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Agora Energie Wende, das Betrugs Projekt von Rainer Baake, Patrik Graichen

Keynes im Gewande der Agora Energiewende

Komplette Vollidioten, ohne Beruf, aber sich als Energieexperten ausgeben, obwohl man nur Küchengehilfe gelernt hat.

Herr Graichen und die kaputte BRD-Maschine

Lauter Nullen, keinen Berufs oft gelernt, keine Wissenschaft. Ein krimineller Deppen Verein, wie das POTSDAMER Klima Institut, oder Umwelthilfe und alle Vereine der Asyl Mafia

Von Marco Gallina

Mo, 15. August 2022

In einer ZDF-Dokumentation, die die Energiewende kritisch darstellt, redet sich Staatssekretär Patrick Graichen um Kopf und Kragen. Nicht smart, sondern altbacken: Das Weltbild des ehemaligen Agora-Chefs bestimmt nicht das Prinzip Hoffnung, sondern Machbarkeitsphantasien. Der Energiewende liegt keine Utopie, sondern Hybris zugrunde.

Die ZDF-Dokumentation, die für öffentlich-rechtliche Verhältnisse erstaunlich kritisch über die Energiewende berichtet hat, wurde bereits in einem früheren Artikel von Frank Hennig behandelt. Dabei trat auch eine Gestalt auf, die den Weg der TE-Leser schon häufiger gekreuzt hat: Patrick Graichen.

Graichen gehört als Zögling von Energiewende-Vordenker Rainer Baake zu den einflussreichsten Persönlichkeiten des grünen Netzwerks. Die von Baake gegründete Denkfabrik Rainer Baake führte er seit Jahren und baute über sie ein überparteiliches Netzwerk bei politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entscheidungsträgern auf.

Schon vor der Machtübergabe im Bundeswirtschaftsministerium waren mehrere Bundesbehörden von Mitgliedern des Agora-Rates durchsetzt. Mit anderen Öko-Lobbys, etwa der DUH, spielte er über Bande. Dass nicht nur Graichen, sondern auch sein Schwager Michael Kellner im BMWK sitzt, führt nach Aussagen des Ministeriums zu keinen Interessenkonflikten. Es ist derselbe Patrick Graichen, der heute als Staatssekretär Bundestagsabgeordneten wie Leif-Erik Holm die unverschämtesten Antworten bei Fragen nach dem Ausstieg aus der Kernkraft gibt.

Man kennt Graichen aus Auftritten bei Pressekonferenzen, Agora-Thesenpapieren und Pressemitteilungen seines Thinktanks. In der ZDF-Doku tritt uns Graichen zum ersten Mal als jemand entgegen, der Rechenschaft über seine Arbeit abgeben muss. Nicht nur, dass Graichen sich als intellektuelles Leichtgewicht entpuppt, das versucht, mit markigen Sprüchen die Energiekrise auf den Sankt-Nimmerleins-Tag zu verschieben. Er gibt mehr über sich preis, als ihm lieb sein kann – angesichts seiner Stellung als rechte Hand von Robert Habeck. Mit einem selbstbewussten bis überheblichen Grinsen vermeldet der ehemalige Agora-Direktor:

„Wir reden ständig mit den Netzbetreibern. Und das ist eine konservative Branche. Die Aufgabe der Netzbetreiber war es immer, ein Backup, eine Sicherungsebene und noch eine dahinter zu haben. Insofern ist das Mindset vieler Menschen in der Netzwelt eher auf der sehr sicherheitsorientierten Seite.“

Heißt übersetzt: Gas- und Energiekrise? Ach, so schlimm kommt es nicht, die Angsthasen, die dauernd von Energiesicherheit faseln, leiden unter Paranoia, weil sie es immer doppelt und dreifach sicher haben wollen. Heute, in diesen grünen und smarten Zeiten, ist dieses Denken verkalkt. Die Antwort auf die Bedenken:

„Deswegen werden wir bis 2030 zusätzliche Gaskraftwerke errichten, um die Versorgungssicherheit ohne Kohlekraftwerke zu gewährleisten – und ja natürlich werden wir das schaffen, weil wir genau die Dinge im Blick haben und mit den Versorgern diskutieren.“

Speicher „noch und nöcher …“

Claudia Kemfert bleibt sich als Propagandistin der Energiewende treu

Haben wir also doch ein Strom- und kein Wärmeproblem? Das ZDF rechnet aus: Nach Graichens Vorschlag müssten zwei Dutzend neue Gaskraftwerke gebaut werden. Dass Graichen zugleich der Staatssekretär ist, der sich für einen Rückbau des Gasnetzes einsetzt, ist dabei mehr als eine kuriose Nebennote. Wir reden aber auch von demselben, der nicht nur mehr Gaskraftwerke in der Gaskrise fordert, sondern auch einen, der in der Stromknappheit für Elektro-Autos wirbt.

