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Georg Soros Blöd Tussi: Ulrike Guérot: mit Professorwürde ohne Habilitation

Juni 7, 2022
Die peinliche Tussi, Sturzdumm flog raus update. 17-9-2022 „Von den Werten der wissenschaftlichen Gemeinschaft entfernt“ – NDR schmeißt Ulrike Guérot aus Jury
Der NDR hat die Politologin Ulrike Guérot aus der Sachbuchpreis-Jury geworfen. Grund dafür sei, dass sie sich „von unseren Werten entfernt habe“. Guérot hat die Mail, die über ihren Rauswurf informierte, nun in den sozialen Medien geteilt.
Typisch Georg Soros Verblödung, wie A. Baerbock, Susanne Baer und Tausend Andere

Die zwei Gesichter der Ulrike Guérot – im 57. Lebensjahr entdeckte sie die Freiheit?

  • 07. Juni 2022
Bild: Von Európa Pont – EUT3, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=70143178
Große Teile des Widerstands sind voller Ehrfurcht erstarrt. Die „große“ Mainstream-Autorin Ulrike Guérot, geborene Hammelstein, kämpft für Grundrechte und gegen Corona-Maßnahmen, während sie von TV und Zeitungen systematisch fertig gemacht wird. Wer sich dafür interessiert, was die Dame bis zu ihrem 56. Lebensjahr getan hat, wird vielleicht noch mehr Grund zum Staunen haben – sie saß in Soros‘ ECFR, sprach vor dem WEF und erklärte als Testimonial der Deutschen Bank, man müsse endlich die Nationalstaaten abschaffen. Ein Kommentar von Willi Huber Wer die Vergangenheit eines Menschen kennt, hat zumindest eine Werkzeugkiste an Argumenten, um sein aktuelles Handeln zu beurteilen. Man denke an Wolodymyr Zelenskyj, Multimillionär, Freund der Oligarchen und kolportierterweise schwerst korrupter Ex-Fernsehkomiker, der jetzt den „guten Verteidiger der Ukraine“ mimt. Das könnte man ihm vielleicht ein paar Minuten lang glauben, wenn man die Vorgeschichte nicht kennt. Ich glaube ihm nicht. Ähnliche Alarmsirenen schrillen bei mir, wenn ich Frau Ulrike Guérot betrachte. Ihr Lebenslauf ist erstaunlich, dass sie trotzdem die Herzen vieler Menschen im Widerstand erreichen konnte ebenso. Ihre ach so differenzierten und gewählt-kritischen Aussagen zur angeblichen Corona-Pandemie als auch ihre nicht mainstreamtaugliche Meinung zum Ukraine-Konflikt klingen für mich hohl. Viele Mitmenschen haben allerdings auch keine Ahnung davon, was Frau Guérot früher so alles gemacht hat. Betrachten wir zunächst ihr Werbevideo aus dem Jahr 2018, welches sie für die Deutsche Bank aufnahm. Darin erklärte sie, wofür sie seit Jahren in Büchern und bei Auftritten kämpfte: Die totale Selbstaufgabe der europäischen Nationen und Völker in die Beliebigkeit des Globalismus. Ein Moloch-Staat soll anstelle der über Jahrtausende gewachsenen Länder treten und alles regeln. Wir werden etwas später erfahren, nach welchen Kriterien die Meinungsbildung bei Frau Guérot stattfindet – sie werden staunen!

Teilnahme und Beitrag zum Weltwirtschaftsforum (WEF)

