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Posts Tagged ‘Morde’

Die USA Mafia: Bush, Obama, mit Michail Saakaschwili, einem der peinlichen Georg Soros Ableger mit Kriminellen

August 10, 2015 2 Kommentare

Die Westliche Medien Mafia, welche die Morde der eigenen Partner immer vertuscht: Super Demokratie Aufbau, der Westlichen Werte Gemeinschaft und immer mit Kriminellen und Verbrechern, wie der Mord an dem Journalisten Sergej Dolgow zeigt, die Odessa und Maidan Morde ebenso, wie der Abschuss der MA17. Der OSCE hat man jetzt gepanzerte Fahrzeuge in der Ukraine abgefackelt. denn seitdem Kosovo Krieg, fälscht man Berichte, fertige Berichte, werden von den Amerikaner umgeschrieben und die gut bezahlten OSCE Korruptis schweigen.

Ukraine: Rechtsextremismus, Korruption und Mord

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Wie ein Land im Ost-West-Konflikt zugrunde geht – Ein Kommentar von WOLFGANG BITTNER, 4. August 2015 – 

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2015 warnte Bundeskanzlerin Angela Merkel vor „Russlands Vorsprung im Informationskrieg“ und vor „Missinformation, Infiltrierung und Verunsicherung“, womit es sich „auseinanderzusetzen“ gelte. (1) In der FAZ ortete man die Missinformanten, Infiltrierer und Verunsicherer unter den Bloggern und in Webseiten, die damit beschäftigt seien, „Moskaus Sicht der Dinge in die Welt zu tragen“. (2) Anstatt die Fakten im Konflikt mit Russland zur Kenntnis zu nehmen, wird weiter gehetzt, verschleiert und gelogen.

Seit 30. Mai 2015 Gouverneur von Odessa: Michail Saakaschwili. Der ehemalige Präsident von Georgien wird von seinem Heimatland wegen Amtsmissbrauch und Unterschlagung per internationalem Haftbefehl gesucht. Das trübt sein traditionell gutes Verhältnis zu den US-Präsidenten keineswegs.
Saakaschwili - Busch White House
George W. Bush hielt große Stücke auf seinen Freund Saakaschwili.
Saakaschwili Omaba White House
Auch unter der Präsidentschaft Obama pflegt Saakaschwili seine guten Kontakte ins Weiße Haus: Im Juni dieses Jahres bereiste er die USA, um „die Investitionsmöglichkeiten in der Region von Odessa internationalen Investoren vorzustellen“.

Nach wie vor lesen, sehen und hören wir, die neue Kiewer Regierung sei frei gewählt worden und demokratisch legitimiert, der Staatspräsident Petro Poroschenko sei im Gegensatz zu seinem Vorgänger Viktor Janukowitsch ein Ehrenmann, ebenso wie der Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk, und im Parlament der Ukraine gebe es keine Rechtsextremisten, erst recht keine Faschisten.

In der Tat sind am 26. Oktober 2014 keine faschistischen Parteien in die Kiewer Werchowna Rada gewählt worden, aber Faschisten sind über andere Parteien und Direktmandate ins Parlament gekommen. So zum Beispiel der Anführer des „Rechten Sektors“ auf dem Maidain, Dimitri Jarosch, oder der Vorsitzende der rechtsextremen Swoboda-Partei, Oleg Tjagnibok. (3)

Auch Regierungsmitglieder, hochrangige Militärs und Polizeibeamte gehören rechtsextremen Organisationen an. (4) Polizeichef von Kiew wurde Wadim Trojan, der seine Berufserfahrungen als Kommandeur rechtsextremistischer Milizen wie dem Asow-Bataillon sammelte (Markenzeichen ist die Wolfsangel (5)). Dessen Kämpfer tragen zum Teil SS-Runen oder Hakenkreuze an den Stahlhelmen. Wir müssen lange suchen, bis wir in unseren Medien solche Informationen finden.

http://www.hintergrund.de/201508043620/politik/welt/ukraine-rechtsextremismus-korruption-und-mord.html

Farbrevolutionen /Teil 5

The Guns of August: Nazis, NATO and the Color revolutions

Erster, zweiter, dritter und vierter Teil der Übersetzung

Georg Soros und die Revolutions Mafia gekaufter und korrupter Krimineller.

17 - «график» цветных революций. Плакат в офисе Freedom House в Нью-Йорке..jpg
Poster im New Yorker Büro von Freedom House: eine Übersicht der Farbrevolutionen
Kapitel 8
Aus dem Untergrund ans Tageslicht: die Methodologie der Farbrevolutionen

