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„Lebensraum Gewinnung von Israel“ Die Ethnischen Säuberungen der Israelis: Autor Prof. Pappe Uni Haifa

November 30, 2011 1 Kommentar

Lebensraum Gewinnung durch die kriminelle Banden der Israelis und mit den alten Militär Akten dokumentiert.

05.03.2007

Der Geburtsmakel Israels

Die Vertreibung der Palästinenser wird immer noch geleugnet

SZ

11 altgediente zionistische Führer des späteren PM avid ben Gurion hatten einen Plan fertig am 10.3.1948, für die ethnischen Säuberungen Palästinas. Am gleichen Abend seien die Kommandeure im Feld angewiesen worden, sich auf die Verwirklichung dieses Planes vorzubereiten. „Den Befehlen beigefügt“, schreibt Pappe, waren detaillierte Anweisunden, welche Methoden angewendet werden sollten, um die Mensch zu vertreiben. Einschüchterung in gro0em Stil, Belagerung und Bombardierung von Dörfern und Bevölkerungs Zentren; in Brand setzen von Häusern, andere Immobiilen und Waren; Vertreibung, Zerstörung und schließlich das Legen von MInen unter dem Schutt, um die vertriebenen Einwohner an der RRückkehr zu hinern. 6 Monate nach dieser Entscheidung seien 800.000 Menschen zu Vertriebenen geworden, 531 Dörfer seien zerstört worden, in elf städichsen Großsiedlungen sei die arabische Bevölkerung verschwunden.

Prof. an der Uni Haifa: Ilan Pappe: The Ethnic Cleansing of Palestine“ Oneworld Verlag, Oxford

Genozid in Gaza
von Ilan Pappe
The Eletronic Intifada 02.09.2006

ZNet > Naher Osten > Libanonkrieg
Im Gazastreifen findet ein Genozid statt. An diesem Morgen, den 2. September, wurden drei weitere Zivilisten in Gaza getötet und in Beit Hanoun eine ganze Familie verletzt. Das ist die Morgenernte. Am Ende des Tages werden viele andere massakriert worden sein. Im Durchschnitt sterben 8 Palästinenser pro Tag bei israelischen Angriffen im Gazastreifen. Die meisten sind Kinder. Hunderte werden verkrüppelt, verletzt und gelähmt. … Die israelische Führung weiß nicht mehr, was sie mit dem Gazastreifen tun soll. .wenigstens für eine Zeit lang, und würde so Israel nicht zur Last fallen. Dies ist ein Trugschluss – doch der größte Teil der Juden des Landes stimmte dem begeistert zu. Solch ein Arrangement kann in der Gaza-Enklave nicht durchgeführt werden: anders als Jordanien gelang es Ägypten, den Israelis schon 1948 klar zu machen, dass der Gazastreifen für sie eine Verpflichtung ist, aber niemals ein Teil Ägyptens sein wird. So stecken anderthalb Millionen Palästinenser in Israel fest, obgleich der Streifen geographisch am Rande des Staates liegt – psychologisch liegt er aber in seiner Mitte.

Die unmenschlichen Lebensbedingungen im dichtest bevölkerten Teil der Welt und in einem der ärmsten Gegenden der nördlichen Hemisphäre lassen es nicht zu, dass sich die Menschen mit der Gefangenschaft abfinden, die ihnen seit 1967 von Israel auferlegt wurde. Da gab es eine relativ bessere Periode, in der man in die Westbank fahren und in Israel arbeiten konnte. Doch diese besseren Zeiten sind vorbei. Seit 1987 ist die Realität härter. Einige Verbindungen zur Außenwelt waren solange erlaubt, wie jüdische Siedler im Streifen lebten. Aber seitdem diese abgezogen worden sind, ist der Streifen hermetisch abgesperrt. Ironischer Weise sehen die meisten Israelis – nach kürzlichen Umfragen – den Gazastreifen als einen unabhängigen palästinensischen Staat an, den Israel großzügig hat entstehen lassen. Die Führung und besonders das Militär sehen den Gazastreifen als Gefängnis mit der gefährlichsten Gruppe von Gefangenen, die man auf die eine oder andere Weise eliminieren sollte.