Frau Guérot wird in der Sektion „People“ des Weltwirtschaftsforum geführt, an dem sie im Jahr 2019 teilnahm. Das ist kein besonderes Geheimnis – wie alle anderen Informationen in diesem Artikel kein Geheimnis sind – man kann dies auch in ihrem offiziellen Lebenslauf nachlesen. Guérot sprach dort zum Thema „A New Agenda for Europe“ – „eine neue Agenda für Europa“ und ein zweites mal zum Thema „Averting ‚Peak Europe‘“ – „Verhinderung eines ‚Europa – Scheitelpunktes’“. Mit dem WEF dürfte sie sich schon länger beschäftigt haben, 2018 kritisierte sie beispielsweise Angela Merkels Auftritt ebendort, er wäre nicht konkret und überzeugend genug gewesen – in Hinblick auf ihr Lieblingsprojekt, ein Großeuropa ohne Nationalstaaten.
Und da konnte man gestern schon sehen, dass Macron, Frau Merkel, Gentiloni, Trudeau übrigens auch natürlich, der kanadische Premierminister, im Grunde die Viererriege waren, die gesagt haben, wir stellen uns dagegen, wir brauchen weiter ein offenes Weltsystem, Weltwirtschaftssystem, aber vor allen Dingen auch ein offenes politisches System. Das ist auch alles gut gewesen. Ulrike Guérot, Deutschlandfunk, Jänner 2018
Nun könnte man sagen, das wären einmalige Ausrutscher und abgesehen davon muss man ja das Gespräch suchen, miteinander zu reden ist ja nicht falsch – auch nicht am Weltwirtschaftsforum. Was man dabei vergisst ist der Umstand, dass dorthin keine Gegenstimmen eingeladen werden – wer dort auftritt ist handverlesen und trägt zur gewünschten Agenda bei. Dies ist das logische Resultat aus dem Lebenswerk der Frau Guérot, wie in weiterer Folge dargestellt wird.

Tief verwurzelt im Netzwerk des George Soros

Weitaus intensiver als die Kontakte zu Klaus Schwab und dessen Weltherrschafts-Elige ist Guérots Verbindung zu George Soros. Während man dem österreichischen Ex-Kanzler Kurz vorwirft, in irgendeinem Gremium des ECFR Mitglied gewesen zu sein, was meiner Ansicht nach nicht viel bedeutet, war Guérot gleich einmal Gründerin und Diektorin des Berliner Büros des ECFR – und das von 2007 bis 2013. Darauf folgte die Tätigkeit als „Senior Associate“ in Soros‘ Open Society Initiative for Europe. In der NZZ wird sie als „Freundin von George Soros“ bezeichnet. Man könnte meinen, sie agiere auch im Rahmen des „European Democracy Lab“ als Statthalterin des Multimilliardärs und angemaßten Weltenlenkers. Dabei handelt es sich um einen Think Tank, der die vereinigten Staaten von Europa vorantreiben und zur Umsetzung bringen soll. Das Geld für diese NGO, deren Homepage aus einer Huldigung für Guérot und ihre Bücher besteht, stammt von George Soros „Open Society Foundation“, „Between Bridges Foundation“ und „Bundeszentrale für Politische Bildung“. Sie alle standenn icht „bis 2020“ als Unterstützer und Partner auf der Seite, sie stehen es bis heute. Lesenswert in diesem Zusammenhang ist eine Analyse von Hadmut Danisch, „Ulrike Guérot und die ‚Republik Europa’“. Darin hält er fest:
Da zieht’s einem schier die Socken aus, von Inhalt wie Gestik und Auftreten. Wie kommt eine IHK dazu, solche Leute auftreten zu lassen? Das muss man sich mal anschauen, das glaubt man sonst nicht. Das ist so ein richtig totalitäres, „marxfaschistisches” System, sie tritt quasi als Statthalterin von Soros auf, und damit werden Politiker, Journalisten, Öffentlichkeit beeinflusst.
Die Rede ist von Guérots Vortrag aus dem Jahr 2016, den man sich hier zu Gemüte führen kann. Und ja, es ist ein besonderer Höhepunkt im Wirken der Dame, die sich inzwischen für kritisch und widerständig hält. Widerstand gegen ihre Vision des Großeuropas wäre nämlich eine Männlichkeitskrise, Kastrationsangst – und Europa sei eine Frau.

Professorwürde ohne Habilitation

Wer das System Österreich kennt, den schüttelt es, wenn er „Donauuni Krems“ hört. Die berufsbegleitende Uni ist für hohe Studiengebühren bekannt. Weiter möchte ich mich hier aus rechtlichen Gründen nicht aus dem Fenster lehnen. Spannend ist vielleicht dieser Auszug aus der Wikipedia: Von April 2016 bis August 2021 war Guérot Professorin an der Universität für Weiterbildung Krems und leitete dort das Departement Europapolitik und Demokratieforschung (DED). Bei ihrer Ernennung erkannte die Universität Krems ihre kumulierten Publikationen als eine der Habilitation gleichwertige Leistung an. Es ist bei gewissen Eliten inzwischen üblich geworden, eine Professur ohne Habilitation zu erhalten, man denke auch an „Professor“ Drosten. Seit September 2021 ist Guérot nun Professorin an der Universität Bonn.

