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Archive for November 19, 2019

Der Bestechungs Motor in Österreich „Novomatic“ Geldwäsche mit Kriminellen ohne Ende


Auch der peinliche Kriminelle Johannes Hahn, heute EU Kommissar, arbeitete im Vorstand von Novomatic, identisch korrupt Kriminelle die sich kaufen lassen in Deutschland, wenn man Posten von Rheimetall (Dirk Niebel) annimmt, oder von Baufirmen, Mafia Geldwäsche Banken, VW, RWE bis zu Heckler & Koch.
13.08.2019 16:07 |

Korruption um Casinos

Razzien bei Novomatic und auch Strache!

Die Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat am Montag unter anderem bei Ex-Vizekanzler und Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sowie Ex-FPÖ-Klubchef Johann Gudenus Hausdurchsuchungen durchgeführt. Das bestätigten Insider der „Kronen Zeitung“. Ein WKStA-Sprecher sprach offiziell von Razzien, nannte aber weder Namen noch Standorte. Hintergrund für die Aktion dürfte die höchst umstrittene Bestellung des FPÖ-Bezirksrates Peter Sidlo in den Vorstand der Casinos Austria AG (CASAG) sein. „Die neue Parteiführung, aber auch die FPÖ stehen damit in keinerlei Zusammenhang“, betonten die Freiheitlichen. Die ÖVP forderte rasche Aufklärung „über den angeblichen Deal zwischen Novomatic und der FPÖ“.

Wie die Staatsanwaltschaft auf Anfrage gegenüber krone.at erklärte, gehe es um den Verdacht der Bestechung und Bestechlichkeit. Beschuldigt seien sechs Personen und ein Unternehmen. Es habe „mehrere Hausdurchsuchungen“ in zwei Bundesländern gegeben. Der Sprecher blieb vage: „Es geht um den Verdacht, dass zwischen Verantwortlichen eines Glücksspielunternehmens und Amtsträgern der Republik Österreich im Gegenzug für die Besetzung eines bestimmten Kandidaten einer Aktiengesellschaft die parteiische Vergabe von Glücksspiellizenzen vereinbart wurde.“ Auskünfte über Personen gab man nicht, da die Causa „ein Verschlussakt ist und daher strenger Vertraulichkeit unterliegt“.

„Es gab Ermittlungshandlungen im Haus“
Patrick Minar, Kommunikationschef bei den Casinos Austria, bestätigte auf Anfrage, dass „es am Montagnachmittag Ermittlungshandlungen im Haus gegeben hat“. Peter Sidlo sei dabei im Zusammenhang mit seiner Bestellung zum Finanzvorstand der Casinos Austria befragt worden. Die Razzia sei aufgrund einer „anonymen Anzeige“ gegen die Person Sidlo, nicht aber gegen das Unternehmen, erfolgt, erklärte er im Telefonat mit krone.at. Die teilstaatlichen Casinos Austria seien nicht Gegenstand der Ermittlungen, betonte Minar.

Personalbesetzung in „massiv schiefem Licht“
Laut Angaben des NEOS-Abgeordneten Sepp Schellhorn, der diesbezüglich im Mai eine parlamentarische Anfrage an (Ex-)Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) stellte, soll Sidlo mit dem FPÖ-Kurzzeit-Finanzreferenten und Nationalrat Markus Tschank sowie dem Sprecher des Novomatic-Konzerns, Bernhard Krumpel, eine gemeinsame Firma unterhalten haben: die Mitte 2018 liquidierte Polimedia GmbH. Seine operative Tätigkeit ebendort hat Krumpel eigenen Angaben zufolge Ende 2016 beendet – also noch bevor er mit 2017 bei der Novomatic eingestiegen ist.

Zur Erklärung: Die Novomatic ist sowohl Konkurrentin der Casinos Austria als auch Minderheitsaktionär des teilstaatlichen Konzerns. Schellhorn kritisiert, dass diese Verbindungen die Personalbesetzung „in ein massiv schiefes Licht“ rücken und verlangte daher von Löger Aufklärung darüber, wie die Berufung Sidlos zustande kam – insbesondere, ob es Interventionen der FPÖ für ihn gab.

