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Die Lügen, die US-Interventionen rechtfertigen sollten

Mai 28, 2018 1 Kommentar

Jon Basil Utley, der Herausgeber des US-Magazins
The American Conservative, untersucht die Lügen, mit denen bisherige US-Interventionen gerechtfertigt wurden.
Die Lügen, die US-Interventionen rechtfertigen sollten
Von
Jon Basil Utley
The American Conservative, 25.04.18
(
terventions/
)
Das offizielle Washington und seine Verbündeten haben schon oft genug Tatsachen ver
dreht, um Militäraktionen zu rechtfertigen, die sonst nicht hätten stattfinden können. Im Mittleren Osten haben durch diese Interventionen Hunderttausende unschuldiger arabischer Zivilisten ihr Leben verloren, der Irak und Libyen wurden verwüstet und (neben unzähligen Muslimen) wurde (auch) eine Million Christen aus Orten vertrieben, in denen sie seit biblischen Zeiten gelebt hatten [s.
].
Die berühmteste dieser Lügen war natürlich die Behauptung der US-Regierung, Saddam
Hussein besitze Massenvernichtungswaffen, mit der die US-Invasion des Iraks im Jahr 2003 begründet wurde (s.
https://de.wikipedia.org/wiki/Irakkrieg ). Die US-Regierung unter
stellte Saddam Hussein außerdem, Verbindungen zu Al-Qaida zu haben, um ihren Überfall zu rechtfertigen. Beides traf natürlich nicht zu.
Schon der erste Irak-Krieg im Jahr 1991 (s.
https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Golf-krieg ) war mit der Lügengeschichte gerechtfertigt worden, irakische Soldaten hätten in einem kuwaitischen Krankenhaus Babys aus Brutkästen gezerrt und auf den Boden geworfen. Die 15-jährige Tochter des kuwaitischen Botschafters hatte einen Kongressausschuss schamlos belogen und getäuscht. Der  Christian Science Monitor hat 2002 ausführlich über diese bizarre Story berichtet [s.
].
Damals wurde auch noch die Lüge verbreitet, die irakische Armee stehe zum Einmarsch in
Auch das wurde als Grund für die Entsendung von US-Truppen nach Kuwait angegeben, die angeblich den Auftrag hatten, Saudi-Arabien zu verteidigen. Victor Marshall vom Independent Istitute (s. https://en.wikipedia.org/wiki/Independent_Institute
) schrieb 2003 in der
Los Angeles Times, die CIA und die Defense Intelligence Agency / DIA, der Geheimdienst des Pentagons, hätten einen irakischen Angriff auf Saudi-Arabien für unwahrscheinlich und die Angaben über die Stärke der irakischen Armee für „äußerst übertrieben“ gehalten [s. http://articles.latimes.com/2003/jan/05/opinion/op-marshall5
]. Die Aussage der US-Regierung, sie könne mit Luftaufnahmen ihre Behauptung beweisen, wurde damals nicht überprüft, und später hat sich herausgestellt, dass diese Fotos überhaupt nicht existierten.
Auch darüber hat der Christian Science Monitor schon 2002, also vor dem zweiten Irak-Krieg, berichtet [s. https://www.csmonitor.com/2002/0906/p01s02-wosc.html  ].
Bei dem US-Überfall auf den Irak im Jahr 1991 wurden das Be- und Entwässerungssystem des Iraks und seine Elektrizitätswerke durch Bombenangriffe zerstört. Dadurch wurde das Trinkwasser der Iraker vorsätzlich kontaminiert [s. dazu auch http://www.casi.org.uk/info/nagy010612.pdf
]. Weil die USA anschließend die Einführung aller für dringende Reparaturarbeiten notwendigen Ersatzteile für 9 Jahre blockierten, starben mindestens
500.000 irakische Kinder an Krankheiten oder an Hunger. Die US-Regierung hat Saddam
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Friedenspolitische Mitteilungen aus der
US-Militärregion Kaiserslautern/Ramstein
LP 070
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18 – 28.05.18
dafür verantwortlich gemacht, obwohl sie den Geldtransfer im UN-Programm „Nahrung für
Öl“ kontrolliert hat. Seltsamerweise hat (die damalige US-Außenministerin) Madeleine Albright in der TV-Sendung 60 Minutes
zugegeben, was die USA getan haben [s. https://fair.org/extra/we-think-the-price-is-worth-it/ ].
