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Bolivien, Brasilien, Venezuela – Der ausgebliebene Putsch

Januar 4, 2015 4 Kommentare

Wie sich die Bilder gleichen, mit Molotov Cocktails wie auf dem Maidan. Der Langzeit Verbrecher Jo Biden organisiert das Alles, identisch wie mit der Kosovo Mafia, Nazi Kriminellen auf dem Maidan usw.. und dann macht man Geschäfte

02.01.2015 / Ausland / Seite 6Inhalt

Der ausgebliebene Sturz

Jahresrückblick 2014. Heute: Venezuela. Aufstand der Opposition gescheitert. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten halten an

Von André Scheer
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–Christine Lagarde, die Präsidentin des Internationalen Währungsfonds (IWF), betätigte sich am 5. Dezember in Santiago de Chile als Analystin der lateinamerikanischen Politik. Die neuen Zusammenschlüsse von Staaten der Region wie Mercosur, ALBA, UNASUR seien »ein Teller Spaghetti« ohne klaren Nutzen. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro beschied der »Französin mit der Mentalität eines Gringos« tags darauf: »Wir sind frei vom IWF, von der Weltbank und von den Spaghetti, die die IWF-Präsidentin in ihrem Kopf hat.« Man brauche solche Ratschläge der Dame und ihrer Institution nicht: »Lateinamerika hat die Etappe der Wirtschaftsrezepte überwunden, die heute Europa zerstören.« Die IWF-Präsidentin solle sich ansehen, welche Folgen die Hungerpolitik ihrer Organisation in Spanien gehabt habe, das heute unter 27 Prozent Erwerbslosigkeit und 57 Prozent Jugendarbeitslosigkeit stöhne.

Auch am Ende des Jahres 2014 ist Venezuela auf der internationalen Bühne ein Akteur geblieben, der Alternativen zu den Rezepten der imperialistischen Hauptmächte vertritt. Zehn Jahre nach der Gründung der Bolivarischen Allianz für die Völker Unseres Amerikas (ALBA) und als Mitglied der von Lagarde so geringgeschätzten Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR) sowie des Gemeinsamen Südamerikanischen Marktes (Mercosur) ist Caracas eingebunden in regionale Strukturen, die sich der Dominanz des Nordens entziehen. Im kommenden Jahr wird Venezuela seine Stimme noch deutlicher hören lassen können, denn während der UN-Vollversammlung in New York wurde das Land mit Unterstützung aller Länder Lateinamerikas für zwei Jahre als nicht ständiges Mitglied in den Sicherheitsrat gewählt.

Dabei sah es Anfang des Jahres noch so aus, als drohe der Bolivarischen Revolution der Untergang in blutigen Auseinandersetzungen. Nachdem Proteste der Opposition am 4. Februar zunächst im Westen des Landes begonnen hatten, eskalierte am 12. Februar eine Demonstration von Regierungsgegnern in Caracas, als Vermummte versuchten, das Gebäude der Generalstaatsanwaltschaft im Zentrum der Hauptstadt zu stürmen. Es gab Tote.

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https://www.jungewelt.de/2015/01-02/001.php

Kategorien:Geo Politik