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Wenn die Dümmsten Minister, Botschafterinnen werden- Selbstentwertung der Frau

Ein paar dumme und korrupte Männer fördern die Zustände in Deutschland, denn es gibt viele neue Posten, wie Gleichstellungsbeauftragte, Migrations Beauftragte, wo die Dümmsten Posten erhalten. Heiko Maas, Steinmeier gehören zu diesem absurden Construkt der Dümmsten und die Grünen Bande sowieso.

Aussenminister Heiko Maas – der Supergau der deutschen Diplomatie

Frank Walter Steinmeier wollte es halt bunt, mit allen Folgen im Auswärtigem Amte

Zu diesem Fazit gelangt Albrecht Prinz von Croy in einem Artikel auf Tichys Einblick, der mit »Kumpanei der Mädels« überschrieben ist. Damit ist schon das meiste gesagt: Unter Frauen gelten halt andere Maßstäbe. Da gilt auch eine andere Vorstellung von Verantwortung. Foto Termine sind wichtig, für die Profil Neurose und sonst Nichts.

Freitag, 4. Mai 2018

Wer Assad schwächt, stärkt den IS-Terror

So wie die Alpen-Prawda berichten alle gleichgeschaltet wirkenden Medien über Syrien. Von Ausgewogenheit, geheiligter Vielfalt und solch schnöder Dinge wie Wahrhaftigkeit fehlt jede Spur. Glück haben die, die es verstehen, etwas zwischen den Zeilen herauszulesen. Der Rest wird nach Strich und Faden betrogen und belogen, in die Irre geschickt.

Ich muss es heute mal wieder sagen, weil man es nicht oft genug wiederholen kann: In meinem Bekanntenkreis habe ich eine Reihe von Syrern, die mir unabhängig voneinander immer wieder dasselbe berichten.

Überall dort, wo das Assad-Regime die Kontrolle hat, leben die Menschen frei und in Sicherheit. Dort funktioniert das (gute) syrische Bildungssystem, die medizinische Versorgung und der Rechtsstaat.

Dort, wo jene herrschen, die unsere Medien gerne als „Rebellen“ adeln, also der IS, ist genau das Gegenteil der Fall. Wer Assad schwächt, stärkt den IS und zwingt Menschen, aus Syrien zu fliehen.

Ramin Peymani

Die interessanteren Artikel zum Thema Syrien finden sich zumeist in den auflagenschwächeren Medien und vor allem im noch immer freien Internet. Dass die Freiheit des Internets wiederum von eben jenen Kräften angegriffen wird, die mit den islamischen Gotteskriegern gemeinsame Sache machen, ist garantiert kein Zufall. So, wie es kein Zufall ist, dass einschlägig bekannte €U-Staaten Abertausende „Islamisten“ aufgenommen haben und deren Abschiebung selbst dann verweigern, wenn sie eine akute Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung darstellen oder durch allerlei Straftaten auffallen. Abschiebungen sind angeblich nicht möglich, doch zum Kämpfen und zum „Urlaub machen“ lässt man die vermeintlichen „Schutzbedürftigen und Verfolgten“ mühelos in die Verfolgerstaaten reisen, und das, obwohl das Völkerrecht für solche Fälle den Verlust des Schutzstatus vorsieht. Übrigens selbst dann, wenn im Verfolgerstaat die Todesstrafe drohen sollte. Der permanent stattfindende Rechtsbruch wird dann bemerkenswerterweise noch als Rechtsstaatlichkeit gefeiert. Das entspringt haargenau derselben Logik, mit der Artikel wie der nachfolgende als „rassistische Hetze„, „Rechtspopulismus„, Nattsie und dergleichen mehr diffamiert werden.

Syrische Ärzte über syrische „Ärzte“

Weit im Norden der USA, nahe der kanadischen Grenze, traf ich an einem Spätmärztag, als es draußen noch am Schneien war, vier syrische Ärzte. Einige Tage lang arbeiteten wir nebeneinander, kaum mehr als ein „Guten Morgen“ und „Auf Wiedersehen“ austauschend, bis wir eines Tages die Zeit und Möglichkeit hatten und ins Gespräch kamen. Ob ich verheiratet sei, wo ich herkomme, ob es mir vor Ort gefalle, die üblichen Themen.

Doch meine Neugierde kennt kaum Grenzen und gerade angesichts der medialen Dauerpräsenz des Themas syrischer Bürgerkrieg kam schnell die Sprache hierauf, denn immerhin weilen Hundertausende, wenn nicht sogar Millionen an Syrer in Europa und Deutschland.