Selbst während des Kalten Krieges erkannte die Gemeinschaft der amerikanischen Militärs und Nachrichtendienstler an, dass ein Kampf mit der Sowjetunion mit militärischen Mitteln nicht die gewünschten Ergebnisse zeitigen würde: Die Ereignisse in Ungarn 1956 und der Prager Frühling 1968 hatten dies bewiesen. Natürlich erzeugten die CIA, WACL, ABN, Freedom House, National Endowment for Democracy und eine ganze Batterie von US-amerikanischen Nicht-Regierungs-Organisationen aktiv Propaganda und führten verdeckte Aktionen durch. Schrittweise wurden Handlungen, die nicht Krieg waren, und „friedliche“ Methoden des „Regimewechsels“ systematisiert. Die Dinge, die zuvor CIA, NATO, die Organisation Gehlen, WACL und ABN getan hatten, wurden nun durch Nicht-Regierungs-Organisationen und Forschungseinrichtungen erledigt. Im September 1991 beschrieb der einflussreiche Kommentator der Washington Post, David Ignatius, diesen faszinierenden Prozess in seinem Artikel „Unschuld im Ausland: die neue Welt der Putsche ohne Spione“. Nazis, NATO und die Farbrevolutionen /Teil 5 weiterlesen

Die ferne Hoffnung der Familie Dolgow

Das folgende Video dient eigentlich dazu, um Unterstützung für einen weiteren Bericht zur Menschenrechtslage in der Ukraine zu werben, in Form von Geld oder von Information. Grösseren Teilen des russischen Publikums dürften zumindest Bruchstücke der hier berichteten Geschichte bereits kennen.

Es geht um einen Journalisten und Herausgeber, Sergej Dolgow, der im Juni 2014 in Mariupol aus dem Büro seiner Zeitung entführt wurde. Am Tag danach wurde die Entführung von mehreren Offiziellen Mariupols (das, wie wir wissen, unter Kiewer Besatzung steht) bestätigt. Seitdem wurde nie wieder etwas von ihm gehört.

Teil des Videos ist auch, welchen Widerhall die Bemühungen der Familie um Unterstützung von ausserhalb der Ukraine fanden. Es dürfte Dutzende ähnlicher Familien geben, denen es ebenso erging. Auch hier ist es wichtig, wahrzunehmen, dass diverse Institutionen, Organisationen und Abgeordnete durch solche Schreiben durchaus Informationen erhalten, die nicht in den Massenmedien stehen. Sie aber offenbar ignorieren (ein Verhalten, das in solchen Zusammenhängen auch nicht neu ist…). Die ferne Hoffnung der Familie Dolgow weiterlesen

Klammern wir uns mit der OSZE an eine Hoffnung, die schon lange keine mehr ist?

Jene Menschen, die sich dagegen sträuben, den Aufbau eines neuen Ost-West-Konfliktes zu akzeptieren, verweisen als Alternative auf den Aufbau und die Nutzung der Strukturen gemeinsamer Sicherheit in Europa. Das wäre in der Tat eine hoffnungsvolle Alternative. Danach zu streben macht Sinn. Aber man sollte sich nicht der Illusion hingeben, die geschaffenen Strukturen würden noch funktionieren. Am Beispiel der OSZE wird das sichtbar. Sie ist ihrer Glaubwürdigkeit beraubt. Willy Wimmer hat sich dazu gerade geäußert (A). Ich ergänze seinen kurzen Text um eine eigene Erfahrung, die seinen Eindruck bestätigt (B). Und er machte mich heute auf einen Spiegel-Artikel von 1992 aufmerksam, der die Signale des Erosionsprozesses schon markierte. Albrecht Müller.
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Frauen Proteste in Afghanistan -Afghan Young Women Protest Killing Women

April 17, 2012 1 Kommentar

Frauen werden praktisch straflos in mehreren Ländern getödet:  Pakistan, Indien, Afghanistan. Kosovo, usw.

14 April 2012

Afghan Young Women Protest Killing Women

http://youngwomenforchange.org
https://twitter.com/#!/ywcafghanistan

Protest photos: http://www.facebook.com/media/set/?set=a.362217540496749.105109.189854877733017&type=3&l=60d73ed8ff

Cryptome Protest Series: http://cryptome.org/protest-series.htm

 

BBC-Doku: Die Organisation “Al Qaida” hat nie existiert

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Verwirrung stiften, rund um die Fähigkeit des Mossad – der Mythos vom langen Arm

Februar 23, 2012 2 Kommentare

Die Fähigkeiten des Mossad werden tatsächlich total übertrieben, wie jüngst auch mit einem Anschlag in Thailand. Israelische Diplomaten sind nun mal Welt weit auf der Abschuss Liste, vieler Extremisten und oft auch sehr dummer Leute.

 

18.01.2012 / Schwerpunkt / Seite 3Inhalt

Mythos vom langen Arm

Israels Geheimdienst Mossad soll Wissenschaftler im Iran ermordet haben. Teherans Atomprogramm wird durch Terroranschläge weder verhindert noch verzögert

Von Knut Mellenthin
Beisetzung von Mostafa Ahmadi Roschan am 11. Januar in Teheran

Beisetzung von Mostafa Ahmadi Roschan am 11. Januar in Teheran
Foto: Reuters

Israels Mossad ist vermutlich der einzige Geheimdienst der Welt, der sich gern mehr Verbrechen andichten läßt, als er wirklich begangen hat. Den Mythos vom »langen Arm«, dem fast gar nichts unmöglich ist, ermutigt und pflegt Israel gern durch eigene Desinformationen. Für deren Verbreitung sorgen unter anderem der Mossad-nahe Online-Dienst Debkafile, israelische Tageszeitungen, aber auch freundlich gesonnene Journalisten in aller Welt.

