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Clencore: Steuervermeidungspraktiken, der Privatisierungs Mafia, rund um die Weltbank

November 23, 2020

Identische Projekte Weltweit, durch Betrugs Bilanzen, Steuer Optimierung, bezahlt man in keinem Land Steuern, mit Ausnahme, wenn man Festpreise, pro Tonne, Öl Fass abgemacht hat. Und Weltweit Umwelt chäden ohne Ende. Kurz gesagt: Man bezahlt Nichts plündert die Länder aus, beteiligt den Regierungs Chef, max. über Sonder Verträge, oder Tochter Firmen, oder Kredite der KfW, oder Weltbank, bis zum IMF Geld, was ebenso gestohlen wird. Nun wurde die Tochterfirma, von Clencore enteignet, wegen Steuerschulden.

Glencore Sambia

© oecd

Steuerstrafe für Glencore in Sambia

OECD gegen Glencore

Markus Mugglin / 14. Nov 2020 – Die OECD vermiest die PR-Show von Glencore in der NZZ mit der Publikation von Steuertricks des Konzerns in Sambia.

«Wir sind transparent», «halten uns an hohe internationale Standards», «helfen in Entwicklungsländern, das Leben der dort lebenden Personen zu verbessern». Auf zwei Seiten durfte Ivan Glasenberg in der NZZ sein Eigenlob über den von ihm geführten Bergbaukonzern Glencore ausbreiten. Doch kaum war das Interview am Donnerstag online gestellt, wurde der Wohlfühlmoment des Konzerns gestört. Störenfried war aber nicht etwa eine Nicht-Regierungsorganisation. Ausgerechnet die ideologisch unverdächtige OECD, in der die reichen Nationen der Welt zusammengeschlossen sind, rückte das von Glasenberg gezeichnete Bild eines korrekt Steuer zahlenden Konzerns ins Zwielicht.

Die Schlagzeile «Bahnbrechender Sieg am Obersten Gerichtshof in Sambia» auf der Webseite «OECD development matters» richtete den Verdacht noch nicht auf Glencore. Doch im Text darunter wird schnell klar. Verloren vor dem Gerichtshof hat Glencore bzw. seine sambische Tochtergesellschaft Mopani Copper Mining. Sie wurde mit einer Steuernachzahlung von 240 Millionen Kwacha (13 Millionen US-Dollar) gebüsst.

Preise auf Kosten der Steuerabgaben manipuliert

Das Vergehen liegt in der Preisgestaltung für Kupfer, das die sambische Tochtergesellschaft an ihre Aktionärsfirma Glencore in der Schweiz verkauft hat, heisst es im OECD-Text. Diese hatte Kupfer an Glencore zu einem «erheblich niedrigeren Preis» verkauft als bei ähnlichen Verkäufen an andere Kunden. Das ermöglichte eine konzerninterne Gewinnverschiebung weg aus Sambia. Mopani Coppers Einnahmen fielen geringer aus als bei Verkäufen zu marktüblichen Preisen. Weniger Einnahmen in Sambia bedeuten aber auch weniger Steuerzahlungen an den sambischen Staat.

Für die OECD und ihre Spezialabteilung Steuerpolitik und Administration ist der Fall Mopani Copper Mining – Glencore geradezu ein Modellfall für die Debatte über Steuervermeidungspraktiken internationaler Konzerne. Sie würden systematisch die Unterschiede zwischen den Steuersystemen verschiedener Länder ausnützen. Dadurch gingen weltweit jährlich zwischen 100 und 240 Milliarden Dollar Steuereinnahmen verloren. Das entspreche zwischen vier und zehn Prozent der von den international operierenden Konzernen bezahlten Steuern.

Das will man nicht länger hinnehmen. Das Urteil des sambischen Obersten Gerichtshofs gegen Glencore wird deshalb als «bahnbrechender Sieg» gewertet. «Es sende eine Botschaft über Sambia hinaus», frohlockt man bei der OECD, die im Kampf gegen Steuervermeidung mit dem Afrikanischen Steueradministrations-Forum und anderen internationalen Foren kooperiert. Die jetzt veröffentlichte Fall-Studie zu Glencore soll nur der Anfang sein. Weitere Fallstudien zu Praktiken in anderen Ländern folgen demnächst. Sie sollen zeigen, dass man Ernst machen will im Kampf gegen die illegitimen Gewinnverschiebungen und Steuervermeidungspraktiken international verschachtelter Konzerne……

https://www.infosperber.ch/Artikel/Wirtschaft/OECD-gegen-Glencore

Kategorien:Europa, Geo Politik Schlagwörter: , ,
  1. Februar 9, 2021 um 7:08 pm

    Stollen1
    Mine Porco in Bolivien: Wo Glencore einfach wegschaut

    Timo Kollbrunner/Public Eye / 7. Feb 2021 Eine «Public Eye»-Recherche belegt: Unter unmenschlichen Bedingungen werden in einer Glencore-Mine Zink, Blei und Silber abgebaut.
    https://www.infosperber.ch/umwelt/rohstoffe/mine-porco-in-bolivien-wo-glencore-einfach-wegschaut/