Die vier Ärzte waren etwas erstaunt über die Euphorie der Deutschen gegenüber den Flüchtlingen und verstanden nicht so recht die dahinterstehende Rechtfertigung, also das Konzept der „historischen Schuld“, wie sie so von manchem Linken vorgetragen (aber oft nicht 1:1 gelebt) wird. Das Gespräch stockte.

Aber als ich davon berichtete, dass gerade Medien und manche Mitglieder der Politikerklasse noch bis vor kurzem behauptet hatten, dass viele der Flüchtlinge gut ausgebildet seien und man auch häufiger auf Ärzte unter diesen treffe, nahm es wieder Fahrt auf, und alle vier brachen in schallendem Gelächter aus. Ob ich das wirklich glauben würde, ob man die Politiker nicht öffentlich ausgelacht habe, ob Akademiker jahrelang wirklich in Lagern leben würden und wie sich solche Gerüchte halten könnten, das waren nur einige der vielen Ausrufe.

„Die meisten Ärzte haben Syrien doch schon vor Jahren verlassen“, klärte mich einer von ihnen auf mein Nachfragen hin auf und zeigte auf sich und die anderen drei als Beispiel. „Diejenigen, die sich als Ärzte ausgeben, sind oft Hochstapler, die in den Lagern versucht haben Geld und persönliche Vorteile durch einfache medizinische Handgriffe zu erhalten und sich als Arzt fälschlicherweise ausgeben“, meinte ein anderer, und die anderen beiden fügten jeweils persönliche Beispiele von gefälschten Dokumenten hinzu.

Wir sinnierten noch etwas über die Möglichkeiten, an gefälschte Arztdiplome [die gibt es bereits für ein paar lumpige Dollar] zu kommen, was das wohl für die Patienten bedeute und wie schwierig eine Überprüfung gerade in IS-Territorien sei. Dann versichterten alle, dass ihre Arztdiplome authentisch seien, wir witzelten noch etwas darüber, sprachen dann ein wenig über das Wetter und einen interessanten Patientenfall, um hiernach wieder an die Arbeit zu gehen. Europa und Syrien sind ja weit, weit weg in diesem entlegenen Teil der USA.

aus Ärzteblatt vom 22. April 2016

Und anstatt all die Politiker und Medienschaffenden auszulachen oder besser noch gleich zum Teufel zu jagen, wird sich mehr oder weniger genüßlich mit dem Kakao vollgesoffen, durch den man täglich gezogen wird. Aber nicht ohne diejenigen zu denunzieren, die aus Vernunft auf das giftige Höllengesöff verzichten wollen. Mit Sicherheit haben die Deutschen hervorragende Dichter und Denker hervorgebracht. Das Gros dieses Volkes besteht dennoch aus feigen Dummköpfen und schoßhündigen Henkern.

Selbstentwertung der Frau

Hadmut
3.5.2018 22:29
Ich habe vor Jahren schon davor gewarnt, als ich die ersten Blicke auf Feminismus geworfen habe, dass das ganz übel nach hinten losgehen wird. Das dümmste, was man politisch – vermeintlich – für Frauen tun konnte, war sie zu fördern, indem man die Anforderungen heruntergeschraubt und ihre Beteiligung vorgeschrieben hat. Denn damit sind sämtliche Abschlüsse, Nachweise, Posten völlig wertlos geworden, weil inzwischen jeder weiß, dass Frauen inzwischen alles, worauf die Politik Einfluss nehmen kann, gratis und leistungslos hinterhergeworfen bekommt, und dass man ihnen die Posten zwangsweise geben muss.

