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Posts Tagged ‘Afghanistan’

Das Versagen der Internationalen Organisationen: Der Internationale Strafgerichtshof entscheidet über Untersuchung in Afghanistan

November 7, 2017 1 Kommentar

Natoeinsatz in Afghanistan: „Konflikt verschlimmert“

Britischer Historiker: Stammesführer nutzen westliche Militärs für Clankämpfe aus

Falsche Angaben, oft mit Hilfe von Anwaelten, den Dolmetschern zeigen Organisierte Kriminalitaet.

Eine Britische Militaer Studie, belegt diesen Wahnsinn ohne Ende, ebenso wie Frank Walter Steinmeier eine kriminelle Aussen- und Entwicklungs Politik Verbrecher wie General Fahim, oder Balkan Mafiosi finanziert und jede Kontrolle abschaffte. Man braucht Kriminelle als Partner, ob im Balkan, oder in Afghanistan und kann damit viel Geld verdienen.
US Militärs entschuldigen sich für die Verbrechen im Irak, Afghanistan, Pakistan

Deutschland: Die (un-) heimliche Macht muslimischer Dolmetscher
  • Wie bei der Mafia: Bundeswehr Stäbe, Karrieren – Die Afghanistan-Connection
  • Der Internationale Strafgerichtshof entscheidet über Untersuchung in Afghanistan

    Die Chefanklägerin will auch gegen Amerikaner wegen Foltervorwürfen ermitteln

    • Florian Rötzer
    • Die NATO, EU und Deutsche Aussenpolitik ist heute ein rein kriinelles Enterprise, was man gut in Afghanistan, Kosovo, Bosnien, Ukraine zuletzt sah. Süd Sudan mit Carl Bilt einem CIA Agenten, gehört zum inzenierten Spektakel. Deutschland, viele Tarn Hilfs Organistionen wie World Vision, finanierten dieses Mord Spektakel und Ethnische Säuberungen.
    • Friederike Beck über Atlantikbrücke und Aspen-Institut „Deutschlands-Politiker-Macher“
    • Briefe des Bundestagsabgeordneten Willy Wimmer an Peter Struck

      wegen der Stationierung der Bundeswehr in der Region Kundus in Afghanistan

      von: Willy Wimmer / Dokumentation | Veröffentlicht am: 10. Oktober 2003

      Zwei Briefe des Bundestagsabgeordneten Willy Wimmer (CDU) an „Verteidigungs“-Minister Peter Struck zur Stationierung der Bundeswehr in der Region Kundus in Afghanistan.

      http://imi-online.de/download/Afgh.Wimmer.25-08-03.pdf

      http://imi-online.de/download/Afgh.Wimmer.10-09-03.pdf

      Fakten über die Verbrechen der Bundeswehr, wo Steinmeier General Fahim und Kollegen, einem Massenmörder, kriminellen Clans, Millionen gab.

      Ein Kabinettsmitglied, dessen Posten auch dann wackelt, wenn die CDU ihren bisherigen Koalitionspartner SPD behält, ist Ursula von der Leyen. Der Militärhistoriker Sönke Neitzel offenbarte in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) unlängst, dass in der Bundeswehr der „Abgang“ der Verteidigungsministerin (die so schnarrend-preußisch spricht, wie das seit Wilhelm II. nicht mehr üblich war) „geradezu herbeigewünscht“ wird – „zumindest von den meisten“. Die Chancen für so einen Abgang stehen Neitzels Einschätzung nach trotzdem nur „bei 50 Prozent“, weil sich die Verteidigungspolitiker und die „Landesgruppen der CDU-Fraktion [zwar] hinter verschlossenen Türen die Haare“ raufen, aber Kanzlerin Merkel „unbeirrt an ihr festhalten“ will.

      „Offen“, so der Militärhistoriker, „spricht darüber natürlich niemand“:

      Die Generäle und Stabsoffiziere haben begriffen: Wer seinen Posten behalten will, der schweigt. Es gilt mehr denn je: Nicht auffallen, bloß keine abweichende Meinung äußern. […] Seit Volker Rühes Zeiten hat die Politik es verstanden, den begründeten Widerspruch mehr und mehr zu unterbinden. Nun herrsche […], heißt es, Kadavergehorsam.

      US-Analyst Stratfor über NATO: Anachronismus ohne jeglichen Zweck

      Die Afghanistan-Connection

      Sie waren zusammen im Afghanistan-Einsatz. Dem längsten und gefährlichsten seit Gründung der Bundeswehr.
      Jetzt sitzen sie auf entscheidenden Posten im Verteidigungsministerium, im Einsatzführungskommando, im Planungsamt.
      Ihr Wort hat Gewicht. Sie prägen das Bild, das sich die Ministerin macht.
      Sie bestimmen Ausrichtung, Struktur und Selbstverständnis der Truppe. Ihr Blick ist geprägt vom Erlebnis des Krieges.
      Vom Kampf gegen einen unsichtbaren Gegner. Vom Töten und Getötetwerden.
      Ein einseitiger Blick, der sich ausschließlich an Afghanistan orientiert. Mit gravierenden Folgen für die Sicherheit Deutschlands,
      wie Recherchen vom Tagesspiegel und dem ARD-Magazin FAKT zeigen.

 

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Wie die USA die Hoffnungen der Afghanen zunichte machten

Juni 29, 2017 1 Kommentar

Die radioaktive Verseuchung der Bevölkerung AfghanistansEin weiteres Land als Testfeld für bunkerbrechende Bomben mit an- und abgereichertem Uran Auszug aus: Doug Westermann. Depleted Uranium: abgereichertes Uran. | Ein Verbrechen gegen Gott und die Menschheit. Zeit-Fragen Nr. 22 vom 29. Mai 2006

Wie die USA die Hoffnungen der Afghanen zunichte machtenZur modernen Geschichte des Landes am Hindukusch | von Matin Baraki

Bildergebnis für taliban reagan

Wie die USA die Hoffnungen der Afghanen zunichte machten

Zur modernen Geschichte des Landes am Hindukusch

von Matin Baraki

zf. Vor wenigen Wochen hat ein Anschlag mit mehr als 90 Toten in der afghanischen Hauptstadt Kabul die Weltöffentlichkeit erneut aufgeschreckt. Afghanistan kommt nicht zur Ruhe. Der Krieg in diesem Land geht jeden Tag weiter – nunmehr schon seit fast 40 Jahren. Der folgende Text des an der Universität Marbug lehrenden Politikwissenschaftlers Matin Baraki gibt einen Einblick in die geschichtlichen und politischen Zusammenhänge. Baraki, der selbst aus Afghanistan stammt und 1974 das Land verliess, dokumentiert die Versuche seit Beginn der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts, eine Demokratie im Land aufzubauen, das Scheitern dieser Versuche und die Verantwortlichkeit fremder Mächte dafür, vor allem der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten. 

Der Autor zu Gast in Afghanistan beim Frühstück mit seiner Familie. (Bild Matin Baraki)

Am 9. März 1963 gab König Mohammad Saher den Rücktritt seines Premierministers Mohammad Daud bekannt. Damit sollte dem Königreich Afghanistan die Revolution der Strasse erspart bleiben. Es war der Versuch, die Umwandlung einer absoluten in eine konstitutionelle Monarchie von oben zu steuern und zu vollziehen. Die afghanische Monarchie sei entschlossen, «dem Volk die volle Freiheit zu lassen, die von ihm gewünschte Form der Regierung und der Verwaltung zu wählen». Die Bevölkerung könne sicher sein, «dass wir auf dem Gebiete der demokratischen Grundsätze und der sozialen Reformen bis zum Ende gehen werden. Wir wollen, dass unser Volk sein Schicksal selber bestimmt. Wir wollen, dass sich politische Parteien anschliessen können»,1 wurde von offizieller Seite hervorgehoben.

Versuch einer konstitutionellen Monarchie (1964–1973)

Am 11. März 1963 wurde Dr. Mohammad Jossof, der bisherige Minister für Bergbau und Industrie, zum neuen Ministerpräsidenten ernannt. Mit Jossof übernahmen zum ersten Mal diejenigen Kräfte ausserhalb der Dynastie die Regierungsgeschäfte, die sowohl das Vertrauen des Königs als auch der herrschenden Klasse hatten. Bereits in seiner ersten Regierungserklärung am 28. März 1963 kündigte Jossof Reformen im politischen Bereich des Landes an, deren Kernstück die Erarbeitung einer neuen Verfassung und eines Wahlgesetzes sein sollte. Im September 1964 verabschiedete eine Loyah Djergah (Grosse Ratsversammlung) den Verfassungsentwurf, und am 1. Oktober 1964 wurde die neue Verfassung durch den König ratifiziert.
In Artikel 1 der Verfassung heisst es: «Afghanistan ist eine konstitutionelle Monarchie und ein unabhängiger und unteilbarer Einheitsstaat.» Gestützt auf die Verfassung, traten sämtliche politischen Richtungen mit ihren Programmen an die Öffentlichkeit. Die marxistisch orientierten Kräfte gründeten am 1. Januar 1965 in der Illegalität die Demokratische Volkspartei Afghanistans (DVPA). Ein Jahr später wurde ein Parteiengesetz verabschiedet. Premierminister Jossof hatte am 30. April 1963 gesagt, dass für Afghanistan die einzige brauchbare Lösung ein Zwei-Parteien-System sei. Dies sollte dem Interesse einer stabilen Exekutive dienlich sein und den kleineren Gruppen den Weg zur Parteienbildung versperren. Aus Anhängern des Königs und ihm nahestehenden Kräften sollte eine Königspartei als Regierungspartei gebildet werden, die zweite Partei sollte als «Oppositionspartei» fungieren, mit einer Loyalitätsverpflichtung gegenüber dem König.
Erstmals wurden Parlamentswahlen (vom 10. bis 25. September 1965) mit Beteiligung der breiten Massen des Volkes durchgeführt. Am 25. Oktober 1965 demonstrierten während der Debatte des Parlaments über die Vertrauensfrage des neugebildeten Kabinetts, wiederum unter Leitung von Dr. Mohammad Jossof, Schüler und Studenten öffentlich. Ihr Protest galt der Zusammensetzung des Kabinetts Jossof, welchem dem Volk als äusserst korrupt bekannte Personen wie Said Qasem Reschtia als Finanzminister angehörten. ­Polizei und Militär gingen mit Waffengewalt gegen die Demonstranten vor; nach offiziellen Angaben wurden drei Menschen getötet, einige Dutzend verletzt. Unabhängige Beobachter berichteten von mehr als 20 bis 30 getöteten Schülern und Studenten.
Um die Lage zu entspannen, trat Dr. Jossof am 29. Oktober 1965 als Regierungschef zurück. Damit war der erste Demokratisierungsversuch, bekannt als «Stille Revolution», gescheitert. Die neun bis April 1978 aufeinanderfolgenden Regierungen vermochten es ebenfalls nicht, die elementaren Bedürfnisse der Bevölkerung auch nur annähernd zu befriedigen.

