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Posts Tagged ‘Umwelt’

Die Zerstörung des Regenwald, durch die Offshore – Agrar Mafia

April 13, 2019 4 Kommentare

Siemens, Thyssen, Deutsche Bank, KfW Bank  das abholzen, Regierungs Bestechung und die Zerstörung der Regenwälder u.a. auch für Palm Öl. Jeder Kriminelle Weltweit, von Afrika, Balkan, Warlords in Afghanistan wird finanziert, wenn man die Privatisierungs Verbrechen mitmacht und die Umwelt Zerstörung.

Juan Guaidós Fiasko der Erstürmung des Präsidentenpalasts und sein USAID-Plan für den Regime Change
Für vergangenen Samstag, den 6. April, hatte Venezuelas selbsternannter „Übergangspräsident“ Juan Guaidó – dessen politische Immunität und der Posten des Parlaments-Vorsitzenden in den ersten April-Tagen von der venezolanischen Justiz aufgehoben worden waren – zur „größten und am besten organisierten” Demonstration aller Zeiten gegen die Regierung Nicolás Maduro aufgerufen.
Schwere Dürren in Lateinamerika nehmen wegen Abholzung des Regenwalds zu
Experten warnen vor gravierenden Folgen. Konflikt um Wasser mit Großindustrien wie Bergbau oder Agrarindustrie. Fläche des Regenwalds nimmt stark ab. Die UNESCO und des Wasserzentrums für Trockenzonen in Lateinamerika (CAZALAC) haben mit einer Studie anlässlich des Weltwassertags Ende März mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass zunehmende Dürren eines der größten sozialen und ökologischen Desaster sind, von denen Lateinamerika in Zukunft bedroht sein wird…Insbesondere die Politik des neuen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro könnte diese Entwicklung noch weiter verschärfen.
Brasilien / Wirtschaft / Umwelt

Brasilien: Zerstörung des Regenwaldes wird aus Steueroasen finanziert

Agrarmultis erhalten aus Steueroasen überdurchschnittlich viel Kapital für Investitionen in der Amazonasregion. Brasilianische Minister profitieren privat
Gelder aus Steueroasen führen indirekt zu Rodungen im Amazonas. Brasilianischer Regenwald wird der Agrarwirtschaft geopfert
Gelder aus Steueroasen führen indirekt zu Rodungen im Amazonas. Brasilianischer Regenwald wird der Agrarwirtschaft geopfert

Belém/George Town. Für Investitionen in die Landwirtschaft im Amazonasraum haben internationale Agrarkonzerne im vergangenen Jahrzehnt rund 18,4 Milliarden US-Dollar aus Steuerparadiesen erhalten. Wie die Zeitung Folha de São Paulo berichtet, stammen die Investitionen in Viezucht, Sojaanbau und Fischfang aus Steueroasen wie den Caimaninseln, Panama oder den Bahamas. Häufig stehen damit Rodungen im Zusammenhang.

Die Enthüllungen stammen aus einer Studie, die die Finanzströme zwischen Steuerparadiesen und Agrarkonzernen, die im Amazonas aktiv sind, ausgewertet hat. „Theoretisch könnten wir beweisen, dass diese Investitionen zu Rodungen geführt haben“, so Studienleiter Victor Galaz. „Aber dafür bräuchten wir mehr Finanzdaten, zu denen wir aber keinen Zugang bekommen. Unter anderem deshalb nicht, weil die Beziehungen mit den Steuerparadiesen den Grad des Finanzgeheimnisses erhöhen“, wird Galaz in der Folha zitiert.

Aus diesem Grund lassen sich in der Mehrheit der untersuchten Fälle keine direkten Rückschlüsse zwischen kriminellen wirtschaftlichen Aktivitäten oder Umweltverbrechen und der Verbindung in die Steuerparadiese nachweisen, so das Ergebnis der Studie. Aber gerade der laxe Umgang mit Finanzfonds in diesen Ländern kann neben Steuerhinterziehung zu fehlender Transparenz und Kontrolle über die wirtschaftlichen Aktivitäten führen, in die investiert werde.

Das Forscherteam von der Universität Stockholm griff für die Studie auf Daten internationaler Finanzbehörden und der brasilianischen Zentralbank aus den Jahren 2000 bis 2011 zurück. Spätere Daten unterlagen aufgrund einer neuen gesetzlichen Regelung der Geheimhaltung. Steuerparadiese zeichnen sich insbesondere durch eine symbolische oder inexistente Kapitalbesteuerung und fehlende Finanztransparenz aus.

Die Gruppe untersuchte Informationen zu den neun internationalen Agrarkonzernen Bertin, JBS, Marfrig, Minerva aus dem Fleischsektor sowie die Unternehmen Bunge, Cargill, Archer Daniels Midland, Amaggi und Louis Dreyfus aus dem Sojasektor. Die erste Gruppe ist für circa 33 Prozent der brasilianischen Viehschlachtung verantwortlich, auf die zweite Gruppe entfallen etwa 50 Prozent der nationalen Verarbeitung von Soja.