  • Erstes Problem: Das heißt zwar nicht, dass sie dann dumm sind, aber auch nicht, dass sie schlau sind. Es heißt einfach gar nichts mehr. Je mehr sie sich aneignen, desto wertloser wird es. Das zählt inzwischen alles unter „in der Windel gefunden”.Und kritisch daran ist, dass dieser Feminismus vor nichts halt gemacht hat. Damit nämlich hat er auch nichts übrig gelassen, was noch irgendeinen Wert hätte. Nachdem alles gegendert wurde, ist nichts mehr da, womit befähigte Frauen noch irgendetwas nachweisen könnten.
  • Mit Frauen ist das ähnlich wie mit Männern: Es gibt schlaue und dumme.Das Problem daran ist: Durch die Frauenförderung und Quoten, insbesondere durch Quoten die über dem Marktangebot an befähigten Frauen liegen, hat man die Dummen unter den Frauen in die Ämter und Posten gedrückt. Anders ausgedrückt: Die Dummen unter den Frauen sind in den Karrieren deutlich stärker repräsentiert als die Dummen unter den Männern.Schon allein deshalb erscheinen Frauen als dümmer als die Männer, nicht weil sie dümmer wären, sondern weil sie die Dummheit begangen haben, sich selbst zu überfördern und sich damit zu sehr mit den Dummen zu vermischen. Das führt dazu, dass die Erfahrungswerte des Publikums zu ihren Ungunsten ausrichten, sich selbst einer Inflation aussetzen.Der Haken ist eben, dass man inzwischen einige Frauen erlebt, die strohdoof sind, aber per Quote in hohe Posten gehievt und von Medien und Politik in den Vordergrund gestellt wurden. Das rächt sich jetzt, denn die prägen sich ein und beeinflussen die Einschätzung.

Der zentrale Fehler war, sich von Soziologen und Genderisten beraten zu lassen. Denn die behaupteten, man müsse der Öffentlichkeit und dem Nachwuchs nur genug Frauen in Wissenschaft, Wirtschaft, Politik auf Führungsposten präsentieren und ständig unterreiben, dann würden sich die Vorstellungen der Öffentlichkeit kulturell ändern und man Frauen für normal halten.

Dummerweise hatten sie damit in gewisser Weise recht und es hat funktioniert, nur anders als geplant. Das Projekt war, der Öffentlichkeit möglichst viele Frauen in Führungspositionen vorzuführen, damit man sich daran gewöhnt und seine Vorstellungen darauf einstellt, hat aber offenkundig dumme und unerträgliche Frauen aufgestellt, was man halt im feministischen und politischen Umfeld so auf Lager hatte. Und das Bild hat sich nun festgesetzt. Man hält nun nicht Frauen in Führungspositionen für normal, sondern man hält es für normal, dass Frauen dumm und unterträglich feministisch sind, weil man die eben ständig vorgeführt hat. Und man ist der Meinung, dass Frauen da nur rumstehen, weil man das jetzt muss. Quotenverzierung.

Der Schuss ging also nach hinten los. Im Ergebnis stehen sie im öffentlichen Ansehen viel schlechter da als vorher. Das kommt davon, wenn man auf Soziologen und deren Schnapsideen hört.

Ich habe das vor Jahren schon gesagt und prophezeit. Auf Informatiker hört da aber niemand. http://www.danisch.de/blog/2018/05/03/die-selbstentwertung-der-frau/

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Kategorien:Europa, Geo Politik Schlagwörter:
  1. Mai 5, 2018 um 4:53 am

    Merkel genehmigte Erdogan Einreise von 350 Hasspredigern

    Merkels Reichstagsrede darüber, dass Antisemitismus staatliche und bürgerliche Pflicht wäre, war offenbar doch kein Versprecher. Merkel ist mindestens so islamophil wie Wilhelm II., Adolf Hitler und Adenauer. Das Motiv für Merkels pro-islamistische Politik besteht auch diesmal darin, Fachkräfte für Völkermorde wie aktuell gegen Syrien zu rekrutieren.

    „Einreise zahlreicher Ditib-Imame genehmigt
    Berlin. Die Bundesregierung hat nach einem Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers vom Mittwoch im vergangenen Jahr die Einreise von 350 türkischen Imamen für Moscheen des Dachverbandes Ditib genehmigt. Diese Zahl sei der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Fraktion von Die Linke zu entnehmen. Türkische Imame sollen in einigen Ditib-Gemeinden Gläubige ausgehorcht haben. Formal ist Ditib ein unabhängiger deutscher Verein. Die Imame werden allerdings von der staatlichen türkischen Religionsbehörde Diyanet entsandt und bezahlt. Die Bundesregierung agiere in dieser Frage »naiv oder verantwortungslos«, kritisierte Sevim Dagdelen, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Bundestag. (dpa/jW)“
    https://www.jungewelt.de/artikel/331441.einreise-zahlreicher-ditib-imame-genehmigt.html

    „Wie türkische Ditib-Moscheen Kinder für die Kriegshetze instrumentalisieren“
    https://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste-vom-26-04-2018/erdogans-langer-arm-in-deutschland.html

    „Lotsen in den »Dschihad«
    Trotz Antisemitismus- und Terrorvorwürfen: Bundeskabinett will
    türkische Regierungsislamisten zu Integrationslotsen für Flüchtlinge
    machen“
    https://web.archive.org/web/20151205001528/https://www.jungewelt.de/2015/12-02/064.php