Nach der Ermordung eines iranischen Wissenschaftlers am 11. Januar schwirren wieder einmal die Gerüchte. So behauptete die Sunday Times am Wochenende, sie habe von einer anonymen »israelischen Quelle« erfahren, daß der Bombenanschlag vom Mossad organisiert worden sei. »Kleine Gruppen von Mossad-Agenten« hätten zuvor »sorgfältig Schlüsselgebiete in Teheran observiert«, die für das Attentat relevant erschienen. Die Überwachung des Wissenschaftlers sei von einem »improvisierten Kontrollraum in einem nahegelegenen abgesicherten Haus« aus erfolgt. Der Anschlag sei als »Vorläufer, nicht als Alternative« zu Militärschlägen gedacht gewesen.

Die Sunday Times gehört zum Medienimperium News Corporation. Dessen Gründer und Chef ist der Neokonservative Rupert Murdoch. Das Blatt ist seit Jahren dafür bekannt, daß es Falschmeldungen verbreitet, an denen der Mossad und andere israelische Stellen interessiert sind.

Vertrauliche Quellen

Schon am Tag des Anschlags hatte die konservative französische Tageszeitung Le Figaro behauptet, daß Mossad-Agenten in Kurdistan – gemeint war offenbar der irakische Teil – aktiv seien, um iranische »Dissidenten« für den Kampf »gegen das Ajatollah-Regime« zu rekrutieren und auszubilden. Der Bericht beruhte angeblich auf einer »Sicherheitsquelle in Bagdad«, deren Name nicht genannt wurde. Am selben Tag meldete der US-amerikanische Journalist Richard Silverstein, seine »eigene vertrauliche israelische Quelle« habe ihm »bestätigt«, daß der Mord eine gemeinsame Arbeit des Mossad und der exiliranischen Organisation MEK, auch bekannt als »Volksmudschaheddin«, gewesen sei. Drei Tage später berichtete auch das US-amerikanische Nachrichtenmagazin Time unter Berufung auf »westliche Geheimdienstquellen«, daß der Mossad für das jüngste Attentat verantwortlich sei.

Den Rahmen der üblichen Gerüchte und Vermutungen sprengte ein Artikel von Mark Perry, der am 14. Januar im Magazin Foreign Policy erschien. Der Autor behauptete, daß Mossad-Agenten zumindest in den Jahren 2007 und 2008 Mitglieder der terroristischen Separatistenorganisation Jundallah, die in der iranischen Provinz Sistan und Baluchestan aktiv ist, rekrutiert, ausgebildet und unterstützt hätten. Der eigentliche Sprengstoff dieser Story: Die Israelis hätten sich gegenüber den Jundallah-Leuten als US-Amerikaner ausgegeben und diese Legende unter anderem mit gefälschten Pässen untermauert. Perry behauptete, daß die Geschichte ihm von zwei aktiven und vier im Ruhestand befindlichen US-Geheimdienstlern erzählt worden sei. Der damalige Präsident George W. Bush sei »total in die Luft gegangen«, als er davon erfuhr. Jetzt war die Meldung allerdings keiner der beiden Seiten eine offizielle Stellungnahme wert.

Intelligente Strategie

Die Ermordung iranischer Wissenschaftler wird in den meisten westlichen Mainstreammedien als intelligente israelische »Strategie« zur »Verzögerung von Teherans Atomwaffenentwicklung« glorifiziert. Sachlich läßt sich dieser Mythos allerdings nicht aufrecht erhalten. Seit Beginn der Anschlagserie im Januar 2010 wurden vier Wissenschaftler ermordet, ein fünfter überlebte mit relativ leichten Verletzungen. Das erste Opfer, der Physikprofessor Masud Ali-Mohammadi, hatte so wenig mit Nuklearphysik und dem iranischen Atomprogramm zu tun, daß sofort Gerüchte umliefen, er sei von Beauftragten des »Regimes« umgebracht worden, weil er mit der Opposition sympathisiert habe. Am 23. Juli 2011 wurde der Elektronikstudent Da­riusch Rezaei ermordet, der gleichfalls nichts mit dem Atomprogramm zu tun hatte und möglicherweise aufgrund einer Namensverwechslung ins Visier der Auftraggeber geraten war. Der am 11. Januar dieses Jahres getötete Mostafa Ahmadi Roschan hatte nach iranischen Angaben über Ölwirtschaft promoviert. Er soll zwar als stellvertretender Abteilungsleiter in der Urananreicherungsanlage von Natanz gearbeitet haben, aber dort nur für den Einkauf zuständig gewesen sein. Es gibt keine Hinweise, daß er Nuklearwissenschaftler war. Einzig und allein Fereydun Abbasi-Davani, der am 29. November 2010 durch eine Bombe an seinem Auto verletzt wurde, scheint eine bedeutende Stellung im Atomprogramm gehabt zu haben. Er leitet jetzt die Iranische Atomenergiebehörde.Die Opfer der Anschläge hatten nur eine entscheidende Gemeinsamkeit: Alle waren Dozenten, die regelmäßig von ihrer Wohnung zu ihrem Arbeitsplatz an der Universität fuhren und dadurch leicht auszuspähen und anzugreifen waren. Wer immer die Morde organisiert hat: Er entschied nach Bequemlichkeit und Sicherheit der Durchführung, nicht nach der Stellung der Zielpersonen im Atomprogramm. Daß dadurch irgend etwas aufgehalten oder verzögert werden könnte, werden die Drahtzieher selbst nicht geglaubt haben.