Bildergebnis für taliban reagan

1985 Ronald Reagon und die Taliban im Weissen Haus

König Saher, der Schatten Allahs, wird hinweggefegt (1973–1978)

Afghanistan gehörte in vielen Bereichen zu den am wenigsten entwickelten und ärmsten Ländern der Welt. Es war laut Uno-Statistik schon damals das unterentwickeltste Land Asiens.
Trotz der von den Staaten des Westens, vor allem von den USA und der BRD, an Afghanistan über Jahrzehnte gewährten neokolonialistischen «Entwicklungshilfe» hatte sich die sozioökonomische Situation in Afghanistan von Jahr zu Jahr verschlechtert. Einzig die Verschuldung, nicht zuletzt für die zahlreichen, teilweise wenig erfolgreichen bzw. gescheiterten Entwicklungsprojekte,2 nahm weiter kräftig zu, so dass die Lage für die Monarchie insgesamt immer bedrohlicher wurde.
Die Mehrheit der afghanischen Bevölkerung lebte ohnehin schon am Rande des Existenzminimums. Als der Hungersnot nach der verheerenden Dürreperiode von 1971/72 geschätzte anderthalb Millionen Menschen zum Opfer fielen, war das Ende der Herrschaft von König Mohammad Saher besiegelt. «Die Zeit für die Entscheidung, entweder über die Revolution derer, die im Schatten stehen, […] oder aber durch einschneidende Massnahmen zur modernen Demokratie zu kommen, war nicht mehr fern. Es musste über kurz oder lang seitens der Monarchie etwas geschehen, oder es würde mit der Monarchie etwas passieren.»3
Am 17. Juli 1973 putschten die der Demokratischen Volkspartei Afghanistans (DVPA) zugehörigen Militäroffiziere gegen die Monarchie und verhalfen Mohammad Daud (von 1953 bis 1963 Ministerpräsident, ausserdem Schwager und Cousin des Königs) an die Macht. Die Regierung Dauds führte aber keine der Reformen durch, die er in seiner ersten «Rede an die Nation» versprochen hatte. Aussenpolitisch warf er die traditionelle Politik der Blockfreiheit Afghanistans über Bord, indem er die Beziehungen zum Schah von Iran, zu Anwar Al Sadat von Ägypten, Saudi-Arabien und Pakistan intensivierte.
Zunächst schloss Daud alle linken Kräfte peu à peu von allen wichtigen Positionen aus, darüber hinaus ging er im Frühjahr 1978 zur offenen Repression gegen die Parteiführung der DVPA über. Hinzu kam noch der politische Terror der Islamisten bzw. des Geheimdienstes, dem namhafte Politiker und Repräsentanten der DVPA zum Opfer fielen. Mir Akbar Chaibar, Gründungsmitglied der Partei und Mitglied des Politbüros, war am 18. April 1978 auf offener Strasse erschossen worden. Ausserdem liess Daud die gesamte Parteiführung bis auf wenige Ausnahmen verhaften; sie sollte liquidiert werden. Als diese Meldung in den Abendsendungen des afghanischen Fernsehens verbreitet wurde, kam es am 27. April 1978 zum militärischen Aufstand gegen das Daud-Regime unter der Führung von Teilen der DVPA und infolgedessen auch zum Beginn eines revolutionären Prozesses (April-Revolution).4 Die Militärs befreiten die Parteiführung und übertrugen ihr die Leitung des Staates: Generalsekretär Nur Mohammad Taraki wurde Vorsitzender des Revolutionsrates und Ministerpräsident, Babrak Karmal sein Stellvertreter und Hafisullah Amin Aussenminister. Damit war auch der zweite Versuch, das Land am Hindukusch zu demokratisieren, gescheitert.

Afghanistan darf keine Schule machen (1978–1980)

Nach dem erfolgreichen Aufstand vom 27. April 1978 begann die Revolutionsregierung mit der Realisierung von Reformmass­nahmen wie der Regelung von Ehe- und Scheidungsangelegenheiten (Dekret Nr. 7 vom 17.10.1978), der Bodenreform (Dekret Nr. 8 vom 28.11.1978) sowie mit einer umfassenden Alphabetisierung, um die feudalen und halbfeudalen Strukturen aufzubrechen.5 Die Bekämpfung des Analphabetismus war zunächst sogar so erfolgreich, dass in einem halben Jahr etwa 1,5 Millionen Menschen Lesen und Schreiben lernten, wofür Afghanistan einen Preis von der Unesco erhielt. Im ganzen Land wurden 27 000 ständige Kurse eingerichtet, an denen insgesamt 600 000 Menschen teilnahmen.6
Bei der hastigen Umsetzung der Reformen wurden viele Fehler begangen, unter anderem gelang es nicht, die Bevölkerung auf die revolutionären Massnahmen vorzubereiten, was zwangsläufig zur Stärkung der Konterrevolution führte. Ende 1979 war die Lage der Regierung so hoffnungslos, dass sowjetische Militärhilfe unumgänglich wurde, um zu verhindern, dass Afghanistan zu einem zweiten Chile (Militärputsch gegen die Regierung Allende am 11.9.1973) gemacht wurde.7 Die afghanische Regierung hatte insgesamt 21mal8, unter anderem in einem Telefongespräch am 18. März 1979 zwischen N.M. Taraki und dem Vorsitzenden des Ministerrates der UdSSR, Alexej N. Kossygin, die Sowjetunion um Hilfe gebeten.9 Mit dem sowjetischen Militärengagement seit dem 27.12.1979, basierend auf Art. 4 des afghanisch-sowjetischen Freundschaftsvertrages vom 5.12.1978 und Art. 51 der UN-Charta, wurde der Afghanistan-Konflikt internationalisiert und zunächst verdeckt, später offen von den meisten westlichen Ländern, einschliesslich der BRD und ihrer regionalen Verbündeten, geschürt. Der damalige Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Todenhöfer, plädierte vehement für die Aus- und Aufrüstung der Konterrevolutionäre mit modernsten Waffen und motivierte vor Ort die Fanatiker zum Kämpfen und zur Zerstörung Afghanistans.
Die imperialistischen Länder waren hoch erfreut, die Sowjetunion in eine Falle gelockt zu haben. Vom ehemaligen Sicherheitsberater des US-Präsidenten Jimmy Carter (1977–1981), Zbigniew Brzezinski, wurde das in einem Interview mit «Le Nouvel Observateur» hervorgehoben: «Wir haben die Russen nicht gedrängt zu intervenieren,10 aber wir haben die Möglichkeit, dass sie es tun, wissentlich erhöht.»11
Ab 1979 wurde gegen Afghanistan «die grösste Geheimoperation in der Geschichte der CIA durchgeführt».12 Es wurden unmittelbar nach der April-Revolution unter der Regie des US-Geheimdienstes CIA und dessen pakistanischer Bruderorganisation Inter Service Intelligence (ISI) etwa 35 000 radikale Islamisten aus 40 islamischen Ländern13 zu schlagkräftigen, bewaffneten Organisationen umstrukturiert und auf Afghanistan losgelassen.14 Über 100 000 Islamisten sind damit direkt vom Krieg gegen Afghanistan beeinflusst worden.15 Die CIA hat die afghanische Konterrevolution im Rechnungsjahr 1985 «mit der Rekordsumme von 250 Millionen Dollar»16 unterstützt. Dies machte «über 80 Prozent des CIA-Budgets für geheime Operationen aus».17 Dem Spiegel zufolge sind die Islamisten in den ersten zehn Jahren des Bürgerkrieges in Afghanistan offiziell mit «mehr als zwei Milliarden US-Dollar hochgerüstet worden».18
Afghanistan durfte keinesfalls Schule machen. Ansonsten würden die Herrscher der gesamten Region, angefangen von dem engsten Verbündeten der USA in Iran bis hin zu den despotischen arabischen Potentaten, von revolutionären Stürmen hinweggefegt werden. Die iranische Februar-Revolution 1979 war dafür ein Paradebeispiel, bei welcher der Schah von Iran, einer der mächtigsten Herrscher der Region und neben dem Nato-Partner Türkei der wichtigste Verbündete der westlichen Welt, vertrieben wurde. Die USA wurden daraufhin gezwungen, ihre Spionage­stationen von der iranisch-sowjetischen Grenze in die Türkei zu verlegen, ihre rund 40 000 Militärberater abzuziehen und den Sitz der regionalen Zentrale der CIA in Teheran zu schliessen.19


Als die Bemühungen der afghanischen Führung, den Konflikt politisch zu lösen, keinen Erfolg hatten, beschloss sie zu kapitulieren. Damit war der Weg für die Islamisierung geebnet und eine grosse Hoffnung der Bevölkerung zerstört.

Beginn einer Islamisierung (1992)

Die neue Führung um Aussenminister Abdul Wakil, Najmudin Kawiani, Farid Masdak (alle drei waren Mitglieder des Politbüros) und Najibullahs früherem Stellvertreter und Nachfolger Abdul Rahim Hatef hatte beschlossen, am 27. April 1992 die Macht an die Konterrevolutionäre zu übertragen. Daraufhin wurde Sebghatullah Modjadedi, ihr Exilpräsident, erstes Staatsoberhaupt der Islamischen Republik Afghanistan. Den Islamisten gelang es auf Grund divergierender ­politischer und ökonomischer Interessen jedoch nicht, das Land gemeinsam zu regieren. Der vom Volk so heiss ersehnte Frieden kehrte nicht zurück. Im Gegenteil, der Krieg wurde mit einer nie da gewesenen Brutalität fortgesetzt. Die Weltöffentlichkeit nahm dies kaum wahr, aber «die letzten Nachrichten aus der afghanischen Hauptstadt Kabul lassen selbst den Bürgerkrieg in Bosnien-Herzegowina beinahe als harmlosen Konflikt erscheinen: 3000 bis 4000 Tote20, 200 000 Flüchtlinge, eine Stadt ohne Wasser, Strom und Lebensmittel».21
Die grossen Städte, darunter Kabul, wurden in Schutt und Asche gelegt. Beobachter sprachen sogar von der Einäscherung Kabuls.22 Dieses historische Versagen der Islamisten stand im Widerspruch zu den ­politisch-ökonomischen und strategischen Interessen ihrer ausländischen Auftraggeber. Denn nach deren Auffassung sollte ein mit den USA und Pakistan eng kooperierendes Regime in Afghanistan stabile politische Verhältnisse schaffen, um die Konzeption des US- und des pakistanischen Kapitals in der Region des Mittleren Ostens – insbesondere in den mittelasiatischen Republiken – zu realisieren. Damit war die Geburtsstunde für die Taliban gekommen, deren Geburtshelfer die USA waren.