Die konventionelle israelische Politik der ethnischen Säuberung, die 1948 erfolgreich gegen die Hälfte der palästinensischen Bevölkerung und gegen hunderttausende von Palästinensern in der Westbank angewandt wurde, ist hier nicht anwendbar. Man kann langsam Palästinenser aus der Westbank besonders aus dem Raum von Groß-Jerusalem „transferieren“ – man kann sie aber nicht aus dem Gazastreifen vertreiben, solange man diesen wie ein Hochsicherheitsgefängnis abgesperrt hat.

Genau wie die Operationen der ethnischen Säuberung, so befindet sich auch die genozidale Politik nicht in einem Vakuum. Schon seit 1948 benötigte die israelische Armee und Regierung einen Vorwand, um solche Politik zu praktizieren. Mit der Übernahme Palästinas 1948 (durch die Zionisten) entstand unvermeidlich lokaler Widerstand, der nun die Ausführung der ethnischen Säuberungspolitik „erlaubte“, die schon 1930 geplant worden war. 20 Jahre israelischer Besatzung der Westbank ließ schließlich eine Art Widerstand entstehen. Dieser verspätete Kampf gegen die Besatzung löste eine neue Säuberungspolitik aus, die heute in der Westbank durchgeführt wird. Die Absperrung des Gazastreifens im Sommer 2005, die von einem „großzügigen“ Rückzug (der Siedler) begleitet wurde, hatte die Raketenangriffe der Hamas und des Jihad zur Folge und die Gefangennahme des einen Soldaten. Doch noch vor der Entführung von Gilad Shalit bombardierte die israelische Armee willkürlich den Streifen. Seit der Entführung des Soldaten wurde noch mehr getötet und urde noch mehr getötet und wurde zwar systematisch. Es wird zum täglichen Geschäft, Palästinenser zu töten, hauptsächlich Kinder und das wird nur (wenn überhaupt) mit wenigen Zeilen auf den inneren Seiten der lokalen Presse gemeldet.

Die Hauptschuldigen sind die israelischen Piloten, die jetzt einen großen Tag haben. Einer von ihnen ist der Generalstabschef Halutz. Im Libanonkrieg 1982 gab die israelische Luftwaffe an ihre Piloten Befehle aus, einen Auftrag abzubrechen, wenn innerhalb von 500qm ihres Militärzieles harmlose Zivilisten wahrgenommen würden. ……….
Der Libanonkrieg war eine Weile wie eine Nebelwand, die die Kriegsverbrechen im Gazastreifen unsichtbar machten. Aber die Politik wütete weiter, auch nach der Entscheidung des Waffenstillstandes im Norden. Es sah so aus, als würde die frustrierte und besiegte israelische Armee noch entschlossener die Abschussfelder ( killing fields) im Gazastreifen vergrößern. Es gibt keinen Politiker, der in der Lage oder bereit wäre, den Generälen Einhalt zu gebieten. Das Morden bis zu 10 Zivilisten/ pro Tag wird etwa ein paar Tausend Tote am Ende jedes Jahres kosten. Es ist natürlich ein großer Unterschied, einen Völkermord von einer Million in einer Aktion zu begehen -………

Dies hängt sehr von der internationalen Reaktion ab. Wenn man Israel von jeder Verantwortlichkeit für die ethnische Säuberung von 1948 frei spricht, dann wird diese Politik zu einem legitimen Mittel seiner nationalen Sicherheitsagenda. Wenn die gegenwärtige Eskalation und Anwendung genozidaler Politik von der Welt toleriert wird, wird sie sich erweitern und noch drastischer angewendet werden.

Nichts außer Druck in Form von Sanktionen, Boykott und Divestment wird das Morden unschuldiger Zivilisten im Gazastreifen beenden. Es gibt nichts, was wir hier in Israel dagegen tun können. Tapfere Piloten weigern sich an Operationen teilzunehmen, zwei Journalisten (Gideon Levy , Amira Hass)– von 150 – hören nicht auf, darüber zu schreiben. Doch das ist es schon. Im Namen des Holocaustgedenkens wollen wir hoffen, dass die Welt es nicht zulässt, dass der Genozid im Gazastreifen weitergeht.

*Ilan Pappe: Dozent an der Uni Haifa, Abteilung für Politische Wissenschaften und Direktor des Emil Touma-Institutes für palästinensische Studien in Haifa. Seine Bücher : „ The Making of the Arab-Israeli Conflict (London and New York 1992); The Israeli/ Palestine Question (London and New York, 1999) A History of Modern Palestine ( Cambridge, 2003); The Modern Middle East (London and NY 2005) and Ethnic Cleansing of Palestine ( 2006)

http://www.zmag.de/artikel.php?id=1912

Ilan Pappe: The Ethnic Cleansing of Palestine. One World Opublication. Oxford 2006 313 Seiten

Zu einem Buch über die „ethnische Säuberung“ von Palästina des jüdischen Historikers Ilan Pappe
Von Rupert Neudeck – 4.2.07
…………….