 

 

http://www.jungewelt.de/2012/01-18/052.php

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Im Solde des Henry Kissinger: der Massen Mörder Videla, wurde in Argentinien abgeurteilt

Dezember 23, 2010 3 Kommentare

Urteil in Argentinien Lebenslang für Ex-Diktator Videla

23.12.2010, 10:04 2010-12-23 10:04:18

30.000 Menschen wurden unter seiner Herrschaft ermordet oder verschwanden spurlos – für Jorge Rafael Videla waren es bis zuletzt nur Opfer eines „Krieges gegen die marxistische Subversion“. Nun erfahren sie eine späte Gerechtigkeit.

Das Bundesgericht in der Stadt Cordoba hat den argentinischen Ex-Diktator Jorge Rafael Videla für schuldig befunden, während der von ihm geführten Diktatur von 1976 bis 1981 Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen zu haben. Dafür verurteilte es den 85-Jährigen jetzt zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe. Richterin María Elba Martínez sprach bei der Urteilsverkündung von „Staatsterrorismus“ während seiner Herrschaft.
………………….

http://www.sueddeutsche.de/politik

siehe

Die Massen Morde der Amerikaner mit Suharto in Indonesien

Und im Kosovo, arbeiten die Profi Verbrecher Banden der US Politik, mit dem Pseudo Politiker Hashim Thaci, Bin Laden Partner und Super Verbrecher zusammen, was ja auch im Europarat Bericht des Dick Marty, schwer kritisiert wird.

Die Frage sollte sein: Warum läuft Henry Kissinger, Georg Soros und andere hoch kriminelle US Politiker frei herum.

Die Massen Morde der Amerikaner mit Suharto in Indonesien

Oktober 7, 2010 12 Kommentare



Der Terror 1965 – immer noch eine offene Wunde in Indonesien

Charlotte Simonson
Übersetzt von  Einar Schlereth

 

Amnesty Press Nr. 3, September 2010  Mindestens eine halbe Million Menschen wurden getötet, als die indonesischen Kommunisten 1965-66 aus dem Weg geräumt wurden. Jene, die die Hexenjagd überlebten, kämpfen heute noch darum, reingewaschen zu werden. Niemand ist bisher für den Massenmord zur Verantwortung gezogen worden.

Der 80-jährige Mudjayin aus Jakarta und ehemalige Journalist hat einen zornigen Blick. Seine Stimme und Gesten deuten entschlossenen Kampfwillen an. „Es ist die Pflicht der Regierung, uns unseren Ruf zurückzugeben. Wir wurden ohne Prozess eingesperrt. Unsere Forderung ist legitim,“ sagt er.

Mudjayin, der wie viele Indonesier nur einen Namen hat, ist einer von Millionen Indonesiern, der Mitte der 1960-er Jahre als Kommunist bezeichnet wurde. Er wurde Opfer der Hexenjagd, die mindestens eine halbe Million Menschenleben forderte. Die Gefangenen mußten Hunger, Folter und Vergewaltigungen erdulden.

Hinter der Hexenjagd stand der künftige Diktator Suharto, aktiv unterstützt von den USA. Sowohl die indonesische Armee als auch die USA sahen in der kommunistischen Partei PKI eine ernste Bedrohung, die damals auf allen Ebenen der indonesischen Gesellschaft stark geworden war und auf drei Millionen Mitglieder geschätzt wurde.

Die Opfer wurden bei Militäroperationen in der Nacht erschossen. Sie wurden aus zeitweiligen Gefängnissen geholt und in Wäldern. Plantagen und an Flüssen erschossen.
Auf dem üppig grünen Lande in Nordjava kreuzt Slamet die Straße. Er stellt sich ins Gras am Straßengraben. Zeigt längs der Straße, zeigt wo die Knochen liegen. Knochen von beinahe 600 Menschen, die 1966 hier ihr Leben verloren. „Hier wurde eine Grube gegraben. Die getötet werden sollten, wurden gefesselt und mußten sich an den Rand der Grube stellen. Soldaten standen in Reihen vor ihnen. Dann schossen sie“, sagt Slamet und läßt seinen Körper fallen, um zu zeigen, wie die Opfer direkt in ihr Grab fielen.

Slamat war damals 33 und arbeitete als Lehrer. Bei der Jagd auf Kommunisten riskierten Bauern, Arbeiter, Fischer – alle die in Organisationen mit linkem Touch waren – verfolgt zu werden.