Die Talibanisierung (1994)

Das von der Weltöffentlichkeit lange Zeit vergessene und zu den «Waisenkindern» der Weltpolitik23 degradierte Land Afghanistan wurde erst mit dem öffentlichen Auftauchen der Taliban im September 1994, mit der Eroberung Kabuls am 27. September 1996 und ihrer fundamentalistischen, extrem frauen- und kulturfeindlichen Politik, die in der Zerstörung der Buddha-Statuen in Bamyan (Zentralafghanistan) Anfang März 2001 kulminierte, zum überragenden Thema der internationalen Medien.
Die Katastrophe vom 11. September 2001 in Washington und New York hätte zu einem Wendepunkt für Afghanistan werden können, wenn die internationale Gemeinschaft nicht nur die partikularen Interessen von bestimmten Mächten, sondern auch die der Afghanen berücksichtigt hätte.
Obwohl die Taliban erst im September 1994 öffentlich auftauchten, wurden sie nach Angaben von General Aslam Beg, dem ehemaligen Generalstabschef Pakistans, schon 1985/86 im Nordosten Afghanistans als Kampftruppe aufgestellt. Sie waren zunächst dort an den «Madrasahs», den religiösen Schulen, sowohl religiös-fundamentalistisch wie militärisch ausgebildet worden. Der französische Afghanistanexperte Olivier Roy beobachtete schon im Sommer 1984 die Aktivitäten an den Fronten der Taliban in den südlichen Regionen Afghanistans, Orusgan, Sabul und Kandahar. Dort «handelte [es] sich im Prinzip um die Umwandlung einer ländlichen Madrasah in eine militärische Front».24 Rekrutiert wurden sie unter anderem aus den Reihen der Waisenkinder Afghanistans in den Flüchtlingslagern in Pakistan. Unter unmittelbarem Kommando der pakistanischen Armee und des Geheimdienstes ISI sind sie je nach Bedarf bei den verschiedenen Mud­schahedin-Gruppen eingesetzt worden. General Beg zufolge sind die Mudschahedins «grosszügig von den Regierungen Pakistans und Saudi-Arabiens und vielleicht der USA finanziert worden».25
Für die Entscheidung, die Taliban als selbständige militärische Formation in dem afghanischen Bürgerkrieg einzusetzen, waren meines Erachtens folgende Aspekte ausschlaggebend:

  1. Im Frühjahr 1994 wurden die Führer der in Afghanistan rivalisierenden Mudschahedin vom Auswärtigen Ausschuss des US-Kongresses zu einem Gespräch nach Washington zitiert. Die Mudschahedin schickten entweder zweitrangige Führungsmitglieder oder folgten dieser «Einladung» erst gar nicht. Den anwesenden Mudschahedinführern wurde ein Plan zur Durchführung eines Pipelineprojektes von den weltweit drittgröss­ten Reserven an Öl und Gas in Mittelasien durch Afghanistan zum Indischen Ozean vorgelegt. Darum hatten die grössten westlichen Ölkonzerne seit 1990 einen «gnadenlosen Kampf»26 geführt. Sie wurden aufgefordert, sich so bald wie möglich zu verständigen, um die Verwirklichung des Projektes nicht zu verzögern.27 Die Vertreter der Mudschahedin versprachen der US-Seite, den Afghanistan-Konflikt bald friedlich lösen zu wollen, ein Versprechen, das nie eingelöst wurde.
    Die Taliban sind nichts anderes als das Produkt der ökonomischen Interessen der USA und ihrer regionalen Verbündeten. Das historische Versagen der Mudschahedin war die Geburtsstunde der Taliban als eigenständige organisierte Kampfeinheit auf dem Kriegsschauplatz Afghanistan.
    Scheinbar aus dem Nichts entstandene, gut organisierte militärische Einheiten, nun als Taliban bekannt, überfielen von Pakistan aus im September 1994 die afghanische Stadt Kandahar. Dies war der Beginn eines erneuten Versuchs einer militärischen Lösung des Afghanistan-Konfliktes, die von den USA und ihren regionalen Verbündeten bevorzugt wurde. Die historische Mission der Taliban wurde darin gesehen, ganz Afghanistan zu besetzen, um die Bedingungen für die Realisierung der ökonomischen, politischen und ideologischen Projekte der USA, Pakistans und Saudi-Arabiens zu schaffen. Hinzu kam noch das spezifische geostrategische Interesse Pakistans am Nachbarland. «Am liebsten wäre uns eine Marionettenregierung in Kabul, die das ganze Land kontrolliert und gegenüber Pakistan freundlich eingestellt ist»,28 stellte ein pakistanischer Stratege fest.
  2. Gulbuddin Hekmatyar, der von den USA und ihren Verbündeten im Afghanistan-Konflikt favorisierte Mudschahed, fiel in Ungnade wegen seiner antiwestlichen Äusserungen und seiner Unterstützung des irakischen Diktators Saddam Hussein während des zweiten Golf-Krieges sowie seiner kategorischen Weigerung, die noch in seinem Besitz befindlichen Stinger-Raketen, die er in grossen Mengen von den USA erhalten hatte, an diese zurückzugeben. Er provozierte sogar einen direkten Affront gegen die USA, indem er sie teilweise an Iran verkaufte.
  3. Der mittelasiatische Markt wurde als nicht zu vernachlässigendes Exportfeld für pakistanische Produkte angesehen. Der einzige Transitweg dahin aber führt über afghanisches Territorium. Nach einem Treffen mit Vertretern saudiarabischer und US-amerikanischer Ölgesellschaften forderte der damalige pakistanische Ministerpräsident Nawaz Sharif die Taliban ultimativ auf, die Besetzung ganz Afghanistans bis Ende des Sommers 1997 abzuschliessen.29 Es war längst kein Geheimnis mehr, dass an den Kampfeinsätzen der Taliban reguläre pakistanische Truppeneinheiten beteiligt waren, um der Aufforderung Nawaz Sharifs Nachdruck zu verleihen, denn «auf sich gestellt, könnten die Taliban nicht einmal ein Dorf erobern».30
  4. Sowohl die USA als auch Saudi-Arabien wollten den ideologischen Einfluss ihres Rivalen Iran in Afghanistan eindämmen. Da sich die Mudschahedin-Gruppen auch hier als unfähig erwiesen hatten, mussten die Taliban an ihre Stelle treten.

US-Krieg am Hindukusch (2001 bis wann?)

Noch während des US-Krieges gegen Afghanistan wurde auf dem Petersberg bei Bonn am 5. Dezember 2001 unter der Federführung der UN eine Regierung für Afghanistan gebildet. Vertreten waren MudschahedinFührer, die sich aus dem langjährigen Bürgerkrieg kannten. Es waren grösstenteils die Kräfte versammelt, die 1992 bis 1996 an der Zerstörung Kabuls massgeblich mitgewirkt hatten, wobei über 50 000 Zivilisten umkamen. Der Usbekengeneral Abdul Raschid Dostum, der einzige säkulare Milizenführer Afghanistans, war zu dieser Konferenz erst gar nicht eingeladen worden.
Unter den internationalen Beobachtern waren allein die Vereinigten Staaten mit 20 Personen vertreten. Diese überdimensionale Präsenz lässt auf eine nachdrückliche Beeinflussung von Verlauf und Ergebnis der Verhandlungen schliessen. Daher haben sich die USA mit der Ernennung Karseis zum Ministerpräsidenten durchgesetzt, obwohl dieser auf dem Petersberg gar nicht anwesend war, sondern sich auf einem US-Kriegsschiff im Indischen Ozean befand.
Die internationale Gemeinschaft unter US-Führung sprach von einer «Demokratisierung» Afghanistans, an die Macht brachte sie jedoch Islamisten, Warlords und Kriegsverbrecher. Das war nun das vierte Mal, dass die Hoffnungen der geschundenen afghanischen Bevölkerung auf einen dauerhaften Frieden und auf Demokratisierung enttäuscht wurden: 1. nach dem Abzug der sowjetischen Militäreinheiten 1989, 2. mit der Machtübernahme der Mudschahedin 1992, 3. mit dem Einmarsch der Taliban 1994 bis 1996, 4. mit der Vertreibung der Taliban 2001. Damit hat die internationale Gemeinschaft nicht nur eine weitere Chance vertan, Afghanistan auf dem Wege einer Demokratisierung zu helfen, sondern auch das Scheitern einer Konfliktlösung mit militärischen Mitteln dokumentiert.

Versuche einer Integration der Taliban

http://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2017/nr-1415-20-juni-2017/wie-die-usa-die-hoffnungen-der-afghanen-zunichte-machten.html

Der Krieg in Afghanistan wurde lange vor dem 11. September geplant

Von Patrick Martin
22. November 2001

Aus Insiderberichten, die in britischen, französischen und indischen Medien erschienen, geht hervor, dass Vertreter der amerikanischen Regierung Afghanistan bereits im Sommer dieses Jahres einen Krieg angedroht haben. In diesem Rahmen, so die Berichte, sei bereits im Juli angekündigt worden, dass „die Militäraktion gegebenenfalls vor dem ersten Schnee in Afghanistan, spätestens Mitte Oktober stattfinden werde“. Tatsächlich begann die Bush-Regierung am 7. Oktober mit der Bombardierung des bedauernswerten verarmten Landes. Die Bodenangriffe der Sondereinsatztruppen der USA begannen am 19. Oktober…………………………. http://www.wsws.org/de/articles/2001/11/plan-n22.html

Die radioaktive Verseuchung der Bevölkerung AfghanistansEin weiteres Land als Testfeld für bunkerbrechende Bomben mit an- und abgereichertem Uran Auszug aus: Doug Westermann. Depleted Uranium: abgereichertes Uran. | Ein Verbrechen gegen Gott und die Menschheit. Zeit-Fragen Nr. 22 vom 29. Mai 2006

Zu leiden hat die ZivilbevölkerungEU verlängert Syrien-Sanktionen

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Die Zerstoerung des liberalen Afghanistan, der Gesellschaft und des Staates durch US Terroristen und Kriminelle ab 1979

Februar 22, 2016 8 Kommentare

Afghanistan damals, bevor die US Verbrecher mit der Finanzierung von Verbrechern und Terroristen begannen!reagan_taliban_1985

Einzige Loesung eine Mini Nuk auf die Welt Terroristen Zentrale in Bruessel und dem Pentagon in Washington.