    „Die Bundesregierung fördert das Erdogan-Netzwerk in Deutschland, wenn sie ausgerechnet den von Ankara aus gesteuerten Moscheeverband DITIB mit Steuergeldern in Millionenhöhe unterstützt.“
    https://www.jungewelt.de/artikel/309977.bundesregierung-sponsert-erdogan-netzwerk.html

    „Trotz Einreiseverbot: Saudischer Prediger wirbt in Deutschland für
    „heiligen Krieg“ in Syrien“
    http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Syrien/salafisten2.html

    https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/syrien-node/-/1624292

  2. Mai 8, 2018 um 2:40 pm
    VIDEO | 08.05.2018 | VIDEOS

    Avaaz in schlechter Gesellschaftüber Georg Soros, Open Society, direkt finanaziert vom Auswärtigem Amte erneut, Partner der DAAD Betrugs Masche

    Giftgas Angriffe durch die Britische Geheimdienst – CIA: Organisation: Weiß Helme in Syrien

    August 9, 2016

    Ein Club des Verbrechens: whitehelm.org

    “White Helmets primary function is propaganda” reported an independent journalist, who tied the group to George Soros and the controversial advocacy group Avaaz.

    „Open Society“

    Avaaz.org und der geheime Informationskrieg um Syrien

    Ist Conroy wirklich nur ein Fotograf?

    Paul Conroy (mit blauer kugelsicherer Weste), Mahdi al-Harati, Al-Kaida-Führer (mit schwarzer Weste) und Abdelhakim Belhaj (mit Tarnanzug), Foto: Voltairenet

    Das Foto zeigt den von Avaaz aus Homs evakuierten britischen Fotoreporter Paul Conroy mit zwei Al-Kaida-Größen:

    Reality Check: Who’s Funding the White Helmets?

    You’ve no doubt heard of the White Helmets, aka the Syria Civil Defense. They claim to be a neutral.

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    British Propaganda and Disinformation: An Imperial and Colonial Tradition

    Das Kampagnen-Netzwerk Avaaz im gulli:Interview

    wichtig: Spenden sammeln!wichtig: Spenden sammeln!

    Mit derzeit über 21 Millionen E-Mail-Adressen verfügt Avaaz über sehr viel Power, um politischen Druck auszuüben und Veränderungen hervorzurufen. Während den Unterzeichnern vermittelt wird, dass sie selbst über die Ausrichtung ihres Portals bestimmen, erhalten wir auf Nachfrage fast ausschließlich ausweichende Antworten, wer dieses machtvolle Instrument tatsächlich steuert.

    Ein Mitglied des Avaaz-Netzwerkes ist man schneller, als man denkt. Einmal gegen Monsanto-Patente oder bestimmte Pestizide abgestimmt, schon ist der Name und die E-Mail-Adresse für künftige Kampagnen hinterlegt. Die nächste Aufforderung zum Mitzeichnen einer neuen Kampagne kommt bestimmt. Doch was bringt der elektronische Aktivismus überhaupt, zumal die teilnehemenden Couch-Potatoes nur einen einzigen Finger dafür rühren müssen? Wir fragen im Rahmen unserer vier Interviews, was Online-Petitionen dauerhaft bewirken, weil die Politiker die Unterschriftensammlungen zumindest der privaten Anbieter ignorieren können. Hier der Link zu unserem einführenden Leitartikel zum Thema E-Partizipation.

    Der Kanadier Ricken Patel gründete im Jahr 2007 Avaaz. Über die Webseite werden seitdem auf globaler Ebene politische Kampagnen organisiert, die sich inhaltlich rund um die Themen Klimawandel, Menschenrechte, Tierschutz, Korruption, Armut und Konflikte drehen. Patel ist sehr gut vernetzt. Er war früher unter anderem Berater der Vereinten Nationen, der Rockefeller Foundation, Gates Foundation, der Harvard University und anderer Organisationen. Während sich die Unterschriftensammlungen der Vorgängerorganisationen MoveOn und 38 Degrees ausschließlich um landeseigene Angelegenheiten drehten, agiert Avaaz global. Das Kampagnen-Netzwerk richtet sich seit mehreren Jahren auch an das deutschsprachige Publikum.

    Effektiver als die Vereinten Nationen?