Plagiate und erfundene Zitate

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https://report24.news/die-zwei-gesichter-der-ulrike-guerot-im-57-lebensjahr-entdeckte-sie-die-freiheit/?feed_id=17118
Über den Council on Foreign Relations (CFR) Die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik ist ein direkter „Kaktusableger“ des CFR
Kategorien:Europa Schlagwörter:
  1. navy
    Juni 7, 2022 um 7:30 pm

    Plagiate bei Ulrike Guérot
    Wirklichkeit à la Ulrike Guérot
    Die Bonner Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot ist eine Ikone der Querdenkerszene: Ihr gestörtes Verhältnis zur Wahrheit dokumentieren ungekennzeichnete Textübernahmen in ihrem Bestseller „Wer schweigt, stimmt zu“.
    Von Markus Linden
    Immer im Spektrum der Halbwahrheiten: Ulrike Guérot macht häufiger irreführende Aussagen bis hin zu Falschbehauptungen – und das oft in Talkshows, wo sie nicht überprüft werden können.
    Immer im Spektrum der Halbwahrheiten: Ulrike Guérot macht häufiger irreführende Aussagen bis hin zu Falschbehauptungen – und das oft in Talkshows, wo sie nicht überprüft werden können. Daniel Pilar

    Die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot wechselte zum Wintersemester 2021/22 von der Universität für Weiterbildung im österreichischen Krems an die Universität Bonn. Sie erhielt in Bonn einen Lehrstuhl für Europapolitik, obwohl sie seit vielen Jahren vorrangig als Publizistin in Erscheinung tritt, nicht als Wissenschaftlerin. An ihrer sowohl in „alternativen“ Medien wie in den Gesprächsformaten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks allgegenwärtigen Person scheiden sich die Geister. Kritiker der Pandemiebekämpfung sowie der Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland verehren sie als Ikone der Meinungsfreiheit. Mit dem Einsatz für die Meinungsfreiheit rechtfertigt sie selbst ihre Auftritte bei verschwörungsideologischen Portalen wie „Apolut“, „Rubikon“ oder „Punkt Preradovic“.

    Ihre polemische Kritik der Pandemiepolitik, die sie in die Nähe des Nationalsozialismus rückte, hat sie regelmäßig mit irreführenden Aussagen untermauert, im Spektrum von der Halbwahrheit bis hin zur eindeutigen Falschbehauptung. „Zwei Drittel der deutschen Schüler leiden inzwischen an Depressionen“, sagte sie am 21. Februar 2021 in einer Nachrichtensendung des ORF. Studien gibt es, aber die Zahl war erfunden. Oft trifft Guérot solche Aussagen in Talkshows, wo sie nicht überprüft werden können – so auch wieder vorgestern bei „Markus Lanz“ im ZDF, als sie sagte, sie wisse nicht, „welcher Krieg in den letzten Jahren oder Jahrzehnten irgendwie mal militärisch entschieden wurde“. Am 15. Dezember 2021 behauptete Guérot im österreichischen Fernsehen (Puls24), eine „vor einer Woche“ erschienene MIT-Studie belege, dass Impfgegner besser informiert seien als Impfbefürworter. Die Behauptung war falsch, denn die Studie sagt im Gegenteil, dass Impfgegner sich gerne wissenschaftlich geben und dabei mittels Statistiken eine trügerische Scheinobjektivität und dadurch Fake News verbreiten. Außerdem war die Studie viel älter. In derselben Sendung behauptete Guérot, die als „Demokratieforscherin“ vorgestellt wurde, das Europäische Parlament habe „gestern“ einen Opferfonds gegründet, und zwar für „die Impffolgen“. Auch das war falsch, denn es hatte lediglich eine französische Rechtspopulistin einen Antrag für einen solchen Fonds gestellt, und zwar schon einige Wochen vor der Sendung.