 

Welt Terror Zentrale in Brüssel: NATO Haupt Quartier

Welt Terror Zentrale in Brüssel: NATO Haupt Quartier

Hilfsgelder für Afghanistan Amerikas verlorene Milliarden

Marode Straßen, Minenkrater, Korruption: Der US-Kontrolleur für den Wiederaufbau Afghanistans stellt der dortigen Regierung ein vernichtendes Zeugnis aus. Milliarden Dollars versickern offenbar in dunklen Kanälen. mehr…Forum ]

Terror durch die NATO Verbrecher Banden, im Auftrage der Internatinalen Drogen und Verbrecher Kartelle der Banken, mit der Drogen Verteil Stelle: Kosovo und Albanien.

Wenn die NATO auftaucht, wird vor allem überall die Bildung vernichtet, Wälder, Parks Kultur.

Afghanistan 1967 – unglaubliche Bilder ….

Die News ist auf Türkisch, aber klickt euch einfach durch die Foto-Gallerie. Das ist Afghanistan 1967, bevor die Amis die Saudis und Taliban nach Afghanistan brachten …
http://www.milliyet.com.tr/fotogaler…-bir-ulkeydi/1

Unglaubliche Bilder, die einen traurig und wütend machen angesichts dessen, was die Amis aus Afghanistan gemacht haben!

Die USA sind mit schuldig an diesen Entwicklungen von heute, da sie die Taliban mit Milliarden unterstützt und zudem die grössten Extremisten aus Saudi-Arabien extra dorthin gekarrt und ausgebildet haben.

Afghanistan wäre heute ein ganz anderes Land, wäre es unter der Sowietunion geblieben und hätten sie die Chance gehabt, sich weiter zu entwickeln.

Staaaten Vernichtung, mit Massakern an der Zivil Bevölkerung, Zerstörung der Infrastruktur vom Balkan bis zum Irak.

Weitere Interviewpartner in “Fear Not the Path of Truth” sind der einheimische irakische Soziologe, Amir Alani und sein Sohn Feurat Alani, dessen preisgekrönte Dokumentation “Fallujah: a lost generation?” aus dem Jahr 2011 über die gesundheitlichen Folgen international grosse Aufmerksamkeit erregte sowie Dr. Intisar Ariabi, frühere Leiterin der Pharmazie-Abteilung des Yarmouk Teaching Hospital in Baghdad und derzeitige Direktorin der The Cancer and Birth Defects Foundation und Co-Autorin der Studie Cancer, Infant Mortality and the Birth Sex-Ratio in Fallujah, Iraq 2005-2009. über das Auftreten von Krebs, Geburtendefekte und Kindersterblichkeit in der Region in den Jahren 2005 bis 2009.

Weitere Interviews führte Caputi mit Prof. Noam Chomsky und mit Paul Atwood, Autor des Buches “War and Empire: The American way of life” sowie Dirk Adriaensens.

Die Dokumentation Fear Not the Path of Truth auf Vimeo

Die Geburtsstunde des islamistischen Terrorismus als geopolitische Waffe

 

10:22 16.02.2016(aktualisiert 10:47 16.02.2016) Zum Kurzlink
Jochen Scholz
3856418721

Dass die Bürger gut beraten sind, die Begründungen für die Entscheidungen der Politik der „westlichen Wertegemeinschaft“, zu hinterfragen, wenn es um Russland geht, soll am Beispiel der bis heute weitgehend akzeptierten offiziellen, jedoch falschen Darstellung der Vorgeschichte des sowjetischen Einmarsches in Afghanistan (1979) aufgezeigt werden.

Im Unterschied zu manchen anderen Lügengeschichten könnte man diese hier als verdeckte bezeichnen, denn der Öffentlichkeit wurden Tatsachen vorenthalten, anstatt vorgebliche zu präsentieren.

Die Auswirkungen politischer Lügen sind zum Glück in der Regel auf das Land und seine Bevölkerung beschränkt, von dessen Führung sie verbreitet werden. Andernfalls wäre der Zustand der Welt noch beklagenswerter, als er ohnehin ist. Dies trifft jedoch auf den seit geraumer Zeit bevorzugten Gegenstand für Desinformation, den sog. „Internationalen Terrorismus“, nicht zu. Denn sein objektiv vorhandenes Bedrohungspotential eignet sich für mannigfaltige Zwecke, sowohl innen- wie auch außenpolitische  – letztere jedoch im globalen Maßstab.

Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 dient er – besonders in seiner islamistischen Variante — als Tarnkappe für die bereits kurz nach der Wende von 1989/90 formulierte geopolitische Agenda der USA sowie für den Abbau von Freiheitsrechten in zahlreichen Staaten der westlichen Welt. Wo er nicht schlagkräftig genug ist, genießt er direkte oder indirekte Unterstützung durch die USA oder ihre willfährigen Verbündeten im Nahen Osten und in Europa.

Unter der Präsidentschaft von Jimmy Carter wurde die Idee geboren, „Heilige Krieger“ für strategische US-Ziele in Afghanistan zu benutzen. Ein Bericht auf NBC News von 1998 datiert den Beginn ihrer Ausbildung und Finanzierung auf 1980, als Reaktion auf den sowjetischen Einmarsch zu Weihnachten 1979. Der Autor hätte es besser wissen können.

Denn in der Ausgabe des Nouvel Observateur vom 15. bis 21. November 1998 stellte Zbigniew Brzezinski den immer wieder als Beweis für die aggressiven Absichten der Sowjetunion herangezogenen Einmarsch in Afghanistan am 24. Dezember 1979 in ein gänzlich anderes Licht.

Bis zu diesem Zeitpunkt galt offiziell, dass die US-Geheimdienste die Mujaheddin im Laufe des Jahres 1980 zu unterstützen begannen. Nachdem der frühere CIA-Chef Robert Gates in seinen Memoiren erwähnte, dass die CIA bereits ein halbes Jahr vor dem Einmarsch der Sowjetunion mit dieser verdeckten Aktion begonnen hatte, legte „Zbig“, der damalige Nationale Sicherheitsberater Präsident Carters, die Karten auf den Tisch. Er habe dem Präsidenten vorgeschlagen, die Sowjets durch die Ausbildung, Rekrutierung und Finanzierung von Heiligen Kriegern zum Eingreifen in Afghanistan zu verleiten: „Wir haben damit die Möglichkeit, der Sowjetunion ihren Vietnamkrieg zu bereiten.“

Der Plan fußte auf der richtigen Einschätzung, dass die sowjetische Führung fürchtete, islamischer Extremismus könne sich in ihren südlichen Republiken destabilisierend auswirken. Brzezinski nennt sogar das exakte Datum, an dem der US-Präsident die entsprechende Direktive unterzeichnete. Es war der 3. Juli 1979. Der Plan ging auf, die Sowjets gingen in die Falle. Ihr verlustreicher und kostspieliger Krieg trug maßgeblich zum Kollaps der Sowjetunion bei.

Natoeinsatz in Afghanistan: „Konflikt verschlimmert“

Britischer Historiker: Stammesführer nutzen westliche Militärs für Clankämpfe aus

Nach den freudigen bis enthusiastischen Meldungen über die Wahlbeteiligung in Afghanistan, aber es zeichne sich ein „gemischtes Bild“ ab, so der Zwischenstand des Afghanistan Analyst Network.

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Afghanistan – Sich aus einem verlorenen Krieg davonstehlen

Januar 2, 2015 7 Kommentare

Vortrag des ehemaligen deutschen Politikers Andreas von Bülow (SPD) am 7. Dezember 2014 in Basel.

Sich aus einem verlorenen Krieg davonstehlen

Robert C. Koehler

 

„Nur ein toter Talib ist ein guter Talib.”

Diese Worte, die der Geheimdienstchef der NATO-Koalition in Afghanistan vor einem halben Jahrzehnt sprach, beschwören eine amerikanische Brutalität, die viel länger zurück liegt. Während das amerikanische Imperium vortäuscht, das Tor zu seinem Krieg mit Afghanistan zu schließen, dienen diese Worte auch wie eine Art Türstopper, der die Tür offenhält für unsere weitere Einmischung in diesem zerbrochenen Land.

Der Krieg endet nicht wirklich. Rund 18.000 ausländischen Soldaten werden in Afghanistan bleiben, fast 11.000 davon amerikanische, im Rahmen einer neuen Mission namens „Resolute Support“ („energische Unterstützung“). Streitkräfte der Vereinigten Staaten von Amerika werden auch „eine eingeschränkte Kampfrolle als Teil einer eigenen Gegenterror-Mission“ übernehmen, laut dem Wall Street Journal. Wir lassen die Kampfmission einfach in dem globalen Hintergrundgetöse verschwinden.

Wir fahren fort, einen Teil der Menschheit unter dem Vorwand zu entmenschlichen, ihn zu retten. Die aktualisierte Version von „nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer,“ jetzt angewendet auf die Taliban, wurde vor ein paar Tagen in einem Artikel im Spiegel unter dem Titel „Obamas Listen: eine dubiose Geschichte von gezielten Tötungen in Afghanistan.“ Der Artikel bringt Einzelheiten über die berüchtigte „Kill Lists“ der Administration und die Jagd auf Talibanführer der mittleren und höheren Ebene mit Helikopter und Drohnen – Ermordung mit Hellfire-Rakete – eine Tötungsmethode, die garantiert viele unschuldige Zivilisten mit (oder statt) dem vorgesehenen Talibanfunktionär trifft. Aber man weiß ja, dass der Krieg so ist.

