufe der Untersuchung keine Informationen offenzulegen. Das gab am 10. August der Sprecher der ukrainischen Staatsanwaltschaft, Yuri Boychenko, bekannt. Wie ukrainische Agenturen berichten, sollen Resultate erst nach Ende der Untersuchungen bekannt gegeben werden (wann immer das ein soll); aber nur dann, wenn der Bericht die Zustimmung aller Parteien bekommt, die die Vereinbarung unterzeichnet haben. Demnach kann über Holland und Belgien jeder der NATO-Staaten und die nicht grundlos verdächtige Ukraine ein Veto gegen die Aufklärung des Unglücks einlegen. Alle Involvierten müssen schweigen. Bei der Mafia heißt das Omerta.

    Das ist eine beispiellose, öffentlich bekannte Vertuschungsaktion. Malaysia hat von der Ukraine die Daten der Tower-Flugzeug-Gespräche verlangt. Die Ukraine bestreitet nun unverfroren, sie je gehabt zu haben. Die deutschen Konzern- und Staatsmedien schweigen pflichtvergessen und tun so als hätten sie nichts mitbekommen.

    NATO-Rasmussen und Putschisten-Minister Koval

    Das hat Methode und Geschichte. Es belegt, die scheinbare „Demokratie“ funktioniert nicht nur nicht, es gibt sie nicht. Sonst könnten Bürger, Parlamentarier, Opferfamilien und eine freie Presse von den Regierungen Aufklärung und die Offenlegung der Beweise fordern, durchsetzen und sie bekommen. Der NATO-Doktrin der unbedingten Bekämpfung Russlands und dem USA-Exzeptionalismus werden ausnahmslos die rechtsstaatlichen, demokratischen und völkerrechtlichen Prinzipien geopfert.

    Unter falscher Flagge

    Weil wir gerade von der Ukraine reden. Was ist aus den Ermittlungen zu dem Massaker in Odessa geworden? Gab es überhaupt Ermittlungen zum Massaker im Gewerkschaftshaus von Kiew? Warum sind die Morde vom Maidan bis heute nicht aufgeklärt? Die Toten vom Maidan führten zum Sturz des gewählten Präsidenten Janukowitsch und der Machtergreifung durch die faschistoiden NATO-Marionetten in Kiew. Die Sniper-Morde – die entgegen jeder Logik Janukowitsch in die Schuhe geschoben wurden – sind ein Kernpunkt der jüngeren Geschichte, die die Welt an den Rand eines Krieges drängt.

    Möge niemand glauben Gleiwitz ist lange her. Wir erleben panische Versuche der NATO- und EU, um jeden Preis, über eine Strategie der Spannung, einen Krieg gegen Rußland vom Zaun zu brechen. Darauf weist die – gerade auf höchster Ebene – verbreitete antirussische, völlig hirnrissige Hetze hin: MH17 von russischen BUK abgeschossen, Hilfskonvoi als Invasion, Raketenbeschuss aus Rußland, russische UFO-Panzer werden von der ukrainischen Armee zerstört… Die Psychopathen hinter dem Hannibal Lecter der NATO, „Fogh of War“ Rasmussen, machen sich nicht mal mehr die Mühe, die peinlichsten Lügen zu kaschieren.

    NATO-Rasmussen und Mustafa Jalil, August 2011, Tripolis, Libyen

    Generalprobe in Libyen

    Wohin das führt haben wir in Libyen gesehen. 2011 hat „Hinter der Fichte“ immer wieder auf die offensichtlich gefälschten Kriegsanlässe hingewiesen. Da schrien SPIEGEL und n-tv: „Libyen bombardiert Demonstranten“. Die Propagandalüge wurde hier im Blog per Video widerlegt.
    Natürlich nannten mich die Verschwörungs-Praktiker trotzdem wütend „Verschwörungstheoretiker“. Bis die Bundesregierung zugab, der Kriegsanlass war erfunden. Doch diese erfundenen Bombardierungen waren der Anlass für die „Flugverbotszone“ und die NATO-Angriffe, die letztlich zur bestialischen Ermordung Gaddafis und dem heutigen Chaos in Libyen führten!
    Leider haben sich also die „Verschwörungstheorien“ als wahr herausgestellt.

    Jalil und Obama

    Top-Kronzeuge Jalil packt über die Sniper aus

    Und heute? Unter dem Blickwinkel des Maidan ist das Auftauchen von nicht identifizierten Scharfschützen, die „Aktivisten“ töten, eine ganz besondere Betrachtung wert. Der SPIEGEL erzählte – auf den Tag drei Jahre vor den Schüssen auf dem Maidan in Kiew – von Gaddafis Scharfschützen, die friedliche Demonstranten erschössen. Auch das haben wir widerlegt. Wieder – trotz Fakten – der Vorwurf der Verschwörungstheorie.
    Doch 2014 – drei Jahre danach – packt der als Übergangsrats-Präsident eingesetzte Jalil aus. Die spanische „La Republica“ berichtete am 24. 5. 2014 über ein Interview Jalils. Hier ist das Video des Interviews.

    Jalil mit Sarkozy und Cameron

    Gaddafi – Keine Gewalt gegen Demonstranten!

    Mustafa Abdel Jalil machte eine wohl einmalige Karriere. Er war unter Gaddafi von 2007 bis zum 21. Februar 2011 Justizminister und Mitglied des Allgemeinen Volkskomitees. Jalil wendte sich um 180 Grad quasi über Nacht und wechselte die Seiten. Er wurde vom Westen umgehend zum Chef der Putschisten von NATOs Gnaden gemacht! Dem libyschen „Channel One“ erzählt er jetzt, dass es für ihn und viele andere Top-Leute zu seiner Zeit als Minister und im Volks-Komitee von Muammar Gaddafi die Anweisung gab, keine Gewalt anzuwenden, sondern den Ärger der Demonstranten zu absorbieren und sie sein zu lassen. „Es gab absolut keine Anweisungen Gewalt anzuwenden.“ Gaddafi habe die Schüsse, die die gefakte Revolution auslösten, nicht befohlen.
    Das ist eine dramatische Enthüllung angesichts der vielen Toten und des angerichteten Chaos.

    Anonyme Killer – anonyme Opfer

    …….
    http://hinter-der-fichte.blogspot.de/2014/08/ukraine-mh17-und-omerta-kronzeuge-packt.html

  1. Januar 18, 2015 um 2:08 am
    cam nang du lich cambodia

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