Die nächsten Operationen wurden befohlen. Die Dörfer um Jaffa und Tel Aviv sollten angegriffen werden. Wir müssen, so sagte es General Yigal Allon, „eine Serie von kollektiven Strafaktionen durchführen, selbst wenn Kinder in den attackierten Häusern wohnen“. Allon reagierte auf den schüchternen Versuch von Eliyahu Sasson und Reuven Shiloah, die meinten man würde mit solchen Provokationen freundliche und friedliche Palästinenser entfremden: „A call for Peace will be Weakness!“

Ganze große Dörfer wurden zerstört, ihre Bevölkerung verjagt: Deir Ayyub und Beit Affa im Dezember 1947. 20 jüdische Soldaten kamen nach Deir Ayyub, wo gerade eine neue Schule für 51 Schüler eingeweiht wurde. Yigal Allon griff den Ort Khisas an, in dem hunderte Muslime und 100 Christen sehr friedlich zusammenlebten. 15 Dorfbewohner wurden bei dem nächtlichen Überfall getötet, darunter fünf Kinder. Der Angriff geschah in der Nacht. Der Korrespondent der New York Times war so entsetzt, das zu hören, dass er bei der Haganah recherchierte, die erst mal die Operation dementierte. Taktisch veröffentlichte Ben Gurion eine Entschuldigung, versuchte zu erklären, diese Dorf-Zerstörung sei nicht autorisiert gewesen; einige Monate später, im April 1948, fügte er sie in die Liste der erfolgreichen Operationen ein. Es gab auch in den Städten Vertreibungs- und Terroraktionen, wie wir heute sagen würden. Die 75.000 Palästinenser in Haifa wurden von den jüdischen Siedlern, die sich auf den Bergen um die Stadt angesiedelt hatten, mit Fässern mit Explosivstoffen maltraitiert, die einfach den Berg hinuntergeworfen wurden. Eine Spezialeinheit der Haganah, die Hashashar, die aus verkleideten Palästinensern bestand, griff in Haifa an.

……………………..
Ilan Pappe: The Ethnic Cleansing of Palestine. One World Opublication. Oxford 2006 313 Seiten

November 29, 1947: War, Ethnic Cleaning Unleashed
By William James Martin

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November 29, 2011 – November 29, 1947 was the date the UN passed the Partition Resolution partitioning Palestine, more or less equally, into a Jewish and an Arab state. In fact, the ethnic cleansing commenced the very next morning when the 75,000 Arab citizens of Haifa were subjected to a campaign of terror jointly by the terrorist group, the Irgun, under Manachem Begin, and the Haganah, the regular militia under David Ben Gurion. The Jewish settlers who had arrived during the previous decade had built their homes higher up the mountain and thus occupied a higher topographical space. From the superior height, they could snipe at the villagers at will.

They began doing this while the Jewish troops rolled barrels of burning oil down their roads and then ignited them. When the terrified residents came out to try to extinguish the rivers of fire, they were sprayed with machine gun fire. Another techniques was to deliver cars filled with explosives to Arab garages to be repaired, and then to detonate the cars in the garages….
  continua / continued avanti - next    [83508] [ 30-nov-2011 16:08 ECT ]

In meiner Kindheit wurde ich zuhause gelehrt, daß das Judentum eine humane Religion sei, „ein Licht auf die Heiden“. Judentum bedeutet, Gewalt zu verabscheuen, die Vergeistigten den Mächtigen vorzuziehen, einen Feind zum Freund zu machen. Einem Juden ist es erlaubt, sich selbst zu verteidigen – „Wenn jemand kommt, um dich zu töten, dann töte ihn zuerst“ – so steht es im Talmud – aber nicht, weil er Gewalt liebt und von der Macht berauscht ist.

Was ist davon geblieben?