Auch der vorher inszenierte Kosovo-Krieg (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Kosovokrieg) in dem die USA (und die NATO) Serbien angriffen, wurde mit der Lüge begründet, die Serben hätten zur Unterdrückung eines Aufstandes 100.000 Kosovaren niedergemetzelt [s.http://www.wnd.com/1999/08/3766/
]. Bei den brutalen Bombenangriffen wurden neben vielen Fabriken auch große Teile der zivilen Infrastruktur Serbiens zerstört, darunter fast alle Brücken des Landes; so blieb zum Beispiel nur eine Donau-Brücke unversehrt [s. http://www.washingtonpost.com/wp-srv/inatl/longterm/balkans/stories/ledeall042599.htm ].
Die USA diktierten einen Frieden, der die Vertreibung der meisten Serben aus ihrer ehemaligen Provinz Kosovo zur Folge hatte. Anschließend zerstörten die muslimischen Kosovaren Hunderte sehr alter christlicher Kirchen und errichteten mit saudischem Geld einen muslimischen Staat wahhabitischer Prägung (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Wahhabiten) in Südeuropa, der die Gläubigen zwingt, den Koran auswendig zu lernen und die Christen zu hassen – wie im 13. Jahrhundert.
Auch der spätere Überfall der Franzosen, Briten und US-Amerikaner auf Libyen (s.
https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrgerkrieg_in_Libyen_2011 ) beruhte auf der Lüge, Muammar Gaddafi wolle die Bewohner der Stadt Bengasi massakrieren. Die Angreifer zerstörten seine Streitkräfte und halfen den „Rebellen“, ihn zu stürzen. Die Waffen, die bei der Plünderung der Depots der libyschen Armee erbeutet wurden, wanderten über dunkle Kanäle nach Asien und Afrika, zum Beispiel in die Hände der Boko-Haram-Terroristen (s. https://de.wikipedia.org/wiki/Boko_Haram
), die damit Unruhen in Nigeria und anderen Staaten in Nordafrika stifteten. Seither wird Westeuropa von afrikanischen Flüchtlingen überflutet, die über Libyen zum Mittelmeer strömen. Libysche Waffen gelangten auch zum Islamischen Staat, der Teile des Iraks und Syriens eroberte.
Erst kürzlich wurden wir wieder mit Berichten über einen neuen Giftgas-Angriff in Syrien überschwemmt. Sie stammten aus „den Rebellen zuzuordnenden Quellen“.
The American Conservative hat dazu eine ausführliche Analyse des ehemaligen Waffeninspektors Scott Ritter veröffentlicht [s. http://www.theamericanconservative.com/articles/trumps-rush-to-
judgement-on-syria-chemical-attack/ ]; er hat die „Beweise“ untersucht und bezweifelt, dass Assad für den Angriff verantwortlich ist. Auch ein ehemaliger britischer Botschafter in Syrien hat Zweifel an dem von Rebellen-Organisationen gemeldeten Giftgas-Angriff geäußert [s. https://www.youtube.com/watch?v=Jxs53OqAkN8&feature=youtu.be
].
Warum sollte Assad Giftgas einsetzen, nachdem Trump gerade verkündet hatte, die US-Truppen aus Syrien zurückziehen zu wollen? Es ist viel wahrscheinlicher, dass die Rebellen einen Giftgas-Angriff inszeniert haben, um zu erreichen, dass die US-Truppen bleiben und sie weiterhin im Kampf gegen Assad unterstützen. Den gleichen Versuch gab es doch schon einmal im Sommer 2014, als Präsident Obama wegen ähnlicher Beschuldigungen fast in den Krieg gegen Assad eingestiegen wäre. Erst als der Kongress signalisierte, dass er nicht an einem Krieg gegen Syrien interessiert sei, hat er auf einen (größeren) Angriff verzichtet. Einige Kongressabgeordnete hatten sich in einer E-Mail deutlich gegen Bombenangriffe auf Syrien ausgesprochen. Das erklärt auch, warum die US-Regierung nicht gern über Kriegseintritte abstimmen lässt: Weil die meisten US-Amerikaner nicht wollen, dass Washington immer neue Kriege anzettelt.
Auch die investigativen Journalisten Seymour Hersh [s. https://www.lrb.co.uk/v36/n08/seymour-m-hersh/the-red-line-and-the-rat-line
] und Robert Parry [s. https://consortium-news.com/2014/04/07/the-collapsing-syria-sarin-case/ ) haben 2013 die Berichte über Gift
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