„Es stimmt, wir werden zusätzlichen Stromverbrauch haben. Die Szenarien sagen: ungefähr 50, 60 Prozent (!) mehr als heute. Dieser zusätzliche Strom wird dann durch Wind- und Solaranlagen in Deutschland hergestellt – und das geht. Wir bereiten ja derzeit alles darauf vor, dass wir zwei Prozent der Landesfläche für Windkraft bekommen. Zusätzlich werden wir bei Wind-Offshore alles ausreizen, was innerhalb der deutschen Küstengewässer geht. Und dann haben wir auch noch viel Solarenergie und last but not least die Kooperation mit unseren Nachbarn. Und so kann insgesamt der Strom produziert werden, den Deutschland braucht.“

Und zuletzt, vielsagend diese Passage, die nochmals einen Einblick gibt in das Denken der Verantwortungsträger für das sichere Funktionieren Ihres Küchenherdes:

„Natürlich schaffen wir das – weil wir ein anderes Mindset haben. Man kann nicht mit dem Mindset der letzten 30 Jahre, so wie Bauvorhaben in Deutschland geplant wurden, weitermachen. Mit anderen Worten: Wir sind jetzt nicht in Stuttgart21 oder in der Frage des Berliner Flughafens unterwegs, sondern das Tesla-Mindset muss die nächsten Jahre prägen. Das heißt: Innerhalb von zwei Jahren werden die Dinge dann tatsächlich auch geplant, gebaut und genehmigt, und dann geht das.“

Think-Tank bestimmt die Energiepolitik

Robert Habecks rechte Hand aus der Agora

Graichens Gedanken sind das Gegenteil des „smarten“ und „innovativen“ Bildes, das die Grünen und ihre Anhänger von sich selbst pflegen. Nicht die Kraftwerksbetreiber sind verstaubt und von gestern, sondern das Denken, das hinter der Energiewende steckt. Denn die Betreiber gehen offenbar von unabsehbaren Ereignissen und Möglichkeiten aus, die Leute wie Graichen nicht auf dem Schirm haben. Das ist in der Tat „konservativ“, und zwar ziemlich nach der Definition von Edmund Burke und Roger Scruton: Gute Dinge können auf einfache Weise sehr schnell zerstört, aber nur mit Mühen wiederhergestellt werden.

Graichens Kosmos kennzeichnet dagegen eine Hybris, die es besser weiß: aus der eigenen Überzeugung heraus, progressiver und aufgeklärter in Energiefragen zu sein. Darin steckt der große Plan, die Theorie, die übermenschliche Anstrengung. Dass dies auch eine Milchmädchenrechnung sein kann, macht die Vordenker der 5-Jahres-Pläne in der Sowjetunion nicht plötzlich zu den geistigen Erben von Eichendorff und Novalis. Trotz Gasengpass lautet die Antwort: mehr Gaskraftwerke! Obwohl Windkraft und Solaranlagen diesen Gasengpass erzeugt haben, weil sie bei Dunkelflaute nicht liefern, ergeht die Losung: mehr Geld für Wind und Sonne! Und während Kernkraftwerke die bitter nötige Grundlast anbieten, sollen ausgerechnet diese von der Leitung gehen.

Das ist das Gegenteil dessen, was man unter romantischem Denken versteht, das man den Grünen andichtet, sondern ein technizistischer Ungeist. Technizistisch bedeutet nicht naturwissenschaftlich. Es bedeutet, dass man die Welt als Maschine begreift. Man muss nur mit einem Schraubenzieher nachjustieren, um das ratternde Gerät wieder in Gang zu bringen. Die Idee, das weltweite Klima davon abzuhalten, dass sich dieses um zwei Grad erhöht, ist eben nicht der Gedanke eines Naturromantikers, sondern eines materiell versierten Technikers, der sich selbst überschätzt: bauen wir einfach noch zehntausend neue Windanlagen. Das Licht schalten wir später wieder mit dem Schalter an.

Dahinter steckt ein simplizistisches, kein komplexes Denken – also genau das, was man sonst dem Gegner in energiepolitischen Fragen vorwirft. In seiner ökonomischen Philosophie findet es seinen Widergänger bei John Maynard Keynes, der als Übervater des heute in staatlichen Stellen herrschenden ökonomischen Geistes gelten darf. Auch Keynes fasst die Volkswirtschaft als eine Art Maschine auf, die man mit bestimmten Schrauben – etwa durch Fiskalpolitik – beeinflusst und den Markt damit „repariert“.

Sie wollen nur unser Bestes

Die „Trittin-Connection“: Wie unser Land in die Fänge grüner Lobbys geriet

Die Sorglosigkeit und die Selbstüberschätzung, die mit einem solchen Denken einhergeht, sind evident. Die Energiewende ist eine staatliche Beeinflussung sämtlicher menschlicher Lebensbereiche, die über die Einmischung in den Markt weit hinausgeht. Kein menschliches Wesen kann bei einem so überwältigenden Eingriff in wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge über sämtliche Informationen verfügen und damit eine „perfekte“ Entscheidung treffen.