„Ich gehörte einer Gewerkschaft für Lehrer an, war aber nicht an Politik interessiert. Ich wußte, dass man Leute jagte, die man als Kommunisten ansah, dass Operationen stattfanden und das Nachbarn im Dorf verschwanden. Mitten in der Nacht klopfte es und ich wurde verhaftet“, sagt er.

Slamat war 5 Jahre im Gefängnis. Zehntausend andere Männer wurden auf die Insel Buru in den Molukken geschickt, wo sie ein Jahrzehnt saßen. Erst 1979 wurden, auf Druck von Amnesty, die letzten Gefangenen von der Insel freigelassen, darunter Mudjayin, der Mitglied eines Journalistenverbandes gewesen war.

Mudjayin ist heute Sekretär in der Organisation LPRKROB, die aus denen besteht, die als Kommunisten bezeichnet wurden, und deren Kindern. Sie kämpfen für Genugtuung und ökonomische Kompensation. Die Wunden des Stigmas, dem sie in den Jahren nach der Gefangenschaft ausgesetzt waren, sitzen immer noch tief. Eine massive Schmutzkampagne machte sie zu Parias der Gesellschaft, die von der Umgebung gemieden wurden. Bis 2006 hatten ehemalige politische Gefangene einen besonderen Kode in ihren Papieren. Sie bekamen keine Pension, keine staatliche Anstellung und konnten nicht gewählt werden. Auch ihre Kinder nicht.

Laut Mudjayin gibt es Diskriminierung immer noch im Gesetz und vor allem in der Praxis. „Das Antidiskriminierungsgesetz reicht nicht. Die Opfer müssen in die Gesellschaft wieder eingegliedert werden. Wir werden kämpfen, bis wir unser Ziel erreicht haben. Wir Opfer fühlen, dass wir die Pflicht haben, uns reinzuwaschen. Durch Schreiben und Veranstaltungen üben sie Druck auf die Regierung aus, die sich bisher unwillig zeigte, sich der Frage anzunehmen.

2007 gab das Oberste Gericht eine Empfehlung an den Präsidenten, den Opfern eine formelle Genugtuung zu geben, aber das geschah nicht. Niemand ist bisher zur Verantwortung gezogen worden für die Verbrechen, und niemand hat offiziell die begangenen Verbrechen zugegeben.

Chris Biantoro arbeitet für die Organisation Kontras, die in einem diskreten Gebäude in einer Nebenstraße im südlichen Jakarta arbeitet, um im Namen des Staates begangene Verbrechen zu untersuchen. Er meint, dass eine wirkliche Demokratie nicht auf den Gebeinen der Toten aufgebaut werden kann.

„Die ‚Ereignisse 65‘ sind das wichtigste Thema in Indonesien, wenn es um Verbrechen gegen die Menschenrechte in der Vergangenheit geht. Die haben den Grund für die Übergriffe des Gesetzes gelegt. Eine Zukunft ohne eine Lösung dafür ist nicht möglich“, sagt er.

Indonesiens Kommission für Menschenrechte, Komnas HAM, ist jetzt dabei, Zeugenaussagen zu sammeln. Bisher sind 350 Personen angehört worden. Mehrere Menschenrechtsorganisationen wollen sogar eine Wahrheitskommission nach süd-afrikanischem Vorbild haben und Kontras gehört zu denen, die Druck machen, damit es Wirklichkeit wird. Kontras will auch, dass ein Sondergericht geschaffen wird, um die Täter vor Gericht zu stellen. Aber dafür ist die Zustimmung des Parlamentes erforderlich, wo sich etliche Leute dagegen stemmen, dass in der Vergangenheit gestochert wird.

Der stärkste Widerstand kommt von muslimischer Seite, weil muslimische Jugend-gruppen aufgewiegelt wurden, sich an den Tötungen vor 45 Jahren zu beteiligen. Dass so viele wie möglich Blut an den Händen haben sollten, war eine bewußte Strategie von oben, was die Frage selbst heute noch sehr prekär macht.

„Wir können offen über alle Verbrechen reden, die vom Suhartoregime begangen wurden – außer von den 65-er Ereignissen. Wir betreiben Kampagnen, aber nur an bestimmten Orten, wie an Universitäten“, sagt Chris Biantoro.

Seit Suhartos Fall 1998 wagen immer mehr, offen über ihre Erlebnisse zu reden. Aber viele Indonesier sehen immer noch die Morde als gerechtfertigt an, um eine reelle Gefahr zu beseitigen. Der Parteiname PKI ist ein Schimpfwort, das effektiv angewandt wird, um ziviles und gewerkschaftliches Engagement zunichtezumachen. Kontras hat zuvor schon 14 Massengräber auf Java dokumentiert, aber nachdem eine Ausgrabung angegriffen wurde, ist die Arbeit abgebrochen worden. Angaben über Mordplätze und Opfer zu sammeln, ist auch schwer, da viele Dörfler, die Zeugen der Morde waren, gestorben sind oder die Erinnerungen lieber vergessen wollen.