Das offiziell verkündete „Ende” des Afghanistankriegs, das ja nicht das Ende der Kampfoperationen bedeutet, bietet uns einen Moment der beunruhigenden Betrachtung dessen, was in diesen letzten 13 Jahren erreicht worden ist, in dem ersten unserer Kriege, der angeblich den Terror ausrotten sollte, in Wirklichkeit aber gefördert hat. Wir pumpten mindestens eine Billion Dollar in den Krieg, der um die 30.000 Leben forderte, mehr als zwei Drittel davon Zivilisten. Das erste, was mir dabei in den Sinn kommt ist, dass offiziell diese Statistiken keine Bedeutung haben.

Der General der Armee der Vereinigten Staaten von Amerika John Campbell, Befehlshaber der International Security Assistance Force, veranschaulichte das, indem er die menschlichen Kosten des Krieges in einer geheimen Feier am vergangenen Wochenende in einer Sporthalle im ISAF-Hauptquartier in Kabul in einfach gestrickte Geschwätzigkeit verpackte: „Unsere neue energische Mission bedeutet, dass wir weiterhin in Afghanistans Zukunft investieren werden,“ sagte er. „Unsere Verpflichtung gegenüber Afghanistan bleibt bestehen.“

Nebenbei erwähnt war die Zeremonie zur Feier des Kriegsendes deswegen geheim, weil die Behörden die Möglichkeit eines Angriffs der Taliban fürchteten. Die Vereinigten Staaten von Amerika und die NATO sind die Verlierer, wie alle wissen, ungeachtet des ungeheuer aufgeblähten Ausmaßes ihrer militärischen Überlegenheit. Der Krieg gegen Afghanistan war wie der Krieg gegen den Irak ein völliges Scheitern, sogar nach den Maßstäben der Interessen der Vereinigten Staaten von Amerika und deren geopolitischen Zielen.

Aber jede ehrliche Reflexion erfordert einen viel ernsthafteren, alles umfassenden Blick auf die Ergebnisse des Kriegs.

Krieg ist Folter auf Länderebene. Das Land Afghanistan und seine Menschen sind natürlich die ersten Verlierer bei unserer „Investition“ in ihre Zukunft – unsere Investition in die Zerstörung von Ländern.

Zum Beispiel: „Was in Afghanistan in den letzten 13 Jahren geschehen ist, ist das Aufblühen eines Drogenstaats, der wirklich ohne jegliche Parallele in der Geschichte ist,“ sagte Matthieu Aikins vor kurzem in einem Interview auf Democracy Now.

Aikens Artikel „Afghanistan: die Schaffung eines Drogenstaats,” der vor kurzem in Rolling Stone erschien, weist darauf hin, dass sich seit dem Überfall der Vereinigten Staaten von Amerika die Opiumproduktion verdoppelt hat und dass das Land jetzt etwa 90 Prozent des Heroinhandels auf der Welt beliefert. Opium macht etwa 15 Prozent des Bruttoinlandprodukts aus, sagte Aikins – auch wenn Afghanistan im Drogenhandel wirtschaftlich ganz unten liegt. „Die afghanischen Bauern bekommen nur 1 Prozent vom Wert des globalen Opiumhandels,“ sagte er………..http://antikrieg.com/aktuell/2015_01_01_sichaus.htm

Damit findet „der längste Krieg in der amerikanischen Geschichte einen verantwortungsvollen Abschluss“ sagte er und Amerika sei jetzt viel sicherer, da keine Terroristen mehr von dort kommen. Kommentar: Hirnlos Nachplapper Maschine: Frank Walter Steinmeier, Spion, Volks Verräter wird im Deutschen TV die identischen Worte sagen.

U.S. General John Campbell, Kommandant der ISAF, rollt die Flagge
der ISAF während der Zeremonie „der Niederlage“ in Kabul
am 28. Dezember 2014 ein. Im Vordergrund ein deutscher Offizier. General:Hans-Lothar Domröse.
Die Zeremonie fand aus Angst vor den Taliban
im Geheimen hinter dicken Mauern statt.

Afghanistan: The Making of a Narco State

Victor J. Blue

Helmand Province in southern Afghanistan is named for the wide river that runs through its provincial capital, Lashkar Gah, a low-slung city of shrubby roundabouts and glass-fronted market blocks. When I visited in April, there was an expectant atmosphere, like that of a whaling town waiting for the big ships to come in. In the bazaars, the shops were filled with dry goods, farming machinery and motorcycles. The teahouses, where a man could spend the night on the carpet for the price of his dinner, were packed with migrant laborers, or nishtgar, drawn from across the southern provinces, some coming from as far afield as Iran and Pakistan. The schools were empty; in war-torn districts, police and Taliban alike had put aside their arms. It was harvest time.

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Across the province, hundreds of thousands of people were taking part in the largest opium harvest in Afghanistan’s history. With a record 224,000 hectares under cultivation this year, the country produced an estimated 6,400 tons of opium, or around 90 percent of the world’s supply. The drug is entwined with the highest levels of the Afghan government and the economy in a way that makes the cocaine business in Escobar-era Colombia look like a sideshow. The share of cocaine trafficking and production in Colombia’s GDP peaked at six percent in the late 1980s; in Afghanistan today, according to U.N. estimates, the opium industry accounts for 15 percent of the economy, a figure that is set to rise as the West withdraws. „Whatever the term narco state means, if there is a country to which it applies, it is Afghanistan,“ says Vanda Felbab-Brown, a senior fellow at the Brookings Institution who studies illicit economies in conflict zones. „It is unprecedented in history.“

Even more shocking is the fact that the Afghan narcotics trade has gotten undeniably worse since the U.S.-led invasion: The country produces twice as much opium as it did in 2000. How did all those poppy fields flower under the nose of one of the biggest international military and development missions of our time? The answer lies partly in the deeply cynical bargains struck by former Afghan President Hamid Karzai in his bid to consolidate power, and partly in the way the U.S. military ignored the corruption of its allies in taking on the Taliban. It’s the story of how, in pursuit of the War on Terror, we lost the War on Drugs in Afghanistan by allying with many of the same people who turned the country into the world’s biggest source of heroin.

Nowhere is this more apparent than here in Helmand, where nearly a thousand U.S. and coalition soldiers lost their lives during the war, the highest toll of any province. Helmand alone accounts for almost half of Afghanistan’s opium production, and police and government officials are alleged to be deeply involved in the drug trade. But the Afghan government’s line is that poppy cultivation only takes place in areas controlled by the Taliban. „There’s no opium in the nearby districts,“ Maj. Gen. Abdul Qayum Baqizoi, who was the provincial police chief at the time, tells me. „The opium is in the faraway areas, and they’re not safe for you to visit.“

However, on my second day in town, I meet a 28-year-old soft-spoken teacher named Hekmat. He says that he can take me to relatively secure areas in Marjah, just outside Lashkar Gah, where poppy is being grown. His family is involved in the business, he says. And anyhow, he’s free – the students have gone to work on the harvest.

The next day, Hekmat and I cross the broad torrent of the Helmand River and head west, along a smooth stretch of paved road that was once a dirt track studded with roadside bombs. It’s hard to imagine now, but Marjah was once the site of one of the fiercest battles of the war, when, in 2010, the Marines air-assaulted into the Taliban-controlled area, braving gun battles and tangles of IED traps amid the mud-walled compounds and orchards. Today, the area is peaceful, the kind of green, flat farmland where you can watch a tree scroll slowly across the horizon as you drive, or a faraway thunderhead mount. The weather is hot, and the air has the nectary scent of early summer. Marjah is crisscrossed by irrigation canals; their banks, bushy with vegetation, sprout pump hoses that shoot down like drinking straws. Half-naked kids plunge from the mud embankment into the cool brown water.

Poppy

A soldier in the Afghan National Army’s 6th Kandak walks through a poppy field during a joint patrol with the U.S. Army’s 1st Battalion, 36th Infantry Regiment near Command Outpost Pa’in Kalay on April 5th, 2013. (Photo: Andrew Burton/Getty)

„This area was all controlled by the Taliban until the Marines came,“ says Hekmat. He smiles fondly. „It was great when the Marines were here.“ The Americans spent freely, showering the locals with cash-for-work projects and construction contracts, and outfitting a local, anti-Taliban militia that employs child soldiers and imposes a levy on opium fields. We pass a wide scar of cleared ground that had once held a Marine outpost. „But now they’re all gone.“

Originally an empty stretch of desert west of the Helmand River, Marjah was developed into farmland by a massive irrigation project that began in 1946 and drew support from USAID, as part of the Cold War competition for influence against the Soviets. Nomadic tribes from around the country were resettled here, and its fields became fertile with wheat, melons, pomegranates – and, with the arrival of the wars four decades ago, opium poppies.

Pulling off onto a dirt road, we thread our way between the high mud walls that enclose each family compound here and come to a stop. Hekmat’s paternal uncle, Mirza Khan, wearing a robe and a neatly trimmed beard, greets us warmly. Behind him is a field of dull-green poppies, the end result of the tiny black seeds he and his family sowed back in November. „I’ve been planting this since the time of the Communist revolution,“ he says.

Mirza Khan’s son is standing amid the chest-high stalks, in his hand a lancing tool, a curved piece of wood with four shallow blades on its tip. Lancing is laborious and delicate work; he moves one by one to each bulb, cradling it with his left hand and drawing the blades across it in a diagonal stroke with his right. „You can’t press too deeply, or otherwise the bulb dries up after just one lancing,“ he explains, his hands flicking deftly among the poppy heads. „We’re able to come back and lance each of them four or five times.“

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The bulbs are lanced in the afternoon, and the milky sap seeps out through the night, thickening and oxidizing into a dark-brown hue. In the mornings, the nishtgar go from bulb to bulb scraping off the sticky resin with a flat blade, which they wipe into a tin can hanging around their necks. Fifteen workers can harvest a productive hectare within a week. When you consider that Helmand alone has at least 100,000 hectares under cultivation, you get a sense of the vast amount of manpower that must be mobilized.

Over the next two days, Hekmat drives me around, visiting the poppy fields. On one three-acre plot, we find half a dozen men at work, overseen by a bent, white-bearded old farmer named Hajji Abdullah Jan. I ask him why he’s not worried about getting caught in a secure, government-controlled area like Marjah. „The government has been distracted by the elections,“ he says, referring to this past spring’s presidential contest. „And anyhow, they’re corrupt.“ He and the other farmers I speak to say that they were paying around $40 per acre in bribes to the local police. „Next year, I’ll plant twice as much,“ he says, regarding the field with satisfaction.

Marjah had been largely poppy-free since the arrival of the Marines, due to eradication campaigns and the flood of cash the Americans pumped into the economy. Now that foreign aid has dried up and the government’s interest in punishing farmers has waned, people like Mirza Khan and Abdullah Jan followed simple economic logic: Wheat prices were too low to be profitable, so this year, all over Marjah, poppy was being planted.