    Profilierung im Namen der Meinungsfreiheit

    https://zeitung.faz.net/faz/feuilleton/2022-06-04/f5b7b76b8b99418c8c4cc5ae6ec09c80/?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

  2. politiclor
    Juni 19, 2022 um 12:24 pm

    Blöd Tussi, ohne Beruf ist Programm

    Wie macht sie das?
    Hadmut
    19.6.2022 11:34

    Und warum hat sie so viel zu sagen?

    Im April noch fragte die EMMA zu Diana Kinnert:

    Diana Kinnert: CDU ganz anders

    Frau, jung, lesbisch, nicht biodeutsch – und dann auch noch mit Hut. Sie ist die CDUlerin, die so gar nicht nach CDU aussieht. Und obwohl sie weder Amt noch Macht hat, ist sie bekannter als dutzende CDU-PolitikerInnen, die beides haben. Wie macht Diana Kinnert das und warum hat sie so viel zu sagen?

    Gut, das wissen wir ja inzwischen. Wer viel plagiiert, hat dann eben auch viel zu sagen. Bringt mehr Durchsatz und Volumen, als selbst zu denken.

    Obwohl Kinnert derzeit weder Amt noch Macht besitzt, ist sie bekannter als dutzende CDU-PolitikerInnen, die beides haben. Sie ist Gast in Polit-Sendungen und auf politischen Veranstaltungen, sie wird von Medien nach ihrer Meinung zum Krieg gefragt. Hauptsächlich ist sie heute „Politikberaterin“ in Berlin, u. a. arbeitet sie im Team von Friedrich Merz mit an einem neuen Grundsatzprogramm für die CDU.

    Da könnte man sogar mal die Frage stellen, ob sie überhaupt ein Produkt der CDU ist, oder ob es nicht umgekehrt eine Einflussnahme unserer linksextremen Medien ist, die CDU auf links zu bügeln, indem man konservative, deutsche oder männliche Parteileute ignoriert oder negativ darstellt, und Leute wie Kinnert selektiv in die Talkshows setzt.

    Mir ist sowas damals schon bei den Piraten aufgefallen. Da gab es einen großen Haufen ziemlich schlauer und begabter, aber eben regierungskritischer Leute, die nie irgendwo erwähnt wurden. Dann kam Laura Sophie Dornheim („schwarzblond“), führte eine Gender-Gang an, die alles mit „Sexistische Kackscheiße!“ niederbrüllte, aber die saß dann beim Lanz, weil Lanz wenig denkt, jedenfalls wenig am Nordpol, aber auf Blondinen steht. Die wurde dann so als die Piratenrepräsentantin hingestellt.

    Man muss sich also schon die Frage stellen, inwieweit die Medien einen demokratie- und verfassungswidrigen Einfluss auf die Parteien ausüben, indem sie selektiv Parteimitglieder, und damit politische Strömungen innerhalb von Parteien, hochpumpen und niedermachen.

    Und auf diese Weise kann man die CDU dann nach linksaußen umformen, ohne sie überhaupt betreten zu haben. Weil der, der in den Medien auftaucht, an Einfluss und Wichtigkeit gewinnt.

    Und dann tun die Medien so, als wären sie für die Demokratie so wichtig.

    Und beim Stand unserer Medien muss man ja auch gar nichts mehr können. Migrantisch – weiblich – lesbisch – da hat man medial längst gewonnen, ohne auch nur einen Meter selbst denken zu müssen. Deutsch – männlich – hetero – weiß – Loser. Deshalb zählt die Abschreibende in den Medien mehr als die, bei denen sie abgeschrieben hat.

    Kinnert ist das Symptom unserer Medien, die sowohl die Fähigkeit, als auch den Willen verloren haben, noch die Spreu vom Weizen, den Hochstapler vom Befähigten zu trennen. Die Affinität der Schwindlerbranche zu den Schwindlern.