„Zwischen Oktober 2000 und August 2011 wurden 68 Prozent des gesamten untersuchten ausländischen Kapitals an die neun Schwerpunktunternehmen im Soja- und Rindfleischsektor im brasilianischen Amazonasgebiet über einen oder mehrere bekannte Steuerparadiese transferiert. Dies entspricht bei einigen untersuchten Unternehmen 90-100 Prozent des ausländischen Kapitals“, heißt es im Vorwort der Studie vom August dieses Jahres.

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Eine Raupe zerstört tropischen Wald im Bundesstaat Tocantins, um Flächen für die Soja-Produktion frei zu machen.
Eine Raupe zerstört tropischen Wald im Bundesstaat Tocantins, um Flächen für die Soja-Produktion frei zu machen.

Insgesamt erhielten die Unternehmen aus dem Ausland 26,9 Milliarden Dollar. Rund 70 Prozent davon, also 18,4 Milliarden Dollar, stammten aus den karibischen Steueroasen. Dabei machen die brasilianischen Agrarunternehmen mit 38 Prozent der Großteil der Empfänger aus.

Erst Ende letzten Jahres brachten Enthüllungen zu den Paradise Papers den brasilianischen Landwirtschaftsminister und „Sojakönig“ Blairo Maggi sowie Finanzminister Henrique Meirelles in Bedrängnis. Maggi erscheint als Beteiligter eines Unternehmens zur Verarbeitung von Agrarprodukten namens „Amaggi LDC Commodities International Ltda.“ Zur Steuervermeidung hatte die Firma ihren Sitz auf den Caiman Inseln. Mehrere Familienmitglieder Maggis sind in den Unterlagen als Nutznießer des Unternehmens eingetragen. Meirelles wiederum gründete auf den Bermudas eine Stiftung namens „Sabedonia Foundation“, welcher nach seinem Tod ein Teil seines Vermögens zukommen soll. Ein unbestimmter Teil davon soll Meirelles Aussage nach philanthropischen Zwecken zugekommen sein.

Immer wieder geraten Politiker rechtskonservativer Parteien durch Ermittlungen und Verfahren wegen Verstößen gegen Umweltauflagen in die Schlagzeilen. Im August 2016 hatte die Staatsanwaltschaft des nördlichen Bundesstaates Pará bekannt gegeben, dass sie Ermittlungen gegen den Landwirtschaftskonzern von Agrarminister Maggi, Amaggi, aufgenommen hat. Dieser war in einen großen Fall illegaler Rodung von Amazonasregenwald involviert gewesen. Zwischen 2012 und 2015 waren insgesamt 300 Quadratkilometer Regenwald zerstört, mehr als 500 Millionen Euro waren bewegt worden. Zusammen mit dem auf Rindfleisch-Verarbeitung spezialisierten Lebensmittelkonzern JBS habe Amaggi einem Mittelsmann 2,7 Millionen Euro überwiesen. Die Regenwaldflächen seien zum Zweck der Rinderzucht gerodet worden.

Erst Ende Juli 2016 hatte Maggi als neuer Landwirtschaftsminister mit den USA eine drastische Erhöhung brasilianischer Rindfleisch-Exporte in die USA vereinbart. Auf einen Gesamtwert von rund 900 Millionen Dollar sollen die Exporte zukünftig ansteigen, was einer Vervierfachung der bisherigen Quote entspricht.

Im Kontext der aktuellen Ergebnisse zu den Verwicklungen zwischen Agrarmultis und Investitionen aus Steuerparadiesen verkündete der Amaggi-Konzern, dass seine Operationen stets der nationalen Gesetzgebung unterliegen und „in Abstimmung mit den höchsten Nachhaltigkeitskriterien erfolgen.“ Auch der Minerva-Konzern bekräftigte seine Verpflichtung gegenüber nachhaltiger Viehwirtschaft. Er beziehe nur Rind, dass zu 100 Prozent von Betrieben aus dem Amazonas stamme, die überwacht würden.

Der Soja-Konzern Bunge erklärte in einer Mitteilung, „dass es unser Ziel ist, nachhaltige Versorgungsketten zu entwickeln, die ohne Rodung auskommen“. Der Konzern bekräftigte seine Selbstverpflichtung im Rahmen des Soja-Moratoriums für den Amazonas, kein Soja aus kürzlich entwaldeten Feldern zu beziehen. Auch die Soja-Multis Louis Dreyfus und Cargill verwiesen auf ihre Mitgliedschaft im besagten Moratorium und ihr Bemühen, Gefährdungen für das Klima verringern zu wollen.

Erst im Mai waren Bunge und Cargill wegen Bezugs von illegal angebautem Soja von der brasilianischen Umweltbehörde IBAMA zu Strafen von 1,87 Millionen (400.000 Euro), beziehunsgweise 50 Millionen Reais, (11 Millionen Euro) verurteilt worden.