„Narco corruption went to the top of the Afghan government,“ wrote a U.S. official. „President Karzai was playing us like a fiddle.“

……………

Poppy

Hamid Karzai, second from right, is met by his half brother Ahmad Wali Karzai, left, in Argandab district of Kandahar province, south of Kabul, Afghanistan on October 9th, 2010. (Photo: Allauddin Khan/AP)

For the first five years, there was little risk involved. Business was good. But international embarrassment was growing over Afghanistan’s booming opium production. Law enforcement agencies like the DEA were starting to build up their activities in Kabul. The British, who were set to take over Helmand as part of NATO’s- expanding mission, insisted in 2005 that Karzai’s pick for governor, Sher Mohammad Akhundzada, be removed, after a British-led team raided his compound and discovered nine tons of opium and heroin. (Akhundzada claimed he had seized it from smugglers and was going to destroy it.)

………….

„Drugs weren’t a priority,“ says the head of the U.N.’s Office of Drugs and Crime. „Limiting casualties was, and that meant unholy alliances.“

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John Kiriakou: über die westliche Werte Gemeinschaft und das System der Folter, Morde, Regierungs Umstürze

Dezember 16, 2014 7 Kommentare

update: Arte Doku im Dezember 2014 : John Kiriakou war in Wirklichkeit ein whistleblower, der die Folter Praktiken in den USA Medien publik machte und auch die Lügen. Einige Klar Namen der Folterer in den Kommentaren.

Die Dreh- und Angelscheibe dieses Mord-Netzwerkes heisst doch Ramstein, und diese Air Base liegt in Deutschland, was die gekauften Medien vertuschen, wobei am schlimmsten die NATO Website setimes ist. Im März 2015, wurde die Website geschlossen. Southeast European Times was a United States European Command-sponsored news website dedicated to coverage of Southeast Europe that ended publication in March 2015.

Was ist das für eine «Wertegemeinschaft»?Die USA und Europa nach dem Senatsbericht über Folterpraktiken der US-Geheimdienste | von Willy Wimmer, ehemaliger Staatssekretär im deutschen Bundesverteidigungsministerium

John Kiriakou, left, leaving court in Alexandria

Georg Tenet Man: Ex-CIA Officer John Kiriakou Indicted

Schweig, Verräter!

Whistleblower im Visier

Live Dienstag, 16. Dezember um 20:15 Uhr (97 Min.)

Whistleblower packen aus. Nicht über die brisanten Geheimdienstinformationen, die sie öffentlich machten, sondern über ihr Schicksal als „Verräter“ und angeklagte Straftäter. Weil sie die Wahrheit sagten, stehen sie nun am Pranger. In ihrer Geschichte spiegelt sich das Bild einer panischen politischen Praxis der USA im Kampf gegen den internationalen Terror.

Ex-C.I.A. Officer’s Path From Terrorist Hunter to Defendant

By
Published: January 24, 2012

WASHINGTON — In March 2002, John Kiriakou coordinated a team of fellow Central Intelligence Agency officers and Pakistani agents that descended upon a house in Pakistan where they believed they might find Abu Zubaydah, a high-level figure in Al Qaeda.

Foltern hat keinerlei Ergebnisse gebracht, wie der US Senats Bericht in vielen Details aufzeigt, über die Verbrechen der US Partner und der CIA Terroristen.

Nur ein Teil des geheimes Berichtes der in Wirklichkeit 6.000 Seiten lang ist und nicht 528 Seiten, die nun veröffentlicht wurden. Dana Priest eine investigative Journalistin erklärt die Fakten.

CIA TORTURE REPORT:  OVERSIGHT, BUT NO REMEDIES YET

The release of the executive summary of the Senate Intelligence Committee report on CIA’s post-9/11 interrogation program is, among other things, an epic act of record preservation.

Numerous CIA records that might not have been disclosed for decades, or ever, were rescued from oblivion by the Senate report and are now indelibly cited and quoted, even if many of them are not yet released in full.

That’s not a small thing, since the history of the CIA interrogation program was not a story that the Agency was motivated or equipped to tell.

“The CIA informed the Committee that due to CIA record retention policies, the CIA could not produce all CIA email communications requested by the Committee,” the report noted, explaining that the desired information was sometimes recovered from a reply message when the original email was missing.

Agency emails turned out to be a critical source of information, a fact that illuminates the Committee’s sharp response recently to the (now suspended) CIA proposal to the National Archives (NARA) to destroy most Agency emails of non-senior officials.

Thus, the gruesome record of the waterboarding of al Qaeda operative Abu Zubaydah “was referenced in emails, but was not documented or otherwise noted in CIA cables.” (This is at odds with NARA’s initial view that “It is unlikely that permanent records will be found in these email accounts that is not filed in other appropriate files.”)

The Committee report is also a remarkable demonstration of the congressional oversight function that is all the more impressive because it was performed in adverse, unfavorable conditions.

It is striking to see how the CIA sometimes treated the Senate Intelligence Committee, its leadership and its staff with the same disdain and evasiveness that is often perceived by FOIA requesters and other members of the public.

Committee questions were ignored, inaccurate information was provided, and the oversight process was gamed.

“Internal CIA emails include discussion of how the CIA could ‘get… off the hook on the cheap’ regarding [then-Committee] Chairman [Bob] Graham’s requests for additional information…. In the end, CIA officials simply did not respond to Graham’s requests prior to his departure from the Committee in January 2003,” the report said.

“I am deeply disturbed by the implications of the study for the committee’s ability to discharge its oversight responsibility,” wrote Sen. Angus King (I-Maine) in his additional remarks. “Because it appears from the study that the committee was continuously misled as to virtually all aspects of this program, it naturally raises the extremely troubling question as to whether we can trust the representations of the agency in connection with difficult or sensitive issues in the future.”

But minority members of the Committee disputed this characterization: “In reality, the overall pattern of engagement with the Congress shows that the CIA attempted to keep the Congress informed of its activities,” they wrote in their extensive dissenting views.

Perhaps the most important achievement of the Committee report was to document and memorialize the fact that agents of the US Government practiced torture. Not “harsh measures” or “enhanced techniques,” but torture.

Senator Susan Collins (R-Maine), who criticized what she said were methodological flaws in the Committee report, said in her additional views that “Despite these significant flaws, the report’s findings lead me to conclude that some detainees were subject to techniques that constituted torture. This inhumane and brutal treatment never should have occurred.”

By the same token, the most important omission from the report is the absence of any discussion of remedies.

Now that it is firmly established that “we tortured some folks,” as President Obama awkwardly put it, the question is what to do about it. Confession without atonement is incomplete.

Prosecution seems problematic for a number of reasons, including the difficulty of localizing responsibility, when it is entire institutions and not just particular officials that failed.

A different approach to the problem would start by considering the individuals who suffered abuse at the hands of the U.S. government, including a number of persons who were detained in error. Congress could now ask how some of them (i.e. those who are still alive) could be compensated in some measure for what was wrongly done to them.

Several previous efforts to seek remedies for torture were deflected by use of the state secrets privilege. In light of the detailed findings of the Senate Intelligence Committee report, that sort of evasion should be harder to sustain. Congress could accelerate a resolution of the problem with a focused investigation of what potential remedies are now feasible and appropriate.


2014-1695.pdf
Senate CIA Torture Report Timeline December 9, 2014

2014-1694.pdf Senate CIA Torture Report Feinstein Statement December 9, 2014
2014-1693.htm offsite CIA Response to Torture Report 1 2 3 December 9, 2014
2014-1692.pdf Senate CIA Torture Report State Talk Points December 9, 2014
2014-1691.pdf Senate CIA Torture Report Obama Statement December 9, 2014
2014-1690.pdf Senate CIA Torture Report Minority Views December 9, 2014 (14.5MB)

2014-1689.pdf Senate CIA Torture Report Additional Views December 9, 2014 (2.0MB)
2014-1688.txt Hacked RU Interior Ministry URLs and File List December 9, 2014
2014-1687.pdf Senate CIA Torture Report December 9, 2014 (108MB)

EU – US Partner: Scharfschützenmorde in Kiew – Die Spur führt zum Rechten Sektor

CIA-Folter: Amerikas Demokratie in Trümmern

Von Joseph Kishore, 12. Dezember 2014

Die Reaktion der Obama-Regierung und des politischen Establishments auf den Senatsbericht zur CIA-Folter macht deutlich, dass keiner der Verantwortlichen für diese schrecklichen Verbrechen für seine Taten verhaftet, angeklagt oder vor Gericht gestellt werden wird.

CIA-Folter und die Verbrechen des Staates

Zum Folterreport der CIA:
Die USA und ihr Legitimitätsproblem

Von Tom Carter, 9. Dezember 2014

Hitler lässt grüssen, wobei Hitler nicht so schlimm war wie die heutige NATO Verbrecher.

Das Steinmeiersche Programm erinnerte dabei stark an längst vergangen geglaubte deutsche Großmachtgelüste. „Deutschland solle ‚Europa anführen, um die Welt anzuführen’, ‚Russland europäisieren’ und ‚die USA multilateralisieren’“, forderte Steinmeier unter Berufung auf einen Aufsatz, der seit Monaten auf einer offiziellen Website des Außenministeriums prangt. Er fügte hinzu: „Keine ganz kleinen Aufgaben!“

Diese Worte kann man nicht missverstehen. Die Rückkehr Deutschlands zu einer aggressiven Außenpolitik verläuft wieder entlang ähnlicher Linien wie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die deutschen Eliten betrachten es erneut als ihre „Aufgabe“, Europa zu dominieren, um Weltmacht zu werden. Dieses Programm des deutschen Imperialismus bedeutet heute wie damals Konflikt mit Russland und mit den USA.

„Russland europäisieren“ heißt nichts anderes, als Russland einem von Deutschland kontrollierten Europa unterzuordnen. „Die USA multilateralisieren“ bedeutet, den USA ihre Rolle als Weltmacht streitig zu machen. Mit anderen Worten: Die deutsche Außenpolitik wird sich künftig in zunehmendem Maße in Konflikt mit den beiden Mächten entwickeln, denen es bereits in zwei Weltkriegen gegenüber stand.