    • balkansurfer
      September 23, 2022 um 8:10 pm

      „Ich nehme meinen Prozentsatz“: Kongolesischer Präsidentenberater bei Verhandlungen über korrupten Mineralhandel auf Tonband erwischt
      Bildnachweis: James O’Brien/OCCRP
      von Clément Fayol, Antoine Harari und Pete Jones (OCCRP)
      15. September 2022
      Auch herausgegeben von unserem Partner Le Temps (Schweiz, auf Französisch ).

      Videos von einer offensichtlichen verdeckten Operation zeigen, wie der hochrangige kongolesische politische Berater Vidiye Tshimanga gegen eine Kürzung Zugang zu den Mineralien des Landes anbietet. Die Macher der Videos haben sich geweigert, sich zu identifizieren.
      Wichtige Erkenntnisse

      Der kongolesische Präsidentenberater Vidiye Tshimanga versprach, im Gegenzug für eine Beteiligung an einem Joint Venture Bergbaulizenzen für Investoren zu gewinnen.
      Tshimanga beschreibt, wie er seinen Anteil hinter Proxys und Offshore-Firmen verstecken konnte.
      Die Personen, die die Videos aufgenommen haben, weigerten sich, sich auszuweisen, und erweckten den Verdacht, dass sie für eine Industriespionagefirma arbeiten.

      An einem heißen Tag im vergangenen Juli verließ Vidiye Tshimanga, einer der engsten Berater des Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo, sein Luxushotel im gehobenen Londoner Viertel St. James, stieg in ein Uber und fuhr die kurze Strecke nach Hide. ein mit einem Michelin-Stern ausgezeichnetes Restaurant, das von der Jetset-Elite der Stadt besucht wird.

      Seine verschwenderische Reise war von einem Mann und einer Frau bezahlt worden, die behaupteten, für ein in Hongkong ansässiges Konglomerat zu arbeiten, das sich für kongolesische Mineralien interessiert. Während eines Videoanrufs im Vormonat hatte Tshimanga seine Verbindungen zu Präsident Félix Tshisekedi beschrieben. Dann luden die beiden ihn zu einem Treffen in London ein.
      Screenshot einer geheimen Aufnahme von Vidiye Tshimanga

      Aber das waren keine gewöhnlichen Investoren. Im Laufe von drei Treffen, online und persönlich, nahm das Paar Tshimanga heimlich auf, als er damit prahlte, wie nahe er dem kongolesischen Präsidenten stehe, und anbot, ihnen den Weg zu ebnen, um Bergbaulizenzen zu erhalten, Bürokratie abzubauen und „zu schützen “ sie von Bestechungsgeld suchenden Beamten – im Austausch für eine Beteiligung an einem potenziell lukrativen Joint Venture.

      Er beschrieb, wie er seine Beteiligung an Proxys und undurchsichtigen Offshore-Trusts abschirmen konnte. Einmal schien er sogar anzudeuten, dass er im Namen des Präsidenten arbeite.

      „Wenn ich [den Präsidenten] etwas frage, gibt er“, sagte Tshimanga auf Englisch.

      In einem anderen Clip wurde Tshimanga gefragt, wer mit den Investoren zusammenarbeiten würde.

      „Ich“, antwortete Tshimanga. Der Investor fragte dann, ob der Präsident oder ein Minister beteiligt wäre. „Ich bin der Präsident“, sagte Tshimanga und fügte hinzu: „Der Präsident macht keine Geschäfte.“

      „Natürlich nicht direkt“, antwortete der Investor, woraufhin Tshimanga nickte.

      An einer anderen Stelle in den Videos prahlte Tshimanga damit, von einem Geschäftsmann, der angeblich geholfen hatte, eine Ölkonzession zu sichern, in einem Hubschrauber nach Paris geflogen worden zu sein. Der Geschäftsmann „kommt mit 200 Millionen“, sagte Tshimanga.

      Als er später mit Reportern sprach, bestritt Tshimanga Fehlverhalten, machte sein schlechtes Englisch für einige belastende Äußerungen verantwortlich und behauptete, er habe die angeblichen Investoren in die Irre geführt. Er sagte, er werde von Feinden hereingelegt, und listete einige mögliche Feinde auf, die möglicherweise die Regierungspolitik untergraben wollten, die ihren Interessen geschadet hatte.

      “I Will Take My Percentage”: Congolese Presidential Adviser Caught on Tape Negotiating Corrupt Mineral Deal
      Credit: James O’Brien/OCCRP
      by Clément Fayol, Antoine Harari, and Pete Jones (OCCRP)
      15 September 2022
      Also published by our partner Le Temps (Switzerland, in French).