17.12.2016 Artikel von Serena Pongratz

03.11.2010 Artikel von Christian Russau

Deutschland wird von Dumm Kriminellen regiert, ein klares „State Capture“
Krieg & Frieden

Die Kriegsmacht

Deutsche Angriffskriege verstoßen gegen Grundgesetz und Völkerrecht — und werden dennoch geführt. Teil 3.

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die Beratungs Mafia des Unfugs auf allen Gebieten“ Umwelt Strategien“

Dezember 27, 2018 3 Kommentare

keinerlei Berufs Ausbildung, wie bei den Mafia Banken Vorstaenden, wo heute sogar Steinbrueck sagt, das diese Leute keine Ahnung hatte, was sie kauften.

Angela Merkel die dumme Ossi Tussi, ohne ein PhYsink Studieum, was die naechste Luege ist, organisierte sogar fuer den Banken Betrueger Josef Ackermann, eine Geburtstags Partu im Kanzleramt. Die Consult Mafia, ein Erfolgstory von Kriminellen Gangstern

80 % unnütze Beratung, also Profi Betrug ohne Ende, wobei Accenture. zu den berüchtigsten Betrugs Beratung Firmen gehört, ein Teil von Anderson Consult usw.., identisch wie McKinsey, KPMG

Der grösste Betrug der Welt Gesc hichte. wo der US CIA Betrüger: Frank Wisner jun. im Vorstand war, später auch Balkan Botschafter in zahlreiche Betrugs Geschichte verwickelt inklusive gefälschter Bank Bankgarantien rund um AlbPetrol. Rezart Tahci in Albanien, oder er musste an Chevron für falsche Beratung 20 Millionen $ Etnschädigung zahlen.

Arthur Andersen and Enron: Positive Influence on the Accounting Industry

In 80 Prozent der Fälle Notwendigkeit der Beratung „nicht nachgewiesen“

Die Prüfer hatten die Affäre um die Berater mit zwei Berichten ins Rollen gebracht. Zunächst rügten sie in einem Einzelfall, dass eine Cyberabteilung des Ministeriums für den Einsatz von Unternehmensberatern regelwidrig Mittel aus einem Budget an Beraterstunden des Bundes abgerufen hatte. Dies hat das Ministerium eingeräumt.

Die jetzt abgegebene Stellungnahme des Ministeriums indes bezieht sich auf einen sehr viel breiteren Bericht des Rechnungshofs. Fast zwei Jahre lang untersuchten die Prüfer Verträge des Wehrressorts mit Beratungsunternehmen, nahmen 56 Verträge aus den Jahren 2015 bis 2017 mit einem Volumen von insgesamt 93 Millionen Euro unter die Lupe.

Bei den Ermittlungen stellten sie gravierende Unregelmäßigkeiten fest. In der Zusammenfassung schreibt der Rechnungshof, in rund 80 Prozent sei die schiere Notwendigkeit der Beratung „nicht nachgewiesen“, auch die Wirtschaftlichkeit sei in fast keinem der Fälle geprüft worden, 44 von 56 Berater-Projekten wurden „freihändig“ vergeben.

Zunächst hatte von der Leyens Haus den Bericht als zu vage beschrieben. Intern aber wurden mehrere Task Forces eingerichtet, die Hunderte Beraterverträge durchleuchten sollte. Dass man nun die Vorwürfe so breit einräumt, zeigt vor allem eins: Die internen Ermittler sind fündig geworden.

Eigenwillige Personalkonstruktionen

Eins der Beispiele ist nach SPIEGEL-Informationen ein Großvertrag mit dem Beratungsriesen Accenture. Nach Prüfung der Unterlagen konnten die Ermittler nicht nachvollziehen, wer im Ministerium und warum die Berater überhaupt engagiert wurden. Die Bezahlung der Rechnung über 2,9 Millionen Euro wurde erstmal eilig gestoppt.

Daneben entdeckte man bei den Recherchen ziemlich eigenwillige Personalkonstruktionen. So wurde ein enger Vertrauter von Hardy Mühleck, der aus der freien Wirtschaft angeheuerte Chef der Cyberabteilung, offenbar über zwei Jahre aus Beraterverträgen bezahlt. Im Ministerium erzählt man sich, dass ein Ministeriumsgehalt für ihn nicht ausreichend war.

Wie viele andere Verstöße und Unregelmäßigkeiten gefunden wurden, will das Ministerium bisher nicht sagen. Allerdings drängt sowohl der Verteidigungs- als auch der Haushaltsausschuss vehement auf eine transparente Aufklärung. Grüne und FDP drohen sogar mit einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss.

Grünen-Haushälter Tobias Lindner nimmt nun die Ministerin direkt ins Visier. „Das Eingeständnis gegenüber dem Rechnungshof beweist, dass der Skandal nicht nur auf die Cyberabteilung begrenzt ist, sondern ein generelles Problem im Ministerium vorliegt“, sagte Lindner. „Frau von der Leyen muss erklären, wie lange sie schon von den Vorwürfen wusste“.

