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Die Massen Morde der Amerikaner mit Suharto in Indonesien

Oktober 7, 2010 15 Kommentare



Der Terror 1965 – immer noch eine offene Wunde in Indonesien

Charlotte Simonson
Übersetzt von  Einar Schlereth

 

Amnesty Press Nr. 3, September 2010  Mindestens eine halbe Million Menschen wurden getötet, als die indonesischen Kommunisten 1965-66 aus dem Weg geräumt wurden. Jene, die die Hexenjagd überlebten, kämpfen heute noch darum, reingewaschen zu werden. Niemand ist bisher für den Massenmord zur Verantwortung gezogen worden.

Der 80-jährige Mudjayin aus Jakarta und ehemalige Journalist hat einen zornigen Blick. Seine Stimme und Gesten deuten entschlossenen Kampfwillen an. „Es ist die Pflicht der Regierung, uns unseren Ruf zurückzugeben. Wir wurden ohne Prozess eingesperrt. Unsere Forderung ist legitim,“ sagt er.

Mudjayin, der wie viele Indonesier nur einen Namen hat, ist einer von Millionen Indonesiern, der Mitte der 1960-er Jahre als Kommunist bezeichnet wurde. Er wurde Opfer der Hexenjagd, die mindestens eine halbe Million Menschenleben forderte. Die Gefangenen mußten Hunger, Folter und Vergewaltigungen erdulden.

Hinter der Hexenjagd stand der künftige Diktator Suharto, aktiv unterstützt von den USA. Sowohl die indonesische Armee als auch die USA sahen in der kommunistischen Partei PKI eine ernste Bedrohung, die damals auf allen Ebenen der indonesischen Gesellschaft stark geworden war und auf drei Millionen Mitglieder geschätzt wurde.

Die Opfer wurden bei Militäroperationen in der Nacht erschossen. Sie wurden aus zeitweiligen Gefängnissen geholt und in Wäldern. Plantagen und an Flüssen erschossen.
Auf dem üppig grünen Lande in Nordjava kreuzt Slamet die Straße. Er stellt sich ins Gras am Straßengraben. Zeigt längs der Straße, zeigt wo die Knochen liegen. Knochen von beinahe 600 Menschen, die 1966 hier ihr Leben verloren. „Hier wurde eine Grube gegraben. Die getötet werden sollten, wurden gefesselt und mußten sich an den Rand der Grube stellen. Soldaten standen in Reihen vor ihnen. Dann schossen sie“, sagt Slamet und läßt seinen Körper fallen, um zu zeigen, wie die Opfer direkt in ihr Grab fielen.

Slamat war damals 33 und arbeitete als Lehrer. Bei der Jagd auf Kommunisten riskierten Bauern, Arbeiter, Fischer – alle die in Organisationen mit linkem Touch waren – verfolgt zu werden.

„Ich gehörte einer Gewerkschaft für Lehrer an, war aber nicht an Politik interessiert. Ich wußte, dass man Leute jagte, die man als Kommunisten ansah, dass Operationen stattfanden und das Nachbarn im Dorf verschwanden. Mitten in der Nacht klopfte es und ich wurde verhaftet“, sagt er.

Slamat war 5 Jahre im Gefängnis. Zehntausend andere Männer wurden auf die Insel Buru in den Molukken geschickt, wo sie ein Jahrzehnt saßen. Erst 1979 wurden, auf Druck von Amnesty, die letzten Gefangenen von der Insel freigelassen, darunter Mudjayin, der Mitglied eines Journalistenverbandes gewesen war.

Mudjayin ist heute Sekretär in der Organisation LPRKROB, die aus denen besteht, die als Kommunisten bezeichnet wurden, und deren Kindern. Sie kämpfen für Genugtuung und ökonomische Kompensation. Die Wunden des Stigmas, dem sie in den Jahren nach der Gefangenschaft ausgesetzt waren, sitzen immer noch tief. Eine massive Schmutzkampagne machte sie zu Parias der Gesellschaft, die von der Umgebung gemieden wurden. Bis 2006 hatten ehemalige politische Gefangene einen besonderen Kode in ihren Papieren. Sie bekamen keine Pension, keine staatliche Anstellung und konnten nicht gewählt werden. Auch ihre Kinder nicht.