Nach den Verbrechen des Nazi-Regimes sind die deutschen Eliten allerdings – zumindest momentan noch – bemüht, ihr Programm eines dritten „Griffs nach der Weltmacht“ so darzustellen, als würde es von außen an sie herangetragen. „Die Erwartung an deutsches Engagement“ begegne ihm täglich von seinen „Gesprächspartnern im Ausland“, beteuerte Steinmeier im Adlon. Er habe deshalb „eine große Gruppe von internationalen Experten gebeten, ihre Erwartungen an deutsche Außenpolitik zu formulieren“.

Steinmeiers Großmachtrede vor der deutschen Wirtschaft

Von Johannes Stern, 5. Dezember 2014

In seiner Auftaktrede beim SZ-Wirtschaftsgipfel richtete der Außenminister einen Appell an die deutsche Wirtschaft, den Aufstieg Deutschlands zur Weltmacht zu unterstützen.

Willy Wimmer: Jetzt reicht es! und die Inkompetenz der AA Truppe mit Frank Walter Steinmeier

European Council on Foreign Relations (ECFR), als Ableger des CFR: Front Organisation im Drogen und Waffen Handel


Über den Council on Foreign Relations (CFR)

Die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik ist ein direkter „Kaktusableger“ des CFR

Henry Kissinger über die NATO, EU, US Idioten mit der Ukraine

Robert Parry: besoffene Ukrainische Militärs haben die MH 17 abgeschossen

Und die Ukraine ist total Bankrott, sagt der neue Wirtschafts Minister Aivaras Abromavicius, ein vom Westen eingesetzter Banken Gangster, der die Ukrainische Staats Angehörigkeit schnell erhielt

Ukraine’s new minister of economic development says Ukraine is bankrupt

11.12.2014 09:19:06

Focus ^ | 11 December 2014 | 01:02 |
Kiev. As cited by Itar Tass, Ukraine’s new Minister of Economic Development and Trade Aivaras Abromavicius said on Wednesday the country was in fact a bankrupt. “The state, as a matter of fact, is a bankrupt, so, it is simply unrealistic to expect us to offer real, but not declarative, programmes of motivation,” he said at a session of the Verkhovna Rada /parliament/ committee for economic policy. “Hence, the main thing now is not to impede businesses, and business will put things at rights.” He promised that it would take about two years for Ukraine to be ranked among top..
Fazit: Steinmeier und seine Lügen über Afghanistan, würde Bücher füllen schon vor 10 Jahren.
Milliarden sind weg, man spricht von über 26 Milliarden € nur von Deutschland in Afghanistan.

“Fortschrittsbericht” zu Afghanistan: NATO-Invasion hat keines der gesetzten Ziele erreicht

Der „Fortschrittsbericht“ der Bundesregierung zu Afghanistan kommt einem Offenbarungseid des „Demokratieexportes“ gleich, der durch den Nato-geführten Einmarsch 2011 angeblich stattfinden sollte. Die Armut ist in den letzten Jahren genauso gestiegen …

Noch ein CIA Analyst der auspackt, neben Robert Bear ebenso Alles erfahrene Leute. Vor über 10 Jahren, war das noch als Red and Blue Team bekannt.

Dividing the CIA in Two

Director of National Intelligence James Clapper talks with President Barack Obama in the Oval Office. (Photo credit: Office of Director of National Intelligence)

When created in 1947, the CIA was meant to coordinate objective intelligence and thus avert some future Pearl Harbor attack, but its secondary role – engaging in covert operations – came to corrupt its independence, a problem that must now be addressed, says ex-CIA analyst Melvin A. Goodman.

US Politik im Normal Bereich: Karsai, CIA, Drogen, Heroin um das Drogen Monopol der Welt


Deshalb war ja die NATO und die Bundeswehr in Afghanistan, um die Drogen Produktion erheblich zusteingern (700 % ist ein Erfolgs Bilanz der Verbrecher Organisation NATO und der korrupten Entwicklungshilfe mit Steinmeier und Co.

Die Karzai-Familie vertraut den Heroinhandel dem Islamischen Emirat an

| 29. November 2014

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Laut den Vereinten Nationen ist die globale Heroinproduktion 430 bis 450 Tonnen, von denen nur 340 Tonnen auf den Markt kommen, der Rest wird zerstört oder beschlagnahmt [1].

Die Erzeugerländer sind: Afghanistan (mindestens 380 Tonnen), Myanmar und Laos (mindestens 50 Tonnen).

Laut John F. Sopko, spezieller Generalinspektor der Vereinigten Staaten für Afghanistan, sind die Bemühungen für den Wiederaufbau Afghanistans gegenüber der Entwicklung der Drogenpflanzung und der kriminellen Organisationen eingebrochen. Die afghanischen Bauern hätten 3 Milliarden Dollar im Jahr 2013 verdient [2].

Seit 2010 beschuldigen die russischen Behörden die NATO, afghanisches Heroin nach Europa zu exportieren [3].

Die Wende des NATO-Flugzeugverkehrs zugunsten der Dschihadisten des islamischen Emirats bescheinigt die Verbindungen zwischen den beiden Organisationen. Sie findet statt, kurz nachdem die Karzai-Familie den afghanischen Vorsitz verlassen hat (29. September 2014). [4]

Das islamische Emirat verwendet Drogen-Cocktails, um ihre Kämpfer gemäß Protokollen zu konditionieren, die anscheinend von der CIA definiert wurden [5].

Laut des Russischen Föderalen Drogen Kontrolldienstes (FSKN) kommt jetzt mehr als die Hälfte des in Europa konsumierten Heroins aus Afghanistan, über das islamische Emirat [6].  ………http://www.voltairenet.org/article186092.html

“European Council on Foreign Relations” und Georg Soros und Drogen und der Finanz Betrug

US Militär und Politiker, als zentrale Drehscheibe, für den Drogen Handel und Partner der “Terroristen”

Die Amerikanischen Regierungs Geschäfte mit schweren Waffen mit den Drogen Kartelles von Mexiko

Die NATO Terror Maschinerie, fuer den Drogen Handel im Chaos in Afghanistan

Strom von Drogengeldern aus Afghanistan, nach Dubai verblüfft US-Beamte

Skandal auf Skandal: Afghanistan und der Deutsche Zivile Aufbau

US Strategische Projekte – Oil And The Battle For Chechnya

Kouchner im Dienste des CIA Drogen Imperiums

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Deutsche Politik im Desaster von Afghanistan: immer mit Kriminellen, Verbrechern und Oligarchen

September 26, 2014 11 Kommentare

Immer mit Verbrechern als Partner: Deutsche Aussenpolitik und Steinmeier war schon wieder dort, um Geschäfte zu machen. Warlord Atta Muhammad Noor, ein Produkt der Deutschen, wie so oft: von Albanien, dem Kosovo, Balkan bis zu den Mord Faschisten in Kiew und aus Kabul gibt es Nichts Neues was nicht von der Steinmeier Bande mit ihren Todesschwadronen nicht schon vor 10 Jahren bekannt war.
Gut geschmiert direkt von Steinmeier war auch der Verbrecher: Nordallianz-Chefs Muhammad Qasim Fahim
Kosten die vertuscht wurden: Die Kosten des bisherigen Einsatzes belaufen sich allein für die Bundesrepublik nach Schätzungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung auf 26 bis 46 Milliarden Euro.
Alles Betrug, mit dem Aufbau: vom Balkan, Irak bis Afghanistan und Afrika. Nur die verschwundenen Milliarden werden immer mehr.

In den USA wird man auf die Verschwendung von Steuergeldern beim „Nation Building“ aufmerksam

Deutsche Soldaten berichten nur negativ, was ihre Offiziere in Afghanistan trieben im Auftrage von Steinmeier, undurchsichtiger Personen und immer mit der Prominenz der Kriminellen.
Die NATO ist zum Schmieren Geschäft dre NATO, auch der Bundeswehr verkommen, mit dem Motor und Haupt Verantwortlichen: Frank Walter Steinmeier, wo man einseitig auf Seiten krimineller Clans, in Stammes Kriege eingriff. Nur mit Terrorismus hatte das Ganze nie etwas zu tun, was immer eine PR Luege war.
Allgemein Wissen: Die einzige Aufgabe der Bundeswehr in Afghanistan war, die Drogen Produktion und die Handels Wege, fuer die kriminellen Partner abzusichern, deshalb arbeitete man auch mit einer Mazedonischen Firma (ecolog) aus Tetova zusammen, denn die Drogen Verteilung mit dem Dreh Kreuz Tetova, dem Kosovo musste gesichert werden. Ein 4 Sterne General, war deren Repraesentant in den USA.

General Steve L. Arnold, im 1. Irak Krieg u.a. Stellvertreter von General Schwarzkopf und später Chef des 3. Armee Korps bis 1997.General (ret.) Steve L. Arnold
General (ret.) Steve L. Arnold became the first President of Ecolog USA, Inc. in September, 2007. Ecolog USA, Inc. is the newly organised United States affiliate of Ecolog AG, the international specialist for mobile infrastructure services to provide tailor-made logistics and service solutions to armed forces and organisations in contingency areas. Before joining Ecolog, Steve Arnold was the Vice President/Program Manager of LOGCAP III Middle East/Central Asia for KBR. KBR constructed facilities and managed the infrastructure for Army base camps – everything from beds and food service, to laundry, sanitation and utilities. Prior to LOGCAP III, he served with NDC Health, a healthcare information technology services firm. At NDC Health, he managed and consolidated new acquisitions in the US and UK . Prior to April 1997, Steve served in the United States Army for 34+ years, culminating his service as the Commanding General for the Third United States Army. His assignment with Ecolog allows him to proudly support the soldiers of the United States and NATO as well as serve the employees of Ecolog.
http://www.defence-conference.de/index.a…ta&lang=deutschGeneral Arnold ist der Mann, mit Know für die Verteilung von Regierungs Aufträgen!LOGCAP III Middle East/Central Asia for KBR, verteilt ganz kurz die Aufträge in Milliarden Höhe u.a. an Haliburton, wo der Ex-Vize US Präsident Cheney Teilhaber und Präsident war und Cheney war direkt in den US Drogen Schmuggel über Haliburton in der Iran Contra Affäre verwickelt. Cheney war wegen Bestechung auch in Frankreich angeklagt, eines der korruptesten und kriminellsten Amerikaner, welche je gelebt haben. Haupt Initiator für die Irak Lügen und Fälschungen usw..
Vom Westen befreit (III)
26.09.2014

