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Völkermord im Jemen und die UN Banden schweigen wie in Syrien

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23:55 [Global Research]
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John Philpot – Versagen des Internationalen Rechts und der Menschenrechtsinstitutionen: Palästina, Syrien und Irak im Jahr 2014

Die Schlacht um Hodeida – Die letzte Lebensader des Jemen

Veröffentlicht in: Militäreinsätze/Kriege

Seit mehr als drei Jahren bombardiert eine von Saudi-Arabien geführte Koalition den Jemen mit dem Ziel, die Houthi-Rebellen, die große Teile des Landes kontrollieren, zurückzuschlagen und den illegitimen Exil-Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi zurück an die Macht zu bringen. Mindestens 10.000 Menschen wurden seit März 2015 getötet, darunter über 8.000 Zivilisten, 45.000 weitere verletzt. Die UN spricht von der „schlimmsten humanitären Katastrophe der Welt“, denn neben Panzern und Raketen wird die Bevölkerung von zwei weiteren Geißeln geplagt: Der größten jemals dokumentierten Cholera-Epidemie mit 1,1 Millionen Infizierten sowie der historischen Hungerkatastrophe mit über 8 Millionen Menschen am Rande des Hungertods. 22 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen – 75 Prozent der Bevölkerung. Alle zehn Minuten stirbt ein Kind an Hunger oder problemlos vermeidbaren Krankheiten. Von Jakob Reimann.

Doch die aktuellen Ereignisse könnten dieses Elend noch dramatisch verschlimmern: Am Mittwochmorgen begann die Saudi-Koalition eine Großoffensive auf die Stadt Hodeida am Roten Meer, durch deren Hafen drei Viertel aller Hilfslieferungen ins Land kommen. Die UN warnt vor 250.000 Toten.

Die Seeblockade – ein Hafen als Kriegswaffe

Noch vor Aden – dessen weltberühmter Hafen im 19. Jahrhundert der zentrale Umschlagsort des British Empire auf dem Weg in die Kolonien war – ist Hodeida an der Rotmeerküste im Westen des Jemen die mit Abstand wichtigste Hafenstadt des Landes. Vor Kriegsbeginn im März 2015 importierte der Jemen 85 Prozent seiner Medikamente und 90 Prozent seiner Nahrungsmittel aus dem Ausland, wobei 80 Prozent aller Importe über den Hodeida Port abgewickelt werden. Die Saudi-Koalition wusste nur zu gut um die strategische Bedeutung des Hafens und bombardierte diesen bereits im August 2015, wobei die vier Hauptkräne zerstört wurden.

Zur physischen Zerstörung von Infrastruktur kommt eine umfassende Seeblockade, die die Saudi-Koalition mit tatkräftiger Unterstützung der USA seit dem Frühjahr 2015 gegen sämtliche Häfen des Jemen verhängt. Unter dem Vorwand, Waffenlieferungen an die Houthi-Rebellen zu unterbinden, wird ein Großteil ankommender Containerschiffe willkürlich abgewiesen, mit dem Ergebnis, dass innerhalb weniger Wochen der Import in den Jemen um 85 Prozent einbrach; selbst UN-Hilfslieferungen werden abgewiesen. Durch die extreme Warenverknappung steigen Nahrungsmittelpreise dramatisch und die katastrophale Hungerkatstrophe verschärft sich weiter. Das UN-Menschenrechtskommissariat bezeichnet die Blockade daher vollkommen zutreffend als völkerrechtswidrig und „schwerwiegenden Bruch grundlegender Menschenrechtsnormen“.

Nach einem Raketenangriff der Houthi-Rebellen auf den Riyadh Airport im November letzten Jahres – der von den Saudis vereitelt wurde – wurde als Strafmaßnahme die Blockade des Hodeida Port zu 100 Prozent implementiert, über Wochen lief kein einziges Schiff ein. UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock warnte bei einem Anhalten der Blockade vor „der größten Hungersnot, die die Welt seit vielen Jahrzehnten gesehen hat“, mit potentiell „Millionen von Opfern“. Auf internationalen Druck hin hob die Saudi-Koalition unter strengen Auflagen die Hodeida-Blockade geringfügig auf und gestattete zumindest kleinen Schiffen das Anlegen, der Bann auf Containerschiffe blieb jedoch bestehen, das erste und einzige dieser Art sollte erst ein halbes Jahr später einlaufen.

Und genau hier liegt die strategische Brisanz der Stadt und des Hodeida Ports: Er wird von der Saudi-Koalition als Kriegswaffe instrumentalisiert. Durch Lockerung oder Verschärfung der Seeblockade reagiert die Koalition auf aktuelle Kriegsentwicklungen oder provoziert diese aktiv. Mittels völkerrechtswidriger Kollektivbestrafung wird die jemenitische Bevölkerung vor Ort und in weiten Teilen des Landes somit als Faustpfand im Kampf gegen die Houthi-Rebellen missbraucht.