Laut Mudjayin gibt es Diskriminierung immer noch im Gesetz und vor allem in der Praxis. „Das Antidiskriminierungsgesetz reicht nicht. Die Opfer müssen in die Gesellschaft wieder eingegliedert werden. Wir werden kämpfen, bis wir unser Ziel erreicht haben. Wir Opfer fühlen, dass wir die Pflicht haben, uns reinzuwaschen. Durch Schreiben und Veranstaltungen üben sie Druck auf die Regierung aus, die sich bisher unwillig zeigte, sich der Frage anzunehmen.

2007 gab das Oberste Gericht eine Empfehlung an den Präsidenten, den Opfern eine formelle Genugtuung zu geben, aber das geschah nicht. Niemand ist bisher zur Verantwortung gezogen worden für die Verbrechen, und niemand hat offiziell die begangenen Verbrechen zugegeben.

Chris Biantoro arbeitet für die Organisation Kontras, die in einem diskreten Gebäude in einer Nebenstraße im südlichen Jakarta arbeitet, um im Namen des Staates begangene Verbrechen zu untersuchen. Er meint, dass eine wirkliche Demokratie nicht auf den Gebeinen der Toten aufgebaut werden kann.

„Die ‚Ereignisse 65‘ sind das wichtigste Thema in Indonesien, wenn es um Verbrechen gegen die Menschenrechte in der Vergangenheit geht. Die haben den Grund für die Übergriffe des Gesetzes gelegt. Eine Zukunft ohne eine Lösung dafür ist nicht möglich“, sagt er.

Indonesiens Kommission für Menschenrechte, Komnas HAM, ist jetzt dabei, Zeugenaussagen zu sammeln. Bisher sind 350 Personen angehört worden. Mehrere Menschenrechtsorganisationen wollen sogar eine Wahrheitskommission nach süd-afrikanischem Vorbild haben und Kontras gehört zu denen, die Druck machen, damit es Wirklichkeit wird. Kontras will auch, dass ein Sondergericht geschaffen wird, um die Täter vor Gericht zu stellen. Aber dafür ist die Zustimmung des Parlamentes erforderlich, wo sich etliche Leute dagegen stemmen, dass in der Vergangenheit gestochert wird.

Der stärkste Widerstand kommt von muslimischer Seite, weil muslimische Jugend-gruppen aufgewiegelt wurden, sich an den Tötungen vor 45 Jahren zu beteiligen. Dass so viele wie möglich Blut an den Händen haben sollten, war eine bewußte Strategie von oben, was die Frage selbst heute noch sehr prekär macht.

„Wir können offen über alle Verbrechen reden, die vom Suhartoregime begangen wurden – außer von den 65-er Ereignissen. Wir betreiben Kampagnen, aber nur an bestimmten Orten, wie an Universitäten“, sagt Chris Biantoro.

Seit Suhartos Fall 1998 wagen immer mehr, offen über ihre Erlebnisse zu reden. Aber viele Indonesier sehen immer noch die Morde als gerechtfertigt an, um eine reelle Gefahr zu beseitigen. Der Parteiname PKI ist ein Schimpfwort, das effektiv angewandt wird, um ziviles und gewerkschaftliches Engagement zunichtezumachen. Kontras hat zuvor schon 14 Massengräber auf Java dokumentiert, aber nachdem eine Ausgrabung angegriffen wurde, ist die Arbeit abgebrochen worden. Angaben über Mordplätze und Opfer zu sammeln, ist auch schwer, da viele Dörfler, die Zeugen der Morde waren, gestorben sind oder die Erinnerungen lieber vergessen wollen.

Slamet kommt aus dem Straßengraben, wo Menschenknochen gefunden wurden, als 1970 die Straße gebaut wurde, und dringt in das Gestrüpp am Hang ein. Dort steht eine ältere Frau mit einem Breitblattmesser in der Hand. Sie heißt Sugini und wohnte bereits zur Zeit der Morde hier, war 20 damals und Mutter zweier Kinder.