KABUL/BERLIN
(Eigener Bericht) – Ein Kooperationspartner Deutschlands steckt hinter den nur mit Mühe abgewandten Gewaltdrohungen nach der Präsidentenwahl in Afghanistan. Dies geht aus Berichten über die wiederholten Ankündigungen hervor, Regierungsgebäude in Kabul zu stürmen, sollte der mutmaßliche Wahlverlierer Abdullah Abdullah nicht an der Regierung beteiligt werden. Die Ankündigungen gehen demnach auf den Gouverneur der Provinz Balkh, Atta Muhammad Noor, zurück. In der Hauptstadt von Balkh, Mazar-i-Sharif, unterhält die Bundeswehr ihr Haupt-Feldlager in Afghanistan („Camp Marmal“); um dort Unruhen zu verhindern, kooperiert sie eng mit dem Warlord Atta, dem schwerste Menschenrechtsverletzungen nachgesagt werden und der darüber hinaus seine Macht nutzt, um gewaltige Reichtümer anzuhäufen. Mittlerweile gilt er als einer der reichsten Männer Afghanistans. Atta, durch die Kooperation mit dem Westens gestärkt, will seinen Einfluss nun über die Region hinaus ausdehnen und setzt dazu auf Abdullah, der „Chief Executive Officer“ der neuen Regierung wird. Mit Atta herrscht im Norden des „befreiten“ Afghanistan ein Warlord, der bereits in den 1990er Jahren die Bevölkerung der Region terrorisierte. Die verbreitete Furcht vor dem Terror der Warlords ebnete damals den Taliban den Weg an der Macht.
Afghanistans CEO
Nur mit Mühe und unter massivem Druck des Westens haben die beiden Kandidaten der Stichwahl um das Präsidentenamt Afghanistans, Ashraf Ghani Ahmadzai und Abdullah Abdullah, am vergangenen Wochenende eine Einigung in ihrem Machtkampf erzielt. Abdullah hatte Ghanis Wahlsieg in Frage gestellt und auf massive Fälschungen verwiesen. Das Ergebnis der Nachzählungen ist nicht bekanntgegeben worden; ob Hinweise stimmen, denen zufolge Ghani auch nach der Korrektur klar vorne liegt, ist nicht verifizierbar. Die jetzt erzielte Einigung sieht vor, dass er das Präsidentenamt erhält, während Abdullah zu einem neuartigen „Chief Executive Officer“ (CEO) mit Kompetenzen vor allem in der Tagespolitik ernannt werden soll. Die Ministerposten werden an beide Parteien gleichermaßen verteilt. Beobachter vermuten, die „Einheitsregierung“ werde, sollte sie bestehen bleiben, die aktuellen Machtverhältnisse im Land konservieren. Während Ghani dabei für die ultrakonservativen paschtunischen Stämme steht, ist Abdullah der Vertreter von Kräften der Nordallianz. Als treibende Figur hinter ihm gilt vor allem der Gouverneur der nordafghanischen Provinz Balkh, Atta Muhammad Noor, der das bedeutendste Wirtschaftszentrum Nordafghanistans kontrolliert – Mazar-i-Sharif.[1]
Die Sicherheitslage im Griff
In Mazar-i Sharif unterhält die Bundeswehr seit 2005 ihr größtes Feldlager in Afghanistan, „Camp Marmal“. Dort sind aktuell noch rund 1.450 von den insgesamt etwa 1.800 deutschen Soldaten am Hindukusch stationiert; von „Camp Marmal“ aus soll auch die sogenannte Ausbildungsmission geführt werden, an der sich die Bundesrepublik in den kommenden Jahren beteiligen will. Deshalb hat Berlin seit je erhebliches Interesse daran, Unruhen in Mazar-i-Sharif und dem umliegenden Gebiet zu verhindern, und dazu kooperiert es mit Atta Muhammad Noor. Atta wurde bereits in den Jahren unmittelbar nach der Besetzung Afghanistans vom Westen unterstützt, weil er als fähig galt, seinen Rivalen Abdul Rashid Dostum, einen berüchtigten Schlächter, in Schach zu halten und klare Machtverhältnisse im Norden des Landes herzustellen. Im Jahr 2004 wurde er mit westlicher Billigung Gouverneur der Provinz Balkh. Seither haben mehrere deutsche Minister sich mit ihm getroffen; im März 2012 ließ sich Bundeskanzlerin Merkel persönlich bei einer Zusammenkunft mit Atta fotografieren. Als Außenminister Westerwelle im Juli 2011 mit Atta konferierte, um die Übergabe der offiziellen Kontrolle über Mazar-i-Sharif an einheimische Kräfte zu zelebrieren, da hieß es erläuternd, der Gouverneur von Balkh werde „von Deutschen und Amerikanern hofiert“, weil er „die Sicherheitslage weitgehend im Griff“ habe und „Bereitschaft zu wirtschaftlicher Modernisierung“ zeige.[2]
„Ein Mörder, ein Krimineller“
Wie Atta Muhammad Noor die „Sicherheitslage weitgehend im Griff“ behält, zeigen Berichte von Kritikern. Atta, der seit Beginn der 1980er Jahre in den unterschiedlichen afghanischen Kriegen kämpfte und schon Anfang der 1990er als einer der mächtigsten Warlords des Landes galt, habe einst nahe Mazar-i-Sharif ein „Menschen-Schlachthaus“ unterhalten, hieß es vor rund zwei Jahren in einer Analyse der „Afghan Independent Human Rights Commission“ (AIHRC), die afghanische Kriegsverbrechen der Jahre von 1978 bis 2001 untersuchte.[3] Die Veröffentlichung der Studie wurde damals unterdrückt; ebenso kam es nicht zu einer Untersuchung der Verbrechen, denen Menschen zum Opfer gefallen waren, deren sterbliche Überreste in den vergangenen Jahren in Massengräbern auch im deutsch kontrollierten Teil Nordafghanistans entdeckt wurden. „Wenn Sie beispielsweise zu einem durchschnittlichen Afghanen, der im Norden lebt, über Gouverneur Atta sprechen, würden Sie hören: Er ist ein Mörder, ein Killer, ein Krimineller“, stellte 2009 ein afghanischer Beobachter fest: „Aber die ISAF-Staaten stellen sich taub.“[4] Vor allem von Übergriffen gegen die paschtunische Minderheit Nord-Afghanistans wurde immer wieder berichtet; Journalisten schilderten, wie etwa ein Arzt ermordet wurde, weil er Landbesitz in einem Stadtteil hatte, den Atta in seinen Besitz bringen wollte.[5] Der Journalist Marc Thörner warnte schon 2010 im Gespräch mit german-foreign-policy.com: „Die Polizei, die von Deutschland in Balkh ausgebildet wird, das ist die Polizei des Fürstentums von Gouverneur Atta. Diese Polizei – das ist durch verschiedenste Berichte und Zeugenaussagen belegt – ist offenbar auch noch dabei, schwerste Menschenrechtsverletzungen zu begehen.“[6]
Afghanistans Orangene Revolution
Atta Muhammad Noor, dem es gelungen ist, in den vergangenen Jahren riesige Geldsummen anzuhäufen und zu einem der reichsten Männer des Landes zu werden, wolle jetzt Reichtum und regionale Macht in überregionalen Einfluss umwandeln, heißt es nun. Er suche sich nach dem Tod des Nordallianz-Chefs Muhammad Qasim Fahim zum Anführer des tadschikischsprachigen Bevölkerungsteils aufzuschwingen, habe Allianzen mit Warlords im ganzen Land geschmiedet und eine hohe Summe Geld eingesetzt, um Abdullah Abdullahs Wahlkampf zu finanzieren. Ein afghanischer Journalist ist der Ansicht: „Abdullah ist nur eine Marionette von Atta“. Atta habe gedroht, heißt es nun, er werde „Regierungsgebäude stürmen und besetzen“ lassen, sollte Abdullah nicht „die Hälfte der Posten“ in der afghanischen Regierung bekommen: „Er hat eine orangefarbene Revolution wie in der Ukraine angekündigt und seine Leute in Kabul instruiert, orange Fahnen nähen zu lassen.“[7] In der Tat sei befürchtet worden, heißt es weiter, Atta könne einen Putsch anzetteln, sollten seine Forderungen nicht berücksichtigt werden. Mehrmals habe US-Präsident Barack Obama persönlich mit ihm telefoniert; mehrfach hätten ihn Soldaten einer US-Spezialeinheit in seinem Gouverneurspalast besucht, um ihm zu verdeutlichen, „dass es nicht zu seinem Besten wäre, wenn er gegen die Interessen Washingtons handeln würde“. Auch deutsche Diplomaten hätten sich eingeschaltet und „mäßigend auf ihn einzuwirken“ versucht.[8]
Die Stimme der Freiheit
Die Einigung vom vergangenen Wochenende kann als Erfolg für Atta gelten: Sein Kandidat Abdullah hat sich paritätischen Einfluss in der „Einheitsregierung“ gesichert; damit steigt auch die Chance für ihn selbst, seinen eigenen Einfluss wie gewünscht weiter auszubauen – nicht zuletzt dank der systematischen Förderung aus Berlin und Washington. Kritik aus der Bevölkerung hält der von Deutschland und den USA gestützte Herrscher mit eiserner Faust nieder; Medienvertreter etwa klagen über massive Pressionen. Erst letzte Woche ist die Journalistin Palwasha Tokhi im Zentrum von Mazar-i-Sharif ermordet worden. Tokhi hätte gerettet werden können. Weil sie vier Jahre lang für die Bundeswehr gearbeitet hatte, die von „Camp Marmal“ aus einen Rundfunksender betrieb („Sada-i-Azadi Shamal“, „Stimme der Freiheit im Norden“), gehörte sie zu den Personen, die nach dem Teilabzug der westlichen Streitkräfte als besonders gefährdet gelten und einen Antrag auf Ausreise nach Deutschland stellen können. Hätte Berlin ihrem Antrag stattgegeben, wäre sie noch am Leben. Wie es in Berichten erläuternd heißt, seien für Journalisten „auch Bedrohungen durch Regierungsmitarbeiter“ in Afghanistan „nicht auszuschließen“: Diese fielen jedoch „nicht unter die Kriterien, die von der Bundesregierung für eine Aufnahme früherer Mitarbeiter der Bundeswehr festgelegt worden seien“.[9]
Weitere Berichte zur aktuellen Lage in Ländern, die von Deutschland und anderen westlichen Staaten mit Krieg überzogen wurden, finden Sie hier: Vom Westen befreit (I) und Vom Westen befreit (II).
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