Slamet kommt aus dem Straßengraben, wo Menschenknochen gefunden wurden, als 1970 die Straße gebaut wurde, und dringt in das Gestrüpp am Hang ein. Dort steht eine ältere Frau mit einem Breitblattmesser in der Hand. Sie heißt Sugini und wohnte bereits zur Zeit der Morde hier, war 20 damals und Mutter zweier Kinder.

Mit den Armen überkreuz, geradem Rücken und dem Blick auf den Boden gerichtet, erzählt sie, wie sie 1966 Schüsse hörte und die Beifallsrufe der Soldaten. Sie hatte Angst und blieb im Haus, während andere Dörfler gezwungen wurden, die Gräber der Opfer zu graben. Das ging sechs Monate lang so weiter.
„Niemals haben wir darüber gesprochen“, sagt sie.

Anmerkung des Übersetzers

Als Grund und Rechtfertigung für die Morde wurde von Anfang hervorgebracht, dass die PKI- Führung ein Coup-Versuch unternommen habe und 6 Generale ermordete.
In meinem Buch INDONESIEN- Analyse eines Massakers (1971) habe ich die Ereignisse jener Tage von Stunde zu Stunde nachgezeichnet und eindeutig diese These oder vielmehr offenbare Lüge widerlegt. Die Morde an den Generälen wurden von Mitgliedern der Leibwache Sukarnos begangen, um einem geplanten Coup der Militärs zuvorzukommen. Möglicherweise (weil wir das nie beweisen konnten) war sogar Suharto involviert und hatte nichts dagegen, dass die allerhöchste Militärführung beseitigt wurde, um ihm den Weg an die Macht zu ebenen. Ich hatte damals schon klare Beweise, dass die Militärs komplette Listen mit den Mitgliedernamen der PKI und ihrer Frontorganisationen hatten (die schließlich nicht über Nacht erstellt werden können), und dass die USA zutiefst involviert waren. Was wir damals noch nicht wußten, war die Tatsache, dass auch der britische Geheimdienst seine Finger mit im Spiel hatte, u.a. zur Lieferung der Todeslisten beitrug.
Im übrigen ist Amnestys Schätzung von einer halben Million sehr konservativ, denn die meisten Experten gehen von einer Million und mehr aus.

Der Terror 1965 – immer noch eine offene Wunde in Indonesien

Charlotte Simonson
Übersetzt von  Einar Schlereth

 

Amnesty Press Nr. 3, September 2010  Mindestens eine halbe Million Menschen wurden getötet, als die indonesischen Kommunisten 1965-66 aus dem Weg geräumt wurden. Jene, die die Hexenjagd überlebten, kämpfen heute noch darum, reingewaschen zu werden. Niemand ist bisher für den Massenmord zur Verantwortung gezogen worden.

Der 80-jährige Mudjayin aus Jakarta und ehemalige Journalist hat einen zornigen Blick. Seine Stimme und Gesten deuten entschlossenen Kampfwillen an. „Es ist die Pflicht der Regierung, uns unseren Ruf zurückzugeben. Wir wurden ohne Prozess eingesperrt. Unsere Forderung ist legitim,“ sagt er.

Mudjayin, der wie viele Indonesier nur einen Namen hat, ist einer von Millionen Indonesiern, der Mitte der 1960-er Jahre als Kommunist bezeichnet wurde. Er wurde Opfer der Hexenjagd, die mindestens eine halbe Million Menschenleben forderte. Die Gefangenen mußten Hunger, Folter und Vergewaltigungen erdulden.

Hinter der Hexenjagd stand der künftige Diktator Suharto, aktiv unterstützt von den USA. Sowohl die indonesische Armee als auch die USA sahen in der kommunistischen Partei PKI eine ernste Bedrohung, die damals auf allen Ebenen der indonesischen Gesellschaft stark geworden war und auf drei Millionen Mitglieder geschätzt wurde.

Die Opfer wurden bei Militäroperationen in der Nacht erschossen. Sie wurden aus zeitweiligen Gefängnissen geholt und in Wäldern. Plantagen und an Flüssen erschossen.
Auf dem üppig grünen Lande in Nordjava kreuzt Slamet die Straße. Er stellt sich ins Gras am Straßengraben. Zeigt längs der Straße, zeigt wo die Knochen liegen. Knochen von beinahe 600 Menschen, die 1966 hier ihr Leben verloren. „Hier wurde eine Grube gegraben. Die getötet werden sollten, wurden gefesselt und mußten sich an den Rand der Grube stellen. Soldaten standen in Reihen vor ihnen. Dann schossen sie“, sagt Slamet und läßt seinen Körper fallen, um zu zeigen, wie die Opfer direkt in ihr Grab fielen.

Slamat war damals 33 und arbeitete als Lehrer. Bei der Jagd auf Kommunisten riskierten Bauern, Arbeiter, Fischer – alle die in Organisationen mit linkem Touch waren – verfolgt zu werden.