Mit den Armen überkreuz, geradem Rücken und dem Blick auf den Boden gerichtet, erzählt sie, wie sie 1966 Schüsse hörte und die Beifallsrufe der Soldaten. Sie hatte Angst und blieb im Haus, während andere Dörfler gezwungen wurden, die Gräber der Opfer zu graben. Das ging sechs Monate lang so weiter.
„Niemals haben wir darüber gesprochen“, sagt sie.

Anmerkung des Übersetzers

Als Grund und Rechtfertigung für die Morde wurde von Anfang hervorgebracht, dass die PKI- Führung ein Coup-Versuch unternommen habe und 6 Generale ermordete.
In meinem Buch INDONESIEN- Analyse eines Massakers (1971) habe ich die Ereignisse jener Tage von Stunde zu Stunde nachgezeichnet und eindeutig diese These oder vielmehr offenbare Lüge widerlegt. Die Morde an den Generälen wurden von Mitgliedern der Leibwache Sukarnos begangen, um einem geplanten Coup der Militärs zuvorzukommen. Möglicherweise (weil wir das nie beweisen konnten) war sogar Suharto involviert und hatte nichts dagegen, dass die allerhöchste Militärführung beseitigt wurde, um ihm den Weg an die Macht zu ebenen. Ich hatte damals schon klare Beweise, dass die Militärs komplette Listen mit den Mitgliedernamen der PKI und ihrer Frontorganisationen hatten (die schließlich nicht über Nacht erstellt werden können), und dass die USA zutiefst involviert waren. Was wir damals noch nicht wußten, war die Tatsache, dass auch der britische Geheimdienst seine Finger mit im Spiel hatte, u.a. zur Lieferung der Todeslisten beitrug.
Im übrigen ist Amnestys Schätzung von einer halben Million sehr konservativ, denn die meisten Experten gehen von einer Million und mehr aus.

Der Terror 1965 – immer noch eine offene Wunde in Indonesien

Charlotte Simonson
Übersetzt von  Einar Schlereth

 

Amnesty Press Nr. 3, September 2010  Mindestens eine halbe Million Menschen wurden getötet, als die indonesischen Kommunisten 1965-66 aus dem Weg geräumt wurden. Jene, die die Hexenjagd überlebten, kämpfen heute noch darum, reingewaschen zu werden. Niemand ist bisher für den Massenmord zur Verantwortung gezogen worden.

Der 80-jährige Mudjayin aus Jakarta und ehemalige Journalist hat einen zornigen Blick. Seine Stimme und Gesten deuten entschlossenen Kampfwillen an. „Es ist die Pflicht der Regierung, uns unseren Ruf zurückzugeben. Wir wurden ohne Prozess eingesperrt. Unsere Forderung ist legitim,“ sagt er.

Mudjayin, der wie viele Indonesier nur einen Namen hat, ist einer von Millionen Indonesiern, der Mitte der 1960-er Jahre als Kommunist bezeichnet wurde. Er wurde Opfer der Hexenjagd, die mindestens eine halbe Million Menschenleben forderte. Die Gefangenen mußten Hunger, Folter und Vergewaltigungen erdulden.

Hinter der Hexenjagd stand der künftige Diktator Suharto, aktiv unterstützt von den USA. Sowohl die indonesische Armee als auch die USA sahen in der kommunistischen Partei PKI eine ernste Bedrohung, die damals auf allen Ebenen der indonesischen Gesellschaft stark geworden war und auf drei Millionen Mitglieder geschätzt wurde.

Die Opfer wurden bei Militäroperationen in der Nacht erschossen. Sie wurden aus zeitweiligen Gefängnissen geholt und in Wäldern. Plantagen und an Flüssen erschossen.
Auf dem üppig grünen Lande in Nordjava kreuzt Slamet die Straße. Er stellt sich ins Gras am Straßengraben. Zeigt längs der Straße, zeigt wo die Knochen liegen. Knochen von beinahe 600 Menschen, die 1966 hier ihr Leben verloren. „Hier wurde eine Grube gegraben. Die getötet werden sollten, wurden gefesselt und mußten sich an den Rand der Grube stellen. Soldaten standen in Reihen vor ihnen. Dann schossen sie“, sagt Slamet und läßt seinen Körper fallen, um zu zeigen, wie die Opfer direkt in ihr Grab fielen.