  1. August 15, 2022 um 6:26 pm

  2. August 16, 2022 um 5:00 pm

  3. August 23, 2022 um 5:26 pm

  4. August 27, 2022 um 6:27 pm

    Rein kriminelle Organisation der Grünen

    Finde ich sehr interessant. Rein Mafiös aufgebaut, für Geld stehlen. Agora Energie, usw.. Alles der selbe Scheiss

    Die Büromannschaft! Real ein Projekt von Extinction Rebellion https://de.wikipedia.org/wiki/Extinction_Rebellion

    https://www.greenlegal.eu/ueber-uns/

  5. August 30, 2022 um 6:59 am

    Sind die so blöde

  6. September 7, 2022 um 1:38 pm

    Blöd muss was Sagen. Die Frau Claudia Kemfert ist einmalig dumm, wie der Minister, nie gearbeitet

    Zwei süddeutsche Kraftwerke sollen als Notreserve länger einsatzbereit bleiben
    , so will es Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). Doch der am Montag beschlossene Plan erntet immer mehr Widerspruch. »Die Energieversorgung in Deutschland ist gesichert, auch ohne Atomkraft«, sagte die Energieökonomin Claudia Kemfert der »Rheinischen Post«.

    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/robert-habeck-fuer-akw-verlaengerung-in-der-kritik-a-312302ab-f651-4827-9f73-0f02230d76b9

  7. September 9, 2022 um 5:19 am

    Ein aufgeblasener Haufen, für Posten und Geldvernichtung. Erneut Industrie finanziert, Posten für Politiker und da gibt es noch mehr EU Doofi Organisationen, oder in Deutschland

    Energieintensive Industrie

    Dr. Erk Thorsten Heyen
    Senior Vice President der Wacker Chemie AG
    Energiewirtschaft

    Kerstin Andreae
    Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW)

    Dr. Florian Bieberbach
    Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke München GmbH

    Dr. Holger Krawinkel
    Leiter Customer Experience der MVV Energie AG

    Professor Dr. Klaus-Dieter Maubach
    Vorstandsvorsitzender der Uniper SE

    https://www.agora-energiewende.de/ue…rat-der-agora/

    Robert Habeck machte nicht nur besagten Patrick Graichen zu seinem Staatsekretär, sondern auch Michael Kellner, der wiederum mit Verena Graichen, Patrick Graichens Schwester verheiratet ist. Das fiel sogar der Taz auf, die unter der Überschrift: „Energiewende als Familienprojekt“ am 19.12.2021 schrieb: „Verena Graichen wiederum arbeitet als ‚Senior Researcher‘ beim Öko-Institut zu den Themen Klimapolitik und Emissionshandel und ist gleichzeitig Vorsitzende des Umweltverbands BUND in Berlin. Und als wäre das noch nicht genug Öko-Power, arbeitet auch das dritte Kind der Eltern Graichen, Jakob, als ‚Senior Researcher‘ zu Klima- und Energiefragen beim – genau – Öko-Institut, Seite an Seite mit seiner Schwester, der Ehefrau und Schwester der Staatssekretäre.“ Marco Gallina wies auf TE darauf hin, welche Mitglieder der Bundesregierung zum Netzwerk der Agora Denkfabrik gehören:

    Cem Özdemir (Grüne), Bundesminister für Landwirtschaft;
    Stefan Tidow (Grüne), Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt;
    Johann Saathoff (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium des Inneren;
    Michael Theurer (FDP), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr;
    Jochen Flasbarth (SPD), Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung;
    früher: Andreas Feicht (CDU), Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft (2019–2021); und
    Norbert Barthle (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft (2018–2021);
    dazu der mehrfache Staatssekretär Rainer Baake (Grüne), der Gründer der Agora und Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH), der zuletzt im Bundesministerium für Wirtschaft (2014–2018) war.“

    Der Journalist Frank Lübberding hat, was wichtig zum Verständnis ist, getwittert: „Die Energiewende ist kein Idealismus, sondern ein Multi-Milliarden-Markt. Das ist längst big business, wo die wirtschaftliche Zukunft ganzer Netzwerke von abhängen. Vom Umweltverband über Pseudo-NGO bis zur Industrie, von der Wissenschaft über Medien bis zur Politik.“
    https://www.tichyseinblick.de/meinun…ektra-antwort/
    Lothar Schulze
    Leiter Politik der Windwärts Energie GmbH
    Wissenschaft

    Professor Dr. Andreas Löschel
    Lehrstuhl für Umwelt-/Ressourcenökonomik und Nachhaltigkeit, Ruhr-Universität Bochum

  1. August 31, 2022 um 5:22 pm

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