Angeblich Absprachen zwischen Novomatic und ÖVP/FPÖ
Laut „Standard“ sollen der Polizeiaktion Vorwürfe um eine ÖVP/FPÖ-Vereinbarung zugrunde liegen, den Wiener FPÖ-Bezirksrat Peter Sidlo auf einem Ticket von Casinos-Austria-AG-Miteigner Novomatic in den Vorstand der CASAG entsendet zu haben. Im Gegenzug soll die FPÖ – so die Vorwürfe – Entgegenkommen bei etwaigen Gesetzesänderungen beim kleinen Glücksspiel nach der Wiener Wahl signalisiert haben: Ex-Finanzstaatssekretär Hubert Fuchs (FPÖ) werde ebenso als Beschuldigter geführt wie Heinz-Christian Strache, Johann Gudenus und Novomatic-Eigentümer Johann Graf. Die Beschuldigten hätten die Vorwürfe bislang bestritten.

In Russland, wurden die Novomatic Banden vor Jahren dicht gemacht

Novomatic in Schweiz durch Russen geplündert – Mitten im Bieterverfahren um Casino Zürich

(Wien, im Mai 2011) In Wien herrscht betretenes Schweigen. Keine Pressemitteilung auf der sonst so breit aufgestellten Jubelhomepage des Glücksspielkonzerns Novomatic. Die Vorwürfe kommen auch zur Unzeit. Denn aktuell ist die Lizenz für das Casino Zürich ausgeschrieben und Novomatic will … Weiterlesen

 

Casinos Austria: Der Skandal, der alle betrifft

Hausdurchsuchungen und Chatprotokolle zur Postenvergabe bei den Casinos Austria scheinen gerade die Weichen zu einem neuen U-Ausschuss zu stellen. Doch wenn wir tiefer in die Materie eindringen, merken wir, dass es beileibe nicht nur um die vergangene türkisblaue Regierung gehen muss. An der Spitze der Casinos Austria stand über Jahrzehnte der 2015 verstorbene Leo Wallner, der auch mit Martin Schlaff im Geschäft war. Seinen Nachfolger Karl Stoss finden wir jetzt bei der Signa Holding von Rene Benko, in die auch Johann Graf vom CASAG-Anteilseigner Novomatic investiert. Glücksspiel ist in Österreich eng mit dem Sport verflochten und da wiederum mit bekannten Namen, wie wir noch sehen werden. Zunächst aber ein paar Basics zur CASAG: „Die Casinos der am 3. Jänner 1934 in Laxenburg konstituierten, am 5. Jänner 1934 protokollierten Österreichischen Casino A.G. wurden 1967 von der Österreichischen Spielbanken AG (1985 umbenannt auf Casinos Austria AG) übernommen. Das Unternehmen gilt als einer der größten österreichischen Steuerzahler. Zur weltweit tätigen Casinos Austria Gruppe gehören derzeit 12 Casinos in Österreich sowie über das Tochterunternehmen Casinos Austria International (CAI) 31 Glücksspielbetriebe in 13 Ländern (24 Landcasinos, 4 Schiffcasinos und ein VLT-Standort).

Im Jahr 2017 wurden Netto-Spielerlöse von 330,14 Millionen Euro in Österreich erzielt. Der Konzern beschäftigt in Österreich 1.890 und außerhalb Österreichs 1.623 Mitarbeiter.“ Die CASAG muss mit der Zeit gehen: „Das Spielverhalten der Gäste hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Wie überall in der europäischen Glücksspielbranche nimmt die Bedeutung des Lebendspiels (also an Spieltischen mit einem Croupier) ab, wogegen die Umsätze bei Spielautomaten sowie im Internet steigen. Casinos Austria hat auf diese Entwicklung mit einer doppelten Strategie reagiert. Zum einen verstärkt die Marketingstrategie den Erlebniswert des Casinobesuchs mit Dinnermenüs und Veranstaltungsrahmen. Zum anderen bieten Casinos Austria und Österreichische Lotterien über die gemeinsame Tochterfirma win2day ebenfalls Online-Spiele im Internet an. win2day ist das einzige in Österreich konzessionierte Online-Glücksspiel-Portal und gehört mit einem Umsatz von 1,613 Milliarden Euro 2017 (1,536 Milliarden im Jahr 2016) zu den Wachstumssegmenten des Konzerns.“