Für die Ministerin ist die Affäre mehr als nur unangenehm. Schon vor ihrem Amtsantritt im Wehrressort Ende 2013 galt sie als glühender Fan von externen Beratern bei Reformvorhaben, aus ihrer Sicht kann man mit den unabhängigen Fachleuten Prozesse schlicht schneller als mit dem trägen Beamtenapparat eines Ministeriums in Gang setzen.

Kann sich von der Leyen retten?

Im Wehrressort ging von der Leyen sogar noch einen Schritt weiter. Mit Katrin Suder holte sie sogar eine Top-Beraterin des Branchenriesen McKinsey als Staatssekretärin ins Haus. Dass jetzt rauskommt, dass unter dieser Führungskonstellation die Beauftragung von externen Beratern über Jahre in weiten Teilen krumm lief, lässt sich sehr schlecht erklären.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ursula-von-der-leyen-raeumt-gravierende-maengel-bei-vergabe-von-berater-jobs-ein-a-1236122.html

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die Umwelt Mafia: UN Chef tritt nun zurück, wegen hohen Reise Spesen

November 21, 2018 5 Kommentare

  • Identisch die Deutschen Banditen, der gesamte EU und Deutsche Apparat, wie die Botschaften, wo die Dümmsten sehr gut von den Reise Spesen leben.

Führend die Deutsche Umwelt Mafia mit Angela Merkel, der KfW, welche die Urwälder rodten lässt, für Palm Öl Müll. CO2 Betrug als System.

Die Betrugs Maschine des BMZ, Erfinder der Betrugs Zertifikate, heute ein Ministerium, wo man MIlliarden pro Jahr stiehlt, welche spurlos verschwinden in Unfugs und Betrugs Projekten, welche oft nie existiert haben, nur der Eigenbeschäftigung dienen, als Tarnung wie man Geld stiehlt.

Versteigerung von Emissionszertifikaten

Steuerhinterziehung bei SPD-Politikern?

Hadmut
16.5.2018 0:02
Der MDR meldet (und wenn der das schon meldet…), dass Beamte des Finanzamtes Jena im Verdacht stehen, die mutmaßlichen Steuerhinterziehungen von SPD-Politikern vertuscht zu haben.

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Erik Solheim 424.000 Euro Reisekosten – Chef von Uno-Umweltprogramm tritt zurück

Erik Solheim: 424.000 Euro Reisekosten - Chef von Uno-Umweltprogramm tritt zurück

Als Chef des Uno-Umweltprogramms ist Erik Solheim durch hohe Reisekosten in die Kritik geraten. Jetzt gibt der Norweger seinen Posten auf – stellt aber den ihn belastenden Prüfbericht infrage. mehr…

MONITOR vom 15.11.2018

Hochgiftig und trotzdem zugelassen: Pestizide in der EU

Bericht: Elke Brandstätter, Stephan Stuchlik

Kommentare zum Thema, weiterführende Links und der Beitragstext als PDF

Georg Restle: „Vielleicht erinnern Sie sich noch an den Skandal um das Pflanzenschutzmittel Glyphosat. Das, was wir Ihnen jetzt zeigen, müsste diesen Skandal eigentlich in den Schatten stellen, denn es geht um mindestens so gefährliche Stoffe – und um jede Menge davon. Sie sind hochgiftig, sie stehen unter Verdacht das Nervensystem zu schädigen oder schwere Krankheiten hervorzurufen. Aber sie werden völlig legal auf deutschen Feldern versprüht oder in Gärtnereien – und manche könnten auch bei Ihnen zu Hause stehen. Der Skandal daran: Einige dieser Stoffe dürften eigentlich gar nicht mehr zugelassen werden. Trotzdem bleiben sie auf dem Markt, und das nur, weil Behörden sich bei der Prüfung sehr, sehr lange Zeit lassen. Insbesondere deutsche Behörden. Elke Brandstätter und Stephan Stuchlik.“

Der Teutoburger Wald. Wiesen, Äcker, Felder. Hier leben viele von der Landwirtschaft und vom Gartenbau. Wie überall sind auch hier Pestizide auf den Feldern, aber man sieht sie nicht und man denkt nicht an sie. Außer man wird von einem Schicksalsschlag getroffen wie Familie Elixmann. Ulrich Elixmann ist ehemaliger Gärtner und 58 Jahre alt. Er hat Parkinson. Und er ist überzeugt: Das kommt daher, dass er in seinem Beruf 40 Jahre lang mit Pflanzenschutzmitteln zu tun hatte.

Ulrich Elixmann: „Ich kenne Leute, die haben die Spritzbrühe mit den Händen angerührt und so weiter. Da hat nie ein Mensch dran gedacht, dass das solche Schäden hervorrufen kann.“

Elixmann hat manchmal Mühe mit dem Sprechen, mit einfachen Handgriffen. An den Händen machte sich die Krankheit zuerst bemerkbar.

