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Afghanistan: Die Holländer gehen und zeigten, wie man es macht!


Die Deutschen und Amerikaner haben Alles falsch gemacht im Balkan und in Afghanistan, als man einseitig prominente Kriminelle als Partner aufbaute!

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Die Holländer gehen und zeigten, wie man es macht!

Nach der Absetzung des Gouverneurs verwandelte der seine Kämpfer kurzerhand in eine private Sicherheitsfirma. Während die Niederländer im Folgenden zumindest jeden offiziellen Kontakt mit ihm vermieden, um die schwache örtliche Regierung nicht weiter zu beschädigen, besuchten US-Soldaten ihn fast täglich. Und sie rüsteten Matiullahs Miliz mit Jeeps, Generatoren und Satellitentelefonen aus und ließen ihn einen Privatkrieg führen – auch gegen Leute, die die Niederländer für versöhnlich hielten. Immerhin konnten die Niederländer verhindern, dass M entsprechend dem Wunsch der Amerikaner zum Polizeichef ernannt wurde. Im Sommer 2009 wurde der Konflikt um M sogar halb öffentlich ausgetragen, als die Niederländer Matiullah verdächtigten, für einen Überfall auf einen ihrer Nachschubkonvois verantwortlich zu sein. Schon zuvor hatten sie vermutet, dass M manche Attacken nur vortäuschte, um im Sicherheitsgeschäft zu bleiben und seinen Preis hochzuhalten, während die Amerikaner ihren Günstling gegen diese Anschuldigungen verteidigten.
Matiullah steht für jene halblegalen, bewaffneten und korrupten Strukturen, mit deren Hilfe die USA kurzfristige Stabilität herzustellen versuchen, ohne die grundlegenden Ursache der Instabilität zu lösen. Genau darum bemühten sich die Niederländer. Ihnen gelang es, die Führer jener von Dschan Mohammed und Matiullah ausgegrenzten Stämme Urusgans schrittweise zurückzuholen, indem sie sie nicht als militärische Ziele behandelten. Obwohl sie sich in Pakistan den Taliban angeschlossen hatten, garantierten ihnen die Niederländer, sie deswegen nicht zu behelligen. ………….
http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/holland-geht/

Afghanistan-Warlogs Datenanalyse – wie Tropfen zum reißenden Strom werden (4)

von Redaktion @ 6:11. abgelegt unter Krieg, Afghanistan

Yes, we can! Noch mehr Hackfleisch!
Yes, we can! Noch mehr Hackfleisch!
Copyleft 2010 Urs1798

Hier ist der vierte und letzte Teil der Parteibuch-Analyse der Kriegsentwickung in Afghanistan anhand der von Wikileaks veröffentlichten 76.911 Reports der US-Army. Zum grunglegenden Verständnis dessen, wie dieser äußerst grausam geführte Krieg gegen Afghanistan sich entwickelt hat, empfiehlt Mein Parteibuch, sofern noch nicht geschehen, unseren Artikel ‘Afghanistan-Warlogs Datenanalyse – Mehr “Kill” als “Capture”‘ zu lesen. Unsere weiteren Artikel zur Bewertung der geleakten Daten und der irreführenden Medienberichterstattung darüber finden sich auf unserer Afghanistan-Warlogs – Übersichtsseite.

In Teil 1 unserer Analyse “wie Tropfen zum reißenden Strom werden” hatten wir gezeigt, wie sich die Tropfen von eher sporadischen Kriegsereignissen im Jahr 2004 bis zum Sommer 2006 zu einem aus vielen kleinen Tropfen gespeisten stetigen blutigen Rinnsal entwickelt haben. Wir konnten dabei sehen, dass nicht große, schlagzeilenkräftige Ereignisse das Kriegsgeschehen prägten, sondern viele kleine blutige Zwischenfälle, deren Häufigkeit im Sommer 2006 sich gegenüber 2004 vervielfacht hatte. Im zweiten Teil unserer Analyse haben wir gezeigt, dass die Besatzungstruppen im tödlichsten Kriegsmonat September 2006 zu einer Strategie der großen Massaker übergingenden US-Daten zufolge. In Teil 3 unserer Analyse zeigten wir, wie sich der Krieg danach bis zum Ende des Jahres 2008 zu einem kontinuierlichen Bach aus Blut weiterentwickelt hat. Im vierten und letzen Teil unserer Analyse zeigen wir nun, wie Barack Obama es geschafft hat, aus dem kontinuierlichen Bach einen reißenden blutigen Fluss zu machen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass die Brutalität dieses Krieges in den westlichen Medien weitestgehend unsichtbar ist.

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