Der Angriff auf Hodeida beginnt

Der Feldzug der Houthi-Rebellen begann im Sommer 2014. Ausgehend von ihrer Hochburg in Sa’da im Norden des Landes zogen sie südwärts und eroberten innerhalb kürzester Zeit nahezu alle urbanen Zentren im bevölkerten Westen und Süden des Landes. Relativ unblutig wurde die Hauptstadt Sana’a im September 2014 eingenommen, die Hafenstadt Hodeida im Monat darauf. Im Frühjahr 2015 marschierten die Houthis erfolgreich bis nach Aden, der ehemaligen Hauptstadt des Südjemen, und standen im März auf dem Zenit ihrer territorialen Ausdehnung. Daraufhin begann am 26. März 2015 das erbarmungslose Bombardement der Saudi-Koalition. Nach heftigen Kämpfen wurden die Houthis im Juli aus Aden vertrieben und strichen auch in anderen Regionen Verluste ein. Es folgten Monate und Jahre erbitterter Kämpfe ohne nennenswerte Verschiebung der Frontlinien, bis sich zur Jahreswende 2017/18 die Kämpfe um die zentralen Knotenpunkte dramatisch zuspitzten: in Ta’iz, der Hauptstadt Sana’a – und in der Hodeida-Region.

In den letzten Wochen marschierten die Truppen der Koalition – ein Bündnis aus jemenitischem Militär, verschiedensten Hadi-treuen Milizen, Dschihadisten-Milizen und Truppen der Emirate am Boden, sowie Kampfjets der Saudi-Koalition und US-Drohnen in der Luft – auf Hodeida und eroberten dabei einen knapp 100 Kilometer langen Küstenstreifen am Roten Meer. In den vergangenen Tagen versammelte die Koalition wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt „Hunderte jemenitischer Kämpfer sowie Panzer und Militärgerät der Emirate“. Videos langer Konvois in die Region finden sich im Netz.

Nach Verstreichen einer von der Koalition gesetzten dreitägigen Frist an die Houthis, die Stadt bedingungslos zu verlassen, begann am Mittwochmorgen schließlich die Großoffensive.

Bis zu 250.000 Menschen könnten ihr Leben lassen

Derzeit leben rund 600.000 Menschen in der Hodeida-Region. Menschenrechtsorganisationen warnten die Saudi-Koalition eindrücklich vor einer Offensive, da diese zur größten Vertreibungswelle seit Beginn des Krieges im März 2015 führen würde. Bereits im Mai kam es zu ersten größeren Fluchtbewegungen, als Hunderte Familien vor den sich zuspitzenden Gefechten aus den Randbezirken in von den Houthi-Rebellen kontrolliertes Gebiet flohen. Die UN rechnet bei der soeben begonnenen Großoffensive auf Hodeida mit 340.000 Vertriebenen, die zu den bereits 2 Millionen Binnenflüchtlingen im Jemen hinzukommen würden (zu Peakzeiten waren es 3 Millionen).

Neben den direkten Folgen militärischer Gewalt hätte eine Großoffensive verheerende Sekundäreffekte, die sich aus der strategischen Bedeutung des Hodeida Port ergeben, durch den rund 80 Prozent aller Hilfslieferungen ins Land kommen. „Jede Unterbrechung dieser kritischen Lebensader könnte für Millionen von Jemeniten ein Todesurteil bedeuten“, konstatiert Abdi Mohamud, Jemen-Direktor von Mercy Corps, einer weltweit aktiven Hilfsorganisation. „Die Störung des Hodeida Port könnte jede Hoffnung zunichtemachen, eine noch größere humanitäre Katastrophe abzuwenden.“ Und Lise Grande, die UN-Koordinatorin für humanitäre Hilfe im Jemen, befürchtet, dass durch „einen militärischen Angriff oder die Belagerung von Hodeida“ bis zu 250.000 Menschen ihr Leben verlieren könnten. Dies sind die möglichen Dimensionen, die die Saudi-Koalition losgetreten hat.

Die jemenitischen Saba News berichteten bereits in den letzten Tagen mehrfach von Dutzenden Luftschlägen der Saudi-Koalition auf die Hodeida-Region, den Flughafen, den Hodeida Port, einen Viehmarkt, eine Farm, einen Marktplatz, sowie auf ein Boot der UN, wobei viele Zivilisten getötet wurden. Auch wurden drei US-Drohnenangriffe reportiert. Doch dies stellt nur das Vorgeplänkel der begonnenen Großoffensive dar, die entscheidende Frage ist nun die nach dem tatsächlichen Ausmaß des Blutbads.

Kein politisches Bauernopfer……………………….

https://www.nachdenkseiten.de/?p=44389

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Der Rüstungsindustrie wird die multipolare Welt schmackhaft gemacht.

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