Besorgte Freunde sandten mir vor kurzem eine E-Mail mit einigen haarsträubenden Zitaten einer Erklärung von Rabbiner Mordechai Eliyahu, dem früheren sephardischen Oberrabbiner Israels und dem geistigen Führer der Siedler und des ganzen religiös- zionistischen Lagers. In einem Brief an den Premierminister urteilte der Rabbiner, daß es unzulässig sei, Mitleid mit der zivilen Bevölkerung von Gaza zu haben, wenn dies israelische Soldaten gefährde. Sein Sohn Shmuel interpretierte diese Verfügung im Namen seines Vaters: wenn das Töten von 100 Arabern nicht ausreicht, um den Beschuß Israels mit Qassam-Raketen zu beenden, dann müssen 1.000 getötet werden. Und wenn dies nicht genügt, dann 10.000 und 100.000 oder gar eine Million. All dies, um die Qassams zu stoppen, denen es in all den Jahren kaum gelungen ist, ein Dutzend Juden zu töten.
…………………..
http://www.freace.de/artikel/200706/140607a.html

update 15.1.2012

Die Lebensraum Gewinnung der Russen Mafia und der Israelis, geht mit allen Terroristischen Methoden weiter.

Settlers ‚chop down 100 olive trees‘ in Nablus

Ma’an news

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(MaanImages/Rami Swidan, File)

January 14, 2012

NABLUS (Ma’an) — Israeli settlers chopped down more than 100 olive trees belonging to Palestinians south of Nablus on Friday evening, a PA official said.

The group tore down the produce in the valley neighboring the Tappuah settlement, between Yaduf and Jamain villages, Palestinian Authority official monitoring settlement activity Ghassan Doughlas said.

Another group of settlers smashed two vehicles belonging to Palestinians in the same area on Friday night, Doughlas added.

Cars belonging to Abdul-Rahman Muhammad Abdul-Rahman and Hasan Wasif Asayra, both from Asira al- Shamaliya, were vandalized on the main road between Huwwara village and Israeli settlement Yitzhar.

Doughlas had on Monday urged Palestinians to take care on the Ramallah-Nablus highway, warning of revenge acts after Israeli forces took down four trailers at an illegal settlement outpost in the area.

Extremist settlers have launched a campaign of „price tag“ attacks, targeting Palestinians and their property in retaliation for perceived anti-settler actions by the Israeli government.

Settler attacks in the West Bank against Palestinians increased by more than 50 percent in 2011, according to the UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs.

Source

update 15.1.2012

Settlers ‚chop down 100 olive trees‘ in Nablus
Published yesterday (updated) 14/01/2012 20:35
Font- Font+
(MaanImages/Rami Swidan, File)
NABLUS (Ma’an) — Israeli settlers chopped down more than 100 olive trees belonging to Palestinians south of Nablus on Friday evening, a PA official said.

The group tore down the produce in the valley neighboring the Tappuah settlement, between Yaduf and Jamain villages, Palestinian Authority official monitoring settlement activity Ghassan Doughlas said.

Another group of settlers smashed two vehicles belonging to Palestinians in the same area on Friday night, Doughlas added.

Cars belonging to Abdul-Rahman Muhammad Abdul-Rahman and Hasan Wasif Asayra, both from Asira al- Shamaliya, were vandalized on the main road between Huwwara village and Israeli settlement Yitzhar.

Doughlas had on Monday urged Palestinians to take care on the Ramallah-Nablus highway, warning of revenge acts after Israeli forces took down four trailers at an illegal settlement outpost in the area.

Extremist settlers have launched a campaign of „price tag“ attacks, targeting Palestinians and their property in retaliation for perceived anti-settler actions by the Israeli government.

Settler attacks in the West Bank against Palestinians increased by more than 50 percent in 2011, according to the UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs.
http://www.maannews.net/eng/ViewDetails.aspx?ID=452337


Mass graves of Palestinians killed in 1948 Nakba discovered in Jaffa
Al-Akhbar

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May 30, 2013 – Six mass grave sites dating back to the 1936 Palestinian uprising and the 1948 Nakba were discovered around the Jaffa cemetery, the al-Aqsa Foundation for Endowment and Heritage reported Wednesday, revealing hundreds of bodies of Palestinians killed by Zionist forces. „During [the foundation’s] repair and maintenance work on the [Kazkhana] cemetery, we discovered nozzles to dig into the ground where we found the mass graves…including hundreds of skeletons and human remains of rebels, martyrs and civilians who perished during the Nakba,“ head of the Islamic Movement in Jaffa, Sheikh Mohammed Najem, said in the report…
  continua / continued avanti - next    [98012] [ 02-jun-2013 04:36 ECT ]