Slamat war damals 33 und arbeitete als Lehrer. Bei der Jagd auf Kommunisten riskierten Bauern, Arbeiter, Fischer – alle die in Organisationen mit linkem Touch waren – verfolgt zu werden.

„Ich gehörte einer Gewerkschaft für Lehrer an, war aber nicht an Politik interessiert. Ich wußte, dass man Leute jagte, die man als Kommunisten ansah, dass Operationen stattfanden und das Nachbarn im Dorf verschwanden. Mitten in der Nacht klopfte es und ich wurde verhaftet“, sagt er.

Slamat war 5 Jahre im Gefängnis. Zehntausend andere Männer wurden auf die Insel Buru in den Molukken geschickt, wo sie ein Jahrzehnt saßen. Erst 1979 wurden, auf Druck von Amnesty, die letzten Gefangenen von der Insel freigelassen, darunter Mudjayin, der Mitglied eines Journalistenverbandes gewesen war.

Mudjayin ist heute Sekretär in der Organisation LPRKROB, die aus denen besteht, die als Kommunisten bezeichnet wurden, und deren Kindern. Sie kämpfen für Genugtuung und ökonomische Kompensation. Die Wunden des Stigmas, dem sie in den Jahren nach der Gefangenschaft ausgesetzt waren, sitzen immer noch tief. Eine massive Schmutzkampagne machte sie zu Parias der Gesellschaft, die von der Umgebung gemieden wurden. Bis 2006 hatten ehemalige politische Gefangene einen besonderen Kode in ihren Papieren. Sie bekamen keine Pension, keine staatliche Anstellung und konnten nicht gewählt werden. Auch ihre Kinder nicht.

Laut Mudjayin gibt es Diskriminierung immer noch im Gesetz und vor allem in der Praxis. „Das Antidiskriminierungsgesetz reicht nicht. Die Opfer müssen in die Gesellschaft wieder eingegliedert werden. Wir werden kämpfen, bis wir unser Ziel erreicht haben. Wir Opfer fühlen, dass wir die Pflicht haben, uns reinzuwaschen. Durch Schreiben und Veranstaltungen üben sie Druck auf die Regierung aus, die sich bisher unwillig zeigte, sich der Frage anzunehmen.

2007 gab das Oberste Gericht eine Empfehlung an den Präsidenten, den Opfern eine formelle Genugtuung zu geben, aber das geschah nicht. Niemand ist bisher zur Verantwortung gezogen worden für die Verbrechen, und niemand hat offiziell die begangenen Verbrechen zugegeben.

Chris Biantoro arbeitet für die Organisation Kontras, die in einem diskreten Gebäude in einer Nebenstraße im südlichen Jakarta arbeitet, um im Namen des Staates begangene Verbrechen zu untersuchen. Er meint, dass eine wirkliche Demokratie nicht auf den Gebeinen der Toten aufgebaut werden kann.

„Die ‚Ereignisse 65‘ sind das wichtigste Thema in Indonesien, wenn es um Verbrechen gegen die Menschenrechte in der Vergangenheit geht. Die haben den Grund für die Übergriffe des Gesetzes gelegt. Eine Zukunft ohne eine Lösung dafür ist nicht möglich“, sagt er.

Indonesiens Kommission für Menschenrechte, Komnas HAM, ist jetzt dabei, Zeugenaussagen zu sammeln. Bisher sind 350 Personen angehört worden. Mehrere Menschenrechtsorganisationen wollen sogar eine Wahrheitskommission nach süd-afrikanischem Vorbild haben und Kontras gehört zu denen, die Druck machen, damit es Wirklichkeit wird. Kontras will auch, dass ein Sondergericht geschaffen wird, um die Täter vor Gericht zu stellen. Aber dafür ist die Zustimmung des Parlamentes erforderlich, wo sich etliche Leute dagegen stemmen, dass in der Vergangenheit gestochert wird.