    Und der Brüller ist, dass die CDU, vor allem dann Profiteure der Medienschlacht, dann hintenrum wieder Danke sagen, indem sie zu Erhöhungen der Rundfunkbeiträge zustimmen.
    https://www.danisch.de/blog/2022/06/19/wie-macht-sie-das/

  3. politiclor
    Juni 21, 2022 um 3:20 am

    Gurken Truppe des ECFR

    Krieg spaltet
    Außenpolitik-Denkfabrik rechnet mit schwindender Zustimmung zum Ukraine-Krieg und warnt vor Spaltung der EU. Befürworter eines raschen Friedens bereits in relativer Mehrheit.
    21
    Jun
    2022

    BERLIN/ROM (Eigener Bericht) – Eine europaweit organisierte Denkfabrik mit Hauptsitz in Berlin warnt vor einer dauerhaften Spaltung der EU durch den Ukraine-Krieg. Wie der European Council on Foreign Relations (ECFR) in der Auswertung einer Umfrage konstatiert, die er in zehn Ländern Europas durchgeführt hat, lassen sich bereits heute zwei klar gegeneinander abgegrenzte Meinungsspektren in den Bevölkerungen identifizieren. Während eines verlangt, Russland müsse um jeden Preis eine Niederlage zugefügt werden, dringt das andere auf einen raschen Friedensschluss, auch wenn das Zugeständnisse der Ukraine voraussetzt. Ursache sind Befürchtungen, der Krieg werde negative Folgen für den Lebensstandard in ganz Europa haben und drohe zudem in einen Nuklearkrieg zu eskalieren. Der ECFR urteilt, dauere der Ukraine-Krieg an, dann könnten sich die Gewichte zugunsten der Befürworter eines Friedens verschieben; womöglich gerate gar die Einheit der EU in Gefahr. Eine sinkende Zustimmung zu Waffenlieferungen an die Ukraine wurde in Deutschland bereits im Mai verzeichnet. In Italien nehmen sogar öffentliche Proteste dagegen zu.
    Polarisierte Bevölkerungen

    Die Ergebnisse der Umfrage, die der European Council on Foreign Relations (ECFR) in der vergangenen Woche veröffentlicht hat, lassen bezüglich des Ukraine-Krieges eine deutliche Spaltung in der Bevölkerung der europäischen Staaten erkennen. Wie der ECFR schreibt, lassen sich zwei große Spektren voneinander abgrenzen. Eines – der Think-Tank bezeichnet es mit dem Begriff „Gerechtigkeit“ – stellt das Streben, Russland eine Niederlage zuzufügen, in den Mittelpunkt und macht sich mehrheitlich dafür stark, auch dann die Aufrüstung zu priorisieren, wenn dies empfindliche Einschnitte bei den Ausgaben etwa für Gesundheit und Bildung erforderlich macht. Es ist am stärksten in Polen verankert, umfasst aber in den zehn Staaten Europas, in denen die Umfrage durchgeführt wurde [1], lediglich 22 Prozent der Bevölkerung. Ihm steht ein Spektrum gegenüber, das der ECFR mit dem Begriff „Frieden“ etikettiert; es schreibt die Schuld am Ukraine-Krieg zwar auch eindeutig Moskau zu und plädiert in der Mehrheit für eine wirtschaftliche Trennung von Russland, fordert allerdings raschen Frieden – dies auch dann, wenn die Ukraine dafür Zugeständnisse machen muss.[2] Diesem Spektrum ordnet der ECFR durchschnittlich 35 Prozent der Bevölkerung zu. Es ist am stärksten in Italien vertreten.
    Steigender Druck