Ulrich Elixmann: „Beim Rosenschneiden, da habe ich dreimal mit der Rosenschere was abgeschnitten und dann setzte das mit einem mal aus. Und daraufhin bin ich dann zu meinem Hausarzt mal gegangen und habe gesagt: ‚Irgendwas ist da nicht in Ordnung‘. Und dann stellte sich heraus, dass dieser Verdacht von Parkinson nahe lag.“

Er ist sich sicher: Parkinson ist eine Berufskrankheit. Zahlreiche wissenschaftliche Studien fanden einen möglichen Zusammenhang.

Wie Parkinson und der Einsatz von bestimmten Pestiziden zusammenhängen, erforscht Beate Ritz, Professorin an der University of California schon seit Jahren. Ihre Grundlage ist eine einzigartige Datenbasis, die bis in die 70er Jahre zurückreicht.

Prof. Beate Ritz, University of California: „Wenn man das sich anschaut, also die Studien in Frankreich, die Studien, die ich in Kalifornien gemacht habe, die Studien die anderweitig in den USA und weltweit gemacht wurden zu Parkinson und Pestiziden, aber auch die toxikologischen Studien, die Tierversuche, dann würde ich sagen: es ist absolut gerechtfertigt, das als Berufserkrankung anzuerkennen.“

Elixmann hat in seinem Berufsleben mit einigen Chemikalien zu tun gehabt, die im Verdacht stehen, Parkinson mit auszulösen. Einer dieser Stoffe dürfte eigentlich gar nicht mehr auf dem Markt sein, bekam aber dieses Jahr eine Ausnahmegenehmigung. Und das gilt für viele Pestizide in Europa. Wie kann das sein?

Die Pflanzenschutz-Verordnung der EU schreibt ausdrücklich eine Prüfung auf mögliche Giftigkeit vor, sie soll ein „hohes Schutzniveau für die Gesundheit von Mensch und Tier“ garantieren. Aber: Es gibt eine Hintertür in der Verordnung, den Artikel 17. Wenn die Behörden zu lange mit der Bearbeitung brauchen, kann der „Ablauf der Genehmigung eines Pflanzenschutzmittels“ einfach „hinausgeschoben“ werden – mit weitreichenden Konsequenzen.

Achim Willand, Anwalt für EU-Umweltrecht: „Eine solche Zulassung nach Artikel 17 hat dann ja zur Folge, dass ein Wirkstoff eingesetzt werden darf, obwohl er nicht nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft abschließend geprüft worden ist.“

Zu Deutsch: Es kommen Giftstoffe auf die Äcker, deren letzte Überprüfung viele Jahre zurückliegen kann. Neue Erkenntnisse werden bei solchen Verlängerungen nicht berücksichtigt, und das nur, weil die Behörden zu langsam sind.

Wir arbeiten uns durch die Durchführungsverordnungen der Europäischen Union, zählen nach, wie oft diese sogenannten „technischen Verlängerungen“ ohne erneute Prüfung erteilt wurden. Am Ende steht eine lange Liste von aktuell 112 Pestiziden, deren Zulassung nur aufgrund langsamer Behördenarbeit verlängert wurde. Diese 112 technisch zugelassenen Stoffe machen insgesamt 23 Prozent aller Zulassungen aus, also fast ein Viertel.

Martin Häusling ist Europaabgeordneter im zuständigen Agrarausschuss. Er ist empört, als er unsere Zahlen sieht. Hier werde eine Ausnahmeregelung systematisch missbraucht.

Martin Häusling, Bündnis 90/ Die Grünen, Agrarausschuss EU-Parlament: „Das ist ein Skandal, der jetzt endlich mal ans Licht der Öffentlichkeit gehört, denn Zufälle in dieser Größenordnung kann es nicht geben. Jeder fünfte Stoff kann kein Zufall sein, sondern das hat System.“

Das Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel ist kompliziert. Europäische und nationale Behörden arbeiten hier zusammen. Wer aber ist vor allem verantwortlich?

Unbestritten ist: Eines der langsamsten Zulassungsverfahren der EU hat Deutschland. Das Landwirtschaftsministerium koordiniert die Pestizidzulassung. Allein vier weitere Behörden, nämlich das Bundesinstitut für Risikobewertung, das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit, das Umweltbundesamt und das Julius-Kühn-Institut teilen sich das Zulassungsverfahren, eine in Europa einzigartige Konstruktion.

Eine EU-Prüfung von 2016 stellte erhebliche Verzögerungen fest. Nur ein Beispiel: Für eines der Standard-Zulassungsverfahren brauchte Deutschland statt der maximal erlaubten 120 Tage eine durchschnittliche Zeit von 757 Tagen.