    Ein Impressum oder den Namen eines Ansprechpartners innerhalb von Europa sucht man vergebens. Nachrichten können lediglich über anonyme Kontaktformulare verschickt werden. Unsere englischsprachige Interviewanfrage blieb mehrere Wochen lang unbeantwortet, bis wir die Kontaktdaten des Berliner Mitarbeiters Christoph Schott ausfindig machen konnten. Schott arbeitete früher für die Züricher Kreativagentur Spinas Civil Voices, die bis dato Werbung für zahlreiche NGOs erstellt. Der ehemalige Deutschlandsprecher Julius van de Laar war im Wahlkampfteam von Barack Obama und im SPD-Wahlkampfteam der Kommunikationsagentur A&B Face2Net tätig. Heute berät van de Laar gemeinnützige Organisationen wie Amnesty International, WWF, Greenpeace und last, but not least, den Avaaz-Konkurrenten Change.org.

    avaaz.org - the world in actionavaaz.org – the world in action

    Positive Aussagen über Avaaz werden auf der eigenen Webseite zuhauf angeboten. So wird beispielsweise die Süddeutsche Zeitung zitiiert, wonach dies eine grenzübergreifende Gemeinschaft sei, „die demokratischer, und möglicherweise effektiver“ arbeite, als die „Vereinten Nationen“. Wir konnten die Quelle nicht ausfindig machen und erkundigten uns bei Herrn Schott, woher dieses Zitat stammt. Auf unsere Nachfrage wurde uns zwischenzeitlich telefonisch mitgeteilt, es handle sich möglicherweise um eine Ungenauigkeit bei der Übersetzung eines englischsprachigen Artikels. Tatsächlich aber ist dies ein Leser-Beitrag des SZ-Blogs jetzt.de, welcher sogar auf Deutsch verfasst wurde. In der Printausgabe der Süddeutschen Zeitung wurde diese Aussage entgegen der Avaaz-Darstellung nie abgedruckt.

    PR-Slogans statt Fakten

    Auf manch unserer Fragen erhielten wir schön klingende Slogans, für die sich eine Werbeagentur verantwortlich zeichnen könnte. Zufriedenstellend waren nur die wenigsten Antworten, wenn es um problematische Aspekte ging. Man möchte nach außen den Eindruck vermitteln, die Organisation würde alleine durch den Willen ihrer Mitglieder gesteuert werden. Man lasse sich vom Meinungsbild seiner Teilnehmer steuern, das wie ein Segelboot vom Wind getrieben wird. Doch stimmt das wirklich? Neue Kampagnen werden stichpunktartig an 10.000 Personen der Avaaz-eigenen Datenbank verschickt, um zu prüfen, wie diese ankommen. Doch dann bestimmen nicht die Befragten, sondern alleine die Mitarbeiter von Avaaz, was auf der Startseite erscheint und was nicht. Was dort nicht erscheint, ist chancenlos. Zwar wird jeder Besucher dazu aufgefordert, seine eigene Kampagne einzureichen. Doch wessen Unterschriftensammlung beim Kommittee durchfällt, der riskiert, dass seine Aktion verschimmelt und später mangels Beteiligung eingestellt wird. Dieses Schiff folgt nicht den Wünschen einer Schwarmintelligenz, es wird von Wenigen von Hand gesteuert. Als wir die Nachnamen der Entscheidungsträger für den deutschsprachigen Raum erfragen wollen, erhalten wir keine Auskunft. Transparenz sieht wohl anders aus.

    Wie nachhaltig ist Slacktivism?

    Auf unsere Rückfragen per E-Mail erhalten wir häufiger die Bitte, man solle den Global Campaigner Schott telefonisch kontaktieren. Inwiefern dies bei der Beantwortung der Fragestellungen helfen soll, war uns nicht klar. Auch führte diese Form der Kommunikation zu erheblichen Verzögerungen. Bei anderen Netzwerken ging die Beantwortung innerhalb von 24 Stunden über die Bühne. Unsere erste Anfrage an Avaaz wurde am 24. Januar 2013 verschickt. Auf die Beantwortung der letzten Rückfragen warten wir bis heute.

    SlacktivismSlacktivism

    Doch zurück zum Thema. Vielleicht ist Clicktivism eine Chance, politverdrossene Nutzer des Internets wieder ein wenig für brisante Themen zu sensibilisieren. Leider gibt es keine Kontrolle, was letztlich aus den Kampagnen geworden ist. Wurden die Unterschriften einem Entscheidungsträger übergeben? Oder liegen sie noch heute auf den Servern herum? Hat sich dadurch etwas verändert? Was fehlt, ist ein Watchdog, der die Aktivitäten der Kampagnen-Netzwerke nachhaltig verfolgt und prüft, was durch die Mausklicks vieler Tausender de facto erreicht wurde.