      Videos from an apparent sting operation show high-ranking Congolese political adviser Vidiye Tshimanga offering access to the country’s minerals in exchange for a cut. The makers of the videos have refused to identify themselves.
      Key Findings

      Congolese presidential adviser Vidiye Tshimanga promised to win mining licenses for investors in return for a stake in a joint venture.
      Tshimanga describes how he could hide his share behind proxies and offshore companies.
      The people who taped the videos refused to identify themselves, raising suspicions they work for an industrial espionage firm.

      On a hot day last July, Vidiye Tshimanga, one of the closest advisers to the president of the Democratic Republic of Congo, left his luxury hotel in London’s upscale St. James neighborhood, hopped in an Uber, and rode the short distance to Hide, a Michelin-starred restaurant frequented by the city’s jetset elite.

      His lavish trip had been paid for by a man and woman who claimed to work for a Hong Kong-based conglomerate interested in Congolese minerals. During a video call the previous month, Tshimanga had described his connections to President Félix Tshisekedi. Then the pair invited him to meet in London.

      In 2020 French whistleblower protection group PPLAAF published a report accusing Israeli minerals tycoon Dan Gertler of evading sanctions. The group was subjected to anonymous online smears and its founder secretly recorded. Whoever was behind the campaign “did not hesitate to use pirate recordings, cheap film [edits] and blackmailing via lawyers,” PPLAAF director Henri Thulliez said.

      https://www.occrp.org/en/investigations/i-will-take-my-percentage-congolese-presidential-adviser-caught-on-tape-negotiating-corrupt-mineral-deal

  2. sum
    Dezember 2, 2022 um 2:21 pm

    Glencore Ordered to Pay £280M for Bribery Scandal Across Africa

    Print article
    Published: 04 November 2022
    Written by Henry Pope

    Glencore Energy UK Ltd will pay the equivalent of US$313.7 million after a court found that the company paid $29 million in bribes to state-owned companies across Africa in order to gain preferential access to the continent’s oil reserves, the UK’s Serious Fraud Office (SFO) reported Thursday.

    open-pit-miningGlencore, a titan in the natural resource industry, will pay £280.9 million for its role in a years-long bribery scandal that spanned across Africa. (Photo: S. Hermann / F. Richter, Pixabay, License) It’s the highest financial penalty in U.K. history, officials said.

    Glencore, one of the world’s largest natural resource companies, pleaded guilty to five counts of bribery and two counts of failure to prevent bribery as part of a conspiracy to secure access to oil in Cameroon, Equatorial Guinea, Ivory Coast, Nigeria and South Sudan.

    “For years and across the globe, Glencore pursued profits to the detriment of national governments in some of the poorest countries in the world,” said SFO Director Lisa Osofsky. “The company’s ruthless greed and criminality have been rightfully exposed.”

    The SFO investigation, launched in 2019, uncovered through text messages and audits that the company used a network of “well-connected local agents” across Nigeria, Equatorial Guinea, and the Ivory Coast “to funnel bribes into state-owned oil companies and government ministries.” These bribes were masqueraded as service fees, signing bonuses, or success fees in official financial reports in order to conceal their illegality.

    Further digging revealed that, in August 2011, two Glencore executives entered South Sudan via private jet carrying $800,000 in cash. The withdrawal records for the money stated its purpose was to open a new office in-country; in actuality, it was handed off to officials in the newly formed government.

    Altogether, between 2012 and 2015, Glencore siphoned $8.2 million in cash through the South Sudan government, all written off as “office expenses”. This is in addition to the $5.5 million of “service fees” withdrawn in cash by a Nigerian agent, who smuggled the funds into Cameroon via multiple private jet trips, in order to bribe officials in the country’s national oil and gas companies, according to the SFO report.

    The bribes ultimately gave the mining titan preferential access to the five countries’ oil reserves and maximized its oil trading profits throughout the African continent.

    “Bribery is a highly corrosive offence,” said Justice Fraser of the UK’s Southwark Crown Court. “It quite literally corrupts people and companies, and spreads like a disease.”

    “The conduct that took place was inexcusable and has no place in Glencore,” said Chairman Kalidas Madhavpeddi, who added that the company is committed to “operating transparently under a well-defined set of values, with openness and integrity at the forefront.”
    ………
    Back in May, the company pleaded guilty in U.S. court and agreed to pay $1.1 billion as penance for its bribery and market manipulation conspiracies. U.S. Attorney Damian Williams remarked how Glencore paid bribes “to make lawsuits disappear” and “to avoid government audits” in a scheme that he could only describe as staggering.

    And in the same month, Glencore further agreed to pay just under $40 million to Brazilian authorities as part of a resolution with the country’s Federal Prosecutor’s Office, according to a company statement.

    https://www.occrp.org/en/daily/16987-glencore-ordered-to-pay-280m-for-bribery-scandal-across-africa

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