Bleiben wegen langsamer Behörden in Deutschland auch gefährliche Giftstoffe länger in der Umwelt? Man habe das Verfahren jetzt gestrafft, teilt uns das Ministerium auf Anfrage mit, im eigenen Bereich sei die „Verfristungsproblematik gelöst“. Fakt ist, auch nach der EU-Kritik haben unter deutscher Beteiligung weitere 22 Pestizide eine technische Verlängerung bekommen, weil die Behörden zu lange gebraucht haben. Mindestens neun dieser Stoffe seien hochproblematisch, weil sie eine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen, warnen Toxikologen.

Hermann Kruse, Toxikologe, ehem. Universität Kiel: „Aus toxikologischer Sicht bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass diese Verbindungen zu einem Großteil nach regelhaften Bestimmungen heutzutage gar nicht mehr zugelassen würden.“

Hermann Kruse ist einer der wenigen unabhängigen Toxikologen mit dem Spezialgebiet Pestizide. Die neun Stoffe auf der Liste beurteilt er eindeutig: Sie dürften keinesfalls in die Umwelt gelangen.

Hermann Kruse, Toxikologe, ehem. Universität Kiel: „Größtenteils sind sie toxisch für das Nervensystem, aber andere sind auch wiederum toxisch auf Leber und Niere. Das heißt also, viele Organe sind von einigen Verbindungen betroffen und – was das Schlimmste ist – es gibt eben auch Hinweise aus dem Tierexperiment, dass einige dieser Stoffe auch eine Krebs erzeugende Wirkung haben.

Wir haben dazu die Hersteller der Stoffe für den deutschen Markt angefragt. Stellvertretend für sie teilt uns der Industrieverband Agrar mit, dass man über die Gefährlichkeit der Stoffe nicht selbst urteile:

Zitat: „Ob eine Substanz den Anforderungen entspricht, wird im Genehmigungsverfahren festgestellt.“

Bei Pestiziden geht es allein in Deutschland um ein Milliardengeschäft. Nach Meinung von Martin Häusling spielt das bei den Genehmigungen durchaus eine Rolle….

https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/pestizide-106.jsp#commentSentMessage

Betrugs Maschinerie der Banken: Wall Street Banks, Money Laundering and the Drug Trade

März 10, 2013

1 Votes
Privatisierung, Bankanster, GEldwäsche, Betrug ohne Ende. Und immer dabei: Deutsche Bank, Goldman Sachs und US Politiker wie auch USAID, durch Banken Gründungen im Ausland

Greenspan – US-Bankensystem ist voller Betrug

November 12, 2010
Dienstag, 9. November 2010 , von Freeman um 20:30

Hier haben wir eine Aussage vom ehemaligen Chef der Fed, Alan Greenspan, die ist der Hammer! Er sagt, das US-Bankensystem ist voller Betrug, wärend sein Nachfolger Ben Bernanke ganz nervös neben ihm sitzt und sich diese Aussagen anhört.

Das Weiße Haus selbst hat die Excel-Datei der Planung der US-Schulden bis zum Jahre 2017 inzwischen online gestellt –

Bildschirmfoto vom 2018-10-01 07-09-27

Profi Kriminelle BMZ, KfW , GTZ Organisationen

Andreas Kindl

Andreas Kindl, PR Manager einer kriminellen Berliner Regierung

Profi Betrug der Deutschen Regierung seit langem des BMZ, Angela Merkel, Dirk Müller und unzählige Klimaschutz Abteilungen, welche über das Mafia identische BMZ, KfW finanziert werden, für gute Posten und real macht man Nichts, finanziert man die Zerstörung der Umwelt, Urwälder für Palm Öl und Agrar Exporte und anderen Müll aus der EU und Deutschland.

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Europa, Deutschland vernichtet sich durch eine kriminelle Export, Agrar und Umwelt Politik selber


Die NATO Staaten, vor allem auch Deutschland und die USA zerstören sich selbst, weil man eine ungeheure Umweltvernichtung betreibt.

Pestizide, Aromastoffe, Plastikpartikel: In unserem Essen steckt viel Chemie. Manche Stoffe und Dosierungen können dem Menschen schaden. Der Kampf gegen sie muss effektiver werden, mahnt der Rechnungshof.

Gegen ungesunde Chemikalien in Lebensmitteln muss aus Sicht der obersten EU-Rechnungsprüfer effektiver vorgegangen werden. Die EU-Regeln seien „überfrachtet“ und die Staaten mit den Lebensmittelkontrollen überfordert, kritisierte der Europäische Rechnungshof in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht. Eine Lösung sei, die Labors der Lebensmittelindustrie stärker in die Kontrollen einzubeziehen, um staatliche Stellen zu entlasten.

75 Seiten EU Bericht, über 8.000 gefährlicher Chemie Farbstoffe in Lebensmitteln.

Super korrupt die Deutschen Minister und die EU Verbrecher sowieso. Mafia Agrar Politik in Details.
http://data.footprintnetwork.org/#/
Global Footprint Network

Auf Kosten nächster Generationen: Ressourcen für 2018 in Deutschland schon verbraucht

© AFP 2018 / Sascha Schuermann

Panorama

Zum Kurzlink
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Nach Angaben der Forschungseinrichtung Global Footprint Network wird dieses Jahr der deutsche Erdüberlastungstag auf den 2. Mai fallen. Dies bedeutet, dass die deutsche Bevölkerung die natürlich verfügbaren Ressourcen für 2018 bereits verbraucht hat und bis zum Jahresende auf Kosten der nächsten Generationen lebt.