    Neben diesen zwei Spektren identifiziert der ECFR in den Ergebnissen seiner Umfrage ein drittes, das er „Wechselwähler“ nennt; es kommt auf 20 Prozent der Bevölkerung. Seine Haltung gegenüber Russland ist oft von noch heftigerer Ablehnung gekennzeichnet als die Haltung des „Gerechtigkeits“-Spektrums; allerdings teilt es nicht dessen „moralische Entrüstung“ und dessen „Eskalationsziele“.[3] Stattdessen fürchtet es, ein lange anhaltender Krieg werde Europa und seine Bevölkerung teuer zu stehen kommen; bezüglich der Frage, wie intensiv die Ukraine mit Waffen beliefert und wie sehr Europa insgesamt aufrüsten soll, befindet es sich nahe dem „Friedens“-Spektrum. Mit ihren Befürchtungen stehen die „Wechselwähler“ für rund drei Fünftel der Bevölkerung: 61 Prozent haben Angst, der Krieg könne zu einem Atomkrieg eskalieren; ebenfalls 61 Prozent haben Sorge, die Kosten für die Lebenshaltung, insbesondere die Energiepreise, würden weiter steigen. Der ECFR urteilt, einerseits werde der Druck auf die „Wechselwähler“ steigen, sich ganz auf die eine oder die andere Seite zu schlagen; andererseits sei es nicht unwahrscheinlich, dass sie sich, falls die Sanktionen Russland nicht in die Knie zwängen, zugleich aber Europa immer stärker belasteten, dem „Friedens“-Spektrum zuwendeten.
    Wachsende Kluft

    Mit Blick auf den nach wie vor dominanten Bellizismus in Politik und Medien warnt der ECFR vor einer „wachsenden Kluft zwischen den offiziellen Positionen vieler europäischer Regierungen und der Stimmung in der Öffentlichkeit ihrer Länder“.[4] Während sich der Krieg in der Ukraine in einen Zermürbungskrieg verwandle, entwickle sich die Linie zwischen dem „Friedens“- und dem „Gerechtigkeits“-Spektrum in die entscheidende Bruchlinie auf dem europäischen Kontinent. Mit Blick auf die absehbaren Belastungen, die der Krieg und vor allem die Sanktionen für die Bevölkerung mit sich bringen, sagt der Think-Tank voraus, „die Resilienz der europäischen Demokratien“ werde weitgehend „von der Fähigkeit der Regierungen abhängen, öffentliche Unterstützung für eine Politik aufrechtzuerhalten, die letztlich unterschiedlichen sozialen Gruppierungen Leiden einbringt“. Gelinge dies nicht, dann drohe in Europa eine immer tiefere Spaltung zu entstehen, die die EU letztlich sogar lähmen könne. Der Ukraine-Krieg drohe dann womöglich sogar „die dauerhafte Marginalisierung Europas auf globaler Ebene“ mit sich zu bringen.
    Zunehmende Proteste

    https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8953

  4. sum
    Juli 4, 2022 um 3:34 am

    Abteilung: Super Blöd, Schwafel Tussi, das gibt Posten

    Ulrike Guérot in Berlin: Kein Verlass mehr darauf, dass man uns unsere Rechte zurückgibt
    Von Matthias Nikolaidis
    Mo, 4. Juli 2022

    In Berlin trat Ulrike Guérot als Gastrednerin bei der Corona-maßnahmenkritischen Initiative #friedlichzusammen auf. Ihre kurze Ansprache geriet zu einer Generalabrechnung mit dem Staat, den Gerichten und dem politischen Diskurs an sich.

    Bild: © friedlich zusammen Berlin/Facebook

    Im Berliner Stadtpark Friedrichshain versuchte sich die Initiative #friedlichzusammen – unter anderem bekannt geworden durch die absurden Vorwürfe des Grünen-Politikers Janosch Dahmen – an einer neuen Protestform gegen die fortdauernden (Maskenpflicht in Bus und Bahn) oder für den Herbst erneut angedrohten Maßnahmen. Der Protest fand nun die Gestalt eines Sommerfestes mit Musik und Redebeiträgen im Park.

    Als Veranstaltungsort hatte man sich Platz und Wiese am Spanienkämpferdenkmal ausgesucht. Ein Ort, der an den spanischen Bürgerkrieg zwischen Franquisten und Kommunisten erinnert und natürlich – wir befinden uns im einstigen Ost-Berlin – die letzteren heroisiert. Es könnte eine symbolische Wahl gewesen sein, denn eines wollen die Demonstranten von #friedlichzusammen ganz sicher nicht sein: Faschisten, auch wenn die „Antifa“ natürlich nicht fehlen konnte, die sich gleich auf der anderen Seite der Straße als kleiner Trupp aufgestellt hatte und gelegentlich etwas herüberbrüllte.

    https://www.tichyseinblick.de/meinungen/ulrike-guerot-friedlich-zusammen-berlin-auftritt/

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