    Wachsende Kritik

    Im Web wurden innerhalb der letzten Jahre mehrere Warnungen herausgegeben. Deren Hauptkritikpunkt lautet, Avaaz verbessere die Welt nicht, die Kampagnen sollen vielmehr der eigenen Sammelleidenschaft in Bezug auf die Nutzerdaten dienen. Mit dem Schein der Online-Beteiligung will die Vereinigung sogar angeblich ihre Nutzer beruhigen. Kritiker behaupten, die Bürger bedienten lieber ihre Maus und blieben zu Hause, statt für ihre Belange wütend auf die Straße zu gehen. Doch stimmt das wirklich? Wir versuchen es nun herauszufinden.

     

    Lars Sobiraj: Zunächst vielen Dank für die Beantwortung unserer Fragen. Worum handelt es sich beim Projekt Avaaz?

    Christoph Schott: Avaaz ist ein globales Kampagnen-Netzwerk mit über 20 Millionen Mitgliedern aus jedem Land der Welt. Die Mitglieder tragen täglich dazu bei, die einfache demokratische Mission der Organisation zu erfüllen: Die Lücke zwischen der Welt, die wir haben und der Welt, die sich die meisten Menschen überall wünschen, zu schließen.

    Lars Sobiraj: Wann wurde es gegründet?

    Christoph Schott: Avaaz wurde im Jahr 2007 gegründet. Seit der Gründung vor sechs Jahren ist es zur weltgrößten Kampagnen-Gemeinschaft herangewachsen, in der sich Mitglieder zusammen für Themen einsetzen, die ihnen am Herzen liegen und die sie gemeinsam verändern wollen.

    Lars Sobiraj: Wer hat dem Projekt diesen Namen ausgesucht?

    Christoph Schott: Avaaz bedeutet “Stimme” oder “Lied” auf vielen Sprachen, einschließlich Hindi, Persisch, Türkisch und Bosnisch. Der Namen wurde von Mitgründer und Executive Director, Ricken Patel, ausgewählt.

    Lars Sobiraj: Wer sind die Menschen, die das Gründungskapital gaben?

    Christoph Schott: Avaaz hat anfänglich mehrere kleine Zuschüsse von verschiedene Partnerorganisationen und gemeinnützigen Organisationen, wie zum Beispiel Res Publica, MoveOn, OSI und SEIU erhalten. Seit 2009 wird Avaaz ausschließlich von seinen Mitgliedern finanziert, wobei niemand mehr als 5.000 € spenden darf. Avaaz erhält keine Gelder von Regierungen oder Unternehmen und stellt somit sicher, dass die Stimme der Gemeinschaft ausschließlich die Wertvorstellungen seiner Mitglieder widerspiegelt.

    Lars Sobiraj: Wer sind die Menschen, die bei Avaaz mitarbeiten?

    Christoph Schott: Avaaz leistet Kampagnenarbeit in 16 Sprachen und besteht derzeit aus einem Kernteam von 70 Mitarbeitern aus aller Welt. Entscheidend ist jedoch, dass Mitglieder aus jedem Land der Welt ihre Zeit in das Netzwerk investieren, indem sie Kampagnen vorschlagen, Petitionen unterzeichnen und an Freunde weiterleiten, an Veranstaltungen und Demonstrationen teilnehmen, Entscheidungsträgern E-Mails senden oder sie anrufen und ihre eigenen Kampagnen auf der Internetseite von Avaaz starten.

    Lars Sobiraj: Wer leitet das Projekt und entscheidet über die Petitionen?

    Quelle: avaaz.orgQuelle: avaaz.org

    Christoph Schott: Avaaz ist wie ein Segelboot und der Wind, der es antreibt, kommt von unseren Mitgliedern. Alle Kampagnen, die Avaaz durchführt, werden an einer zufällig ausgewählten Stichprobe von 10.000 Mitgliedern getestet. Jede Kampagne muss einen gewissen Grad an Zustimmung finden, um sicherzustellen, dass Mitglieder auch wirklich hinter dem Thema stehen. Jedes Jahr wird eine Umfrage an alle Mitglieder gesendet, um herauszufinden, welche Themen ihnen am Herzen liegen. Es werden auch regelmäßige Befragung durchgeführt, um die Ansichten der Mitglieder zu einer bestimmten Thematik besser zu verstehen.

     

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