„Würden alle Länder weltweit so haushalten wie Deutschland, bräuchten wir drei Erden“, meldet die Umweltorganisation Germanwatch.

Forscher der Umweltorganisationen behaupten, dass in Deutschland eine neue Klima- und Agrarpolitik entwickelt werden müsse.

Laut Julia Otten von Germanwatch zeigt der anstehende Tag, dass „wir schnell unseren CO2-Ausstoß verringern müssen, der in Deutschland seit 2009 nicht mehr gesunken ist.“Stichwort beim Erdüberlastungstag ist der ökologische Fußabdruck. Er stellt das Verhältnis zwischen der biologischen Kapazität der Erde und dem Menschenbedarf an ihren Ressourcen dar. Diese Dateien für Deutschland sowie für andere Länder sind auf der Webseite der Global Footprint Network angeführt.

Nach vorläufigen Berechnungen soll der globale Erdüberlastungstag auf einen Tag im August fallen.

ungeheure Mengen an Giften und Chemie Rückständen, werden überall ins Meer, Flüsse, Seen entsorgt

2011 eine ARTE Doku

Kategorien:Europa Schlagwörter:

Deutsche Entwicklungshilfe finanziert Landraub in Afrika, durch Agrar Konzerne

Juni 19, 2014 8 Kommentare

Finanzspritze für Land-Grabbing: Bundesregierung in der Kritik

 

9:01 [Amerika21]
Brasilien: Zerstörung des Regenwaldes wird aus Steueroasen finanziert
Agrarmultis erhalten aus Steueroasen überdurchschnittlich viel Kapital für Investitionen in der Amazonasregion. Brasilianische Minister profitieren privat. Für Investitionen in die Landwirtschaft im Amazonasraum haben internationale Agrarkonzerne im vergangenen Jahrzehnt rund 18,4 Milliarden US-Dollar aus Steuerparadiesen erhalten. Wie die Zeitung Folha de São Paulo berichtet, stammen die Investitionen in Viezucht, Sojaanbau und Fischfang aus Steueroasen wie den Caimaninseln, Panama oder den Bahamas. Häufig stehen damit Rodungen im Zusammenhang.
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Noch vor wenigen Jahren forcierte die Bundesregierung den Kampf gegen Land-Grabbing auf UN-Ebene. Jetzt trage sie aktiv zum Landraub in Entwicklungsländern bei, meinen Kritiker. Foto: CIAT (CC BY-SA 2.0)

Nichtregierungsorganisationen werfen der staatlichen Entwicklungsagentur DEG vor, Land-Grabbing in Entwicklungs- und Schwellenländern zu fördern. Die Bundesregierung hätte die Möglichkeit, dagegen vorzugehen – doch sie macht es nicht, wie ihre Antwort auf eine Anfrage im Bundestag zeigt.

Die Anklage ist deutlich: Das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) fördert wissentlich den Landraub durch große Agrarkonzerne und nimmt damit die Zerstörung der Existenzgrundlage von etlichen Kleinbauern in Kauf. Das meinen zumindest Nichtregierungsorganisationen und die Bundestagsfraktion der Linkspartei. Im Zentrum ihrer Kritik stehen die Geschäftstätigkeiten der vom Bund gegründeten Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG), einer Tochter der Staatsbank KfW. Im Zuge von DEG-finanzierten Projekten würde es immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen und Landgrabbing kommen.

Das BMZ hat eine einflussreiche Stellung im DEG: Vorsitzender des Aufsichtsrat ist Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär beim BMZ. Von Menschrechtsverletzungen will das Ministerium jedoch nichts wissen. Das kann man zumindest der von Fuchtel unterschriebene Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei entnehmen, die EurActiv.de vorliegt.

Unter dem Titel „Der Beitrag der DEG zu einer transparenten deutschen Entwicklungszusammenarbeit“ hatten Abgeordnete der Linkspartei Auskunft über die Standards und Vergabekriterien des DEG verlangt. Zudem wollten Sie wissen, welche Informationen die Bundesregierung habe, ob und inwieweit das Institut die UN-Leitlinien gegen Land-Grabbing, den „Voluntary Guidelines on the Responsible Governance of Land, Fisheries and Forests in the Context of National Food Security“ einhalte. Die knappe, aber klare Antwort der Bundesregierung: „Keine“.