Der Genozid in Gaza, durch die Israelis

Februar 26, 2010 1 Kommentar

05.03.2007

Der Geburtsmakel Israels

Die Vertreibung der Palästinenser wird immer noch geleugnet

SZ

11 altgediente zionistische Führer des späteren PM avid ben Gurion hatten einen Plan fertig am 10.3.1948, für die ethnischen Säuberungen Palästinas. Am gleichen Abend seien die Kommandeure im Feld angewiesen worden, sich auf die Verwirklichung dieses Planes vorzubereiten. „Den Befehlen beigefügt“, schreibt Pappe, waren detaillierte Anweisunden, welche Methoden angewendet werden sollten, um die Mensch zu vertreiben. Einschüchterung in gro0em Stil, Belagerung und Bombardierung von Dörfern und Bevölkerungs Zentren; in Brand setzen von Häusern, andere Immobiilen und Waren; Vertreibung, Zerstörung und schließlich das Legen von MInen unter dem Schutt, um die vertriebenen Einwohner an der RRückkehr zu hinern. 6 Monate nach dieser Entscheidung seien 800.000 Menschen zu Vertriebenen geworden, 531 Dörfer seien zerstört worden, in elf städichsen Großsiedlungen sei die arabische Bevölkerung verschwunden.

White Phosphorous Gaza Uproar

Although Israeli officials have denied using the highly controversial white phosphorous compound against Hamas forces in Gaza, evidence suggests otherwise.

Video: http://www.liveleak.com/view?i=323_1232682020

Prof. an der Uni Haifa: Ilan Pappe: The Ethnic Cleansing of Palestine“ Oneworld Verlag, Oxford

Genozid in Gaza
von Ilan Pappe
The Eletronic Intifada 02.09.2006

ZNet > Naher Osten > Libanonkrieg
Im Gazastreifen findet ein Genozid statt. An diesem Morgen, den 2. September, wurden drei weitere Zivilisten in Gaza getötet und in Beit Hanoun eine ganze Familie verletzt. Das ist die Morgenernte. Am Ende des Tages werden viele andere massakriert worden sein. Im Durchschnitt sterben 8 Palästinenser pro Tag bei israelischen Angriffen im Gazastreifen. Die meisten sind Kinder. Hunderte werden verkrüppelt, verletzt und gelähmt. … Die israelische Führung weiß nicht mehr, was sie mit dem Gazastreifen tun soll. .wenigstens für eine Zeit lang, und würde so Israel nicht zur Last fallen. Dies ist ein Trugschluss – doch der größte Teil der Juden des Landes stimmte dem begeistert zu. Solch ein Arrangement kann in der Gaza-Enklave nicht durchgeführt werden, anders als Jordanien gelang es Ägypten, den Israelis schon 1948 klar zu machen, dass der Gazastreifen für sie eine Verpflichtung ist, aber niemals ein Teil Ägyptens sein wird. So stecken anderthalb Millionen Palästinenser in Israel fest, obgleich der Streifen geographisch am Rande des Staates liegt – psychologisch liegt er aber in seiner Mitte.

Die unmenschlichen Lebensbedingungen im dichtest bevölkerten Teil der Welt und in einem der ärmsten Gegenden der nördlichen Hemisphäre lassen es nicht zu, dass sich die Menschen mit der Gefangenschaft abfinden, die ihnen seit 1967 von Israel auferlegt wurde. Da gab es eine relativ bessere Periode, in der man in die Westbank fahren und in Israel arbeiten konnte. Doch diese besseren Zeiten sind vorbei. Seit 1987 ist die Realität härter. Einige Verbindungen zur Außenwelt waren solange erlaubt, wie jüdische Siedler im Streifen lebten. Aber seitdem diese abgezogen worden sind, ist der Streifen hermetisch abgesperrt. Ironischer Weise sehen die meisten Israelis – nach kürzlichen Umfragen – den Gazastreifen als einen unabhängigen palästinensischen Staat an, den Israel großzügig hat entstehen lassen. Die Führung und besonders das Militär sehen den Gazastreifen als Gefängnis mit der gefährlichsten Gruppe von Gefangenen, die man auf die eine oder andere Weise eliminieren sollte.

Die konventionelle israelische Politik der ethnischen Säuberung, die 1948 erfolgreich gegen die Hälfte der palästinensischen Bevölkerung und gegen hunderttausende von Palästinensern in der Westbank angewandt wurde, ist hier nicht anwendbar. Man kann langsam Palästinenser aus der Westbank besonders aus dem Raum von Groß-Jerusalem „transferieren“ – man kann sie aber nicht aus dem Gazastreifen vertreiben, solange man diesen wie ein Hochsicherheitsgefängnis abgesperrt hat.