Der stärkste Widerstand kommt von muslimischer Seite, weil muslimische Jugend-gruppen aufgewiegelt wurden, sich an den Tötungen vor 45 Jahren zu beteiligen. Dass so viele wie möglich Blut an den Händen haben sollten, war eine bewußte Strategie von oben, was die Frage selbst heute noch sehr prekär macht.

„Wir können offen über alle Verbrechen reden, die vom Suhartoregime begangen wurden – außer von den 65-er Ereignissen. Wir betreiben Kampagnen, aber nur an bestimmten Orten, wie an Universitäten“, sagt Chris Biantoro.

Seit Suhartos Fall 1998 wagen immer mehr, offen über ihre Erlebnisse zu reden. Aber viele Indonesier sehen immer noch die Morde als gerechtfertigt an, um eine reelle Gefahr zu beseitigen. Der Parteiname PKI ist ein Schimpfwort, das effektiv angewandt wird, um ziviles und gewerkschaftliches Engagement zunichtezumachen. Kontras hat zuvor schon 14 Massengräber auf Java dokumentiert, aber nachdem eine Ausgrabung angegriffen wurde, ist die Arbeit abgebrochen worden. Angaben über Mordplätze und Opfer zu sammeln, ist auch schwer, da viele Dörfler, die Zeugen der Morde waren, gestorben sind oder die Erinnerungen lieber vergessen wollen.

Slamet kommt aus dem Straßengraben, wo Menschenknochen gefunden wurden, als 1970 die Straße gebaut wurde, und dringt in das Gestrüpp am Hang ein. Dort steht eine ältere Frau mit einem Breitblattmesser in der Hand. Sie heißt Sugini und wohnte bereits zur Zeit der Morde hier, war 20 damals und Mutter zweier Kinder.

Mit den Armen überkreuz, geradem Rücken und dem Blick auf den Boden gerichtet, erzählt sie, wie sie 1966 Schüsse hörte und die Beifallsrufe der Soldaten. Sie hatte Angst und blieb im Haus, während andere Dörfler gezwungen wurden, die Gräber der Opfer zu graben. Das ging sechs Monate lang so weiter.
„Niemals haben wir darüber gesprochen“, sagt sie.

Anmerkung des Übersetzers

Als Grund und Rechtfertigung für die Morde wurde von Anfang hervorgebracht, dass die PKI- Führung ein Coup-Versuch unternommen habe und 6 Generale ermordete.
In meinem Buch INDONESIEN- Analyse eines Massakers (1971) habe ich die Ereignisse jener Tage von Stunde zu Stunde nachgezeichnet und eindeutig diese These oder vielmehr offenbare Lüge widerlegt. Die Morde an den Generälen wurden von Mitgliedern der Leibwache Sukarnos begangen, um einem geplanten Coup der Militärs zuvorzukommen. Möglicherweise (weil wir das nie beweisen konnten) war sogar Suharto involviert und hatte nichts dagegen, dass die allerhöchste Militärführung beseitigt wurde, um ihm den Weg an die Macht zu ebenen. Ich hatte damals schon klare Beweise, dass die Militärs komplette Listen mit den Mitgliedernamen der PKI und ihrer Frontorganisationen hatten (die schließlich nicht über Nacht erstellt werden können), und dass die USA zutiefst involviert waren. Was wir damals noch nicht wußten, war die Tatsache, dass auch der britische Geheimdienst seine Finger mit im Spiel hatte, u.a. zur Lieferung der Todeslisten beitrug.
Im übrigen ist Amnestys Schätzung von einer halben Million sehr konservativ, denn die meisten Experten gehen von einer Million und mehr aus…..

 

http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=1702

 

Damals war wie Peter Scholl-Latour schrieb, Indonesien ein liberales Land. Heute laufen in Provinzen die Islam Extremisten herum und Frauen mit Schleier. Dies zur Politischen Entwicklung und die Amerikaner haben dort seit Jahren auch Nichts mehr zu Sagen.

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