„Ich gehörte einer Gewerkschaft für Lehrer an, war aber nicht an Politik interessiert. Ich wußte, dass man Leute jagte, die man als Kommunisten ansah, dass Operationen stattfanden und das Nachbarn im Dorf verschwanden. Mitten in der Nacht klopfte es und ich wurde verhaftet“, sagt er.

Slamat war 5 Jahre im Gefängnis. Zehntausend andere Männer wurden auf die Insel Buru in den Molukken geschickt, wo sie ein Jahrzehnt saßen. Erst 1979 wurden, auf Druck von Amnesty, die letzten Gefangenen von der Insel freigelassen, darunter Mudjayin, der Mitglied eines Journalistenverbandes gewesen war.

Mudjayin ist heute Sekretär in der Organisation LPRKROB, die aus denen besteht, die als Kommunisten bezeichnet wurden, und deren Kindern. Sie kämpfen für Genugtuung und ökonomische Kompensation. Die Wunden des Stigmas, dem sie in den Jahren nach der Gefangenschaft ausgesetzt waren, sitzen immer noch tief. Eine massive Schmutzkampagne machte sie zu Parias der Gesellschaft, die von der Umgebung gemieden wurden. Bis 2006 hatten ehemalige politische Gefangene einen besonderen Kode in ihren Papieren. Sie bekamen keine Pension, keine staatliche Anstellung und konnten nicht gewählt werden. Auch ihre Kinder nicht.

Laut Mudjayin gibt es Diskriminierung immer noch im Gesetz und vor allem in der Praxis. „Das Antidiskriminierungsgesetz reicht nicht. Die Opfer müssen in die Gesellschaft wieder eingegliedert werden. Wir werden kämpfen, bis wir unser Ziel erreicht haben. Wir Opfer fühlen, dass wir die Pflicht haben, uns reinzuwaschen. Durch Schreiben und Veranstaltungen üben sie Druck auf die Regierung aus, die sich bisher unwillig zeigte, sich der Frage anzunehmen.

2007 gab das Oberste Gericht eine Empfehlung an den Präsidenten, den Opfern eine formelle Genugtuung zu geben, aber das geschah nicht. Niemand ist bisher zur Verantwortung gezogen worden für die Verbrechen, und niemand hat offiziell die begangenen Verbrechen zugegeben.

Chris Biantoro arbeitet für die Organisation Kontras, die in einem diskreten Gebäude in einer Nebenstraße im südlichen Jakarta arbeitet, um im Namen des Staates begangene Verbrechen zu untersuchen. Er meint, dass eine wirkliche Demokratie nicht auf den Gebeinen der Toten aufgebaut werden kann.

„Die ‚Ereignisse 65‘ sind das wichtigste Thema in Indonesien, wenn es um Verbrechen gegen die Menschenrechte in der Vergangenheit geht. Die haben den Grund für die Übergriffe des Gesetzes gelegt. Eine Zukunft ohne eine Lösung dafür ist nicht möglich“, sagt er.

Indonesiens Kommission für Menschenrechte, Komnas HAM, ist jetzt dabei, Zeugenaussagen zu sammeln. Bisher sind 350 Personen angehört worden. Mehrere Menschenrechtsorganisationen wollen sogar eine Wahrheitskommission nach süd-afrikanischem Vorbild haben und Kontras gehört zu denen, die Druck machen, damit es Wirklichkeit wird. Kontras will auch, dass ein Sondergericht geschaffen wird, um die Täter vor Gericht zu stellen. Aber dafür ist die Zustimmung des Parlamentes erforderlich, wo sich etliche Leute dagegen stemmen, dass in der Vergangenheit gestochert wird.

Der stärkste Widerstand kommt von muslimischer Seite, weil muslimische Jugend-gruppen aufgewiegelt wurden, sich an den Tötungen vor 45 Jahren zu beteiligen. Dass so viele wie möglich Blut an den Händen haben sollten, war eine bewußte Strategie von oben, was die Frage selbst heute noch sehr prekär macht.

„Wir können offen über alle Verbrechen reden, die vom Suhartoregime begangen wurden – außer von den 65-er Ereignissen. Wir betreiben Kampagnen, aber nur an bestimmten Orten, wie an Universitäten“, sagt Chris Biantoro.

Seit Suhartos Fall 1998 wagen immer mehr, offen über ihre Erlebnisse zu reden. Aber viele Indonesier sehen immer noch die Morde als gerechtfertigt an, um eine reelle Gefahr zu beseitigen. Der Parteiname PKI ist ein Schimpfwort, das effektiv angewandt wird, um ziviles und gewerkschaftliches Engagement zunichtezumachen. Kontras hat zuvor schon 14 Massengräber auf Java dokumentiert, aber nachdem eine Ausgrabung angegriffen wurde, ist die Arbeit abgebrochen worden. Angaben über Mordplätze und Opfer zu sammeln, ist auch schwer, da viele Dörfler, die Zeugen der Morde waren, gestorben sind oder die Erinnerungen lieber vergessen wollen.