Genau wie die Operationen der ethnischen Säuberung, so befindet sich auch die genozidale Politik nicht in einem Vakuum. Schon seit 1948 benötigte die israelische Armee und Regierung einen Vorwand, um solche Politik zu praktizieren. Mit der Übernahme Palästinas 1948 (durch die Zionisten) entstand unvermeidlich lokaler Widerstand, der nun die Ausführung der ethnischen Säuberungspolitik „erlaubte“, die schon 1930 geplant worden war. 20 Jahre israelischer Besatzung der Westbank ließ schließlich eine Art Widerstand entstehen. Dieser verspätete Kampf gegen die Besatzung löste eine neue Säuberungspolitik aus, die heute in der Westbank durchgeführt wird. Die Absperrung des Gazastreifens im Sommer 2005, die von einem „großzügigen“ Rückzug (der Siedler) begleitet wurde, hatte die Raketenangriffe der Hamas und des Jihad zur Folge und die Gefangennahme des einen Soldaten. Doch noch vor der Entführung von Gilad Shalit bombardierte die israelische Armee willkürlich den Streifen. Seit der Entführung des Soldaten wurde noch mehr getötet und urde noch mehr getötet und wurde zwar systematisch. Es wird zum täglichen Geschäft, Palästinenser zu töten, hauptsächlich Kinder und das wird nur (wenn überhaupt) mit wenigen Zeilen auf den inneren Seiten der lokalen Presse gemeldet.

Die Hauptschuldigen sind die israelischen Piloten, die jetzt einen großen Tag haben. Einer von ihnen ist der Generalstabschef Halutz. Im Libanonkrieg 1982 gab die israelische Luftwaffe an ihre Piloten Befehle aus, einen Auftrag abzubrechen, wenn innerhalb von 500qm ihres Militärzieles harmlose Zivilisten wahrgenommen würden. ……….
Der Libanonkrieg war eine Weile wie eine Nebelwand, die die Kriegsverbrechen im Gazastreifen unsichtbar machten. Aber die Politik wütete weiter, auch nach der Entscheidung des Waffenstillstandes im Norden. Es sah so aus, als würde die frustrierte und besiegte israelische Armee noch entschlossener die Abschussfelder ( killing fields) im Gazastreifen vergrößern. Es gibt keinen Politiker, der in der Lage oder bereit wäre, den Generälen Einhalt zu gebieten. Das Morden bis zu 10 Zivilisten/ pro Tag wird etwa ein paar Tausend Tote am Ende jedes Jahres kosten. Es ist natürlich ein großer Unterschied, einen Völkermord von einer Million in einer Aktion zu begehen -………

Dies hängt sehr von der internationalen Reaktion ab. Wenn man Israel von jeder Verantwortlichkeit für die ethnische Säuberung von 1948 frei spricht, dann wird diese Politik zu einem legitimen Mittel seiner nationalen Sicherheitsagenda. Wenn die gegenwärtige Eskalation und Anwendung genozidaler Politik von der Welt toleriert wird, wird sie sich erweitern und noch drastischer angewendet werden.

Nichts außer Druck in Form von Sanktionen, Boykott und Divestment wird das Morden unschuldiger Zivilisten im Gazastreifen beenden. Es gibt nichts, was wir hier in Israel dagegen tun können. Tapfere Piloten weigern sich an Operationen teilzunehmen, zwei Journalisten (Gideon Levy , Amira Hass)– von 150 – hören nicht auf, darüber zu schreiben. Doch das ist es schon. Im Namen des Holocaustgedenkens wollen wir hoffen, dass die Welt es nicht zulässt, dass der Genozid im Gazastreifen weitergeht.

*Ilan Pappe: Dozent an der Uni Haifa, Abteilung für Politische Wissenschaften und Direktor des Emil Touma-Institutes für palästinensische Studien in Haifa. Seine Bücher : „ The Making of the Arab-Israeli Conflict (London and New York 1992); The Israeli/ Palestine Question (London and New York, 1999) A History of Modern Palestine ( Cambridge, 2003); The Modern Middle East (London and NY 2005) and Ethnic Cleansing of Palestine ( 2006)

http://www.zmag.de/artikel.php?id=1912