„Die Bundesregierung deckt Landgrabbing und Intransparenz im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit“, sagt Niema Movassat, Bundestagsabgeordneter der Linkspartei. Die Bundesregierung halte es nicht für nötig, eine öffentliche Durchleuchtung der Geschäftstätigkeiten der DEG durchzuführen. Zudem würde sie Berichte von Landgrabbing und Menschenrechtsverletzungen nicht ernst nehmen. „Der Grundsatz, nach dem die Bundesregierung die Geschäftstätigkeit der DEG beurteilt, lautet: Die DEG macht gute Arbeit, weil sie sagt, dass sie gute Arbeit macht“ , so Movassat weiter.

BMZ: Kontrollverfahren der DEG sind ausreichend

Die Bundesregierung verweist indes auf Kontrollen und Zertifizierungsverfahren, wie etwa die DEG-internen Umwelt- und Sozialprüfungen auf Basis der aktuellen IFC Performance Standards der Weltbank. Doch diese Prüfungen haben laut Movassat einen Haken: „Der Öffentlichkeit sind deren Ergebnisse nicht zugänglich. Eine objektive Überprüfung, ob die Arbeit der DEG nachhaltige Entwicklung in den Projektländern fördert, ist somit schlicht nicht möglich.“

Die 1962 gegründete DEG will unternehmerische Initiativen in Entwicklungs- und Schwellenländern fördern und somit nachhaltiges Wachstum und besseren Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerungen fördern. Im vergangenen Jahr stellte die DEG laut Geschäftsbericht 1,5 Milliarden Euro für die Finanzierung privater Investitionen zur Verfügung – Rekordwert für das Institut.

25 Millionen Dollar davon gingen an den Agrar- und Nahrungsmittelkonzern Zambeef, der aktuell 100.000 Hektar Ackerland in Sambia besitzt. Die Menschenrechtsorganisation FIAN kritisiert das wachsende Ungleichgewicht: Die Landwirtschaft bilde für 85 Prozent der Bevölkerung in Sambia die Existenzgrundlage. Das ärmste Viertel der Haushalte besitze durchschnittlich nur 0,6 Hektar Land, kaum genug, um eine Familie zu ernähren, so FIAN. Die rasante Expansion des Agribusiness verschärft Landkonflikte insbesondere in Gebieten mit fruchtbaren Böden, gutem Zugang zu Wasser und funktionierender Verkehrsanbindung. „Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit fördert in Sambia die Konzentration von Land in den Händen weniger Konzerne und verschärft die existierende Diskriminierung der Kleinbauern beim Zugang zu produktiven Ressourcen“, erklärt FIAN-Agrarreferent Roman Herre, Autor der Studie „Agribusiness-Expansion, Land Grabbing und die Rolle europäischer privater und öffentlicher Gelder in Sambia„.

Landraub in Sambia und Sierra Leone

Ein weiterer DEG-Partner ist der Bioethanol-Produzent Addax Bioenergy, der 44.000 Hektar in Sierra Leone hält. Eine Studie mehrere Nichtregierungsorganisationen fand heraus, dass die Monopol-Stellung von Addax Bioenergy zu negativen Folgen für Umwelt und Gesundheit der der lokalen Bevölkerung geführt habe. Zudem seien zahlreiche Kleinbauern enteignet worden.

Die Bundesregierung spielt in beiden Fällen die Situation herunter. Im Gegenteil betont sie die positiven Effekte der Investitionen: In Sambia bilde die Landwirtschaft nach dem Bergbau den zweitwichtigsten Wirtschaftssektor, dem für die Armutsbekämpfung und Schaffung von Arbeitsplätzen im ländlichen Bereich eine Schlüsselstellung zukomme. Derzeit gebe es noch erhebliches Potential an landwirt­schaftlich nutzbarer Flächen. „Vor diesem Hintergrund sind Landnutzungskonflikte in Sambia nach Kenntnis der Bundesregierung bislang die Ausnahme“, so die das Entwicklungsministerium.

Im Fall von Addax Bioenergy fördere die DEG die „Verbreitung anerkannter nachhaltiger internationaler Industriestandards“. So sei das Unternehmen das erste nach den Empfehlungen des Roundtable on Sustainable Biomaterials (RSB) zertifizierte Unternehmen in Afrika, erklärt die Bundesregierung. Eine Studie des Sierra Leone Network on Right to Food (SiLNoRF) und der schweizer NGO Brot für alle haben in einem Bericht hingegen gezeigt, dass Addax Bioenergy die Vorgaben des RSB in drei Bereichen verletzt: Lebensmittelsicherheit, free and prior informed consent und unfreiwillige Umsiedelungen.

Die Linksfraktion empört sich insbesondere darüber, dass das BMZ stets keine Angaben darüber hat, ob sich die DEG-finanzierten Projekte an die UN-Leitlinien – den Voluntary Guidelines – halte. „Diese Richtlinien sollen Landgrabbing verhindern, ihre Entstehung wurde von der Bundesregierung auf internationaler Ebene stark unterstützt“, erinnert Movassat. „Nun drängt sie nicht einmal bei staatsnahen Unternehmen auf deren Einhaltung. Dies zeigt, wie ernst es die Bundesregierung mit der Bekämpfung von Land-Grabbing wirklich meint.“

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