Slamet kommt aus dem Straßengraben, wo Menschenknochen gefunden wurden, als 1970 die Straße gebaut wurde, und dringt in das Gestrüpp am Hang ein. Dort steht eine ältere Frau mit einem Breitblattmesser in der Hand. Sie heißt Sugini und wohnte bereits zur Zeit der Morde hier, war 20 damals und Mutter zweier Kinder.

Mit den Armen überkreuz, geradem Rücken und dem Blick auf den Boden gerichtet, erzählt sie, wie sie 1966 Schüsse hörte und die Beifallsrufe der Soldaten. Sie hatte Angst und blieb im Haus, während andere Dörfler gezwungen wurden, die Gräber der Opfer zu graben. Das ging sechs Monate lang so weiter.
„Niemals haben wir darüber gesprochen“, sagt sie.

Anmerkung des Übersetzers

Als Grund und Rechtfertigung für die Morde wurde von Anfang hervorgebracht, dass die PKI- Führung ein Coup-Versuch unternommen habe und 6 Generale ermordete.
In meinem Buch INDONESIEN- Analyse eines Massakers (1971) habe ich die Ereignisse jener Tage von Stunde zu Stunde nachgezeichnet und eindeutig diese These oder vielmehr offenbare Lüge widerlegt. Die Morde an den Generälen wurden von Mitgliedern der Leibwache Sukarnos begangen, um einem geplanten Coup der Militärs zuvorzukommen. Möglicherweise (weil wir das nie beweisen konnten) war sogar Suharto involviert und hatte nichts dagegen, dass die allerhöchste Militärführung beseitigt wurde, um ihm den Weg an die Macht zu ebenen. Ich hatte damals schon klare Beweise, dass die Militärs komplette Listen mit den Mitgliedernamen der PKI und ihrer Frontorganisationen hatten (die schließlich nicht über Nacht erstellt werden können), und dass die USA zutiefst involviert waren. Was wir damals noch nicht wußten, war die Tatsache, dass auch der britische Geheimdienst seine Finger mit im Spiel hatte, u.a. zur Lieferung der Todeslisten beitrug.
Im übrigen ist Amnestys Schätzung von einer halben Million sehr konservativ, denn die meisten Experten gehen von einer Million und mehr aus…..

 

http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=1702

 

Damals war wie Peter Scholl-Latour schrieb, Indonesien ein liberales Land. Heute laufen in Provinzen die Islam Extremisten herum und Frauen mit Schleier. Dies zur Politischen Entwicklung und die Amerikaner haben dort seit Jahren auch Nichts mehr zu Sagen.

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Aktuelle Verbrechen der US gefuehrten Verbrecher in Kolumbien


  • 16.06.2010

Gewalt in Kolumbien

Die Hingerichteten von Soacha

Elf Einschusslöcher, eines zwischen den Augenbrauen. Víctor Fernandez Gómez musste sterben, weil die kolumbianische Armee Erfolge in der Guerillabekämpfung brauchte. VON GERHARD DILGER

Straßenszene in Cartagena, Kolumbien. Foto: álvaro vega fuentes – Lizenz: cc-by

Am 23. August 2008 verschwand Víctor Fernando Gómez aus Soacha, der trostlosen Vorstadt im Süden Bogotás. Man habe ihm eine gut bezahlte Arbeit in Nordkolumbien versprochen, berichtet seine Mutter Carmenza. Zwei Tage später war der 23-Jährige tot, erschossen als angeblicher Guerillero im Kriegsgebiet bei Ocaña, 600 Kilometer von seiner Heimat entfernt.

„Ich bin zusammengebrochen, als ich es am 2. September erfahren habe“, sagt Carmenza Gómez. In der Gerichtsmedizin zeigte man ihr ein Foto ihres Lieblingssohnes, er hatte elf Einschusslöcher im Körper, eines davon zwischen den Augenbrauen. Sie lieh sich Geld, mietete einen Leichenwagen und holte Víctor ab. „Hier liegen noch mehr Jungs aus Soacha in Massengräbern, die die Armee umgebracht hat“, erfuhr sie. „Wollen Sie mit der Presse reden?“ Carmenza Gómez wollte. „Ich werde diesen verfaulten Sumpf aufdecken, selbst wenn sie mich umbringen“, sagt sie bestimmt.

Zusammen mit fünf anderen Frauen sitzt die 54-Jährige im Büro der Menschenrechtsgruppe Fedes, die vom Aachener Hilfswerk Misereor unterstützt wird. Die „Mütter von Soacha“, wie sie in Kolumbien heißen, haben vergrößerte Porträtfotos ihrer Söhne mitgebracht, viele haben noch kindliche Züge. Ihre Geschichten weisen grausige Parallelen auf. Die Hingerichteten wurden in neue Uniformen und Stiefel gesteckt, einem Linkshänder wurde ein Gewehr in die rechte Hand gedrückt.

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http://www.taz.de/1/politik/amerika/artikel/1/die-hingerichteten-von-soacha/

Kommentar: auch Nichts Neues, da wo die Amerikaner eine sogenannte Demokratie einfuehren! Dort regieren Drogen Bosse, Kriminelle und Verbrecher! Deutsche Politische Stiftungen, haben damit bekanntlich auch kein Problem

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