Aktueller Tweet

Die Aktionärsstruktur 2015 beschreibt Wikipedia so: 38,29 % Medial Beteiligungs-GmbH; 33,24 % Österreichische Beteiligungs AG; 17,19 % Novomatic AG; 5,97 % Sonstige Aktionäre (u. a. MTB Privatstiftung, Privatstiftung Josef Melchart, Leo Wallner); 5,31 % Bankhaus Schelhammer & Schattera. Dann gab es jedoch Veränderungen: „Seit dem 15. Jänner 2018 ist die tschechische Sazka-Gruppe mit insgesamt 34 Prozent der Aktien größter Aktionär der Casinos Austria AG. In einer außerordentlichen Hauptversammlung genehmigten die Aktionäre einen Zukauf von jenen 22,7 Prozent, die von Leipnik-Lundenburger und Uniqa stammten. Davor war die Sazka-Gruppe bereits mit elf Prozent an der CASAG beteiligt. Laut der Rechercheplattform Addendum wurden außerdem von der Sazka-Gruppe Vorverträge mit Novomatic und dem Bankhaus Schelhammer & Schattera für eine Übernahme von insgesamt rund 61 Prozent der Anteile unterschrieben. Novomatic gab allerdings an, seinen 17-Prozent-Anteil an den Casinos nicht verkaufen zu wollen.“ Man beachte, dass Ex-CASAG-Direktor Karl Stoss im Jahr 2014 Rene Benko, Beny Steinmetz und Alfred Gusenbauer beteiligen wollte: „Dem staunenden CASAG-Aufsichtsrat habe Stoss von der Existenz eines Konsortiums berichtet, das bereit sei, ein verbindliches Angebot für eine Mehrheitsbeteiligung an den Casinos zu unterbreiten.

OÖC-Jahresbericht 2009/10: Abend mit Benko

Mittlerweile sickerten auch die Namen durch: Es handelt sich um den jungen Tiroler Immobilien-Tycoon René Benko, dessen Freund, den israelischen Diamantenmilliardär Benny Steinmetz und den ohnehin bereits – als außenpolitischer Berater von ÖVP-Außenminister Sebastian Kurz sowie Einflüsterer der Regierungen in Kasachstan und Serbien – schon ziemlich ausgelasteten SP-Altbundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer. Gusenbauer sitzt zudem im ‚Board of Directors‘ des kanadischen Bergbaukonzerns ‚Gabriel Ressources‘, in dem Steinmetz Großaktionär ist. Steinmetz und Benko gründeten im Vorjahr ein Joint Venture und erwarben gemeinsam die 17 deutschen Karstadt-Kaufhäuser sowie das Berliner KaDeWe. Casino-Boss Stoss wiederum sitzt – wie auch Gusenbauer – im Beirat von Benkos ‚Signa Holding‘.“ Im oben erwähnten Jahresbericht des Österreichischen Olympischen Comités wird zunächst Leo Wallner als Vorstand genannt und die heutige CASAG-Direktorin Bettina Glatz-Kremsner als Rechnungsprüferin; Schirmherr war seit seiner Wahl 2004 Bundespräsident Heinz Fischer. Ab Dezember 2009 fungiert Karl Stoss als Präsident, während Wallner Österreich im IOC vertritt; Vizepräsident Paul Schauer nahm sich heuer das Leben, als er wegen Förderbetrug im Schwimmverband vor Gericht stehen sollte. Man konnte Wallner, Stoss und Benko auch bei Events gemeinsam antreffen, etwa 2009 bei den Bregenzer Festspielen.

Hartwig Löger als Kanzler für wenige Tage

Weil Heinz Christian Strache auf Ibiza behauptete „Novomatic zahlt alle!“ und es dann Hausdurchsuchungen zur Postenvergabe bei der CASAG aufgrund einer anonymen Anzeige gab, steht auch Ex-Minister Hartwig Löger in der Kritik. Es wurden Chatprotokolle an „Presse“ und „Falter“ geleakt, aus denen hervorgeht, dass er einem Deal mit der FPÖ zustimmte, durch den Peter Sidlo in den CASAG-Vorstand gelangte, der auch einmal bei der Conwert war. Wenn wir wieder in der Zeit zurückgehen, fällt eine Notiz aus dem Wahlkampffinish 2006 auf, die sich auf einen Besuch Gusenbauers beim bulgarischen Staatspräsidenten Georgi Parwanow im Jahr davor bezog: „Die SPÖ dementierte das Gerücht, dass Gusenbauer im Jet des Geschäftsmannes Martin Schlaff unterwegs gewesen sei. Gusenbauer habe die AUA benutzt, Tickets lägen vor, so die SPÖ. Schlaff ist zentrale Person im Mobiltel-Deal, den er mit der Bawag und dem Industriellen und Ex-ÖVP-Chef Josef Taus durchgezogen hatte. Es war Schlaffs Privat-Jet, mit dem Kanzler Schüssel im März 2005 auf Kosten der Bawag nach Sofia gereist war…………

Welch ein Zufall aber auch, dass gerade Bundespräsident Alexander Van der Bellen Präsident Alexander Lukaschenko in Wien empfangen hat…..

https://alexandrabader.wordpress.com/2019/11/19/casinos-austria-der-skandal-der-alle-betrifft/

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